[Film] John Carter
- andy
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Re: [Film] John Carter
Von all den Blockbustern der letzten Zeit, die ich gesehen habe, der unterhaltsamste, aber auch ein ganzes Stück weit weg davon, ein wirklich guter Film zu sein. Nett anzusehen, aber auch schnell vergessen.
Kürzer, härter und etwas überraschender: der Film wäre besser geworden.
Pluspunkte für das Design: Aliens, Raumschiffe und Landschaften waren grandios.
Minus für die Kostüme und Namen: Wer kämpfte gegen wen warum in welcher Stadt?
6 von 10 Armen.
Andy
Kürzer, härter und etwas überraschender: der Film wäre besser geworden.
Pluspunkte für das Design: Aliens, Raumschiffe und Landschaften waren grandios.
Minus für die Kostüme und Namen: Wer kämpfte gegen wen warum in welcher Stadt?
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Andy
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TT
Re: [Film] John Carter
Was aber durchaus legitim wäre. Warum nicht die Werke eines einzelnen Autors miteinander vergleichen?Bully hat geschrieben:Genausogut könnte man das "Jesus-Video" mit "Eine Billion Dollar" vergleichen, weil sie denselben Autoren haben.
Oder eines Künstlers?
Oder einer Band?
In der Realität hört man übrigens sehr häufig: "Ich bin ein Fan des Autors XYZ." Viel häufiger als beispielsweise "Ich bin ein Fan von Space-Operas".
Ich glaube kaum ein Mensch bewegt sich Zeit seines Lebens immer nur im gleichen Genre. Wenn einem die Schreibe eines bestimmten Autors gefällt, versucht man auch mal etwas anderes von ihm.
Bei Regisseuren ist das genau so. Ich habe mir z.B. Filme angesehen nur aus dem Grund, weil sie von Ridley Scott sind.
- lapismont
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Re: [Film] John Carter
Mhm. Ich lese zwar tatsächlich gezielt Werke eine Autors, aber bei Filme gehe ich eher nach Darstellern. Da gibt es einige Ausnahmen, etwa Woody Allen oder Hitchcock, aber im großen und ganzen gehe ich beim Film nicht nach seinem Regisseur. Man merkt sich auch zu wenige.TT hat geschrieben:Was aber durchaus legitim wäre. Warum nicht die Werke eines einzelnen Autors miteinander vergleichen?Bully hat geschrieben:Genausogut könnte man das "Jesus-Video" mit "Eine Billion Dollar" vergleichen, weil sie denselben Autoren haben.
Oder eines Künstlers?
Oder einer Band?
In der Realität hört man übrigens sehr häufig: "Ich bin ein Fan des Autors XYZ." Viel häufiger als beispielsweise "Ich bin ein Fan von Space-Operas".
Ich glaube kaum ein Mensch bewegt sich Zeit seines Lebens immer nur im gleichen Genre. Wenn einem die Schreibe eines bestimmten Autors gefällt, versucht man auch mal etwas anderes von ihm.
Bei Regisseuren ist das genau so. Ich habe mir z.B. Filme angesehen nur aus dem Grund, weil sie von Ridley Scott sind.
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heino
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Re: [Film] John Carter
Das ist bei mir genau andersrum. Wenn ich nach den Darstellern ginge, müsste ich einkalkulieren, dass selbst DeNiro und Pacino für Geld so ziemlich jeden Dreck mitmachen. Bei Regisseuren - zumindest bei denen, die keine reinen Handwerker sind - weiß ich ungefähr, was mich erwartet. Natürlich ist man auch dann nicht vor Gurken sicher (wie z.B. beim letzten Film von Cronenberg), aber die Wahrscheinlichkeit ist deutlich geringer.lapismont hat geschrieben:Mhm. Ich lese zwar tatsächlich gezielt Werke eine Autors, aber bei Filme gehe ich eher nach Darstellern. Da gibt es einige Ausnahmen, etwa Woody Allen oder Hitchcock, aber im großen und ganzen gehe ich beim Film nicht nach seinem Regisseur. Man merkt sich auch zu wenige.
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TT
Re: [Film] John Carter
Bei mir auch. "Ein Film von David Fincher" ist für mich aussagekräftiger als "Ein Film mit Al Pacino".heino hat geschrieben:Das ist bei mir genau andersrum.
Aber letzlich ist es eine Mischkalkulation aus allem: Regisseur, Thema, Schauspieler.
