ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

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Nina
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ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Nina »

ParCon ist das wichtigsten Phantastik-Festival der Slowakei und von Tschechien. Es macht Tendenzen im Fandom sichtbar und wird von den wichtigsten Persönlichkeiten der hiesigen phantastischen Szene besucht. Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung des Karel-apek-Preises, des bedeutendsten Phantastikpreises der veranstaltenden Länder.
Außerdem sind wichtige Bestandteil des Events eine Ausstellung, Gespräche mit Schriftstellern, literarische Wettbewerbe, Spiele, Workshops und Vorträge. Es gibt eigene Bereiche für Fantasy, Horror und Science-Fiction.

Bild

Datum: 21. – 23. September 2012
Veranstaltungsort: Trnavské Mýto 1, 832 90 Bratislava, Slowakei

Link: http://www.parcon.sk und http://www.parconfestival.cz
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Nina
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Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Nina »

Dschinnie
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Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Dschinnie »

Schöner Beitrag, Nina :) Sieht aus, als habe es Spaß gemacht. Und so nah! Von hier aus ist ja (beinahe) alles gleich weit weg :(
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Nina
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Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Nina »

Ja, hat auf jeden Fall Spaß gemacht! Genau so was in deutscher Sprache und auch so nahe bei Wien wärs halt ...
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Frank Böhmert

Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

Nina hat geschrieben:Ich habe mir das mal angesehen:
http://www.scifinet.org/scifinetboard/b ... ratislava/
Danke für den Bericht! Das ist ja wirklich bei euch nebenan. Vielleicht könnt ihr ja nächstes Mal dort einen Kaffeeklatsch mit Berichten aus der deutschsprachigen Szene veranstalten? Dann gäbe es immerhin schon einen Programmpunkt auf Englisch!
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Nina
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Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Nina »

Es hat an und für sich was auf Englisch gegeben (vielleicht auch mehr, aber es ist recht mühsam, das rauszufinden, das hatte ich mir im Vorfeld per Facebook erfragt) und zwar hatten sie Ishikawa von Ghost in The Shell eingeladen. Nur war das Panel dann irgendwie nicht. Oder nicht dort, wo es angekündigt war oder - was am wahrscheinlichsten ist - sie sind dem Zeitplan hinterhergehinkt. Ich hatte da aber auch nicht die Geduld, mehr als zwei Mal nachsehen zu gehen, zumal meine beiden Begleiter das Panel ohnehin verweigert hatten und stattdessen gemütlich bei einem Bier rumsaßen.
Aber ich weiß, wie das auf Cons ist, so was kommt immer vor (ab einer nennenswerten Zahl an Panels ist das "Immer" durchaus wörtlich zu nehmen) und fällt meist auch gar nicht so auf. Blöd halt, wenn man genau das eine sehen wollte, daher will ich das auch gar nicht so breit treten. Sonst ist ja alles klasse organisiert, selbst so Details, die man allgemein nicht beredet, von der bewachten Garderobe bis zum regelmäßigen Mülleimerentleeren. (Es stört nur, wenn es nicht getan wird.)

