Das Phänomen Perry Rhodan?

Die größte SF-Serie der Welt!
deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

tja, zu dem was florian geschrieben hat (feste helden die nie verschwinden) kann ich nur sagen:

wäre schön, wenns wirklich so wäre.

meine festen helden die nie verschwinden sind alle dahingegangen. balton wyt - in ES aufgegangen-, galbreight deighton -wie ne bombe explodiert (scheiß cantaros) und dann fellmer lloyd, der gute alte fellmer, zellaktivator ausgefallen....

da waren sie dahin und, neben dem nicht besonders überzeugenden ende vom herrn der straßen zyklus, auch meine begeisterung für pr. ab und an lese ich noch die guten alten taschenbücher - immer noch mit begeisterung.

ich möchte aber die schönen jahre die ich mit perry und co gelebt habe nicht missen. mann, wie oft bin ich nach siegen gefahren (rund 90 km hin und zurück von finnentrop) nur weil es die hefte da schon samstags gab und nicht wie bei uns am montag. ich mußte doch wissen wer der eremit von satrang war oder wer die widerstandsgruppe gegen die cantaro geleitet hatte.

so, jetzt bin ich deprimiert vom schreiben. danke auch...

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Shock Wave Rider
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Re: pr

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider »

vallenton hat geschrieben:so, jetzt bin ich deprimiert vom schreiben. danke auch...
*vallentonmalebentröstendüberdenkopfstreichelt*
Tja, lieber Vallenton! Das kommt davon, wenn man sich die falschen Helden aussucht. :smokin
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andy
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Ungelesener Beitrag von andy »

tichy hat geschrieben:Erinnert sich noch jemand an "Mark Brandis" (http://www.markbrandis.de/)? Sogar das habe ich mir angetan ... brrr.

-- tichy
tststs!! :D
was für andere pr war war für mich mark brandis...das unerreichte eingangstor in die faszinierende welt der sf, in der ich mich heute noch sehr wohl fühle..
[es ist wohl weihnachten und ich werde sentimental]

andy

deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

danke SWR.

mir gehts schon wieder besser. habe die pistole wieder in den schreibtisch zurückgelegt.

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Rusch
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Re: pr

Ungelesener Beitrag von Rusch »

Shock Wave Rider hat geschrieben:
vallenton hat geschrieben:so, jetzt bin ich deprimiert vom schreiben. danke auch...
Tja, lieber Vallenton! Das kommt davon, wenn man sich die falschen Helden aussucht. :smokin
Tja, aufs falsche Pferd gesetzt. :D

Ähmm...

Sorry. :wink:

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Ungelesener Beitrag von deval »

@rusch

hätte ich aufs falsche pferd gesetzt, wäre takvorian mein held gewesen. :lol:

ansonsten: danke noch für dein mitgefühl. :laser:

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tichy
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Ungelesener Beitrag von tichy »

Wenn ich ehrlich bin, war Mark Brandis gar nicht mal sooo schlecht ... vor allem, wenn man im Hinterkopf behält, dass das als Jugendserie konzipiert war. Ich hatte da ein paar üble Machwerke in Erinnerung, die ich aber fälschlicherweise Mark Brandis zugeschrieben habe.

Tja, man muss jedenfalls einiges kennengelernt haben, um die Perlen so richtig schätzen zu können. Ich habe damals parallel Mark Brandis und Stanislaw Lem gelesen, und bin bei letzterem hängen geblieben. PR hätte bei mir sicher keine besseren Karten gehabt als MB.

-- tichy

Ulrich
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Re: pr

Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Perry Rhodan habe ich nie durchgängig gelesen. Das fing mit 9 Jahren an, dann folgte eine lange Pause und mit 16 Jahren ging die Sammelei los. Aber es gab Jahre in denen ich mich für PR wenig interessierte.

Eigentlich ist bereits alles gesagt worden. Zum Erfolg trägt auch die Nähe zu den Autoren bei: Leserkontaktseite, Autorenvorstellungen, Conventions.

