phantastisch! 79

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phantastisch! 79

Ungelesener Beitrag von @phantastischnet »

Die 79. Ausgabe der „phantastisch!“, die wie immer unter der Chefredaktion von Klaus Bollhöfener entstand, ist lieferbar. Die PDF-Ausgabe wird ab dem 31. Juli erhältlich sein, im Zeitschriftenhandel am Bahnhof findet man die Ausgabe 79 ab Ende Juli. Das Titelbild stammt diesmal von Jan Hoffmann.
ph79.jpg
Der Inhalt des diesmal 88seitigen Magazins sieht wie folgt aus:

Interviews:
Olaf Brill: RICHARD J. ANOBILE „Ich wollte sehen, was da wirklich geschah.“
Christian Endres: KEN LIU: „Ich wähle einfach Geschichten aus, die meinen Geschmack treffen.“
Sonja Stöhr: BORIS KOCH & FRAUKE BERGER „So unterschiedlich wie die Märchen selbst.“
Christian Endres: MARTHA WELLS „Ich packe viel von mir selbst in meine Figuren.“

Bücher, Autoren & mehr:
MATTHIAS HOFMANN Streifzüge durch die Welt der literarischen Science Fiction Folge 7 – Der fünfte Kopf des Zerberus
FRANK BÖHMERT: Wer braucht schon Menschen wie Götter?
HORST ILLMER: Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Mond-Fischen
BERND JOOSS: Eine Hommage an die Gestalten von Sirenen und Rotkäppchen
HORST ILLMER: Schlimm sein ist auch kein Vergnügen
ACHIM SCHNURRER: Die schreibende Mehrheit
CHRISTIAN ENDRES: Mein Name ist Monster
SONJA STÖHR: Phantastisches Lesefutter für jedes Alter – Neue Kinder- und Jugendbücher
CHRISTIAN ENDRES: Galaktische Gruftmaiden

Phantastische Nachrichten zusammengestellt von Horst Illmer

Rezensionen:
K. R. Sanders + Jörg Kleudgen „Die Klinge von Umao Mo“
Tade Thompson „ROSEWATER“
Niklas Maak „Technophoria“
Tom Hillenbrand „QUBE“
Ken Liu „The Hidden Girl and Other Stories“
Michael Dissieux „Richtung Nirgendwo – Melodys Song
Tom Gauld „Abteilung für irre Theorien“

Comic & Film:
OLAF BRILL: James Bond, Superman und Raumpatrouille
BERNS FRENZ: Back to the 80s! – »Hombre«
CHRISTIAN ENDRES: Wenn Superhelden aus dem Raster fallen
OLAF BRILL & MICHAEL VOGT: Ein seltsamer Tag – Teil 39
FARBFIM FERGUSON: Bei Crom und all den anderen!

Story:
KEN LIU: Erinnerungen an meine Mutter
CAROLINE HOFSTÄTTER: Smart Love

Quelle



P. S.: Ja, ja, die Vorschau habe ich leider vergessen, mea culpa ;) Umso mehr hoffe ich, dass ihr die neue Ausgabe schon im Briefkasten vorgefunden habt und fleißig am Lesen seid :)
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Re: phantastisch! 79

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider »

Jau, Nr. 79 lag gestern im Briefkasten. Vielen Dank!
Das Titelbild von Jan Hoffmann ist cool! :prima:

Gruß
Ralf
Shock Wave Riders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten.
Einen Kerl wie den sollte man lünchen!

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Re: phantastisch! 79

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider »

Ender im Thread zu #78 hat geschrieben:
26. Juli 2020 16:08
Kommentar zum Kommentar:
Danke an die Shockwavian Jury für diese regelmäßigen und ausführlichen Betrachtungen. Da ich die "phantastisch!" gerne mal kaufe, aber eben nicht regelmäßig und immer, bieten deine Kommentare stets eine gute Orientierungs- & Entscheidungshilfe.
Danke, Ender! Deine freundliche Würdigung sei mir Lohn und Ansporn.
Dann komme ich um so lieber meiner Chronistenpflicht nach.

