Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

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Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von deval »

Ich habe gerade das Buch von Mr. Lake beendet. Jetzt stellen sich mir zwei Fragen.

Aber mal kurz vorweggenommen etwas zum Setting.
Um die Sonne verläuft eine riesige Schiene mit Zahnrädern. Auf dieser Schiene läuft die Erde und
umkreist so die Sonne. Die dazu passenden Zahnräder der Erde sind auf einem riesigen Wall der
einmal um den Äquator läuft.

In dem Buch selber werden die Jahreszeiten erwähnt. Aber, sind unter diesen Umständen überhaupt
Jahreszeiten möglich? Da die Erde keine Achsneigung hat, also keine Neigung von Äquatorebene zur
Bahnebene, ist das meines Erachtens doch gar nicht möglich, oder?

Und die zweite Frage betrifft die Länge der Nacht in Stunden. Am Äquator selber müßte die Nacht doch
länger dauern als an den Polen, oder nicht? Der Weg der bei der kompletten Drehung der Erde am Äquator
zurückgelegt wird ist ja länger als der am Pol. Eigentlich weist der Pol ja nie direkt zur Sonne hin, somit
müßte dort doch eigentlich immer eine Art Dämmerzustand herrschen, aber weder Nacht noch Tag. Oder
täusche ich mich da?
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Bully »

Wenn die Zahnradschiene, auf der die Erde läuft, nicht gewunden ist, sollte es keine Jahreszeiten durch Erdneigung geben. Eventuell welche, die durch eine ovale Umlaufbahn entstehen, auf der sonnenfernen Kurve ist Winter, auf der sonnennahen Sommer.
Die Nächte sollten immer und überall gleich lang sein. Eine Umdrehung der Erde gleich 24 Stunden gleich rd. 12 h Nacht.
Außer an den Polen, wo so immer Dämmerung wäre.
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von deval »

Was genau meinst du mit -gewunden-?
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Bully »

deval hat geschrieben:Was genau meinst du mit -gewunden-?
Ohne Zeichnung und Ausdruckstanz:
normale Zahnräder sind "eben", d.h., wenn das Zahnrad horizontal liegt, liegen die Zähne auch horizontal.
Mit gewunden meine ich, dass die Zähne mal horizontal liegen, mal nach "oben" und mal nach "unten" geneigt sind, und dass die Neigungswechsel wellenförmig verlaufen, mit der horizontalen Neigung an Frühlings- und Herbstpunkt und dem Wellenberg bzw. -tal an den Sonnwendtagen, so dass das kleinere Zahnrad, die Erde, sich in wellenförmigen Schwingungen bewegt.
Ok, im mit richtigen Zahnrädern würde das nicht funktionieren, aber bei richtigen Zahnrädern würden noch ganz viele andere Sachen nicht klappen, wenn man aus ihnen ein Sonnensystem baut. :D
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von deval »

Ah, das ist natürlich ein Punkt.
Dann könnte auch an den Polen Tag und Nacht sein, jenachdem wie stark sich die Erde
durch das gewungene neigen kann.
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Ulrich »

Im Buch ist der Mechnismus nicht näher beschrieben. Vielleicht hat sich der Autor keine genaueren Gedanken darüber gemacht. Sollte das Sonnensystem wie ein Uhrwerk aufgebaut sein, müssten Bestandteile auch im Himmel zu sehen sein, was aber so nicht im Roman geschieht.
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Ulrich hat geschrieben:Im Buch ist der Mechnismus nicht näher beschrieben. Vielleicht hat sich der Autor keine genaueren Gedanken darüber gemacht. Sollte das Sonnensystem wie ein Uhrwerk aufgebaut sein, müssten Bestandteile auch im Himmel zu sehen sein, was aber so nicht im Roman geschieht.
Äh ... es ist quasi dauernd davon die Rede, dass Hethor die Schienen der Erde am Himmel sieht "wie zwei einwärts geneigte Hörner" und die des Mondes "wie einen silbrigen Faden".

Ich denke schon, dass Lake sich das richtig überlegt hat, aber er hats zugegeben nicht besonders gut beschrieben. Was vielleicht auch an der Übersetzung liegt, bei der mir - ohne das Original zu kennen - bereits ein paar grobe Schnitzer aufgefallen sind. Sowas ärgert mich, es wirkt schlampig, und man weiß nie, welche Info nicht richtig rüberkommt.

