Autor, Herausgeber oder Leser?

Science Fiction in Buchform

Wie siehst Du Dich...?

Ich schreibe, ich bin ein Autor!
16
34%
Ich konsumiere, ich bin ein Leser!
28
60%
Ich habe einen Verlag, ich verlege Bücher!
1
2%
Ich übersetze Bücher, ich bin ein Übersetzer!
2
4%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 47

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breitsameter
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Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Zuletzt hatten wir innerhalb sehr kurzer Zeeit gleich drei Threads zur Arbeit von Autoren, zum Selbstverständnis von Autoren und zu Themen, die sich daraus ergaben:

"Eine eigene Welt" - was wollen SF-Autoren?
http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f=25&t=6232

Wie Autoren arbeiten
http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f=25&t=6102

Autor vs. Schriftsteller – und was ist eigentlich Arbeit?
http://forum.sf-fan.de/viewtopic.php?f=5&t=6297


Da drängt sich mir zwangsläufig die Frage auf, wie hier im Forum das Verhältnis von Autoren zu Lesern und Herausgebern ist - ist dies ein Leserforum, oder sind hier mehr Autoren aktiv, oder findet sich hier eine gute Mischung aus beiden Gruppen, garniert mit dem einen oder anderen Herausgeber oder Verlagschef (Guido)?

PS: Habe noch Übersetzer als Rubkrik eingeführt. :beanie: Und natürlich sind Mehrfachnennungen auch möglich.
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Pogopuschel
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel »

Ich bin Leser.

Übersetzer würde ich mich nach erst einer übersetzten Novelle (und einer Kurzgeschichte) noch nicht nennen, auch wenn ich dort den Berufseinstieg suche. Erst wenn ich regelmäßige Aufträge (von mehr als einem Verlag) in Aussicht hätte, würde ich mich so nennen. (Aber das ist mein persönliches Verständnis vom Beruf Übersetzer. Diese Definition würde ich nicht verallgemeinern. Aber hier geht es ja ums Selbstverständnis.)

Schreiben tue ich bisher nur für die eigene Schublade. Ohne eine Veröffentlichung in einem professionellen Verlag (hier würde ich Kleinverlage wie Wurdack, Atlantis, Golkonda usw. dazuzählen, aber kein BOD, Selbstverlag oder E-Book bei amazon), würde ich nicht auf die Idee kommen, mich als Autor oder Schriftsteller zu bezeichnen. (wie gesagt: Selbstverständnis)
Meine Internetseite (mit Buchbesprechungen): http://lesenswelt.de/
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Uschi Zietsch
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ich bin von Beruf Autor und Verleger und mache gelegentlich Werbung für beides, aber hauptsächlich bin ich hier im Forum als Konsument, und zwar nicht nur als Leser, sondern auch als Filmgucker. Und ... ich unterhalte mich hier gern. :-) Habe also als "Konsument"/Leser gevotet.
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breitsameter
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Uschi Zietsch hat geschrieben:Ich bin von Beruf Autor und Verleger und mache gelegentlich Werbung für beides, aber hauptsächlich bin ich hier im Forum als Konsument, und zwar nicht nur als Leser, sondern auch als Filmgucker. Und ... ich unterhalte mich hier gern. :-) Habe also als "Konsument"/Leser gevotet.
Ja, klar, aber bei den entsprechenden Diskussionen hast Du Dich aber schon als Autorin gezeigt, gell? :beanie:
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kaffee-charly
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von kaffee-charly »

Ich bin in erster Linie Leser, aber da ich auch schreibe, bin ich auch Autor (aber kein Schriftsteller).
Da ich Software entwickle, muss ich diese dokumentieren und dafür sehr oft auch Handbücher schreiben.
Unterlagen für die Anwender-Schulung muss ich ebenfalls erstellen.
Allein deshalb bin ich schon berufsbedingt ein Autor, ohne jedoch ein Schriftsteller zu sein.
Hobbymäßig bin ich zwar auch Autor von SF- und Fantasy-Stories, bezeichne mich aber trotzdem nicht als Schriftsteller, denn das wäre nach meiner Selbsteinschätzung Hochstapelei.