Das Titelbild stammt diesmal von Jan Hoffmann.
Ein typisch amerikanischer middle-class-guy besucht seinen Freund, den blauhäutigen Alien-Farmer.
Köstliche SF-Persiflage auf Grant Woods klassisches Gemälde "American Gothic".

[...] des diesmal 88seitigen Magazins [...]
Wenn eine derart interessante Mischung aus Abdeckung aktueller Entwicklungen und kunsthistorischer Archäölogie auf durchgehend hohem inhaltlichen Niveau präsentiert wird, sind auch 88 Seiten nicht zu viel.

Phantastische Nachrichten zusammengestellt von Horst Illmer
Ich wiederhole mich: Horst Illmers Rubrik "Update" liefert verlässlich von Ausgabe zu Ausgabe einen großartigen Überblick über Neuerscheinungen von primärer und sekundärer Literatur. Diesmal legte er einen gewissen Schwerpunkt auf neuere Graphic Novels. Neben den bereits vorgemerkten Werken "Ein Vogel ist er nicht" von Philip Krömer und dem Magazin "Basement Tales" sind mir Benjamin Leberts neuester Roman "Im Zeichen der Acht" sowie die Sekundärwerke von Heinz J. Galle ("Lustige Bilder aus der Vergangenheit der Zukunft") und Hans Frey ("Aufbruch in den Abgrund") aufgefallen.

Olaf Brill: RICHARD J. ANOBILE „Ich wollte sehen, was da wirklich geschah.“
Als Richard J. Anobile Ende 60er-/Anfang der 70er-Jahre Filmregie und Filmproduktion studierte, fehlte ihm aufgrund der begrenzten Zahl der Zelluloid-Kopien die Möglichkeit, Filme im Detail zu studieren. Aus der Not erfand er so genannte Film-Fotoromane, die nicht nur die Dialoge wiedergaben, sondern auch praktisch jede Kameraeinstellung mit teilweise mehr als 1000 Fotos dokumentierten. Bis zur Verbreitung des Videorecorders entwickelte sich daraus ein Buchgenre, das sich von der rein wissenschaflich-dokumentarischen Ausrichtung zu einem Merchandising-Produkt entwickelte.

OLAF BRILL: James Bond, Superman und Raumpatrouille
In Ergänzung zum Interview mit Anobile lässt Olaf Brill die deutschen Film-Fotoromane Revue passieren, vor allem jene, die sich mit fantastischen Inhalten beschäftigten.

Interviews:
Christian Endres: KEN LIU: „Ich wähle einfach Geschichten aus, die meinen Geschmack treffen.“

CE interviewt Ken Liu, 1976 in Lanzhou/China geboren und seit 1987 in den USA lebend, der sich als SF-Autor, aber auch als Herausgeber chinesischer SF-Autoren einen Namen gemacht hat und damit das Interesse für SF aus China geweckt hat. Im Interview zeigt sich ein bescheidener, aber dennoch engagierter Mann, der seine Verdienste vor allem auf intrinsische Motivation zurückführt. (Kann man das noch bürokratischer ausdrücken, Ralf?)

Sonja Stöhr: BORIS KOCH & FRAUKE BERGER „So unterschiedlich wie die Märchen selbst.“
Boris Koch und Frauke Berger erzählen die Entstehungsgeschichte des Comics "Die Schöne und die Biester" und äußern sich über ihre Zusammenarbeit. Spannender Blick hinter die Kulissen!

Christian Endres: MARTHA WELLS „Ich packe viel von mir selbst in meine Figuren.“
Die Autorin von "Tagebuch eines Killerbots" steht CE Rede und Antwort. Und sie bricht eine Lanze für die Novelle in der SF-Literatur.

