1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Wir lesen und diskutieren über »S. - Das Schiff des Theseus« von J. J. Abrams und Doug Dorst
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Uschi Zietsch
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1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 14. Dezember 2015 13:12

Bereits auf dem Schmutztitel finden sich "Anmerkungen" der beiden Leser. Außerdem der Beileger "Brief Straka 1928" zu den Seiten vi-vii.
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R.M.Falkenau2

Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von R.M.Falkenau2 » 14. Dezember 2015 21:56

O.K. ich bin im Unterforum drin - prima gemacht!

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R.M.Falkenau2

Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von R.M.Falkenau2 » 14. Dezember 2015 22:20

Den Brief von 1928 mit der Beschreibung Mahlstrom in Verbindung bringen! Randnotiz Eric/Jen vergleichen: Sie finden ein Foto vom Filmset, auf dem eine Person ist, die so aussieht wie Mahlstrom. Siehe S. ix vom Vorwort: Was ist Summersby? Amerik. Groschenheft- u. Drehbuchautor!
Summersby behauptete in einer Tonbandaufnahme, er sei Straka gewesen (was eigtl. nicht stimmen kann, wie später dargelegt). Weil er das Drehbuch zur Verfilmung von "Santana-Marsch" geschrieben hat?
S. 240: "Mein Fuß, setzt S. (ggü. Mahlstrom) an. Glaub, was du willst, sagt Mahlstrom, wobei ein Anflug von Vergnügen über sein Gesicht huscht."
'Fuß' ist vmtl. ein Hinweis auf "Santana-Marsch".
S. 68: "Kurz hält er an (Mahlstrom), um einen finsteren Blick auf ein nachlässig gewickeltes Tau zu werfen". An was könnte ein auf Schiffen typisch spiralförmig aufgewickeltes Tau erinnern - an eine Filmspule? Also, wen stellt vmtl. Mahlstrom dar?

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R.M.Falkenau2

Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von R.M.Falkenau2 » 14. Dezember 2015 22:49

Vorwort:
Übersetzer(in) F.X. Caldeira, im Folgenden FXC, schildert, wie sie im Hotel in Havanna war und schließlich die Szene im Hotelzimmer vorfand, nachdem V.M. Straka, im Folgenden VMS genannt, unmittelbar davor (!!!) offensichtl. eines gewaltsamen Todes starb. Kann die geschilderte Situation überhaupt so stimmen? FXC wird von VMS an diesem Tag ins Hotel bestellt, wartet dann dort viele Stunden auf ihn und genau in dem Moment, in dem sie dann in seinem Zimmer nachschaut, wird unter dem Fenster eine zugedeckte leblose Person abtransportiert? Das ist nicht nur vorgetäuscht, sondern offensichtl. frei erfunden - um abzulenken?
Außerdem siehe Fußnote - im Folgenden FN - 10 auf S. xiv: "Es sollte erwähnt werden, dass die l e t z t e Seite, die das wahre Ende...enthält, leider nicht unter den gefundenen Seiten war.
Dagegen äußert FXC auf S. 500, FN 8: "Wie schon im Vorwort erwähnt, waren m e h r e r e Seiten...nicht mehr auffindbar." Ein glatter Widerspruch. Später geht es dann darum, dass mehrere Versionen des letzten Kapitels 10 existieren!

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Shock Wave Rider
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Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 24. Dezember 2015 21:41

Sorry, ich konnte es nicht lassen und habe heute schon mit der Lektüre begonnen.
Dabei habe ich den Buchtext und die Anmerkungen weitgehend parallel gelesen. Ich finde, das geht recht gut, da sich die Diskussionen zwischen Jen und ihrem in diesem Teil des Buches noch namenlosen Schreibpartners meist an konkreten Textstellen entzünden.

