... Natürlich kann es immer noch sein, dass es sich um eine absichtsvoll von Martin gelegte falsche Fährte handelt — aber um eine solche dem Leser zunächst mal glaubhaft zu machen, wäre ein blonder Baratheon-Bastard ja eher kontraproduktiv. Auf jeden Fall würde es dem zentralen Spannungsmoment (also dem, dass einige Figuren familiär gesehen wahrscheinlich nicht das sind, was sie zu sein glauben oder vorgeben) erheblich schaden.[/quote] Das habe ich doch gemeint; dass man sich auf die "Stark-Mendel-Regeln" eben zu sehr verlässt.Anubizz hat geschrieben: ...
Ein blonder Mann, den niemand für einen Barathonbastard hält, entpuppt sich als genau das*, und außerdem als getreuer Parteigänger seiner adeligen Verwandten. In einer Situation, wo man auf ganz andere Loyalitätetn gesetzt hatte. Oder aus menschlicher Enttäuschung als erbitterter Gegner derselben, je nachdem. Wenn nicht nur seine Umgebung, sondern auch der Leser an das wohletablierte System familiärer Ähnlichkeiten akklimatisiert wurde, trägt das vllt. etwas mehr zum Überraschungseffekt bei, als wenn Nebencharakter #365 sich einfach als Doppelagent entlarvt. Kann GRRM natürlich nicht machen, solange er die falsche Fährte legt...
*Oder, statt blonder Baratheon-Bastard, nimm eine andere Kombination.