Bücher, Autoren & mehr:
MATTHIAS HOFMANN Streifzüge durch die Welt der literarischen Science Fiction Folge 7 – Der fünfte Kopf des Zerberus

Auf seinen Streifzügen durch die literarische SF macht Matthias Hofmann diesmal Halt bei Gene Wolfes Klassiker "Die fünf Köpfe des Zerberus". Nach einem biographischen Abriss geht er auf das Buch ein und weshalb es ihn derart fasziniert, dass Hofmann mittlerweile alle (wirklich ALLE) Ausgaben davon gesammelt hat.

FRANK BÖHMERT: Wer braucht schon Menschen wie Götter?
Der Berliner Autor und Übersetzer Frank Böhmert erinnert an das fantastische Werk des sowjetischen Autors Kirill Blytschow, vor allem an den Klassiker "Ein Takan für die Kinder der Erde" und die jüngst in Hardy Kettlitz' Memoranda-Verlag erschienenen Sammlung "Der einheitliche Wille des gesamten Sowjetvolkes". Danke, Frank! Mit dem Autor werde ich mich eingehender beschäftigen müssen.

HORST ILLMER: Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Mond-Fischen
1920 erschien in Großbritannien das erste Buch mit den Abenteuern des Dr. Dolittle, dem Mann, der mit Tieren spricht. Horst Illmer erinnert an den schnurrigen Helden und seinen Schöüfer und Autor Hugh Lofting, der auch die Original-Illustrationen geschaffen hat. Besonders betrachtet Illmer die deutsche Editionsgeschichte. Hier hat sich Edith Jacobsohn, deren Ehemann Siegfried die Zeitschrift "Die Weltbühne" herausgab, besonders verdient gemacht, weil sie nicht nur die Dolittle-Bücher übersetzte, sondern sich auch wesentlich für deren Erscheinen in Deutschland eingesetzt hat. Danke für die Erinnerung an einen sympathischen Helden meiner Kindheit, Herr Illmer! Und danke an die phantastisch!-Macher, dass sie die Doppelseite in der Mitte des Magazins für den Original-Frontinspiz (auch in den Original-Farben) von "Doctor Dolittle in the Moon" zur Verfügung stellten!

BERND JOOSS: Eine Hommage an die Gestalten von Sirenen und Rotkäppchen
BJ macht Werbung für den Roman "Das ertrinkende Mädchen" von Caitlín R. Kiernan, der als limitierte Sonderausgabe im Festa-Verlag erscheint. Auch wenn das Buch interessant zu sein scheint - eigentlich handelt es sich um eine Rezension. Die aber aussieht wie ein redaktioneller Artikel.

HORST ILLMER: Schlimm sein ist auch kein Vergnügen
HI erinnert an Marlen Haushofer, deren 100. Geburtstag und 50. Todestag sich 2020 jähren, vor allem an ihren fantastischen Roman "Die Wand".

ACHIM SCHNURRER: Die schreibende Mehrheit
Schnurrer erinnert in der ersten Folge seiner neuen Rubrik an den weitgehend vergessenen Autor Kornelius von Vacano und seinen Roman "Das Mondfest". Ein hochinteressanter Fund, den Schnurrer bei den archäologischen Studien in seinem Bücherragel ausgegraben hat.

CHRISTIAN ENDRES: Mein Name ist Monster
Katie Hale legt mit "Mein Name is Monster" eine Postapokalypse vor, die nach der Zerstörung der menschlichen Kultur durch einen Virus spielt. Der Roman entstand vor der Corona-Pandemie, hat aber durch sie überraschende Aktualität gewonnen. Dennoch glaube ich nicht, dass er meine Abneigung gegen Post-Holocaust-Romane überwinden kann.
(Auch das ist eine als Artikel getarnte Rezension.)

SONJA STÖHR: Phantastisches Lesefutter für jedes Alter – Neue Kinder- und Jugendbücher
Alles angelesen, wie stets, hängengeblieben bei "Die Schöne und die Biester" von Boris Koch und Frauke Berger.