Das Buch selbst ist der angeblich letzte Roman des mysteriösen Schriftstellers V.M. Straka, dessen Leben praktisch unbekannt blieb. Diese leere Fläche eignet sich als Projektionsfolie für alles Mögliche. So ist die Liste der Morde, Entführungen, Hochverrate und anderer Straftaten, die er angeblich begangen haben soll, ziemlich lang. Straka lebte und schrieb in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts insgesamt 19 Romane - "S." ist sein zwanzigster.

Die Parallelen zum ebenfalls geheimnisumwitterten Schriftsteller B. Traven sind unüberlesbar.
Eins von Travens bekanntesten Zitaten lautet: „Wenn der Mensch in seinen Werken nicht zu erkennen ist, dann ist entweder der Mensch nichts wert oder seine Werke sind nichts wert.“ Wie großartig passt das bereits auf die ersten paar Seiten! Wahrscheinlich könnte es als Motto für das gesamte Buch dienen.

Wow, was für ein Einstieg! Es hagelt Andeutungen.
Geht schon los mit dem Verlagsnamen. "Winged Shoes Press" ist eine Anspielung auf die Flügelschuhe des Perseus.
Perseus ließ sich von den Flügelschuhen zu den Orten seiner Heldentaten tragen: der Enthauptung der Medusa, der Rettung von Prinzessin Andromeda und der Verwandlung des Atlas in Stein. Mal schauen, ob darauf im Verlauf des Buches noch Bezug genommen wird. (Einer von Strakas Romanen heißt " Die Flügelschuhe des Emydio Alves".)

Oh Mann, man kann ganze Abhandlungen allein über die ersten paar Seiten schreiben. Was für ein dichtes Buch!

Mir gefällt die Art, wie Jen und der im Scheitern begriffene Doktorand miteinander kommunizieren. Offenbar hat letzterer das Buchexemplar aus der Universitätsbibliothek gestohlen. Jen und er tauschen das Buch aus, indem sie es an einer bestimmten Stelle für den anderen hinterlegen. Jen ist sehr an der Person des Doktoranden interessiert. Immer wieder kommen ihr bei bestimmten Textstellen Assoziation zu ihr selbst, ihrer momentanen Situation, der Person des Doktoranden und der Beziehung zwischen den beiden. Der Doktorand geht auf den ersten Blick systematischer vor und scheint stärker an seinem Forschungsgegenstand orientert zu sein. Er gibt nur zögernd persönliche Informationen preis. Allerdings gibt er zu, Doktorand bei Literaturprofessor Moody zu sein. Sein Doktorvater behandelt ihn anscheinend sehr herablassend, was den Doktoranden gelinde gesagt ziemlich ärgert.

Mit Hilfe der Farbe der Stifte, mit der die beiden ihre Kritzeleien vornehmen, kann man eine gewisse Chronologie herstellen und die Notizen in zeitliche Bezüge zueinander setzen.

Haben wirklich nur die beiden Zugriff auf das Buch? Ein ziselierter Buchstabe "S" scheint von keinem der beiden zu stammen.

Ach ja, dann gibt es ja noch das Vorwort selbst, das von Straka-Übersetzer "F.X. Correida" stammt. Er hat nach der Insolvenz des Straka-Hausverlags aus eigenen Mitteln die Publikation von S. ermöglicht. Dabei gibt er zu, an einigen Stellen "Verbesserungen" vorgenommen zu haben. Das 10. Kapitel stammt angeblich nur von ihm. Correida rühmt sich einer besonders engen Bekanntschaft mit Straka, kann aber keine Belege dafür vorlegen.