Ich habe aber auch eine Frage: Wie ist die "siderische Mitternacht" vorzustellen, für die ja Hethor ein ausgeprägtes Zeitgefühl hat? Verstehe ich das richtig: Es ist der Zeitpunkt, an dem das örtlich nächste Zahnrad des Äquatorkranzes in die Erdumlaufschiene greift?
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Bully hat geschrieben:Wenn die Zahnradschiene, auf der die Erde läuft, nicht gewunden ist, sollte es keine Jahreszeiten durch Erdneigung geben. Eventuell welche, die durch eine ovale Umlaufbahn entstehen, auf der sonnenfernen Kurve ist Winter, auf der sonnennahen Sommer.
Die Nächte sollten immer und überall gleich lang sein. Eine Umdrehung der Erde gleich 24 Stunden gleich rd. 12 h Nacht.
Außer an den Polen, wo so immer Dämmerung wäre.
Ich würde sagen, die Jahreszeiten haben eher was mit der Ekliptik der Erdumlaufbahn zu tun, die ebenso gut mit einer Schiene dargestellt werden kann.
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Bully »

Thomas Wawerka hat geschrieben:
Bully hat geschrieben:Wenn die Zahnradschiene, auf der die Erde läuft, nicht gewunden ist, sollte es keine Jahreszeiten durch Erdneigung geben. Eventuell welche, die durch eine ovale Umlaufbahn entstehen, auf der sonnenfernen Kurve ist Winter, auf der sonnennahen Sommer.
Die Nächte sollten immer und überall gleich lang sein. Eine Umdrehung der Erde gleich 24 Stunden gleich rd. 12 h Nacht.
Außer an den Polen, wo so immer Dämmerung wäre.
Ich würde sagen, die Jahreszeiten haben eher was mit der Ekliptik der Erdumlaufbahn zu tun, die ebenso gut mit einer Schiene dargestellt werden kann.
Ellipse. Auch, aber den Effekt, das auf der Nordhalbkugel Sommer ist und auf der Südhalbkugel Winter, kriegst Du nur mit Achsneigung zur Ebene der Umlaufbahn hin.
Siderisch heißt "auf die Sterne bezogen" und nicht auf die Sonne, d.h., ein siderischer Tag ist der Zeitraum, nach dem ein Stern wieder auf derselben Stelle über dem Horizont steht wie vorher (vom selben Punkt aus betrachtet), entspricht einer 360°-Drehung. Ist etwas kürzer als einen synodischer oder Sonnentag, weil sich die Erde in der Zeit von einem Mittag zum nächsten sich auch etwa ein Grad um die Sonne gedreht hat, so dass es eine 361°-Drehung ist.
Hilft das weiter?
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Thomas Wawerka
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Bully hat geschrieben:
Thomas Wawerka hat geschrieben:
Bully hat geschrieben:Wenn die Zahnradschiene, auf der die Erde läuft, nicht gewunden ist, sollte es keine Jahreszeiten durch Erdneigung geben. Eventuell welche, die durch eine ovale Umlaufbahn entstehen, auf der sonnenfernen Kurve ist Winter, auf der sonnennahen Sommer.
Die Nächte sollten immer und überall gleich lang sein. Eine Umdrehung der Erde gleich 24 Stunden gleich rd. 12 h Nacht.
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Ich würde sagen, die Jahreszeiten haben eher was mit der Ekliptik der Erdumlaufbahn zu tun, die ebenso gut mit einer Schiene dargestellt werden kann.
Ellipse. Auch, aber den Effekt, das auf der Nordhalbkugel Sommer ist und auf der Südhalbkugel Winter, kriegst Du nur mit Achsneigung zur Ebene der Umlaufbahn hin.
Siderisch heißt "auf die Sterne bezogen" und nicht auf die Sonne, d.h., ein siderischer Tag ist der Zeitraum, nach dem ein Stern wieder auf derselben Stelle über dem Horizont steht wie vorher (vom selben Punkt aus betrachtet), entspricht einer 360°-Drehung. Ist etwas kürzer als einen synodischer oder Sonnentag, weil sich die Erde in der Zeit von einem Mittag zum nächsten sich auch etwa ein Grad um die Sonne gedreht hat, so dass es eine 361°-Drehung ist.
Hilft das weiter?
Ist die Achsneigung nicht dasselbe wie die "schiefe" Ekliptik?
Ja, die Umlaufbahn ist auch eine Ellipse, aber ich glaube (auch?), das spielt keine so bedeutende Rolle für die Frage der Jahreszeiten. Die jeweils der Sonne (durch die Ekliptik) "mehr zugeneigte" Halbkugel kriegt einfach mehr Sonnenstrahlung in größerer Dichte ab als die andere Halbkugel und hat dann Sommer.
Im Buch wird die "siderische Mitternacht" immer mit dem Erdumlauf in Verbindung gebracht, deshalb dachte ich, es sei der Zeitpunkt, an dem das nächstgelegene Zahnrad des Äquators in die Erdumlaufschiene greift ...
... ist schon verwirrend alles.
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Olaf »

