Gormenghast I - Der junge Titus

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Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Lemmy » 31. Dezember 2008 09:25

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Hallo Phantastik Freunde, an dieser Stelle bitte Eure posts zum 1. Buch: Der junge Titus.
Viel Spass bei der Lektüre !!!
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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Kringel » 5. Januar 2009 07:45

Das Buch liegt auf dem Nachttisch bereit - heute abend geht's los. Mal sehen, ob die Nacht dann lang oder kurz wird! :wink:

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Lemmy » 5. Januar 2009 16:31

Ich hab die ersten paar Kapitelchen bereits am WE gelesen, ausführliche posts leider erst am nächsten WE, da nach 3 Wochen Urlaub heute wieder die Arbeit ruft und zwar mit Macht und vollem Schreibtisch. :(

Lese die dt. Ausgabe v. Klett-Cotta.
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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Kringel » 6. Januar 2009 08:08

Ich lese übrigens die oben abgebildete Ausgabe. Bin gestern nur bis zum "Katzenzimmer" gekommen, wusste aber gleich wieder, warum ich das Werk damals (vor ca. 16 Jahren) so faszinierend fand. Allein schon das merkwürdige Schloss, dann die bizarren Figuren und ihre merkwürdigen, ritualisierten Handlungen, dazu die Sprache voller Metaphern...

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Olaf » 6. Januar 2009 12:26

Verdammt, ich sollte die vielleicht auch mal lesen.
Leider gibt es den ersten Band grad nicht auf deutsch. :(
Wie ist denn das Original? Kompliziertes Englisch?

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Trash Star » 6. Januar 2009 16:09

Habe 100 Seiten geschafft und bin stark gelangweilt.

Bis jetzt habe ich keinen blassen Schimmer, warum das Werk so hochgelobt ist.

Wenn die nächsten 100 Seiten nicht deutlich interessanter werden, werfe ich das Handtuch.

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Gerd R. » 7. Januar 2009 17:13

Olaf hat geschrieben:Verdammt, ich sollte die vielleicht auch mal lesen.
Leider gibt es den ersten Band grad nicht auf deutsch. :(
Wie kommste denn auf das schmale Brett, Olaf?

Guckst du hier.

Und nie vergessen: Längst nicht alles, was bei Amazon gerade mal nicht lieferbar ist, ist tatsächlich vergriffe. :wink:

Grüße
Gerd

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Olaf » 7. Januar 2009 17:46

Interessant, bei der Hobbit-Presse stand es auch als nicht lieferbar. Deeshalb kam ich darauf. ;)

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Lemmy » 7. Januar 2009 18:56

Olaf hat geschrieben:Verdammt, ich sollte die vielleicht auch mal lesen.

Wie ist denn das Original? Kompliziertes Englisch?
Ja, aber an Gormenghast werden sich die Geister scheiden & zwischen tosendem Applaus und lautem Gähnen werden wir wohl ein breites Echo hier im Forum hören und lesen. Neige momentan zur Begeisterung.

Kenne das Original nicht, wage aber zu behaupten, dass es keine Verständnisprobleme geben wird. Könnte allerdings sein, dass der Sprachgebrauch etwas old-fashioned ist und dass die eloquenten Exkurse von Doc Prunesquallor etwas ermüden.
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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 7. Januar 2009 20:43

Trash Star hat geschrieben:Habe 100 Seiten geschafft und bin stark gelangweilt.
Bis jetzt habe ich keinen blassen Schimmer, warum das Werk so hochgelobt ist.
Wenn die nächsten 100 Seiten nicht deutlich interessanter werden, werfe ich das Handtuch.
Werden sie für dich wohl vermutlich nicht, denn gerade die ersten 100 Seiten sind für mich die stärksten gewesen, die mich sofort reingezogen und nicht mehr losgelassen haben. Und so bleibt das auch auf den folgenden Seiten.
Gormenghast ist sehr eigenwillig, gegen jede Strömung. In erster Linie geht es um die Beschreibung des Schlosses, und dann erst um das Leben seiner in dieser Umgebung unweigerlich skurril gewordenen Bewohner. Das Ambiente steht zuerst im Vordergrund, dann kommen nach und nach die Figuren dran.