Ob man da so leicht ein Panel bekommt, ist schon so eine Sache. Das Ding war ja nicht schlecht besucht und es fahren auch die ganzen Tschechen rüber (ich glaube, die wechseln sich auch als Gastgeber ab, so ganz habe ich das nicht verstanden, wie das mit Parcon und Istrocon jetzt genau ist), also ob man da nur sagen muss: "Hi, hier bin ich, die lustige Nina!" und kriegt ne Stunde, das würde ich mal zu bezweifeln wagen. Allein wenn man sieht, wie beliebt Unterschriften von ihren Autoren waren ... Und selbst wenn: Ich habe ehrlich gesagt nicht so die Ambitionen nach "Gesamtüberblicken". Zumal das vor allem die konsumieren, die da selbst drin sind (nicht die, für die das was Neues wäre) und jeder ja dann so viel beleidigt ist (mindestens zehn Jahre lang, was glaubst Du, hatte ich für einen Zirkus, als ich nur mal in der Space View als lustiger Trekkie abgebildet war und einen Satz sagen durfte - Zeter und Mordio wegen Nichtwürdigung von ach so Wichtigem ...), wenn sein Club mit ganzen zwei Mitgliedern an der Zahl nicht gewürdigt u.ä. Ich habe neulich einen Artikel auf Englisch über das österreichische Fandom geschrieben und glaub mir, ich habe dabei meine sämtlichen Sünden abgebüßt. Man kommt einfach schnell vom Hundersten ins Tausendste, möchte irgendwie alles ganz toll darstehen lassen, kommt aber drauf, dass manches eigentlich eine Schande ist, also kurz gesagt: Es ist kompliziert. (Übrigens war das ein ganz witziger Deal, dafür soll noch eine Geschichte übersetzt werden, was ja mein großer Traum ist.)

Aber ich denke natürlich viel über solche Sachen nach, also ich schiebe das nicht prinzipiell weg. Gerade Österreich hat ja eine völlig desolate Fanszene und was gemacht wird, ist meist der kärgliche Überrest von dem, was noch von 1970 oder so übrig geblieben ist.

Nachdem ich mal die Lage bei unseren Nachbarn "ausgekundschaftet" habe (mir wurde auch wieder eine neue Con nahe gelegt, aber die scheint wirklich nur aus tschechischen Panels zu bestehen - keine Händlerstände, Konsolenspiele u.ä. Zeitvertreibe, die man auch als Fremdsprachiger genießen kann - thematisch aber wohl tatsächlich mehr meins, also so für Phantastikautoren, wenn da nicht das "kleine" Problem mit der tschechischen Sprache wäre ...), wird das nächste Mal wohl wieder der Eurocon fällig. Da waren ja vor mir dieses Jahr auch laut den anderen Fans schon lange keiner meiner Landleute mehr. Vielleicht schaffe ich es ja, als Delegierte hinzugehen (letztes Jahr war ich halt dort und wusste gar nicht so recht, was mich da erwartet) und sinnvoll was vorzubringen.
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Frank Böhmert

Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

Nina hat geschrieben:also ob man da nur sagen muss: "Hi, hier bin ich, die lustige Nina!" und kriegt ne Stunde, das würde ich mal zu bezweifeln wagen
Unterschätz dich mal nicht. Und ich habe zu oft offene Türen eingerannt, um in Sachen Mal-anklopfen noch skeptisch zu sein.
Nina hat geschrieben:was glaubst Du, hatte ich für einen Zirkus, als ich nur mal in der Space View als lustiger Trekkie abgebildet war und einen Satz sagen durfte - Zeter und Mordio wegen Nichtwürdigung von ach so Wichtigem ...
Ja, für sowas braucht man einen gedanklichen Regenmantel, an dem die Galle abläuft. Ich sage mir immer: Wer sich darüber freut, erwähnt zu werden, besitzt eine gesunde Portion Narzissmus; wer sich darüber ärgert, nicht erwähnt worden zu sein, dürfte viel Gewinn aus einer Psychotherapie ziehen.

Ich habe hier in Berlin mal ein, zwei Kneipen-Literaturabende für den Schriftstellerverband veranstaltet, für die sich die Kollegen bewerben mussten (so richtig mit vorher eingereichten Texten, oh Schreck), und klar gemacht, dass nicht jeder automatisch genommen werden wird - da wurde auch arg mit mir geschmollt. Das Publikum hatte aber einen schönen Abend, weil es nicht einer verdeckten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beiwohnen musste, sondern einen aufeinander abgestimmten Reigen von Appetithappen präsentiert bekam. Danach haben sie es ohne mich anders gemacht und die Veranstaltungsreihe an die Wand gefahren, tja.
Nina hat geschrieben:also kurz gesagt: Es ist kompliziert.
Oder vielleicht auch nur schwer. :wink:

