Ich bin der Neue! (Friedstatt muss Leben!)

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Ich bin der Neue! (Friedstatt muss Leben!)

Ungelesener Beitrag von Bagatosh » 20. Januar 2019 18:51

Hallo ihr Lieben,

ich bin der Neue und wirklich durch Zufall auf dieses Forum gestoßen. Ich traf einen netten Herrn, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß, in der Bahn, auf der Rückfahrt von Giessen nach Hamburg. Er wurde auf mich aufmerksam, als ich gerade dabei war, meinen dritten Band der Friedstatt - Reihe, die ich hier vorstellen möchte, den letzten Schliff zu verpassen.

Vor kurzem ist er erschienen unter er ISBN: 978-3-7467-9174-6 mit dem Titel:

Friedstatt muss Leben!! 532 Seiten Spannung erwarten euch in und um Friedstatt. Erhältlich unter:
https://www.neobooks.com/suche?searchTerm=friedstatt.

Und mehr von mir findet ihr unter:
https://www.facebook.com/www.slowbookguest/

Mir wurde gesagt ich könnte hier vorbehaltlos Reklame mache - was soeben geschehen ist.

Warum bisher keine Verlagssuche? Nun, es ist mein Baby und von A-Z mein Werk und seltsam - ich lasse mir das momentan nur ungern aus der Hand nehmen.

Kurzer Überblick - worum geht es?

Die ersten Episoden meines Buches, haben die Form von Kurzgeschichten. Es werden verschiedene Handlungsstränge aufgezeigt, um Charaktere aufzubauen und die Stadt und ihr Umfeld darzustellen. Einzelne Stränge werden fortgeführt oder überschneiden sich – Stichwort: "Wiedererkennungswert." Durch diese Vielfalt entstehen Freiräume, für eigene Ansätze und Vermutungen. In den folgenden Bänden, findet eine Vertiefung einzelner Charaktere statt, die sich als Protagonisten etablieren.
Einige Charaktere begegnen sich, andere laufen aneinander vorbei – wie das Leben so spielt: ein Karussell der Möglichkeiten. Dadurch entsteht eine Melange an niveauvollen Geschichten.

Hier nochmal eine Leseprobe vom vierten Teil der momentan in Arbeit ist, um ein Gefühl für den Stil zu bekommen:


Patria als Retter in der Not

Sclee stand wie jeden Morgen mit weichen Knien auf der hohen Wehr und starrte trübsinnig über die markant gezackten Zinnen. Heute schien die Sicht besonders schlecht, schon in den frühen Morgenstunden kroch ein zäher, erstickender Nebel lautlos über die Ebenen, die sich Kilometerweit nach allen Seiten ausdehnten und am Saum der mächtigen Ammentannenwälder endeten. In der Regel war dieses stille Bollwerk gegen die Zivilisation, mühelos auszumachen. Heute war es ganz unmöglich, nicht einen Steinwurf konnte man sehen. Sclee rieb sich mehrmals die Augen. Immer wieder bildete er sich ein, irgendwelche Schreckgestalten im Nebel auszumachen. Er schelte sich dann einen Angsthasen, wenn er wiedereinmal feststellen musste, dass was aus diesem dickflüssigen Gespinst zu tage trat, nichts weiter war, als ein verschreckter Hase oder fliehender Schwarzelch. Dieser Nebel, war ohne Zweifel, anderer Natur. Mehrfach rieb er sich die Augen, er war übermüdet, aber seine Neigung zum Alkohol war nicht der Grund, für seine tränenden Augen. Diese sprichwörtliche Suppe war ganz und gar nicht alltäglich ­- etwas unbekanntes mischte sich schweigsam hinzu. Der sonst so majestätische Blick auf Patria blieb dem Betrachter, an diesem finsteren Morgen, verwehrt. Hatten sich die Sumpfweiber aus ihren Tümpeln erhoben und sich mit dem Wetter verschworen? Schickten sie ihren verpesteten Atem gegen die Mauern von Friedstatt? Möglich erschien alles, in diesen verwirrenden Tagen. Scell kratzte sich nachdenklich, an seinem kahlen Hinterkopf. Er bückte sich und versuchte vergeblich seine Beinlinge zu richten.

