Zukunftsvisionen für die Menschheit

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Thomas Wawerka
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Und noch ein Allerletztes, bevor ich mich auf den Weg mache:
Ja, vielleicht erleben wir noch neue, viel effektivere Triebwerke, den Plasmaantrieb beispielsweise. Und vielleicht erweist sich der kürzlich entdeckte neue Planet in 22 Lichtjahren Entfernung als Erde 2.0. Möglich ist ja alles. Eine Mission dorthin auszurüsten würde eine kollektive wirtschaftliche und finanzielle Anstrengung von der gesamten Menschheit verlangen (was allein die ISS verschlungen hat!). Aber noch nicht einmal die Europäer schaffen es, unter sich eine Finanztransaktionssteuer von popeligen 0,1 % zu vereinbaren.
Ich kann mir die verschiedenen Stimmen vorstellen:
- "Schicken wir doch eine unbemannte Sonde, das genügt."
- "Fliegen wir doch erstmal zum Mars, das genügt."
- "Fliegen wir doch erstmal zum Mond, das genügt."
- "Wir können nicht zum Mond, zum Mars und zur Erde 2.0 gleichzeitig fliegen."
- "Es gibt noch so viele wichtige Missionen innerhalb des Sonnensystems, die wir auf Eis legen mussten - jetzt sind die erstmal dran!"
usw.,usf.

Aber wie gesagt, möglich ist alles. Nur nicht besonders wahrscheinlich ... 8-)
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a3kHH
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von a3kHH »

Thomas Wawerka hat geschrieben:Aber das erklärt auch nicht, warum sie im kalten Norden nicht einfach wieder umkehrten, sondern weiter nach Amerika vorstießen. Hm ...
http://www.youtube.com/watch?v=Nq9Gzc0KkxE
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Thomas Wawerka
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Fortschritt hat auch immer etwas mit Wachstum zu tun - und wollen wir wirklich ungehemmtes Wachstum? Noch einmal so einen Genozid und Raubbau wie er beispielsweise an der old frontier, den Gebieten westlich des Mississippi betrieben wurde? Wollen wir zuerst unsere Ressourcen erschöpfen, uns dabei gegenseitig totbeißen und schließlich und letztendlich einander auffressen? Diese Art von Fortschritt will wahrscheinlich keiner von uns; wir sind ja keine Kannibalen. Also werden wir wohl oder übel Grenzen anerkennen müssen, die Grenzen des Wachstums oder die von Gott gesetzten Grenzen oder wie auch immer man sie nennen will, das ist ja nebensächlich. Vielleicht ist es auch ein Fortschritt, wenn die Menschheit bestimmte Ambitionen zurückstellt und statt dessen ihre langfristige Existenz aufgrund eines nachhaltigeren Wachstums sichert.

@a3kHH: Ich verstehe deinen Hinweis nicht.
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Gernot
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Gernot »

Thomas Wawerka hat geschrieben: Aber noch nicht einmal die Europäer schaffen es, unter sich eine Finanztransaktionssteuer von popeligen 0,1 % zu vereinbaren.
Stimmt, und sie schaffen nicht einmal einheitliche Steckdosen.
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Gernot »

Thomas Wawerka hat geschrieben:Fortschritt hat auch immer etwas mit Wachstum zu tun - und wollen wir wirklich ungehemmtes Wachstum? Noch einmal so einen Genozid und Raubbau wie er beispielsweise an der old frontier, den Gebieten westlich des Mississippi betrieben wurde? Wollen wir zuerst unsere Ressourcen erschöpfen, uns dabei gegenseitig totbeißen und schließlich und letztendlich einander auffressen? Diese Art von Fortschritt will wahrscheinlich keiner von uns; wir sind ja keine Kannibalen. Also werden wir wohl oder übel Grenzen anerkennen müssen, die Grenzen des Wachstums oder die von Gott gesetzten Grenzen oder wie auch immer man sie nennen will, das ist ja nebensächlich. Vielleicht ist es auch ein Fortschritt, wenn die Menschheit bestimmte Ambitionen zurückstellt und statt dessen ihre langfristige Existenz aufgrund eines nachhaltigeren Wachstums sichert.
Finde ich auch. Trotzdem (oder gerade deshalb) halte ich den ersten Satz des zitierten Postings - Fortschritt hat auch immer etwas mit Wachstum zu tun - für zu apodiktisch. Du differnzierst das zwar im weiteren Verlauf und sprichst von "nachhaltigerem Wachstum", aber muss es überhaupt Wachstum sein? Kann nicht Weiterentwicklung (ich vermeide bewusst das Wort "Fortschritt") nicht auch nach dem Motto "Weniger ist mehr" funktionieren? Muss es das nicht vielleicht sogar?
In der Natur läuft Wachstum normalerweise auch nicht unbegrenzt, sondern logistisch, die relevanten Größen pendeln sich also letztlich auf einem stabilen Niveau ein. In diesem Sinn wäre das vielzitierte "Nullwachstum" ein Ziel.
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Gernot hat geschrieben:In diesem Sinn wäre das vielzitierte "Nullwachstum" ein Ziel.
Hmm ... Ich kaue auch schon dauernd auf dem Wachstumsbegriff rum. Im Augenblick favorisiere ich "qualitatives Wachstum" im Gegensatz zu einem "quantitativen Wachstum". "Nullwachstum" würde ja heißen, es gäbe gar keine Zunahmen mehr - auch nicht in der Medizin beispielsweise ... oder?
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von a3kHH »

