Ein neuer Preis: der Seraph!
- breitsameter
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Und hier die »Shortlist«... was immer das soll.
Shortlist des SERAPH 2012 „Bestes Buch“ in alphabetischer Reihenfolge
Aster, Christian von: Der letzte Schattenschnitzer (Klett-Cotta)
Heitz, Markus: Die Legenden der Albae: Vernichtender Hass (Piper)
Hennen, Bernhard: Die Drachenelfen (Heyne)
Marzi, Christoph: Memory. Stadt der Träume (Arena)
Meissner, Tobias: Die Soldaten (Piper)
Shortlist des SERAPH 2012 „Bestes Debüt“ in alphabetischer Reihenfolge
Corzilius, Thilo: Ravinia (Piper)
Marewski, Nina Maria: Die Moldau im Schrank (Bilger Verlag)
Magister, Jürgen: Katharsia (Dresdner Buchverlag)
Shortlist des SERAPH 2012 „Bestes Buch“ in alphabetischer Reihenfolge
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TT
Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Zwei Autoren der Shortlist - Christian von Aster und Thilo Corzilius - sind bei Schmidt & Abrahams unter Vertrag.frankh hat geschrieben:Self-Promoting
Nach reiflicher Überlegung tendiere ich dazu Frank Recht zu geben. Im Schwabenland würde man sagen: "das hat ein G'schmäckle".
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Viel störender finde ich, daß es definitiv nicht die besten phantastischen Romane des letzten Jahres sind.TT hat geschrieben:Im Schwabenland würde man sagen: "das hat ein G'schmäckle".frankh hat geschrieben:Self-Promoting
Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Ahja gut, dieser Kritik setzt sich auf die eine oder andere Art JEDER Preis aus. Ich habe das schon öfters gehörta3kHH hat geschrieben:Viel störender finde ich, daß es definitiv nicht die besten phantastischen Romane des letzten Jahres sind.TT hat geschrieben:Im Schwabenland würde man sagen: "das hat ein G'schmäckle".frankh hat geschrieben:Self-Promoting
Das "Problem" beim "Seraph" ist ja, dass es ein auf Bringschuld basierender Auswahlprozess ist. Die Verlage, die ihre Bücher für preiswürdig halten, dürfen dem Komitee x Exemplare ihres Buches zuschicken. Ich wage mal die Behauptung, dass, wenn man ihnen eine ebook-Datei zukommen lässt, die Chance auf Berücksichtigung eher gering ist. Da wird sich so mancher Verlag auch gedacht haben: Macht ihr mal.
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Das große Problem, wenn die Jury aus Lektoren der Verlage besteht, die sich am Preis beteiligen, ist natürlich, dass die Lektoren selbstverständlich die Bücher auch gut bewerten, die sie selbst für den Verlag auch gut bewertet haben. Das hat eigentlich noch nicht mal 'was mit einer Vetternwirtschaft zu tun, sondern ist einfach ein Problem der fehlenden Unabhängigkeit der Jury.TT hat geschrieben:Zwei Autoren der Shortlist - Christian von Aster und Thilo Corzilius - sind bei Schmidt & Abrahams unter Vertrag.frankh hat geschrieben:Self-Promoting
Nach reiflicher Überlegung tendiere ich dazu Frank Recht zu geben. Im Schwabenland würde man sagen: "das hat ein G'schmäckle".
Es hat schon seine Gründe, warum die meisten Jurys auf eine Unabhängigkeit ihrer Juroren achtet.
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Das wundert mich auch etwas. De facto führt das zu einer Bevorzugung größerer Verlage, die es sich eher leisten können so viele Leseexemplare dafür zu stiften.Diboo hat geschrieben:Das "Problem" beim "Seraph" ist ja, dass es ein auf Bringschuld basierender Auswahlprozess ist. Die Verlage, die ihre Bücher für preiswürdig halten, dürfen dem Komitee x Exemplare ihres Buches zuschicken. Ich wage mal die Behauptung, dass, wenn man ihnen eine ebook-Datei zukommen lässt, die Chance auf Berücksichtigung eher gering ist. Da wird sich so mancher Verlag auch gedacht haben: Macht ihr mal.