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Re: [Film] John Carter
Das ist bei mir der FallTT hat geschrieben:Aber letzlich ist es eine Mischkalkulation aus allem: Regisseur, Thema, Schauspieler.
Und manchmal, wie bei einem Film wie Machete, geh ich rein, weil ich weiß, was mich erwartet: krawumm, echte kerle und harte mädels.
Was mich darauf bringt, dass man leider schon sehr lange nichts mehr von Clive Owen gehört hat.
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Re: [Film] John Carter
Es ist legitim. Man könnte auch die Ilias mit einer Philip-K.-Dick-Kurzgeschichte vergleichen. Man findet eben viiieeel mehr Unterschiede, aber vergleichen darf man sie.TT hat geschrieben:Was aber durchaus legitim wäre. Warum nicht die Werke eines einzelnen Autors miteinander vergleichen?Bully hat geschrieben:Genausogut könnte man das "Jesus-Video" mit "Eine Billion Dollar" vergleichen, weil sie denselben Autoren haben.
...
Mit "genausogut" meine ich, es bringt in dem Fall nicht viel für die Entscheidung, ob man sich einen Film nicht anschaut, weil einem ein anderer Film vom selben Drehbuchautoren/Regisseur nicht so gut gefallen hat, wenn beide Filme sich in der Handlung, der Machart, der Art des Grundkonfliktes, teilweise in der Zielgruppe, im Actiongehalt und noch ein paar anderen Sachen unterscheiden. Da ich bei beiden Filmen ganz unterschiedliche Sachen mochte, außer vllt. den Knuddelfaktor (beim Marshund), kann ich nicht davon ausgehen, dass jemand, der mir beim einen Film zustimmt bzw. widerspricht, dies zwangsläufig auch beim anderen tut. Ich könnte ehrlicherweise nicht sagen: "Wenn Dir Wall-E (nicht) gefallen hat, dann könnte John Carter Dir auch (nicht) gefallen." (Womit ich mich sowieso immer schwer tu, aber hier käme jeder aus dem Kino um mir zu sagen, was für einen Quatsch ich erzählte...)
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Re: [Film] John Carter
Nana. Da unterschlägst du jetzt aber meinen Verriss seines letzten Films "Killer Elite", das ist noch nicht sooooooooo lange herUschi Zietsch hat geschrieben:
Was mich darauf bringt, dass man leider schon sehr lange nichts mehr von Clive Owen gehört hat.
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Re: [Film] John Carter
Äh ... den hab ich wahrscheinlich verdrängt. Da war er dabei? Ja. Verdrängt. (hab ich auch nicht gesehen.)
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Re: [Film] John Carter
Yep. Zweite Hauptrolle neben Jason Statham und Robert DeNiro.Uschi Zietsch hat geschrieben:Äh ... den hab ich wahrscheinlich verdrängt. Da war er dabei? Ja. Verdrängt. (hab ich auch nicht gesehen.)
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Re: [Film] John Carter
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Eieieeiayay! Und dabei hatten doch ALLE das Gefühl, ALLES richtig gemacht zu haben ... Genügt es evtl. nicht, alten Kaffee einfach aufzuwärmen?
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"Hilfreich wäre es, wenn wir die, die sich dem Leistungsdruck widersetzen, bewundern, anstatt sie als Loser anzusehen." -
Svenja Flaßpöhler
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Re: [Film] John Carter
Ich denke, da sliegt wirklich an einer komplett fehlgeleiteten bzw. nicht vorhandenen Werbekampagne. Der Film hätte richtig groß werden können, so wird er zum unnötigen Millionengrab und etwaige Fortsetzungen rücken damit auch in weite Ferne.Thomas Wawerka hat geschrieben:Link wegen LSR gelöscht
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Re: [Film] John Carter
... und sogar das Handelsblatt schließt sich an:
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Re: [Film] John Carter
Eine dumme Negativkampagne, die Disney da reitet. Ich fand den Film hinreißend, ein nostalgischer Science-Fantasy-Film mit dem Charme von Indy und frühem Star Wars gepaart mit der Technik von Avatar aber ohne dessen Ethno-Öko-Esoterikkitsch. Ich fand ihn nicht zu lang und die astronomischen und physikalischen Unmöglichkeiten sind mir völlig Wumpe in einem Burroughs-Film, der nicht auf dem Mars spielt, sondern auf Barsoom, dem Mars seiner Träume. Taylor Kitsch ist prima als John Carter und würde auch einen vortrefflichen Lord Greystoke abgeben. Der mich begleitenden Freundin hat der Film ebenso gut gefallen, weshalb es achteinhalb Zwillingmonde von zehn möglichen gibt. Ach ja, die Musik ist auch vortrefflich, auch hier viel besser als bei Avatar. Der Flopp des Films ist unverdient.