CHRISTIAN ENDRES: Galaktische Gruftmaiden
CE stellt "Ich bin Gideon", das Romandebüt der neuseeländischen Autorin Tamsyn Muir, vor. Es geht um die Kriegerin Gideon und ihrem Kampf gegen eine nekromantisches Prinzessin auf einem Planeten in einem Sonnensystem far, far away..
Wieder so eine de-facto-Rezension!

Rezensionen:
Aber auch die sieben unmissverständlich als solche gekennzeichneten Rezensionen habe ich gelesen. Als mögliche Lesekandidaten blieben hängen: „ROSEWATER“ von Tade Thompson, Ken Lius Collection „The Hidden Girl and Other Stories“ und Tom Gaulds Cartoon-Sammlung „Abteilung für irre Theorien“.

Comic & Film:
BERND FRENZ: Back to the 80s! – »Hombre«

Bernd Frenz erinnert an den Endzeit-Comic "Hombre" von José Ortiz und Antonio Segura. Interessante Reminiszenz.

CHRISTIAN ENDRES: Wenn Superhelden aus dem Raster fallen
CE stellt den Comic "Peter Cannon: Thunderbolt Vol 1" vor.

OLAF BRILL & MICHAEL VOGT: Ein seltsamer Tag – Teil 39
Die Roboter tanzen Tango. Obwohl sie eigentlich im Werk arbeiten sollen. Ein Anarchist hat sie mit Lochkarten umprogrammiert.

FARBFILM FERGUSON: Bei Crom und all den anderen!
FF listet Kult-Filme auf, also Filme, die sich mit irgendwelchen Kulten oder kultischen Ritualen beschäftigen. Schöne Idee, exzellent umgesetzt!

Mitarbeiter-Projekte:
Diesmal geht es darum, wie Arndt Drechslers Titelbilder der "Sternkreuzer Proxima"-Reihe von Dirk van den Boom entstanden sind. Spannend und aufschlussreich!
Ich mag diese Rubrik. Bitte mehr davon!

Story:
KEN LIU: Erinnerungen an meine Mutter

Ein meisterhaft verdichtete, anrührende Story über eine Mutter-Tochter-Beziehung, die durch Zeitdilatation sowohl verlängert als auch verkürzt wird. Ein Kleinod.

CAROLINE HOFSTÄTTER: Smart Love
Tom Arruk kratzt seine letzten Ersparnisse zusammen, um seiner todkranken Frau Marissa ein Upload in der Cyberspace zu ermöglichen. Die beiden vermissen sich, doch Toms finanzielle Mittel reichen hinten und vorne nicht für einen zweiten Upload. Da bietet der Cyberspace-Betreiber Tom einen Job an, der ihm eine ebenso subtile wie fantasievolle Kommunikation mit seiner Frau ermöglicht.
Auch diese Story ist originell und anrührend geschrieben.

Fazit: Eine herausragende Ausgabe! Diesmal habe ich praktisch alles gelesen und war von der überwiegenden Mehrheit der Beiträge begeistert. Wenn man bei dem durchgehend hervorragenden Niveau noch einzelne Highlights herausheben will, dann gehören das Interview mit Ken Liu, Olaf Brills Reminiszenz an die Foto-Filmbücher, Horst Illmers Doctor-Dolittle-Artikel sowie Schnurrers Exhumierung des Autors Kornelius von Vacano dazu. Auch die beiden Stories von Ken Liu und Caroline Hofstätter sind gut bis herausragend - was man von der Story-Rubrik der ph! nur selten sagen kann.

Nach diesem exzellenten Heft freue ich mich um so mehr auf die Jubiläumsausgabe #80!
(Hoffentlich haben die "phantastisch!"-Macher nicht schon all ihr Pulver in der 79. Ausgabe verschossen.)

Gruß
Ralf
Shock Wave Riders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten.
Einen Kerl wie den sollte man lünchen!

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