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Daran, Jury-Mitgliedern Bücher zuzuschicken, sollte es nun nicht scheitern. Das ist beim Glauser, dem Krimi-Preis, üblich; denen hatte ich damals auch FRAGMENTE zugeschickt. Aber, ja, wenn man nur on demand druckt als Verlag, hat man ein Problem. Unter Umständen verschenkt man mehr, als man verkauft...
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Christian von Aster hat das Rennen gemacht (aus dem Stall von Schmidt & Abrahams, da bleibt es in der Familie) - Klett-Cotta hatte sicher kein Problem mit den Leseexemplaren:
http://www.fandomobserver.de/2012/03/de ... von-aster/
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Meine Überraschung hält sich in eng bemessenen Grenzenmuellermanfred hat geschrieben:Christian von Aster hat das Rennen gemacht (aus dem Stall von Schmidt & Abrahams, da bleibt es in der Familie)
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Christan von Aster ist nun aber auch kein Blümchendichter. Zumindest die Sachen, die ich von ihm kenne, sind gute Phantastik.
Falls es jemanden interessiert, im FG haben wir ein paar Rezis und Interviews mit ihm.
www.fantasyguide.de/3934.0.html
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Na ja, wohl eher sein Roman »Der letzte Schattenschnitzer« aus dem Klett-Cotta-Verlag – oder wurde hier der »Beste Autor« ermittelt?muellermanfred hat geschrieben:Christian von Aster hat das Rennen gemacht
Soviel Spitzfindigkeit muss sein, denn die meisten Literaturpreise suchen den »Besten Roman« des Vorjahres.
Soviel dazu.muellermanfred hat geschrieben:(aus dem Stall von Schmidt & Abrahams, da bleibt es in der Familie)
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Neben dem Preis für den besten Roman wurde auch noch das beste Debüt 2011 bewertet. Hier gewann Nina Maria Marewski mit „Die Moldau im Schrank“ (Bilger Verlag).
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Dieter Schmitt
Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Sehr gute Idee! Das wäre dann endlich ein Preis, der von einer objektiven, kompetenten und wirtschaftlich unabhängigen Jury (die auch alle nominierten Werke liest) vergeben werden würde ...Doop hat geschrieben:Da es deutlich zu wenig Preise gibt... Sollte nicht auch SF-Fan.de bzw. sein Forum endlich beginnen, jährliche Preise zu verleihen...
Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Genau. Den Goldenen Florian. Mit Brille.Dieter Schmitt hat geschrieben:Sehr gute Idee! Das wäre dann endlich ein Preis, der von einer objektiven, kompetenten und wirtschaftlich unabhängigen Jury (die auch alle nominierten Werke liest) vergeben werden würde ...Doop hat geschrieben:Da es deutlich zu wenig Preise gibt... Sollte nicht auch SF-Fan.de bzw. sein Forum endlich beginnen, jährliche Preise zu verleihen...
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Re: Ein neuer Preis: der Seraph!
Nachdem der Preis nun glücklich verliehen wurde und es die Runde gemacht hat, dass sogar der Tagesspiegel darüber berichtete, muss ich sagen: Ich find's nicht so schlimm. Klar ist es eine Familiensache, klar ist es kein wirtschaftlich unabhängiger Preis, aber das wäre bei einem Verein, dem es erklärtermaßen darum geht, „der phantastischen Literatur im deutschsprachigen Raum zu mehr Stellenwert zu verhelfen“, weil diese „immer wichtiger im Portfolio der Verlage und als Umsatzgarant des Buchhandels“ wird, auch ziemlich überraschend. Die Absicht ist doch ohnehin klar: Es geht um Imageförderung. Wenn die auf eine Art und Weise abläuft, dass dem anspruchsvollerem Bereich der Genre-Fantasy (dafür stehen meiner Ansicht nach Namen wie von Aster und Meißner) mehr Aufmerksamkeit beschafft wird, habe ich kein Problem mit dem Preis. Auf diese Weise dürfte der Seraph sich auch nicht mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar, der sich vom Genre weitgehend entfernt hat, in die Quere kommen. Und wenn man in dieser Phantastischen Akademie (ziemlich hochtrabender Name) klug ist, dann lässt man sich gar nicht erst darauf ein, die gleichen Sachen auszuzeichnen, die beim DPP ganz von selbst auf dem ersten Platz landen. Falls dies doch geschehen sollte, dann wäre dieser Preis allerdings überflüssig.