Re: [Film] John Carter
Gesehen und ... perplex zurück gelassen worden:
Kinder, Kinder, dass ist doch mal nen interessantes Phänomen - dieser John Carter-Flop!
Für mich war der Film genau das Richtige. Das war ein Film, der mir genau das gegeben hat, was ich wollte. Ich stehe auf diese Space Opera und mit komplizierter Technologie und trotzdem Schwertkämpfen. Ich mag Kostümfilme und abgefahrene Kreaturen. Und ich mag Planten, auf denen ich auch gerne mal rumlaufen würde. Irgendwann hatten wir mal nen Sense of Wonder-Thread. Das hat John Carter bei auf jeden Fall hingekriegt.
Von daher kann ich die Kritik am Film nur begrenzt nachvollziehen. Sicher man hätte den ein oder anderen Subplot rauslassen können. Andere Blockbuster hätten das sicher getan, aber ich habe das als Versuch interpretiert, möglich viel vom Quelltext in den Film zu bringen. Ansonsten funktioniert John Carter doch sehr gut nach Regeln des Geschäfts. Ganz gute Effekte, gute Ausstattung, guter Soundtrack. Abenteuer, Prinzessin, Krach bum peng. Also was ist schief gelaufen?
Ich hab vor ein paar Tagen auf Syfy gelesen, dass Willem Defoe (Thars Tarkas) meint, dass es einfach Pech war. Mal bringe man einen Film raus und er trifft den Nerv der Zeit. Und mal eben nicht.
Ich denke, da liegt er richtig. Okay, und das Marketing hatte vielleicht auch was damit zu tun. Alle meine Freunde, die nicht mit SF am Hut haben, haben den Film komplett verschlafen. Und die Sf-Gemeinde ist nicht reingegangen, weil die Kritiken so schlecht waren. So erkläre ich mir das.
Ansonsten war es vielleicht einfach ein Flop, weil er von vornherein zu teuer war. Hier wurde auf Hitpotential gesetzt und sich verkalkuliert.
Kinder, Kinder, dass ist doch mal nen interessantes Phänomen - dieser John Carter-Flop!
Für mich war der Film genau das Richtige. Das war ein Film, der mir genau das gegeben hat, was ich wollte. Ich stehe auf diese Space Opera und mit komplizierter Technologie und trotzdem Schwertkämpfen. Ich mag Kostümfilme und abgefahrene Kreaturen. Und ich mag Planten, auf denen ich auch gerne mal rumlaufen würde. Irgendwann hatten wir mal nen Sense of Wonder-Thread. Das hat John Carter bei auf jeden Fall hingekriegt.
Von daher kann ich die Kritik am Film nur begrenzt nachvollziehen. Sicher man hätte den ein oder anderen Subplot rauslassen können. Andere Blockbuster hätten das sicher getan, aber ich habe das als Versuch interpretiert, möglich viel vom Quelltext in den Film zu bringen. Ansonsten funktioniert John Carter doch sehr gut nach Regeln des Geschäfts. Ganz gute Effekte, gute Ausstattung, guter Soundtrack. Abenteuer, Prinzessin, Krach bum peng. Also was ist schief gelaufen?
Ich hab vor ein paar Tagen auf Syfy gelesen, dass Willem Defoe (Thars Tarkas) meint, dass es einfach Pech war. Mal bringe man einen Film raus und er trifft den Nerv der Zeit. Und mal eben nicht.
Ich denke, da liegt er richtig. Okay, und das Marketing hatte vielleicht auch was damit zu tun. Alle meine Freunde, die nicht mit SF am Hut haben, haben den Film komplett verschlafen. Und die Sf-Gemeinde ist nicht reingegangen, weil die Kritiken so schlecht waren. So erkläre ich mir das.
Ansonsten war es vielleicht einfach ein Flop, weil er von vornherein zu teuer war. Hier wurde auf Hitpotential gesetzt und sich verkalkuliert.