Anyway. Ist ja auch schön, einfach auf nen Con zu fahren und Bier zu trinken und zu quatschen! Mache ich auch am liebsten.
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Nina
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Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Nina »

Unterschätz dich mal nicht. Und ich habe zu oft offene Türen eingerannt, um in Sachen Mal-anklopfen noch skeptisch zu sein.
Sicher, wenn man einen Plan hat, funktioniert es vielleicht. Zumal ich ja ein paar Leute jetzt kenne, also schon vom Eurocon. Mich würde aber wenn dann so was eine Lesung mehr reizen, wenn denn mal was übersetzt ist.
Jedenfalls dürften sie so keinerlei Schwierigkeiten haben, an Panels zu kommen. Ich stelle mir eher das Gegenteil vor.
Ja, für sowas braucht man einen gedanklichen Regenmantel, an dem die Galle abläuft. Ich sage mir immer: Wer sich darüber freut, erwähnt zu werden, besitzt eine gesunde Portion Narzissmus; wer sich darüber ärgert, nicht erwähnt worden zu sein, dürfte viel Gewinn aus einer Psychotherapie ziehen.
Ich kann es ja nachvollziehen, ein bisschen Enttäuschung ist bei mir beispielsweise bei Anthologien, wenn fünf Namen genannt werden und ich unter "und andere Autoren" im Klappentext laufe. Aber das ist halt so. - Am wenigstens verstehe ich es aber, wenn man gar nicht für das jeweilige Projekt in irgendeiner Form zusammengearbeitet hat. Nur weil ich wen kenne ... Da kann man ja in gar keinen Club mehr eintreten, wenn das dann in allen Artikeln und Interviews ein Thema sein soll. Ich bin da aber ohnehin weg, aber vor allem aus anderen Gründen, aber das war noch so eine Sahnehäubchen des Ärgers.
Ich habe hier in Berlin mal ein, zwei Kneipen-Literaturabende für den Schriftstellerverband veranstaltet, für die sich die Kollegen bewerben mussten (so richtig mit vorher eingereichten Texten, oh Schreck), und klar gemacht, dass nicht jeder automatisch genommen werden wird - da wurde auch arg mit mir geschmollt. Das Publikum hatte aber einen schönen Abend, weil es nicht einer verdeckten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beiwohnen musste, sondern einen aufeinander abgestimmten Reigen von Appetithappen präsentiert bekam. Danach haben sie es ohne mich anders gemacht und die Veranstaltungsreihe an die Wand gefahren, tja.
Ich habe mich anfangs immer gewundert, dass bislang nur eine Lesungsveranstalterin die Texte tatsächlich vorher sehen wollte. Ich hätte die immer hergezeigt und das wurde dann auch abgelehnt. - Wobei ich es verstehe, wenn man die Leute schon kennt. Ob da die eine Geschichte einen Tacken spannender ist als die andere, fällt dann beim Vorlesen auch nicht so ins Gewicht. Und wenn gewisse Verlage dahinterstehen, geht es auch - ich denke mal an Cons (wo das Vorablesen ohnehin den Rahmen sprengen würde), aber wenn die üblichen Verleger einen Autor hinschicken, dann wird das auch was.

Das größte Problem sehe ich aber als Gast, wenn die Zeitbegrenzung lasch gehandhabt wird. Bei mehreren Autoren geht das gar nicht, die sind so schon gegen Ende anstrengend (unabhängig von Qualität und Thematik, einfach, weil man nicht so lange aufmerksam bleiben kann) und wenn da jeder bloß 10 Minuten länger macht, sind schnell 1-2 Stunden dahin.
Oder vielleicht auch nur schwer.
Das auch. Ein gepflegtes Englisch geht mir auch nicht so leicht von der Hand, dazu sind sinnvolle Zusammenfassungen eine Sisyphosarbeit. Und ich hätte vor allem die Befürchtung, dass sich eben nicht die das anhören, für die das gedacht ist, sondern halt die paar Landsleute (so sie da sind), die dann dauernd rumdiskutieren und das wird dann wirklich mühsam. Man will ja was vortragen und nicht dauernd irgendwelche Einwände haben, dass man was vergessen hat usw..