Der Doktorand legt die Kopie eines angeblichen Original-Briefs von Straka bei, gerichtet an den schwedischen Regisseur, der Strakas Roman "Der Santana-Marsch" verfilmt hat. Offenbar ist Straka über die Verfilmung "not amused", um es vorsichtig auszudrücken. Der Brief trägt das Datum 17. August 1928, ist in schwedischer Sprache verfasst, einzeilig getippt (zumindest bei Briefen bediente sich Straka nicht der Standard-Manuskriptseite) und trägt den Eingangsstempel der Universität Uppsala. Beigelegt ist eine deutsche Übersetzung des Briefes. Wobei - das ist nicht nur eine Übersetzung des Brieftextes; das ist der gleiche Brief auf dem gleichen Briefpapier, mit der gleichen Schreibmaschine mit den gleichen Voreinstellungen geschrieben und trägt ebenfalls den Eingangsstempel der Uni Uppsala. (?!) Man muss es eigentlich nicht sagen: Beide Briefe sind mit Schreibmaschine unterschrieben. Straka verweigert selbst in diesem als authentisch klassifizierten Brief eine Handschriftenprobe.

So viel geschrieben - und es sind noch nicht mal 10 % dessen, was mir aufgefallen ist und mitteilenswert erscheint.

Oh ja, man kann sich in dieses Buch reinfressen!

Ich bin mal gespannt, wie wir über die Fülle an Details angemessen diskutieren wollen.

Gruß
Ralf
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Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 25. Dezember 2015 09:32

Ich muss gestehen, ich hab vor ein paar Tagen schon angefangen, bin aber noch nicht über das erste Kapitel rausgekommen. Ich weiß noch nicht so recht, auf was für Wesentliches ich mich konzentrieren soll :xmas:
Ich lese auch alles auf einer Seite und dann erst die nächste, das funktioniert recht gut.

Wir lernen als Erstes auf der Schmutzseite die beiden Leser der Buches kennen: Jen, Studentin kurz vor dem Abschluss, und XXX, der (es ist davon auszugehen, dass er ein Mann ist, anhand der akkuraten Schreibweise als Stilmittel) sich hier namentlich noch nicht vorstellt, der gern promovieren möchte, aber wegen eines Zerwürfnisses mit seinem Doktorvater angeblich nicht kann, und ein Wechsel scheint ... schwierig. Also gleich das allererste Geheimnis. Wir erfahren, dass XXX sich bereits seit der Highschool mit dem mysteriösen Autor „V. M. Straka“ beschäftigt und damit ein Endzwanziger, spätestens Anfangsdreißiger ist.
Das Vorwort hat ein gewisser „F.X. Caldeira“ verfasst, der vorgeblich alle Texte übersetzt hat, dieses Werk ist nun das neunzehnte und letzte des Autors, denn augenscheinlich wurde er ermordet, kurz bevor er sich seinem Übersetzer persönlich zeigen und ihm das letzte Kapitel übergeben wollte. Das letzte Kapitel ist also von seiten des Verfassers modifiziert und vor allem zum Ende gebracht, da die letzte Seite angeblich fehlt. Es soll verschiedene Fassungen davon geben.
Wir wissen natürlich auch nicht, inwieweit FXC den Rest des Buches auch modifiziert hat.
VMS und FXC, über beide ist absolut nichts bekannt, nie hat sie jemand persönlich getroffen oder gesprochen. Es ist möglich, dass sie ein- und dieselbe Person sind. Beide beherrschen jedenfalls viele Sprachen; FXC hat die Bücher gleich in verschiedene Sprachen übersetzt, wohingegen der Autor wiederum in anderen Sprachen geschrieben hat. Aha.
Jedenfalls litten beide unter gehöriger Paranoia. VMS, der gefährlichste Autor des beginnenden 20. Jahrhunderts, von FXC so dargestellt, der über sich behauptet, dadurch selbst in größter Gefahr gewesen zu sein.
Sein Vorwort ist unerträglich pathetisch und von Ängsten durchsetzt. Absicht oder Code?

Unsere „Ängste“ sollen geschürt werden, indem wir auf Seite xiv als „Anmerkung“ ein kalligraphisches „S“ erkennen, zu dem XXX in andersfarbiger Tinte (also nachträglich) bemerkt, dass er Jen immer für dieses schöne Zeichen bewundert habe, sie hingegen bestreitet, das Zeichen gesetzt zu haben und es für einen schlechten Scherz hält.