„Das ist Hexerei – nichts anderes, sag ich!“ krächzte der schiefgesichtige Mondal, „alle tun schon seit Tagen so, als wäre das alles völlig normal.“ Wankend trat der grobschlächtige Kerl, von etwa zwei Meter Größe heran und spukte über die Wehr. „Diese verdammten Kerle bauen schon wieder irgendein Mist und wir dürfen das ausbaden.“ Sclee seufzte und nickte versöhnlich. Der Boden schien stellenweise zum Leben erweckt. Der steinerne Untergrund vibrierte und die Tierschar, die gegen die Wehranlagen brandete, nahm mit jeder verstrichenen Stunde zu. Der Boden zitterte merklich ­- es war unmöglich diesen Umstand zu ignorieren. Erst die Menschen, jetzt die Tiere ­etwas unheimliches ging dort unten vor sich, inmitten dieser undurchdringlichen Nebelwand, die bereits die Mauer belagernd umwölbte und sich lautlos in die Straßen schlich.

Die Klänge des Waldes waren auf erschreckende Weise verzehrt. Es war töricht anzunehmen, dass diese morgendliche Veränderung nichts schlimmes nach sich zog. Wie um die Befürchtungen Aller, die am heutigen Tage die morgendliche Wache hielten zu bestätigen, zerriss ­- völlig unerwartet, ein schriller Schrei die Betrachtung von Sclee und Mondal. Tribun, der nur einen Steinwurf entfernt eben noch gestanden hatte, schwebte mit den Armen wedelnd empor: Sclee vernahm ein rauschen von tausend Flügel und Mondal spukte vor Abscheu aus.
Ein Blutregen traf ihn unvermittelt. Beide sahen nach oben und blieben wie angewurzelt stehen. Der Witwenmacher verbiss sich kraftvoll in den Hals seines Opfers und warf den zappelnden Kadaver spielerisch fort. Der Körper schlug gegen die Außenmauer und purzelte leblos in den Nebel unter ihnen.

„Verdammt, wo kommen die so plötzlich her?“ Mondal griff unwillkürlich nach seiner Armbrust, die direkt vor ihm, an der Wehr lehnte und schickte dem Angreifer, ohne große Anstrengung, ein paar Bolzen hinterher. Ein ganzer Tross der Stadtwache eilte zu Hilfe, einvernehmend visierten sie den Himmel an und warteten gespannt. Der Angreifer war längst verschwunden, eingetaucht in den zunehmend tintenschwarzen Himmel. Jammervolle Stimmen drangen herauf. Ein Teil der Gruppe richtete weiterhin ihre Aufmerksamkeit gen Himmel ­- der andere Teil, darunter auch Sclee und Tribun, sahen an der Stadtmauer hinab. Weitere Gestalten waren angespült worden. Syders und Pagan standen händeringend am Fuße der Wehr und gaben unterirdische Töne von sich. Es war soweit, wie angekündigt war der Feind auf leisen Sohlen und im Schutz dieses unbekannten Wetterphänomens, an die Stadtmauern gelangt. „So viele – und man hat sie nicht kommen sehen, selbst das Wetter scheint sich gegen uns verschworen zu haben!“, sagte Bafor der Hauptmann der Stadtwache,“und das, was wir gerade sehen, soll angeblich nur ein Teil der Horde sein!“