Wobei es mal interessant wäre, zu erfahren, ob es umgekehrt deutsche Fans gäbe, die sich bei einer Con in Deutschland (die nicht die Eurocon ist) einen Slowaken/Polen/Russen/Irländer etc. anhören würden, der die Fanszene seines Landes auf Englisch vorstellt. Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so wirklich vorstellen, dass da großer Andrang wäre. Und damit würde ich schon mehr als fünf Personen meinen, die eben aus Deutschland/Österreich/Schweiz sind und nicht solche, die Begleitpersonen zum Vortragenden sind.
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Frank Böhmert

Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

Nina hat geschrieben:Das größte Problem sehe ich aber als Gast, wenn die Zeitbegrenzung lasch gehandhabt wird.
Absolut! Das war für mich als Veranstalter auch einer der Gründe, warum ich die Texte vorher sehen wollte. Wenn dann schon zu viel Menge kam, als man überhaupt in zehn Minuten lesen konnte, war ich vorgewarnt. Eine Dichterin war klasse. Die sagte: Frank, wenn ich lese, komme ich in einen Rausch, also bleib bei mir und brems mich, wenn meine Zeit rum ist! Was dann gar nicht so einfach war, weil sie wirklich voll den Tunnelblick bekam und zum Beispiel auf unauffälliges Anstupsen oder Armstreicheln überhaupt nicht reagierte - am Ende sehr zur Freude des Publikums. Und da sie sich ja selbst so gut einschätzen konnte, hatten wir dann auch auf der Bühne gelacht über meine immer dreisteren Interventionen - sie bekam trotz schwieriger Gedichte einen Riesenapplaus. :lol:
Nina hat geschrieben:Wobei es mal interessant wäre, zu erfahren, ob es umgekehrt deutsche Fans gäbe, die sich bei einer Con in Deutschland (die nicht die Eurocon ist) einen Slowaken/Polen/Russen/Irländer etc. anhören würden, der die Fanszene seines Landes auf Englisch vorstellt. Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so wirklich vorstellen, dass da großer Andrang wäre. Und damit würde ich schon mehr als fünf Personen meinen, die eben aus Deutschland/Österreich/Schweiz sind und nicht solche, die Begleitpersonen zum Vortragenden sind.
Da ist was dran. Ich wäre wahrscheinlich neugierig. Aber ich lese auch immer wieder gern Autoren, die außer wenigen Spezialisten kein Schwein (mehr) kennt.
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Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

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Frank Böhmert hat geschrieben:
Nina hat geschrieben:Wobei es mal interessant wäre, zu erfahren, ob es umgekehrt deutsche Fans gäbe, die sich bei einer Con in Deutschland (die nicht die Eurocon ist) einen Slowaken/Polen/Russen/Irländer etc. anhören würden, der die Fanszene seines Landes auf Englisch vorstellt. Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so wirklich vorstellen, dass da großer Andrang wäre. Und damit würde ich schon mehr als fünf Personen meinen, die eben aus Deutschland/Österreich/Schweiz sind und nicht solche, die Begleitpersonen zum Vortragenden sind.
Da ist was dran. Ich wäre wahrscheinlich neugierig. Aber ich lese auch immer wieder gern Autoren, die außer wenigen Spezialisten kein Schwein (mehr) kennt.
Ich würde es mir auch _nicht_ anhören.
Ein Panel europäischer SF/F-Kleinverlage aber, die darüber diskutieren, wie man zusammenarbeiten könnte oder wie die Lage von eingeborenen SF-Autoren ist - da würde ich hingehen.
"Alles, was es wert ist, getan zu werden, ist es auch wert, für Geld getan zu werden."
(13. Erwerbsregel)
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Re: ParCon in Bratislava, 21.-23.9.2012