So sehr ich ein Faible für Perry Rhodan habe, es wäre horrormäßig, wenn plötzlich alle die Hefte lesen.

deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

wenn tatsächlich jeder sf fan perry rhodan lesen würde, bestände vielleicht die hoffnung, das die preise für ein heftchen endlich mal fallen. als ich mit dem sammeln angefangen habe, kosteten die noch 1,80 DM also rund 90 cent. schon damals gab es genügend andere romanserien die billiger zu haben waren. das hat mich immer etwas geärgert.

ich denke aber, das bei einem pr massenkonsum, die preise eher weiter steigen würden. dann argumentiert man wahrscheinich so:

durch die immense abrodung von baumbeständen für die herstellung von pr heften, wird so langsam aber sicher der internationale holzbestand knapp. durch die knappheit der erforderlichen ressourchen, verteuert sich die herstellung des produktes und wir müssen leider einen preis von 8,99 euro pro heft erheben.

Ulrich
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Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Zwei erhältliche Bücher über die Perry Rhodan Serie

Stache, Rainer Perry Rhodan - Überlegungen zum Wandel einer Heftromanserie
(überarbeitete u.aktualisierte NA.) SHAYOL VERLAG

PERRY RHODAN-Studies, Spurensuche im All

Interessant dürften auch die Nachdrucke einzelner Hefte in der Gold Edition des HJB Verlag sein. Michael Thiesen ordnet in Nachworten den Roman und dessen Hauptpersonen in den Serienzusammenhang ein.

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Frank Böhmert

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

Kringel hat geschrieben:
Morgaine le Fey hat geschrieben:Weiss hier eigentlich einer, was sinnvoll daran sein soll, die Handlung der Serie in stupide Viererblöcke zu pressen? Meiner Meinung nach wird den Autoren nur unnötig die Kreativität beschnitten.
Ganz so streng und stupide wird es nach meiner Beobachtung gar nicht mehr gemacht. Was der Sinn des Ganzen war bzw. ist? Habe ich nie begriffen...
Ich bin ja nun wahrlich nicht der Rhodan-Crack, aber hatte das nicht etwas zu tun mit der gleichzeitigen Verwertung der Hefte in einer Buchklubausgabe, ich glaube, bei Bertelsmann? Und es passen immer vier Hefte in ein Hardcover. Ist doch ein schöner Extraservice, wenn diese vier Hefte dann auch eine gemeinsame größere Geschichte erzählen.

Ansonsten habe ich schon mehrmals vehement abgestritten, dass so etwas die Kreativität einengt. Es ist, egal ob Hoch- oder Tiefliteratur :wink: , fast in jedem Medium so, dass Umfang oder Form bestimmten Beschränkungen unterliegen. Ein a) kreativer Kopf macht da, wenn er b) gerade in guter Form ist, auch etwas Gutes draus, Punkt.

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Frank Böhmert

Heftpreise

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

vallenton hat geschrieben:wenn tatsächlich jeder sf fan perry rhodan lesen würde, bestände vielleicht die hoffnung, das die preise für ein heftchen endlich mal fallen. als ich mit dem sammeln angefangen habe, kosteten die noch 1,80 DM also rund 90 cent. schon damals gab es genügend andere romanserien die billiger zu haben waren. das hat mich immer etwas geärgert.
Ich denke, das hat etwas mit dem höheren logistischen Aufwand zu tun, der für eine Endlosserie, die idealerweise ohne einander widersprechende Teile auskommen sollte, betrieben werden muss. Die Autoren müssen mehr leisten als bei Jerry Cotton oder John Sinclair. Die Redaktion muss mehr leisten. Und einen Exposéautor gibt es bei den meisten anderen Serien gar nicht erst. Höherer Aufwand für - ich vermute jetzt mal - niedrigere Auflage. Das kostet.

Morgaine le Fey
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Ungelesener Beitrag von Morgaine le Fey »

Frank Böhmert hat geschrieben:
Ansonsten habe ich schon mehrmals vehement abgestritten, dass so etwas die Kreativität einengt. Es ist, egal ob Hoch- oder Tiefliteratur :wink: , fast in jedem Medium so, dass Umfang oder Form bestimmten Beschränkungen unterliegen. Ein a) kreativer Kopf macht da, wenn er b) gerade in guter Form ist, auch etwas Gutes draus, Punkt.
Ich rede hier in der Hauptsache nicht von den einzelnen Heften und den Leistungen der einzelnen Autoren. Die interessieren mich weniger, da ich ein PR-Leser bin, der mehr auf die Gesamthandlung achtet, den auf die Güte einzelner Hefte.