Als Titus das Schloss verließ, hat die Geschichte meinem Geschmack nach viel verloren. Sie wurde sozusagen immer "normaler" und verlor an Faszination. Den letzten Teil habe ich mehr oder minder pflichtabsolviert, ohne dass mich das Ende so recht interessiert hätte. (Ehrlich gesagt habe ich sogar vergessen, wie es ausging, ist aber auch lange her.)

Aber das Schloss - wow. Die Charakterisierungen - doppelwow. Das war für mich ein großes Vorbild, wie man etwas gut beschreibt.
:bier:
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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Kringel » 8. Januar 2009 07:35

So sehe ich das auch. Die Beschreibungen sind zwar recht ausführlich, aber doch so prägnant und "auf den Punkt", dass ganz automatisch entsprechende Bilder im Kopf entstehen. Das betrifft nicht nur Orte und Personen, sondern auch Stimmungen und Gefühle.

Was ich jetzt beim Re-Read feststelle und wobei ich mich frage, ob ich mir das nur einbilde: Die Übersetzung kommt mir manchmal irgendwie "holprig" vor, ohne dass ich den Finger drauf legen könnte, woran das liegt. Geht es euch auch so?

Die deutschen Bedeutungen der englischen Namen habe ich damals, beim ersten Lesen, auch nicht so erkannt. Ich sag' nur "Prunesquallor"! Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Trash Star » 8. Januar 2009 19:55

Uschi Zietsch hat geschrieben:
Trash Star hat geschrieben:Habe 100 Seiten geschafft und bin stark gelangweilt.
Bis jetzt habe ich keinen blassen Schimmer, warum das Werk so hochgelobt ist.
Wenn die nächsten 100 Seiten nicht deutlich interessanter werden, werfe ich das Handtuch.
Werden sie für dich wohl vermutlich nicht, denn gerade die ersten 100 Seiten sind für mich die stärksten gewesen, die mich sofort reingezogen und nicht mehr losgelassen haben. Und so bleibt das auch auf den folgenden Seiten.
Gormenghast ist sehr eigenwillig, gegen jede Strömung. In erster Linie geht es um die Beschreibung des Schlosses, und dann erst um das Leben seiner in dieser Umgebung unweigerlich skurril gewordenen Bewohner. Das Ambiente steht zuerst im Vordergrund, dann kommen nach und nach die Figuren dran.

Als Titus das Schloss verließ, hat die Geschichte meinem Geschmack nach viel verloren. Sie wurde sozusagen immer "normaler" und verlor an Faszination. Den letzten Teil habe ich mehr oder minder pflichtabsolviert, ohne dass mich das Ende so recht interessiert hätte. (Ehrlich gesagt habe ich sogar vergessen, wie es ausging, ist aber auch lange her.)

Aber das Schloss - wow. Die Charakterisierungen - doppelwow. Das war für mich ein großes Vorbild, wie man etwas gut beschreibt.
Habe ungefähr 200 Seiten durch und werde nicht weiterlesen. Das Buch ist einfach nicht mein Fall. Selten so gelangweilt.

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von molosovsky » 8. Januar 2009 22:37

@Trash Star:
Wenn Du nach 200 Seiten nicht reingekommen bist in Peaks Welt (und Sprache), dann wird das wohl auch nix mehr. — Kannst Dein Exemplat (so es nicht aus der Bücherei entliehen wurde) ja Olaf anbieten :)

Allgemein:
Vor zwei Jahren habe ich einen ungeordneten Wust an Gedanken zu Peake rausgerotzt. Darin schwurble ich über eine spezielle Perspektive auf Peakes Titus-Bücher: Peake ist m.E. nämlich (eine der markanten) »Wurzeln der ›anderen‹ Fantasy: düster und befremdend«, und ich wage (mehr als Gedankenspiel, weniger als Schwanzlängenwettbewerb) einen Vergleich zwischen Peake und Tolkien.