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Eine Dichterin war klasse. Die sagte: Frank, wenn ich lese, komme ich in einen Rausch, also bleib bei mir und brems mich, wenn meine Zeit rum ist! Was dann gar nicht so einfach war, weil sie wirklich voll den Tunnelblick bekam und zum Beispiel auf unauffälliges Anstupsen oder Armstreicheln überhaupt nicht reagierte - am Ende sehr zur Freude des Publikums.
Ich kenne ein Poetry Slam, wo die Teilnehmer eigentlich unter zehn Minuten lesen sollen. Bis zu zwei Minuten dürfen sie überziehen, allerdings werden sie ab dann von der Moderatorin mit der Fliegenklatsche geschlagen. Natürlich machen sich viele schon einen Spaß und lesen absichtlich genau 11-12 Minuten, aber das Ziel ist auf jeden Fall erreicht. Plötzlich geht das mit dem genauen Timen!
Wobei das Timen mit Gedichten an und für sich ja relativ leicht ist. Das probt man halt und liest ggf. eines mehr oder eines weniger. Ich finde es aber schwer, bei Texten mit Handlung bei 10 Minuten zu bleiben - auch wenn man nicht die ganze Geschichte lesen, braucht man irgendein sinnvolles Stück draus. Wobei ich mich schon zwei Mal bei Vorlesewettbewerben geärgert habe, erst habe ich mir einen ganz kurzen Text gesucht, dann durfte man doch wegen zu wenig Teilnehmer länger. Da ich mich mit einem bestimmten Text beworben hatte, konnte ich aber nicht mehr aus und klar waren die anderen dann besser. Irgendwo ab zehn Minuten Lesezeit ist ja der Knackpunkt, wo eine Kurzgeschichte eine nennenswerte Handlung bekommt. Und ich wollte halt damit punkten, dafür eine "ganze" Geschichte zu haben - die anderen hätte nur einen Auszug gehabt, ohne nachträgliche Regeländerung ...
Ich würde es mir auch _nicht_ anhören.
Ein Panel europäischer SF/F-Kleinverlage aber, die darüber diskutieren, wie man zusammenarbeiten könnte oder wie die Lage von eingeborenen SF-Autoren ist - da würde ich hingehen.
Ich muss auch gestehen: Ich habe mir das am Eurocon angehört, wie die Delegierten der Reihe nach kamen und ihr Fandom vorgestellt haben. Das war interessant und nebenbei durch die ganz unterschiedlichen Charaktere, die da auftraten, auch abwechslungsreich und unterhaltsam. Aber irgendwen, der eine Stunde lang irgendwas aus dem Fandom eines einzelnen Landes vorgestellt hat, habe ich mir auch nicht gegeben.
So ein Panel wie Diboo meint, könnte ich mir gut vorstellen. Eine Diskussionsrunde ist sicherlich interessant (erfordert aber wohl auch eine Art von Moderation). Man bräuchte aber gar nicht dann sagen wir mal vier Verleger, es würde sogar interessanter werden, wenn man eben nicht vier Verleger ähnlich großer Verlag mit ähnlichem Programm hat, sondern eben sagen wir mal einen Verleger, der schon ein bisschen besser dasteht, einen eines Miniverlags bzw. Fanzinemacher, einen Autor, einen Übersetzer ... oder wie immer man die Runde halt zusammenbekommt, da gäbe es ja viele Kombinationsmöglichkeiten. Ich denke allerdings, dass das wohl ein Panel wäre, für das die Initiative von den Conbetreibern ausgehen müsste.
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