:bier:
Kaffee-Charly
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Ming der Grausame
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Ming der Grausame »

Ich bin sowohl Leser, als auch Autor. Allerdings bin ich kein Schriftsteller im literarischen Sinne, sondern Autor von funktionalen Mischtexten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.
„Weisen Sie Mittelmäßigkeit wie eine Seuche zurück, verbannen Sie sie aus ihrem Leben.“ – Buck Rogers
#The World from the nefarious Ming the Merciless
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von heino »

Bekennender Nur-Leser :D
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Yuven »

Hobbyschreiberling. Hört sich verharmlosender an. Schriftsteller auf keinen Fall, Autor mag grenzwertig sein, aber ich bin eine derer, die Amazon als Plattform fürs Selfpublishing nutzen. Hätte ich früher auch kategorisch verneint. Da sich dann aber doch die vereinzelten Mails etwas häuften und mehr als nur ein, zwei Leute die Bücher kaufen wollten "Such dir einen Verlag, Mädel!" - als wäre das so supertoll und einfach - habe ich es bei den Großen, die infrage kamen, halbherzig versucht und bin danach bei Amazon untergekrochen. Das passte sowieso eher, weil ich meine Texte nicht kürzen lassen will und wirkliche Hardcorefans (wie hier) auch zu viele naturwissenschaftliche Haare in der Suppe finden würden. Bei Amazon kann ich im Preview darauf hinweisen, dass ich nach dem Prinzip mancher Klassiker eher den Hut auf diverse astronomische Erkenntnisse, Sternsysteme und sonstige Sachen haue. Meine Leser stört jener "Phantastikanteil" nicht, wenn sie vorher Bescheid wissen. Der Rest, den es vielleicht stört, wird vor dem Kauf gnadenlos abgeschreckt. Kriege ich den Tadel der Unzufriedenen ab, bin ich zu einem gewissen Grad unzufrieden. Also gleich gnadenlose Ehrlichkeit und beide Seiten sind nachher happy.

Ich hatte die Texte sowieso und da andere Leute mich darauf gestoßen haben, dass sie Geld dafür bezahlen würden, bin ich seit letztem Monat bei Amazon vertreten. Für mich ist es immer noch ein Hobby, aber jetzt halt mit Gewerbeschein und einem kleinen Nebeneinkommen. Dazu mit jeder Menge neuer Korrektur-, Editier- und Formatierungsarbeit.
Schön wäre nur, wenn die Trennung von "Professionellen" und Indie-Autoren (jetzt doch das A-Wort) im Kindle Store besser gelöst würde. Haben jedoch (nicht weiter überraschend) nur manche Schreiber und deutlich mehr Kunden gefordert. Die einzige jetzige Lösung ist, dass die Käufer deutlich ins Look Inside schauen, sich von manchen Angeboten fernhalten und die Bewertungsfunktion ausgiebig nutzen. Wirkliche "Amateurschreiber" wie ich können nur offen auf etwaige eigene Defizite hinweisen und der anderen Seite die nachfolgende Entscheidung überlassen.

Ich lese "nebenbei" natürlich sehr viel, was mich wieder zum Selberschreiben inspiriert. Daher bin ich gleichfalls Konsument. Schätze aber, das gilt für fast für jeden Verfasser irgendwelcher Romane.
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kaffee-charly
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von kaffee-charly »

Yuven hat geschrieben:Hobbyschreiberling. Hört sich verharmlosender an. Schriftsteller auf keinen Fall, Autor mag grenzwertig sein, aber ich bin eine derer, die Amazon als Plattform fürs Selfpublishing nutzen. ...
Hab' ich auch gemacht. Warum denn auch nicht?
Wenn es Schrott ist, dann wird es niemand haben wollen.
Wenn es doch Leute gibt, die es haben wollen, dann ist es auch kein Schrott.
Durch Leseprobe und "Blick ins Buch" braucht auch niemand die Katze im Sack zu kaufen.
(Ein großer Vorteil bei den eBooks in Amazons Kindle-Shop.)
Vor dem Kauf Qualitätskontrolle durch den Leser - fairer gehts nicht. :prima:

:bier:
Kaffee-Charly
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Yuven »

Danke für den Zuspruch. Weiter oben hörte es sich sehr streng abgegrenzt an, als @Popoguschel Selfpublisher quasi in eine eigene Kategorie reinsetzte.