Die Ekliptik, also die Neigung der Erdachse, ist doch vor allem für die unterschiedlich langen Tg- und Nachtzeiten vernatwortlich, meine ich. Wenn die Achse gerade wäre, würden die Jahreszeiten nur durch die elliptische Kreisbahn um die Sonne bestimmt, wo aber Tage und Nächte immer gleich lang wären.
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Thomas Wawerka
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

Olaf hat geschrieben:Die Ekliptik, also die Neigung der Erdachse, ist doch vor allem für die unterschiedlich langen Tg- und Nachtzeiten vernatwortlich, meine ich. Wenn die Achse gerade wäre, würden die Jahreszeiten nur durch die elliptische Kreisbahn um die Sonne bestimmt, wo aber Tage und Nächte immer gleich lang wären.
Nee: http://de.wikipedia.org/wiki/Ekliptik
Ist aber auch logisch: Auf der sonnenzugeneigten Halbkugel fällt die Sonnenstrahlung viel konzentrierter ein, auf der sonnenabgewandten diffuser.
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Bully »

Ach, schon gut. Ich war verwirrt wegen Ekliptik "der Erdumlaufbahn".
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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von don redhorse »

Thomas Wawerka hat geschrieben: Ist aber auch logisch: Auf der sonnenzugeneigten Halbkugel fällt die Sonnenstrahlung viel konzentrierter ein, auf der sonnenabgewandten diffuser.
Auf der sonnenabgewandten Seite scheint AUCH die Sonne???
Das ist praktisch: mit war es nachts bisher zu dunkel. :rotfl:

Die Ekliptik ist die auf den Himmel projizierte Ebene der Planetenumlaufbahnen, primär natürlich dem Orbit der Erde. Der Äquator ist demgegenüber um 23,5 Grad geneigt. Die Jahreszeiten gibt es wegen dieser Achsneigung: wenn die nördliche Hemisphäre der Sonne zugewandt ist, ist es dort natürlich etwas wärmer, also Sommer. Das der Sommer auf der Südhalbkugel heißer ausfällt als der nördliche Sommer, sowie der südliche Winter kälter als der nördliche, hat damit zu tun, das sich die Erde während unserer Sommerphase weiter von der Sonne entfernt aufhält, als während des Südsommers. Daher ist die südliche Halbkugel auch von häufigeren, stärkeren Stürmen betroffen: das jahreszeitliche Temperaturgefälle ist größer, was bedeutet, das mehr Wärmeenergie umgesetzt wird.

Die Idee, das Konzept des Uhrwerk-Planetensystems in einem Roman zu beschreiben, ist faszinierend. Wird da irgendwo der zugrundeliegende Mechanismus genauer erläutert, also z.B. ob es sich um eine "natürliche" Sache handelt (so funktioniert das Roman-Universum halt), oder ob es sich um ein Konstrukt handelt (von Aliens, Gott, Menschen, whatever...)?
Kann man über die riesigen Zahnräder und -kränze eigentlich ins All gelangen? Und wie überqueren Menschen den äquatorialen Zahnrad, der ja ein prächtiges Gebirge bilden muss? Macht das eigentlich Lärm, wenn sich die Erde über die riesige Zahnschiene bewegt? Wie verhält sich die Tages- zur Jahreslänge?
Immerhin legt ein Punkt auf dem Äquator täglich 40000 km zurück, die Erde aber bewegt sich pro Tag um mehr als 2,5 Mio km um die Sonne herum. Gibt es da eine Art Übersetzungsgetriebe, oder ist der Erdorbit um die Sonne herum nur etwas mehr als 2,3 Mio km weit, damit Tageslänge, Jahreslänge und Erdumfang korrespondieren?