Thomas Wawerka hat geschrieben:Fortschritt hat auch immer etwas mit Wachstum zu tun - und wollen wir wirklich ungehemmtes Wachstum? Noch einmal so einen Genozid und Raubbau wie er beispielsweise an der old frontier, den Gebieten westlich des Mississippi betrieben wurde? Wollen wir zuerst unsere Ressourcen erschöpfen, uns dabei gegenseitig totbeißen und schließlich und letztendlich einander auffressen? Diese Art von Fortschritt will wahrscheinlich keiner von uns; wir sind ja keine Kannibalen. Also werden wir wohl oder übel Grenzen anerkennen müssen, die Grenzen des Wachstums oder die von Gott gesetzten Grenzen oder wie auch immer man sie nennen will, das ist ja nebensächlich. Vielleicht ist es auch ein Fortschritt, wenn die Menschheit bestimmte Ambitionen zurückstellt und statt dessen ihre langfristige Existenz aufgrund eines nachhaltigeren Wachstums sichert.

@a3kHH: Ich verstehe deinen Hinweis nicht.
Es gab immer Unangepasste, Neugierige, die dem Zug der Wildgänse folgen mussten. Das hat weniger etwas mit Fortschritt oder Wachstum zu tun, sondern mit der Abenteuerlust einiger Weniger. Bau ein kostengünstiges Raumschiff, leg' Dich 'nen Monat schlafen und wenn Du aufwachst sind die ersten Leute in den Asteroiden am Werkeln.
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Harald Giersche »

Volltreffer, Alfred. Wenn etwas machbar und erschwinglich ist, dann finden sich sicher Menschen, die das versuchen.
Der Fortschritt steckt in den erreichten Möglichkeiten, die dann von den Hartgesottenen/Unangepassten/Neugierigen genutzt wird.
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Thomas Wawerka
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Harald Giersche hat geschrieben:Volltreffer, Alfred. Wenn etwas machbar und erschwinglich ist, dann finden sich sicher Menschen, die das versuchen.
Der Fortschritt steckt in den erreichten Möglichkeiten, die dann von den Hartgesottenen/Unangepassten/Neugierigen genutzt wird.
Das hieße, wer ins All aufbricht, ist eine kleine, seltsame Sekte - wie die Raelianer. Naja ... je eher, desto besser. Dann machen sie wenigstens hier keinen Stress mehr!
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von a3kHH »

Thomas Wawerka hat geschrieben:
Harald Giersche hat geschrieben:Volltreffer, Alfred. Wenn etwas machbar und erschwinglich ist, dann finden sich sicher Menschen, die das versuchen.
Der Fortschritt steckt in den erreichten Möglichkeiten, die dann von den Hartgesottenen/Unangepassten/Neugierigen genutzt wird.
Das hieße, wer ins All aufbricht, ist eine kleine, seltsame Sekte - wie die Raelianer. Naja ... je eher, desto besser. Dann machen sie wenigstens hier keinen Stress mehr!
Natürlich sind es Freaks, die sich dieser Unsicherheit aussetzen. Waren es auch schon immer. Die "Zivilisierten", die Bauern, Handwerker und Siedler kamen immer erst wesentlich später.
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Gernot »