Dies ausgelinkt kann ich kurz ergänzen: Geduld und Willigkeit, den exzentrischen Windungen von Peaks Prosa zu folgen sind unerlässliche Tugenden, ohne die eine Lektüre der Titus-Bücher scheitern muss.

WIE seltsam die Titus-Bücher sind, kann man gar nicht übertreiben. Nichtgefallen kann man dem entsprechend Enttäuschten deshalb fairerweise auch nicht vorwerfen. Aber umgekehrt ist es allzu verständlich, dass diese Bücher — wenn sie denn den Lesern bezaubern — dies sehr intensiv und auf prägende Weise tun.

Grüße
Alex / molo
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»Die Wirklichkeit ist überall gleich – nämlich unbekannt.« — Egon Friedell
(Ich weiß es im moment schlicht nicht besser.)

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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 9. Januar 2009 09:21

Trash Star hat geschrieben: Habe ungefähr 200 Seiten durch und werde nicht weiterlesen. Das Buch ist einfach nicht mein Fall. Selten so gelangweilt.
Naja, immerhin 200 Seiten, das ist ganz schön viel! Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass du wohl zu den eher schnellen Lesern gehörst, wenn du jetzt schon wieder 100 Seiten durch hast - huii. Das schaffe ich niemals nicht. :) Peake verlangt Zeit zum Lesen, und man muss seinen verschrobenen Wegen folgen wollen, da hat Molo völlig recht. Ja, exzentrisch kann man das auch nennen *g*

[ot]Ich bin zuletzt an "Gegen den Tag" gescheitert, da habe ich auch nach 200 Seiten aufgegeben. Nicht, weil es mir zu verschroben war, sondern weil ich absolut keinen Zugang bekommen habe und mich der seitenlange technische Aufbau einer Glühbirne oder die Zusammensetzung und Wirkung von Dynamit in einer Prosa einfach nicht interessieren tut. Bis dann endlich mal wieder ein lebendiger Dialog oder eine aktive Handlung kam, hatte ich schon vergessen, wer diese Leute waren, weil so viele Namen genannt worden waren und ich nicht mehr durchblickte, wer wer war. Dann schlief ich ein. :wink: [/ot]
:bier:
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Re: Gormenghast I - Der junge Titus

Ungelesener Beitrag von Trash Star » 9. Januar 2009 10:42

Uschi Zietsch hat geschrieben:
Trash Star hat geschrieben: Habe ungefähr 200 Seiten durch und werde nicht weiterlesen. Das Buch ist einfach nicht mein Fall. Selten so gelangweilt.
Naja, immerhin 200 Seiten, das ist ganz schön viel! Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass du wohl zu den eher schnellen Lesern gehörst, wenn du jetzt schon wieder 100 Seiten durch hast - huii. Das schaffe ich niemals nicht. :) Peake verlangt Zeit zum Lesen, und man muss seinen verschrobenen Wegen folgen wollen, da hat Molo völlig recht. Ja, exzentrisch kann man das auch nennen *g*
Es ist eher der Mangel an Handlung, der mich langweilt. Die Personen sind sehr gut beschrieben, aber es sind langweilige Personen. Die Beschreibung des Schlosses hat mir gut gefallen. Aber wie gesagt, die Personen machen mich nicht an und die fehlende Handlung kommt auch nicht gut. Dem Buch fehlt es an Intensität. Zumindest meinem subjektiven Empfinden nach.

Ich liebe komplexe und umfangreiche Werke. Aber die Geschmäcker sind verschieden. Vorher habe ich "Herr der Ratten" von Mary Gentle gelesen. Das gefiel mir ziemlich gut. Ich mochte "Stadt der Heiligen und Verrückten" nicht. Hingegen liebe ich das Bas-Lag-Universum von China Mievielle sehr. Ob ich ein Buch mag oder nicht, hängt von der Intensität des Leseerlebnisses ab. Natürlich ist alles sehr subjektiv, wie bei jedem anderen Leser auch.

Ich werde diesen Lesezirkel weiter verfolgen und kann mich ggfs entscheiden, weiterzulesen.

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