Bafors Rüstung glänzte – dieser Harnisch war beeindruckend und verlieh diesem Bär von einem Mann eine fast gottgleiche Ausstrahlung, seine Mannen verschwanden beinahe, hinter seinen ausladend breiten Schultern. Eine lebende Legende, war diese schreitende Kampfansage. Der Boden zitterte einige Männer kamen zu Fall. Der Nordturm senkte sich knirschend ab. Risse und tiefe Furchen sprangen betont durch das Mauerwerk. Ein Donnergrollen fuhr über ihre Köpfe, ein Sandsturm wie die meisten ihn kannten, war ein bloßer Scherz, gegen das was nun folgte. Die vor Eis starrende Gipfelwelt des Fressenbeißergebirges, dessen Zentrum Patria darstellte, blinzelte für einen Moment durch den aufgescheuchten Nebel, oder um was es sich auch immer handelte. Eine Staubwolke von ungeheurem Ausmaß rollte brüllend heran und brandete steingefüllt gegen die mächtigen Schutzwälle der Stadt. Menschen wehten hinfort oder wurden gleich an Ort und Stelle zu Tode gesteinig. Dieser unerwartete Ansturm riss kopfgroße Löcher in die marode Stadtmauer. Die Wachen schauten hilflos zu, wie unter ihren Augen die Wände teilweise brachen und manch einer überraschten Stadtwache, der Brägen vom Halse gerissen wurde – doch dieses Debakel war erst der Anfang vom Lied.

Hausgroße Findlinge überwanden, losgelöst in luftiger Höhe, alle Barrieren. Ihre Schatten erinnerten an den Vorbeiflug eines Drachen, dem alten Feind. Es gab anscheinend unerschöpflichen Nachschub, den das Aufkommen von Gesteinsbrocken jeder Größe riss nicht ab. Ein Trommelfeuer von Geröll unterschiedlichster Größe regnete beständig aus dem finsteren Himmel, der bedrückend und granitschwer über ihren Köpfen hing. Manch ein Bürger sah sich veranlasst den, bis dahin sicheren Hafen, Hals über Kopf zu verlassen. Jeder noch so kleine, spärliche Kahn wurde zweckentfremdet, um auf See, die Stadt hinter sich zu lassen. Goldstücke wurden aus dem staubigen Grund von Hosentaschen gefischt, um noch notdürftig jemanden zu bestechen und einen raren Platz in einem der Kellergewölbe der Stadt zu ergattern.

Währenddessen krachten, die vorüberfliegenden Felsen, mit ungeheurer Kraft in die Häuserzeilen und hinterließen eine Schneise der Vernichtung. Wo sie landeten und ihre Bahn der Verwüstung endete, ergossen sich unter den Augen der verängstigten Nachzügler, Syders und Pagen, die ganz unfreiwillig, als blinde Passagiere, huckepack auf den Felsen, in die Stadt transportiert wurden. Einigen Bürger wurde gewahr was gerade passierte, als sie die Felsen begutachteten, die direkt in ihrem Garten anlandeten. Patria war gerade im Begriff auszubrechen und spie übermütig Felsen, aus dem Mark der Erde.

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Re: Ich bin der Neue!

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 21. Januar 2019 07:25

Du kannst hier Werbung machen, aber bitte dort, wo sie hingehört, und zwar in "Ankündigungen und Neuerscheinungen". Hier diskutieren wir über unseren Lesestoff.

Kann einer der Mods den Thread an die richtige Stelle verschieben? Danke!
:bier:
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Re: Ich bin der Neue!

Ungelesener Beitrag von Bagatosh » 21. Januar 2019 07:50

Danke für den Hinweis...

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Re: Ich bin der Neue!

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 21. Januar 2019 07:54

Ich mach das.
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Re: Ich bin der Neue! (Friedstatt muss Leben!)

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 21. Januar 2019 11:59

Hallo Bagatosch!

Erstmal herzlich willkommen im Forum!
Wenn du hier um Feedback bittest, bekommst du meist welches.
Ich mache mal den Anfang:
Bagatosh hat geschrieben:
20. Januar 2019 18:51
Kurzer Überblick - worum geht es?