Thomas Wawerka hat geschrieben:
Gernot hat geschrieben:In diesem Sinn wäre das vielzitierte "Nullwachstum" ein Ziel.
Hmm ... Ich kaue auch schon dauernd auf dem Wachstumsbegriff rum. Im Augenblick favorisiere ich "qualitatives Wachstum" im Gegensatz zu einem "quantitativen Wachstum". "Nullwachstum" würde ja heißen, es gäbe gar keine Zunahmen mehr - auch nicht in der Medizin beispielsweise ... oder?
Ist natürlich eine Frage der Definition, ob man qualitative Fortschritte auch als "Wachstum" bezeichnet. So wie ich den Begriff des Wachstums bislang verwendet habe, bedeutet er aber doch eine starkte Konzentration auf das Quantitative, dass also von irgendeiner ansonsten gleich bleibenden Sache einfach mehr als vorher da ist. In diesem Sinn habe ich das "Nullwachstum" gemeint, ich schließe also qualitative Änderungen nicht aus.
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Re: Science Fiction am Ende?

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Beverly hat geschrieben:Zeige mir bitte jemanden, der mit sich und seinen Mitmenschen im reinen ist, bei dem nicht eine Horde Gerichtsvollzieher oder Schergen vor der Tür stehen und der sich umbringt, weil wir uns ja alle mit dem Tod abfinden müssen. So jemand mag im hohen Alter tatsächlich mit einem Lächeln auf den Lippen sterben, weil er sein Leben gelegt hat.
Mit dem Tod - unserem eigenen, dem unserer Spezies - ins Reine zu kommen, ist keine Frage des Alters oder des Grades persönlicher Verzweiflung. Es ist Arbeit - Lebensarbeit.
http://www.zeit.de/2012/09/Traum-Boyle
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

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Gernot hat geschrieben:Ist natürlich eine Frage der Definition, ob man qualitative Fortschritte auch als "Wachstum" bezeichnet. So wie ich den Begriff des Wachstums bislang verwendet habe, bedeutet er aber doch eine starkte Konzentration auf das Quantitative, dass also von irgendeiner ansonsten gleich bleibenden Sache einfach mehr als vorher da ist. In diesem Sinn habe ich das "Nullwachstum" gemeint, ich schließe also qualitative Änderungen nicht aus.
Ich würde sagen, zwischem quantitativem und qualitativem Wachstum besteht ein Organisationsunterschied: 1. ist gekennzeichnet durch Maximierung, 2. durch Optimierung. Wenn man es so formuliert, schließt das ein mitunter vielleicht notwendiges Wachstum (im herkömmlichen, quantitativen Sinn) in bestimmten Teilbereichen nicht aus ... weil das eben auch manchmal zur Optimierung beitragen kann!
Aus diesem Grund sehe ich beispielsweise dem "Desertec"-Projekt interessiert, aber skeptisch zu:
http://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
Es folgt der Maximierungsstrategie. Abgesehen davon, dass sich damit die goßen Konzerne wieder Riesenanteile am Energiemarkt sichern und somit Preise diktieren können, abgesehen auch von den Entfernungen und dem daraus folgenden Übertragungsverlust, und schlussendlich abgesehen davon, dass es eine Idee ist, die auch mich zu faszinieren weiß - eine SF-Idee par excellence -, halte ich für meinen Teil regionale Wirtschaftskreisläufe für das anzustrebende Modell der Zukunft. Energie z.B. sollte - soweit es möglich ist - dort produziert werden, wo sie verbraucht wird.
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Liest zur Zeit: Torsten Scheib "Götterschlacht"
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

Ungelesener Beitrag von Bungle »

a3kHH hat geschrieben: Natürlich sind es Freaks, die sich dieser Unsicherheit aussetzen. Waren es auch schon immer. Die "Zivilisierten", die Bauern, Handwerker und Siedler kamen immer erst wesentlich später.
Die Ver-rückten oder die, die nichts zu verlieren haben. Oder es sind Menschen mit einem sehr festen Glauben (an wen oder was auch immer), denn den braucht man auch, wenn man sich ins unbekannte wagt, wie etwa die Polynesier im Pazifik.

MB
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Re: Zukunftsvisionen für die Menschheit

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Bungle hat geschrieben:wenn man sich ins unbekannte wagt, wie etwa die Polynesier im Pazifik
Den Polynesiern ist der Pazifik im allgemeinen sehr vertraut ... :D - Ihr mit eueren "historischen Beispielen" immer, als könnte man irgendetwas auf der Erde mit irgendetwas im Weltraum vergleichen, Afrika z.B. mit einem anderen Planeten oder so ... Leute, dat haut doch hinten und vorne nich hin!
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