Themenschwerpunkte in der Geschichte der SF

Das Science-Fiction-Forum für alles, was den SF-Fan interessiert und bewegt!
Benutzeravatar
timetunnel
True-Fan
True-Fan
Beiträge: 221
Registriert: 18. Februar 2012 09:12

Re: Themenschwerpunkte in der Geschichte der SF

Ungelesener Beitrag von timetunnel »

Stefanie hat geschrieben:Ich dachte, Superhelden-Verfilmungen / Comic-Verfilmungen laufen in den letzten Jahren so gut wie nie zuvor
Da hast du Recht. Die Comicverfilmungen hatte ich einfach völlig vergessen. Viele davon sind sehr erfolgreich, man denke nur an The Avengers vom letzten Jahr.
Stefanie hat geschrieben:
Was ist mit gesellschaftlichen Entwicklungen? Was tut sich da im SF-Bereich? Ein Roman, der die aktuelle Finanzkrise weiterdenkt, klingt thematisch erst mal staubtrocken, aber wenn der richtige Autor zur richtigen Zeit mit der richtigen Idee...
Wär das nicht auch wieder so ein plot "die Gefahren des Kapitalismus"?
Irgendwelche neuen Ideen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sind mir länger nicht untergekommen. Ich kenne eigentlich nur "wir denken den Kapitalismus weiter" und "wir denken den Kommunismus weiter", beides mündet gerne in irgendeine Form von Diktatur :D
Ja, so etwas in die Richtung meinte ich :) Mein Finanzkrise-Beispiel war vielleicht schlecht gewählt bzw. unausgegoren formuliert. Ich dachte an Geschichten, die, was zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen angeht, mal was überraschend Neues bringen, das aber von heute aus extrapolieren. Aber da erwarte ich auch vielleicht zu viel, weil da inzwischen das meiste sowieso schon gedacht und geschrieben worden ist. Andererseits: wo bleibt der erste richtige SF-Roman über (das klingt jetzt wieder oberstaubtrocken) Gemeingüter? Hier, aus der Wikipedia:
Der Autor Jeremy Rifkin vertritt die These, dass in Zukunft Netzwerke an die Stelle der Märkte treten und die Verfügbarkeit (engl. access) den Konsum ersetzen werde.
Daraus müsste sich doch eine gute Story stricken lassen...
Benutzeravatar
breitsameter
Ghu
Ghu
Beiträge: 12510
Registriert: 25. Dezember 2001 00:00
Bundesland: Bayern
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: »Carl's Doomsday Scenario: Dungeon Crawler Carl 2« von Matt Dinniman
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Themenschwerpunkte in der Geschichte der SF

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Stefanie hat geschrieben:
Wie wäre es mit Biopunk? :) Romane wie "Biokrieg" von Paolo Bacigalupi. Die Nanotechnologie ist immer noch ein heißes Thema.
Biopunk, das könnte gut sein. Vorm Klonen haben die Menschen schon seit Ewigkeiten Angst und Gentechnologie entwickelt laufend Dinge, die von vielen Leuten als "widernatürlich" empfunden werden ... ja, mal sehen, ob Biopunk es schafft. Auf Shelleys Karte steht zB "Gattaca" im Moment noch ganz allein und unmotiviert rum.
Ein Problem der Karte (dass das da alleine rumsteht), nicht der SF. Ein etwas vergessenes Beispiel, aber dafür sehr extremes Beispiel für Biotechnologie ist Wolfgang Jeschkes »Meamones Auge«.
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
Stefanie
True-Fan
True-Fan
Beiträge: 192
Registriert: 13. August 2012 17:35
Land: Deutschland

Re: Themenschwerpunkte in der Geschichte der SF

Ungelesener Beitrag von Stefanie »

Ich hab auch Mist erzählt, ist mir nachträglich aufgefallen, Gattaca steht immerhin neben Jurassic Park.
Ich hatte mir die rechte Seite der Karte angeschaut und mich gefragt, ob der Künstler da absichtlich oder unbewusst angedeutet hat, wie die SF weiterwachsen könnte.
On the edge sind die TV-Serien (joah, die wird es wohl weiterhin geben).
Wenn ich die Karte richtig verstehe, dann behauptet die, in Buchform würde "New Space Opera" und "Cyberpunk" mit seinen Derivaten seit 1990 dominieren. Naja, ob das so hinkommt?
Biopunk ist da noch gar nicht aufgeführt, das müsste sich ja ebenfalls von Neuromancer ableiten. Biopunk hatte Shelley 2009 (von da ist die Karte) wohl noch nicht auf dem Radar.
Ein etwas vergessenes Beispiel, aber dafür sehr extremes Beispiel für Biotechnologie ist Wolfgang Jeschkes »Meamones Auge«.
Danke für den Tipp!
Antworten