Nun ja, das Korsett, das die Verantwortlichen von PR sich anlegen, wird immer enger. Ein Zyklus muss 100 Hefte haben. Dieser wird dann in handliche 25 Vierer-Blöcke zerhackt, wobei der letzte Band immer einen Cliffhanger beinhaltet. Zur Hälfte des Zykluses, zu Band xx50, muss ein erster Zyklushöhepunkt eingearbeitet werden.

Mag sein, as ein kreativer Kopf daraus was macht, aber es wird in letzter Zeit offensichtlich, das es die Kreativität lähmt. Mache Vierer-Blöcke sind so inhaltsleer, das man einen einzigen Bänd hätte draus machen können, während andere Vierer-Blöcke durchaus doppelt oder dreifach so lang sein können, weil der Inhalt viel zu gedrängt erscheint und es offensichtlich ist, das die Geschichte nach vier Bänden, egal wie, abgeschlossen sein muss.

Das führt dazu, das von KNF groß angekündigte Handlungsstränge sich als Seifenblasen erweisen. Wie lange war die SOL im Mahlstrom der Sterne im letzten Zyklus? Groß angekündigt, ein Heft lang drin herumgeschippert, weil die Vierer-Blockstrategie wohl nicht mehr Platz übriglies. Was ist mit Ovarons Planet? Bis jetzt kein einziges Wort darüber verloren. Früher hätte man ein Heft dazwischengeschaltet und das Thema damit abgehakt. Heute ist dank dem starren Schema kein Platz mehr für sowas.

Einen Zyklus zu planen, ist bestimmt schon schwierig genug. Ihn aber auch noch in ein so starres Korsett hineinzupressen?

Ulrich
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Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Morgaine le Fey hat geschrieben:Das führt dazu, das von KNF groß angekündigte Handlungsstränge sich als Seifenblasen erweisen. Wie lange war die SOL im Mahlstrom der Sterne im letzten Zyklus? Groß angekündigt, ein Heft lang drin herumgeschippert, weil die Vierer-Blockstrategie wohl nicht mehr Platz übriglies. Was ist mit Ovarons Planet? Bis jetzt kein einziges Wort darüber verloren. Früher hätte man ein Heft dazwischengeschaltet und das Thema damit abgehakt. Heute ist dank dem starren Schema kein Platz mehr für sowas.
Das hätte man wohl früher gemacht. Und mich haben die Verhältnisse im Mahlstrom interessiert.

Ich kenne mich mit der PR-Historie nicht detailliert genug aus. Bin aber der Meinung, dass es diese Vierer-Blöcke nicht immer gab und in einen Silberband zuweilen mehr als vier Hefte hineingepresst werden.

Eine strikte Einteilung in Blöcke muss, wie Frank Böhmert sagt, nicht die Kreativität einschränken. Fehler können auch durch eine mangelnde Zyklusplanung entstehen.

deval
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Ungelesener Beitrag von deval »

@böhmert
zu dem höheren logistischen aufwand kann ich nichts sagen. das mag vielleicht der grund sein.

was ich aber als lächerlich empfand war die damals herrschende diskussion unter den lesern, ob man die werbung sowohl auf den innenseiten der romane, als auch auf den coverrücken weglassen sollte. einiger der fans waren durchaus bereit mehr geld zu zahlen und darum auf die werbung zu verzichten. ich habe ja nicht viele briefe an die lks-redaktion geschrieben, aber da bin ich auf die barrikaden gegangen. von mir aus konnte damals, und heute denke ich nicht anders, eine 20 seitige werbemappe bei jedem heft bei sein, wenn dadurch nur der preis etwas geringer wäre. damals war ich noch schüler und wenn man sich teilweise 2-3 auflagen gleichzeitig kauft, merkt man das doch am geldbeutel.

könnte man den heutigen preis der hefte durch zusätzliche werbung drücken, oder geht da nichts mehr?

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