Aaaa-ha, da liest also noch jemand mit, eine geheimnisvolle Macht im Hintergrund.
Also: Ein Thriller!

Schwarz und Blau der beiden Leser ist chronologisch, hellgrau war schon früher von XXX gesetzt worden, andere Farben bedeuten nachträglich eingefügte Anmerkungen.
Die beiden Leser tauschen das Buch abwechselnd durch einen bestimmten Ablageplatz in der Bibliothek in New York aus und führen so ihre Korrespondenz.
Bleibt noch zu bemerken, dass Jen, gerade verlassen worden und im Studienfrust, innerhalb kürzester Zeit die meisten oder alle Werke Strakas gelesen hat, und zwar „vorneweg“, bevor es „ans Eingemachte“ des Textes dieses Werkes geht.

Als Beigabe haben wir einen Brief von VMS an einen „Herrn Grahn“ auf schwedisch und in deutscher Übersetzung, indem er sich über die miserable Verfilmung eines seiner Bücher mokiert. Was da auf schwedisch steht weiß ich nicht mangels Sprachkenntnis.
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Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 25. Dezember 2015 10:05

R.M.Falkenau2 hat geschrieben:Vorwort:
Übersetzer(in) F.X. Caldeira, im Folgenden FXC, schildert, wie sie im Hotel in Havanna war und schließlich die Szene im Hotelzimmer vorfand, nachdem V.M. Straka, im Folgenden VMS genannt, unmittelbar davor (!!!) offensichtl. eines gewaltsamen Todes starb. Kann die geschilderte Situation überhaupt so stimmen? FXC wird von VMS an diesem Tag ins Hotel bestellt, wartet dann dort viele Stunden auf ihn und genau in dem Moment, in dem sie dann in seinem Zimmer nachschaut, wird unter dem Fenster eine zugedeckte leblose Person abtransportiert? Das ist nicht nur vorgetäuscht, sondern offensichtl. frei erfunden - um abzulenken?
Das ist natürlich ein sehr beliebtes filmisches Stilmittel, welches das Ende der Exposition und den Wendepunkt beschreibt, zu dem der Held in die Geschichte hineingetrieben/gezwungen wird. In dem Fall über das Medium FXC wir, die Leser. Abrams hat sich meiner Ansicht nach damit selbst ein wenig persifliert, weil das genau sein Ding ist, und ich erwarte außerdem jeden Moment Orson Welles an der Ecke als Dritter Mann stehen zu sehen. :xmas: Hatte ich sofort vor Augen, vor allem auch als Schwarz-Weiß-Film, das passt zur Retrospektive, zur Zeit und zu dem Thriller-Thema.

Das Motiv, nach einem geheimnisvollen Schriftsteller zu suchen und dabei in Gefahr zu geraten, ist ja seit der Antike schon recht beliebt und wird aktuell von Zafón mit seiner "Bibliothek der verlorenen Bücher" ausgiebigst behandelt.
Übersetzer(in) F.X. Caldeira, im Folgenden FXC, schildert, wie sie im Hotel in Havanna war
Wie kommst du drauf, dass das eine Frau ist? So wie das Vorwort geschrieben ist, kommt es mir durch das Pathos doch recht männlich vor.
Oder meinst du, das ist eine Pynchon/Agentin-Ehefrau - Konstellation?
Ich sehe FXC, gerade auch bei dem ständigen Hinweis auf die vielfältigen Gefahren, in denen er sich befunden hat, als durchweg männlich.

An einer Stelle, ich weiß jetzt nicht mehr, ob das schon im Vorwort oder im 1. Kapitel war, schreibt XXX übrigens einmal FXS - bei einer handschriftlichen Notiz ein merkwürdiger Verschreiber.
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Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von breitsameter » 26. Dezember 2015 21:46

Ihr habt schon viel Vorarbeit geleistet - aber die eine oder andere Sache ist mir auch noch aufgefallen.

