Neues aus der Mathematik
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Neues aus der Mathematik
Die Zeichen von "+" und "-" in der Algebra gibt es erst seit ein paar 100 Jahren, sagt der Astrophysiker Mario Livio in seinem Blog: Die Geschichte von + und -
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Re: Neues aus der Mathematik
ein halbes Jahrtausend find ich persönlich schon ausreichen lang …

- Gernot
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Re: Neues aus der Mathematik
Die heute algebraische Notation mit + und - ist das Ergebnis einer Art von Evolutionsprozess. Sie ist sicher besser als das, was es in der Antike gegeben hat. Der Mathematiker Diophantos hatte schon ein System, Gleichungen "algebraisch" zu notieren, dieses bestand allerdings aus Abkürzungen griechischer Wörter und war nur schwer leserlich. Vor Diophant formulierte man mathematische Probleme ohnehin nur verbal oder geometrisch. So konnte man die Möglichkeit, durch reine Rechnerei auf neue Zusammenhänge zu kommen, nicht nutzen.
Das heutige System erlaubt viel besser, mit algebraischen Ausdrücken zu operieren, zu rechnen und neue Zusammenhänge zu sehen. Trotzdem ist es nicht der Weisheit letzter Schluss. Das schließe ich aus meiner Erfahrung als Mathematiklehrer:
In Aufgaben, die algebraische Umformungen erfordern, sind mindestens 90% aller Rechenfehler falsch gesetzte + bzw. -.
Vielleicht wäre für das händische Rechnen mit Formeln (das heute allerdings dank ausgereifter Computer-Algebrasysteme zusehens weniger wichtig wird) eine andere Notation besser, z. B. ähnlich wie bei Brüchen, dass man alle Größen mit + oben schreibt und alle mit - unten, oder dass man zur alten kaufmännischen Notation zurückgeht mit "roten Zahlen". Auch die Gleichheit des Minus als Vor- und Rechenzeichen ist zwar rechentechnisch gerechtfertigt, führt aber zu mancherlei Verwirrung.
Nachdem das jetztige System bereits so fest etabliert ist, dürfte eine grundlegende Änderung schwierig sein. Außerdem kann man nie sicher sein, ob es nicht eine "Verschlimmbesserung" wird. (Ich denke da an manche Details der Rechtschreibreform ...)
Das heutige System erlaubt viel besser, mit algebraischen Ausdrücken zu operieren, zu rechnen und neue Zusammenhänge zu sehen. Trotzdem ist es nicht der Weisheit letzter Schluss. Das schließe ich aus meiner Erfahrung als Mathematiklehrer:
In Aufgaben, die algebraische Umformungen erfordern, sind mindestens 90% aller Rechenfehler falsch gesetzte + bzw. -.
Vielleicht wäre für das händische Rechnen mit Formeln (das heute allerdings dank ausgereifter Computer-Algebrasysteme zusehens weniger wichtig wird) eine andere Notation besser, z. B. ähnlich wie bei Brüchen, dass man alle Größen mit + oben schreibt und alle mit - unten, oder dass man zur alten kaufmännischen Notation zurückgeht mit "roten Zahlen". Auch die Gleichheit des Minus als Vor- und Rechenzeichen ist zwar rechentechnisch gerechtfertigt, führt aber zu mancherlei Verwirrung.
Nachdem das jetztige System bereits so fest etabliert ist, dürfte eine grundlegende Änderung schwierig sein. Außerdem kann man nie sicher sein, ob es nicht eine "Verschlimmbesserung" wird. (Ich denke da an manche Details der Rechtschreibreform ...)
Das Fliegen wird erst möglich, wenn zuvor vom Fliegen geträumt wurde. (Stanislaw Lem)
https://schatzdorfer-graz.at/Gernot
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Re: Neues aus der Mathematik
Hätte ich das damals in der Schule gelernt, hätte ich später nicht so große Probleme mit der Multiplikation von großen Zahlen gehabt, bevor es den Taschenrechner gab:
Link: https://www.youtube.com/watch?v=
Finde ich interessant!
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Re: Neues aus der Mathematik
Dann probier mal nach der Methode 998 mit 879 zu multiplizieren.
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Re: Neues aus der Mathematik
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Re: Neues aus der Mathematik
Wahnsinn, als ich den Threadtitel gelesen hab, hatte ich sofort einen Tom Lehrer - Flashback (hands up, wer auch schon mal versucht hat den Element-Song mitzusingen). Aber der Thread hat mich an seinen Song "New Math" erinnert ... die Originalaufnahmen gibt es wohl nicht mehr, aber dieses Video hier hat ein genügend hohes Nerdlevel:
Link: https://www.youtube.com/watch?v=
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Re: Neues aus der Mathematik
Das ist cool ... wobei ich gerade echt grübeln muss, warum das so funktioniert, wie es funktioniertKhaanara hat geschrieben:Hätte ich das damals in der Schule gelernt, hätte ich später nicht so große Probleme mit der Multiplikation von großen Zahlen gehabt, bevor es den Taschenrechner gab:
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- Gernot
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Re: Neues aus der Mathematik
Das ist cool ... wobei ich gerade echt grübeln muss, warum das so funktioniert, wie es funktioniert
[/quote]
Funktioniert an sich wie das gewöhnliche Multiplizieren mit dem versetzten Untereinanderschreiben, nur dass die Teilmultiplikationen durch Abzählen der Schnittpunkte erledigt werden, deshalb braucht man kein kleines Einmaleins.
Funktioniert an sich wie das gewöhnliche Multiplizieren mit dem versetzten Untereinanderschreiben, nur dass die Teilmultiplikationen durch Abzählen der Schnittpunkte erledigt werden, deshalb braucht man kein kleines Einmaleins.
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