Die ersten Episoden meines Buches, haben die Form von Kurzgeschichten. Es werden verschiedene Handlungsstränge aufgezeigt, um Charaktere aufzubauen und die Stadt und ihr Umfeld darzustellen. Einzelne Stränge werden fortgeführt oder überschneiden sich – Stichwort: "Wiedererkennungswert." Durch diese Vielfalt entstehen Freiräume, für eigene Ansätze und Vermutungen. In den folgenden Bänden, findet eine Vertiefung einzelner Charaktere statt, die sich als Protagonisten etablieren.
Einige Charaktere begegnen sich, andere laufen aneinander vorbei – wie das Leben so spielt: ein Karussell der Möglichkeiten. Dadurch entsteht eine Melange an niveauvollen Geschichten.
... und irgendwas ist immer.

Geht's noch allgemeiner? Nach dem Absatz habe ich überhaupt keine Vorstellung, worum es in der Friedstatt-Reihe konkret geht.

Hier mal aus der Hüfte geschossen ein Entwurf, der auf deine Leseprobe Bezug nimmt:

Aus heiterem Himmel hagelt es Felsen von Findlingsgröße auf Patria nieder. Die (einst so stolze/Haupt-) Stadt wird größtenteils zerstört. Danach ist nichts mehr wie es war. Der (Waldläufer/Mutant/zutreffende Berufs- oder Ehrenbezeichnung) Sclee und seine Freunde begeben sich auf die Suche nach den Urhebern, denn Friedstatt muss leben.

Welcher Buchrückentext würde dich eher dazu bewegen, das Buch zu kaufen?

Zur Leseprobe:

Du startest mit einer Szene bei Sclee und seiner Gruppe. In der Mitte wechselst du dann mit der Perspektive in die Totale mit einem kompletten Blick auf Patria während des Felssturms. Solche Perspektivwechsel müssen sorgsam gestaltet werden. In der Leseprobe fand ich das etwas überraschend und verwirrend.

Wenn du die inhaltlich finale Textversion vorliegen hast, solltest du unbedingt jemanden, der die deutsche Schriftsprache gut beherrscht, drüberschauen lassen. (Diesen Arbeitsschritt nennt man gemeinhin "Korrektorat".) Insbesondere bei der Interpunktion und bei der Groß- und Kleinschreibung sehe ich Verbesserungspotenzial.

Was ist mir noch aufgefallen? Zu viele Adjektive, zu viele wertende Aussagen, zu wenig konkrete Bilder. Die an sich starke Handlung wird auf dem Weg zum Leser leider verwässert. Es gibt die Regel "Show, don't tell!". Vielleicht solltest du bei der Überarbeitung darauf achten.

Gruß
Ralf
Shock Wave Riders Kritiken aus München
möchten viele Autor'n übertünchen.
Denn er tut sich verbitten
Aliens, UFOs und Titten.
Einen Kerl wie den sollte man lünchen!

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Re: Ich bin der Neue! (Friedstatt muss Leben!)

Ungelesener Beitrag von Bagatosh » 21. Januar 2019 15:27

Vielen Dank für diese konstruktive Kritik.
Beste Grüße...

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Re: Ich bin der Neue! (Friedstatt muss Leben!)

Ungelesener Beitrag von Dunkelwolke » 22. Januar 2019 22:16

Moin Christian,

im Zug kann man nicht nur gut redigieren, sondern auch lesen. Oder sein Nachbarn neugierig über die Schulter schauen....
Der Name wird Dir sicherlich wieder einfallen 8-) .

Da hier einige Profis und Semiprofessionelle unterwegs sind, kann man hier gut "neue Welten" bzw. Perspektiven aufnehmen. Anregungen gibt es hier zuhauf.


Willkommen


Thomas
Wenn die Tränen getrocknet sind, wird er allein vorwärts gehen. Am Horizont blitzt es schon, die Erde bäumt sich auf, ringsherum ergießt sich die Feuerbrunst. Er wird vorwärts gehen zu dem Krieg, der ihm schon entgegenkommt.

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