Diese Szene aus Havanna, das ist so eine typische Filmsequenz. Die Hauptfigur, die einer anderen nachjagt, wird getäuscht, denn natürlich ist alles inszeniert: in dem Moment, wo der Nachtportier mit FXC losgeht, stehen zwei als Polizisten verkleidete Statisten bereit, die scheinbar eine Leiche abtransportieren. So inszeniert man im Film einen Mord - und hier ist es wahrscheinlich genauso. So sehe zumindest ich das. Aber warum? Um das Pseudonym VMS sterben zu lassen? Das ergibt alles irgendwie keinen rechten Sinn, denn zumindest dafür wäre es natürlich besser, wenn FXC eine bekannte Person wäre.

Seite VII - Dialog zwischen Jen und XXX. S. Bolton stuft FXC als schizophren ein und im Dialog dazu gibt XXX zu, dass andere das bei ihm auch schon getan haben. Kürzlich sogar.

Seite XIII: XXX äußert selbst die Theorie, dass FXC schizophren war, obwohl er sie oben noch eher ablehnte.

XXX dürfte weniger der Unbeteiligte sein, für den wir ihn hier noch bislang halten.

Blöde Frage: Wer ist Serin, der für das Foto bezahlt hat? Und wo ist das Foto??
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Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 26. Dezember 2015 22:50

breitsameter hat geschrieben:Ihr habt schon viel Vorarbeit geleistet - aber die eine oder andere Sache ist mir auch noch aufgefallen.

Diese Szene aus Havanna, das ist so eine typische Filmsequenz. Die Hauptfigur, die einer anderen nachjagt, wird getäuscht, denn natürlich ist alles inszeniert: in dem Moment, wo der Nachtportier mit FXC losgeht, stehen zwei als Polizisten verkleidete Statisten bereit, die scheinbar eine Leiche abtransportieren. So inszeniert man im Film einen Mord - und hier ist es wahrscheinlich genauso. So sehe zumindest ich das. Aber warum? Um das Pseudonym VMS sterben zu lassen? Das ergibt alles irgendwie keinen rechten Sinn, denn zumindest dafür wäre es natürlich besser, wenn FXC eine bekannte Person wäre.
WIe gesagt: "Der Dritte Mann" ;-) Eindeutig. Das ist Abrams-typisch, dazu habe ich in einem späteren Kapitel auch noch eine Anmerkung.
Seite VII - Dialog zwischen Jen und XXX. S. Bolton stuft FXC als schizophren ein und im Dialog dazu gibt XXX zu, dass andere das bei ihm auch schon getan haben. Kürzlich sogar.
Hihi ...
Seite XIII: XXX äußert selbst die Theorie, dass FXC schizophren war, obwohl er sie oben noch eher ablehnte.


Yep. Das wird noch eine weitere Berg- und Talfahrt.
XXX dürfte weniger der Unbeteiligte sein, für den wir ihn hier noch bislang halten.
Das sehe ich auch so. Gerate aber in späteren Kapiteln ein bissl ins Schwanken.
Blöde Frage: Wer ist Serin, der für das Foto bezahlt hat? Und wo ist das Foto??
Ja, Serin hat bei mir einige Fragezeichen aufgeworfen, ich habe ihn aber beiseitegelegt, weil ich mir gedacht habe, wenn er eine Bedeutung hat, dann taucht er schon wieder auf. Das Foto existiert meiner Ansicht nach nicht, oder es existiert nicht mehr.
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Re: 1 - Titelei, Anmerkung und Vorwort

Ungelesener Beitrag von lapismont » 5. Januar 2016 16:50

Ich fand das Vorwort sehr verwirrend, aber die sich anbahnende Tändelei zwischen Jen und dem Doktoranden fand ich sehr spannend.

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