Ich liebe sorgfältig konstruierte Universen. Das Uhrwerk-System klingt bizarrer als China Mievilles "Ein Jahr in der linearen Stadt".
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet."
Roy Batty in Blade Runner


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Re: Fragen zu: Jay Lake - Die Räder der Welt

Ungelesener Beitrag von Thomas Wawerka »

don redhorse hat geschrieben:
Thomas Wawerka hat geschrieben: Ist aber auch logisch: Auf der sonnenzugeneigten Halbkugel fällt die Sonnenstrahlung viel konzentrierter ein, auf der sonnenabgewandten diffuser.
Auf der sonnenabgewandten Seite scheint AUCH die Sonne???
Ich schrieb: "zugeneigte Halbkugel" (besser wäre gewesen: Hemisphäre), nicht: "zugewandte Seite". Durch die schräg stehende Achse ist im Lauf des Jahres mal die nördliche, mal die südliche Hemisphäre der Sonne stärker zugeneigt als die jeweils andere ... ach so, ich schrieb auch "auf der sonnenabgewandten" ... naja. :kaffee_muede:
don redhorse hat geschrieben:Die Idee, das Konzept des Uhrwerk-Planetensystems in einem Roman zu beschreiben, ist faszinierend. Wird da irgendwo der zugrundeliegende Mechanismus genauer erläutert, also z.B. ob es sich um eine "natürliche" Sache handelt (so funktioniert das Roman-Universum halt), oder ob es sich um ein Konstrukt handelt (von Aliens, Gott, Menschen, whatever...)?
Kann man über die riesigen Zahnräder und -kränze eigentlich ins All gelangen? Und wie überqueren Menschen den äquatorialen Zahnrad, der ja ein prächtiges Gebirge bilden muss? Macht das eigentlich Lärm, wenn sich die Erde über die riesige Zahnschiene bewegt? Wie verhält sich die Tages- zur Jahreslänge?
Immerhin legt ein Punkt auf dem Äquator täglich 40000 km zurück, die Erde aber bewegt sich pro Tag um mehr als 2,5 Mio km um die Sonne herum. Gibt es da eine Art Übersetzungsgetriebe, oder ist der Erdorbit um die Sonne herum nur etwas mehr als 2,3 Mio km weit, damit Tageslänge, Jahreslänge und Erdumfang korrespondieren?
1. Es ist ja ne Trilogie, wiedermal. Ich bin mit dem 1. Band noch nicht ganz fertig, aber bis jetzt steht nur die Frage im Raum, ob dieses Universum a) natürlichen Ursprungs, b) von Gott geschaffen oder c) von den "Uhrmachern" geschaffen wurde - wer immer Letztere auch sein mögen. Der Protagonist glaubt fest an b); ich meine insgesamt eine Tendenz zu c) zu erkennen.

2. Die Erde soll eine Achse haben, die an den Polen austritt. Um diese Achse herum muss sich (im Erdinneren wahrscheinlich) eine Feder spannen. Diese muss aufgezogen werden. Den Schlüssel dafür zu finden ist der Auftrag des Erzengels Gabriel an den jugendlichen Protagonisten Hethor. Hethor verfügt über einen absoluten Zeitsinn und bemerkt, dass die siderische Mitternacht zu spät eintritt und der Mechanismus nicht mehr "rund läuft". Irgendetwas stimmt also mit dem Mechanismus tatsächlich nicht.

3. Ins All kann man nicht gelangen - das ginge ja nur über einen Äquator-Zahn in dem Moment, in dem er Kontakt mit der Erdumlaufschiene hat, und da würde man zerquetscht werden.

4. Der Äquatorkranz bildet ein außerordentlich mächtiges Gebirge. Hethor überquert ihn. Oben auf dem Gebirge ist alles aus eiskaltem Messing.

5. Es macht nen Höllenlärm.

6. Tages- und Jahreslänge scheinen wie bei uns zu sein.

7. Zu den letzten Fragen: Die habe ich mir ähnlich gestellt. Müssten die Zacken des Äquatorkranzes und der Erdumlaufschiene eine exakte Größe haben, oder wär das egal? :kopfkratz:


Der Weltentwurf ist schon faszinierend. Leider kann die Story nicht mithalten. Ich lese ohne große Begeisterung weiter, eigentlich nur, um das Buch zuende zu bringen - ich mag es nicht, Bücher halb gelesen liegen zu lassen. Eine Reihe Zufälligkeiten, und der Protagonist stolpert mehr durch diese Welt als zielgerichtet etwas zu unternehmen, und von den Antagonisten weiß man nicht einmal, ob es Antagonisten sind. Coole Idee, aber für meinen Geschmack ein bisschen zu fade ausgeführt.
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