5 - Kapitel 4: Agent X

Wir lesen und diskutieren über »S. - Das Schiff des Theseus« von J. J. Abrams und Doug Dorst
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5 - Kapitel 4: Agent X

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 14. Dezember 2015 13:23

Seite 125 - 188.
Beileger: Postkarte Brasilien Landschaft von Eric (S. 126-127), Bild Torbogen (S. 146-147).
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Re: 5 - Kapitel 4: Agent X

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 26. Dezember 2015 14:57

Boah, das ist ein sehr, sehr langes Kapitel, das es in sich und richtig Spaß gemacht hat, im Gegensatz zu dem eher schwächeren Kapitel 3. Der Eintrag hier wird auch wieder sehr lang, allerdings auch wegen meiner ersten chronologischen Aufstellung - Änderungen vorbehalten.
Aber für heute bin ich erst mal feddich. Ein Glück, dass mein bester Ehemann arbeiten muss, sonst hätt ich gar nicht die Zeit dafür. Macht auch nichts, dass ich hier derzeit allein bin, da muss sowieso jeder irgendwie für sich durch. :beanie: Worauf ich hinauswill: ich stelle morgen beide Kapitel rein, weil beim dritten Kapitel gibt es kaum was zu sagen, bei der 4 mehr, und das will ich loswerden. Bis dann! :freude:
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Re: 5 - Kapitel 4: Agent X

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 27. Dezember 2015 13:37

Kapitel 4 hat mir bisher trotz einiger Hürden am besten gefallen, auch wenn es ewig lang war.

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Gleich zu Beginn haben wir nur spätere Eintragungen sowie eine der allerletzten von Jen in schwarzer Tinte. Eine verschlüsselte Postkarte aus Brasilien, die offenbar von Eric stammt, der aber laut den Kommentaren gerade erst aus Paris gekommen ist. Da die Karte einen brasilianischen Poststempel trägt, kapiere ich den zeitlichen Zusammenhang nicht, da Jen die Postkarte in Bezug auf Paris in derselben Farbe (ich nenne es mal „Stufe 3“) erwähnt. Eric hat die Karte in schwarz geschrieben, entspricht also eigentlich Stufe 2, hat aber nie erwähnt, dass er in Brasilien war. Nach den Eintragungen hat bei Stufe 2 der Frühling gerade erst angefangen nach einem grausligen Winter, das entspricht nicht dem 12. April, da ist der Frühling schon fortgeschritten.
Ach, da ich eh dabei bin, kann ich auch gleich eine Auflistung machen, wie ich die Chronologie derzeit sehe (farbenblind darf man hier als Leser nicht sein):

Stufe 1: Eric grau
Stufe 2: Jen blau, Eric schwarz
Stufe 3: Jen orange, Eric grün
Stufe 4: Jen lila, Eric rot
Stufe 5: Jen schwarz (Eric schwarz)

Stufe 1: Erics erste Betrachtungen zum Text, ab Pubertät bis über 20
Stufe 2: Jen und Eric lernen sich kennen, das (Nicht-)Privatleben der beiden, ihre Ambitionen
Stufe 3: Ilsa und Moody sind hier die Hauptthemen
Stufe 4: Erläuterungen zu 3, Vorladungen, Überfälle, Anschläge
Stufe 5: Nachbetrachtungen

Also ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich komme nicht drauf, wieso die Postkarte an der Stelle einsortiert ist bzw. an der Stelle erwähnt wird. Der kryptische Inhalt sagt sowieso nichts Neues aus.

Zur Geschichte: (128-129) S will weiter nach Sola „und sich selbst“ suchen, die Gewerkschaftler streiten, ob sie ihn nicht besser bei sich bräuchten.
Auf dieser Doppelseite geht es vorwiegend um Jen und Eric auf Stufe 3, es geht immer noch um Paris, aber keine neuen Infos; als Stichworte benutzen sie den Text, um Parallelen zu ziehen.
Und wieder mal Arp (ja, wer auch immer das sein mag, hat der was mit Serin zu tun?).
Sobreiro, den ich längst vergessen habe, in welchem Zusammenhang er stand. War das in Bezug auf den mythischen Bogenschützen? Oder „S“ selbst? Zu viele Namen, aber daran kranken solche Bücher ja häufig. Jen macht da allerdings einen erheiternden Eintrag in Bezug auf einen der ersten „S“ von 1624 (der allererste war ja wohl der Bogenschütze), aus dem Eric die Conclusio zieht und Jen nüchtern antwortet „so formuliert klingt es irgendwie unwahrscheinlich.“ Köstlich!

Die nächste Codeentschlüsselung folgt, hier nun eine ganz deutliche Warnung, aber von wem an wen? Sie finden sich ausschließlich in den Fußnoten, also von FXC, aber wen will er/sie warnen? Denn VMS ist bereits tot. Das Buch wird ja sehr viel später gedruckt, es vergeht eine Menge Zeit ... also wozu das alles? Wer ist FXCs Adressat? (Und DA haben wir ihn, den bereits von mir zitierten „Koffer“! Darum geht es also wirklich! Hurra! Übrigens ein Running Gag das ganze lange Kapitel hindurch.)