Ich habe mit dem ersten Buch durchaus einen Betrag verdienen können, ohne das Werk für einen Euro oder so zu verramschen. Umgetauscht hat es auch keiner. Von daher doch etwas minimal Besseres als Schrott. *fg* Wie viele der "anonymen Leser" begeistert waren, werde ich sehen, wenn Band 2 hochgeht. Ob er sich auch verkauft oder gar nicht.
Ich finde, Ehrlichkeit gegenüber den Käufern ist nur fair. Professionelle Formalkorrektur bei 2000-3000 A4-Seiten? Für mich unbezahlbar. Familie und Freunde einspannen? Die bedanken sich herzlichst. Also mache ich es selbst und ich stehe halt zu den Fehlern, die leider drin verbleiben. Genauso wie zu dem Fakt, dass ich eben eine Geisteswissenschaft studiert und mir naturwissenschaftlich was zusammengesponnen habe. Die Leute werden nicht abgeschreckt, wenn sie es vorher wissen. Im Gegenteil. Manche kaufen trotzdem und lassen sich anders darauf ein.

Mir gefällt der Blick ins Buch auch sehr gut und er zeigt mir, dass ich mir die Verkäufe "ehrlich" verdient habe. Bei einem Buch jener Reihe im Laden hätte ich mehr Bauchgrimmen, was spätere Rezensionen angeht. Man stelle sich vor, jemand hat's wegen des Covers und Klappentexts (man kennt die Werbung ja) gekauft und dann passt es ihm so wenig, dass er es verreißt. Fakt ist, die meisten Rezensionen werden geschrieben, wenn es absolut gefällt (Überschwang) oder aber im Fall von überhaupt gar nicht. Das muss man einfach sehen.
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Anubizz »

Ich habe gerade »Leser & Konsument« angeklickt, würde aber sagen, dass ich über das passive Konsumieren hinaus auch aktiv rezipiere und kritisiere. Mich deswegen Literaturkritiker o.ä. zu nennen, empfände ich allerdings auch als Hochstapelei.
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kaffee-charly
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von kaffee-charly »

heino hat geschrieben:Bekennender Nur-Leser :D
Was heißt denn "Nur"?
Ohne Leser könnten doch sämtliche Autoren einpacken.
In meinen Augen sind Leser im gesamten Literaturbereich das Wichtigste überhaupt!

:bier:
Kaffee-Pott
Guido Latz
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Guido Latz »

Ich bin hier - und in anderen Foren - meist in erster Linie als Konsument, als Leser, unterwegs. Dass ich auch noch verlege, ist halt so, aber deswegen surfe ich die Foren nicht vorwiegend an.
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Uschi Zietsch
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

breitsameter hat geschrieben:
Uschi Zietsch hat geschrieben:Ich bin von Beruf Autor und Verleger und mache gelegentlich Werbung für beides, aber hauptsächlich bin ich hier im Forum als Konsument, und zwar nicht nur als Leser, sondern auch als Filmgucker. Und ... ich unterhalte mich hier gern. :-) Habe also als "Konsument"/Leser gevotet.
Ja, klar, aber bei den entsprechenden Diskussionen hast Du Dich aber schon als Autorin gezeigt, gell? :beanie:
Schon, aber dann bräuchte ich 3 Optionen zum Anklicken :beanie: und ich habe die mit der stärkeren Gewichtung genommen. Soll ich noch nachvoten mit Autor? Ich weiß gar nicht, ob das geht, mal ausprobieren. Verleger geht dann halt nicht. :beanie:

edit: hat geklappt.
:bier:
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Guido Latz
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Re: Autor, Herausgeber oder Leser?

Ungelesener Beitrag von Guido Latz »

breitsameter hat geschrieben:Da drängt sich mir zwangsläufig die Frage auf, wie hier im Forum das Verhältnis von Autoren zu Lesern und Herausgebern ist - ist dies ein Leserforum, oder sind hier mehr Autoren aktiv
Hm. Gut, ich verstehe ja, dass ein Forum von Aktiven lebt, denn sonst haben die Nur-Mitlesenden nichts zu tun. Vielleicht liegt es aber auch in der Natur der Aktiven (Verleger, Autoren), dass sie sich eher zu Wort melden? Dass man herausfinden möchte, ob Autoren oder Verleger aktiver sind, als andere, okay - aber viel spannender würde ich die Frage finden, wieviele besuchen ein Forum, lesen eventuell nur mit, ohne sich je zu äußern? Ich finde diese Gruppe sehr wichtig.
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