Im Text erkennen die Verschwörer, dass sie als Gesuchte verschwinden müssen, einschließlich S, der als „Agent X“ betitelt wird. Seltsame Betitelung, passt weder zur Handlungszeit, noch nach Europa. Wir haben zu der Zeit „Spion“ gesagt (Spy, Espion, etc) (Der Sprachstil ist mittlerweile nicht mehr wirklich stringent gehalten und wird immer moderner. -> Nachtrag: Das könnte auch an der verstrichenen Handlungszeit liegen)

Auf das hier platzierte Foto (146/47) wird nicht eingegangen, denn das „S“ sieht S in den Fensterläden, nicht aufgemalt in einem zugemauerten Kamin. Kapier ich nicht. (-> findet sich auf der nächsten Seite, aber so was Gemauertes findet man nicht in einer alten Höhle *g*)

Es findet sich eine Stufe 4-Eintragung von Jen und Eric über den gegenseitigen Willen, eine Beziehung miteinander einzugehen.
In einer Stufe 2-Eintragung spricht Jen von „Straka-Spiel“, und jetzt denke ich an Geocaching. Dazu würden natürlich auch die Obsidianstücke usw passen. Ja, das könnte hinter all dem stecken (also seitens der Autoren Abrams/Dorst, meine ich).

Ach – S ist erst 26?! Der kam mir sehr viel älter vor. Überhaupt wird er plötzlich, und das plötzlich meine ich wörtlich, aktiver.

Auf Stufe 4 ist Jen durch einen Brandanschlag in Gefahr geraten (Parallele zum Buch).

Ah, auf S. 169 wird mir Sobreiro wieder in Erinnerung gebracht. Und die Beziehung zu S und dem mythischen Bogenschützen hergestellt, dass Sola in dem verschollenen Buch gelesen hat, hab ich auch schon wieder vergessen gehabt. Natürlich wurde das Buch wieder mal gestohlen, wie eigentlich alles ...

S. 177: Doppel-Quincunx? Was ist das nu wieder?? Ok, Wikipedia weiß Bescheid. Weitere Zahlensymbolik. Die Fünf ist die Zahl der Liebe und der Mensch selbst (vier Gliedmaßen, der Rumpf; den Kopf braucht man anscheinend nicht, weil man ja Bauchgehirn hat), Pentagramm und menschliche Hand. Die Fünf ist unteilbar. Ok, es scheint einfach nur eine bildlich hübsche Geometrie zu sein. Ok, nicht hübsch, weil es ist eine Katastrophe passiert, vielleicht eine unheimliche Waffe. Aliens! Und da ist auch schwarzer Alienschleim, von der Art, der Tasha Yar umgebracht hat. Natürlich in der bestreikten Fabrik hergestellt. Diese Doppel-Dingscrux kann man natürlich auch als „xx“ sehen, wir befinden uns ja noch im Kapitel „Agent X“. (X-Files, harhar)

In der Fußnote 11 ist zum ersten Mal zu erkennen, dass FXC eine Frau ist. Also schön: sie.

Eric fliegt jetzt nach Brasilien. Das Zeitliche zu vorher kriege ich trotzdem nicht hin. *achselzuck*

Ein ewig langes Kapitel. Themen: Seelenwanderung, Vögel und Koffer. Viele Koffer. Hitchcock. (Suspense.)(Hab ich nicht so empfunden.)
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Re: 5 - Kapitel 4: Agent X

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 5. Januar 2016 15:21

Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Da hatte ich über Weihnachten und Neujahr Urlaub und eigentlich genug Zeit, um "Das Schiff des Theseus" zu lesen - und lese so gut wie gar nichts.

Seit gestern arbeite ich wieder - und prompt lese ich gestern abend das Kapitel 4 (und bin auch guter Dinge, heute abend Kapitel 5 zu inkorporieren.)

Nach meinem Gefühl hat Kapitel 4 etwas Tempo rausgenommen und zu dramaturgischer Ruhe geführt (was keinesfalls heißt, dass es langweilig würde, ganz im Gegnteil!). Aber während die ersten drei Kapitel fast auf jeder Seite neue Rätsel aufgeworfen haben, hatte ich hier den Eindruck, dass einige Fäden (sowohl im 'Original'-Buch als auch auf der Jen/Eric-Ebene) einfach weitergesponnen wurden. Und das hat mir die Lektüre erleichtert. (Abgesehen davon, dass ich mich von der Last des Notierens und Schreibens selbst befreit habe.)

Deshalb großer Dank an Uschi für die Maulwurfsarbeit! Die ganzen Punkte sind mir beim Lesen auch aufgefallen. Und mit Deiner Farbstift-Chronologie gehe ich auch d'accod. :D

Mehr mag ich jetzt nicht sagen. Außer: Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Vor allem zwischen Jen und Eric.
(Vielleicht sollte ich das eigentliche Buch doch noch einmal separat lesen. Aber das geschähe frühestens bei einer Wiederholungslektüre. Jetzt ziehe ich das "Ich lese die Kritzeleien, sobald die Textstelle auftaucht, auf die sie sich beziehen."-Prinzip durch.

Gruß
Ralf
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