Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Science Fiction in Buchform
Guido Latz
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Guido Latz »

Natürlich verkaufe ich auch preiswerte eBooks. Aber für den Umsatz sorgen die nicht...
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Bully
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Bully »

Valerie J. Long hat geschrieben:
Bully hat geschrieben:Ich hoffe, ich trete keinem auf die Zehen, wenn ich sage, dass Bücher zum Selbstkostenpreis zu verkaufen eher ein Hobby ist.
Wie viele Autoren können wirklich vom Schreiben allein leben? Den Zahn hat Andreas mir auf seiner Homepage schon gezogen, bevor ich angefangen habe. :roll:
Auch, wenn Du semiprofessionell schreibst und "nebenbei" layoutest und Werbung machst, irgendwer lektoriert Dich, und der/die ist "Hobbylektor"?
Ich habe schon ein paar Schriften gesehen, die auf reiner "Hobbybasis" entstanden sind, und da merkte ich nicht nur den Unterschied zur ordentlichen Arbeit, sondern es tat teilweise schon weh (am "besten" war ein Werk, wo wohl Word das Lektorat übernommen hatte, und gelegentlich "ist" und "ich" verwechselt waren, aber das hatte noch ganz andere Probleme...), jedenfalls stellte sich mir da die Frage, ob ich die nicht vllt. doch nachgeschmissen bekommen will.

Ob Du _nur_ vom Schreiben leben können willst, ist noch die andere Frage, aber auch, wenn jemand einen Zweitjob hat, soll sich der doch irgendwie lohnen, oder? Mit der Betonung auf Lohn.

Aber musst Du wissen.
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Valerie J. Long
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long »

Bully hat geschrieben:Ob Du _nur_ vom Schreiben leben können willst, ist noch die andere Frage, aber auch, wenn jemand einen Zweitjob hat, soll sich der doch irgendwie lohnen, oder? Mit der Betonung auf Lohn.
Das Finanzamt nennt das "Gewinnerzielungsabsicht" :wink:

Es ist eine Frage der Prioritäten.
1. Ich unterhalte meine Leser. Damit hat es angefangen.
2. Wenn ich für meine Leser schon veröffentliche, dann in guter Qualität.
3. Nachdem ich so viel Zeit hineingesteckt habe, darf es sich auch lohnen.
Das hat sich erst nach und nach ergeben.

Und natürlich - wie viel Zeit lässt der Erstjob übrig?
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Bully
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Bully »

Ok, aber wenn es nicht bei der Gewinnerzielungs_absicht_ bleiben soll, solltest Du über der Schmerzgrenze bleiben, sprich, nicht unter Wert verkaufen.
Bzw., aber das musst Du selbst entscheiden, wenn alle anderen Beteiligten dank Deiner insoweit guten Vorarbeit einen Gewinn aus dem Verkauf erzielen, brauchst Du das nicht nur für Ruhm und Ehre zu tun.
Dass ein Verlag nur vom Verlegen eines einzigen Buches leben kann, heißt ja nicht, dass das Verlegen ein Hobby ist; das Verlegen eines sehr unrentablen Buches könnte aber dazu führen, dass man keine weiteren Bücher von dem Autoren verlegt.

Und dann sehe ich das so wie Kaffeecharlie - wenn man mit Dir Geld verdient, solltest Du was davon abkriegen.
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Valerie J. Long
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long »

Nun, wenn mein Verleger für $5.99 nicht "unter Wert" bleibt, dann sehe ich darin keine Begründung für Preise jenseits der 4,99 € ($5.99 sind etwa 4,60 €).

Über 3 € zu kommen, ist natürlich eine Überlegung, vor allem da man dann bei Amazon ein anderes Tantiememodell wählen kann.
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Valerie J. Long
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long »

Um zurück zum Thema zu kommen: deutsche E-Books erscheinen auf dem deutschen Markt teils lange vor ihren englischen Übersetzungen, wenn es solche überhaupt gibt, und es gibt eine große Auswahl preiswerter Titel. Also: Warum soll sich der Leser vom deutschen Markt abwenden?
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von My. »

Valerie J. Long hat geschrieben: Es ist eine Frage der Prioritäten.
1. Ich unterhalte meine Leser. Damit hat es angefangen.
2. Wenn ich für meine Leser schon veröffentliche, dann in guter Qualität.
3. Nachdem ich so viel Zeit hineingesteckt habe, darf es sich auch lohnen.
Das hat sich erst nach und nach ergeben.

Und natürlich - wie viel Zeit lässt der Erstjob übrig?
Das könnte genau so von mir sein, nur dass ich nicht schreibe, sondern layoute (vulgo: Druckvorlagen baue). Das ist mein Punkt 1.

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Knochenmann
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Valerie J. Long hat geschrieben:Zurück zu den Klassikern. Shakespeare, Goethe, Plato - für lau bei Gutenberg.org, und danach sprechen wir uns wieder. ;-)
Haben die nicht schon genügend Leute gelesen, muss ich denn unbedingt auch noch?
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr »

Kurze Antwort: ja.

Shakespeare sollte man zwar eher sehen als lesen. Trotzdem ist er so ziemlich unverzichtbar.
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Bully
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Bully »

Knochenmann hat geschrieben:
Valerie J. Long hat geschrieben:Zurück zu den Klassikern. Shakespeare, Goethe, Plato - für lau bei Gutenberg.org, und danach sprechen wir uns wieder. ;-)
Haben die nicht schon genügend Leute gelesen, muss ich denn unbedingt auch noch?
Bei der Preisentwicklung gibt es demnächst bestimmt negative Preise, d.h., Du kriegst Geld dafür, dass Du sie liest. :lol:
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von kaffee-charly »

Bully hat geschrieben:
Knochenmann hat geschrieben:
Valerie J. Long hat geschrieben:Zurück zu den Klassikern. Shakespeare, Goethe, Plato - für lau bei Gutenberg.org, und danach sprechen wir uns wieder. ;-)
Haben die nicht schon genügend Leute gelesen, muss ich denn unbedingt auch noch?
Bei der Preisentwicklung gibt es demnächst bestimmt negative Preise, d.h., Du kriegst Geld dafür, dass Du sie liest. :lol:
Bei manchen Leseproben auf Amazon müsste man wirklich Geld dafür verlangen, dass man sie sich zugemutet hat. :ganz_evil:
:kaffee_muede:
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach »

Zeit für die Leseproben-Leseprobe. Und die Leseproben-Rezension.
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

hihihihi ...
:bier:
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Knochenmann hat geschrieben:Jetzt weiß ich endlich wer schuld ist an der ganzen Missere: Dan Brown

Am Wochenende gelesen: Dan Bown neustes Buch, "Inferno" geht an den Start mit 600.000 Büchern in der Erstauflage, dazu 100.000 Hörbüchern. Achso ja, auserdem gibs da noch das eBook, das man sich kaufen kann, aber davon gibts auch nicht mehr als wie von jedem anderen Autor auch. Natürlich zum Hradcover Preis von 19.99.
Ich hab zufällig das neue Buch von Dan Brown am Flughafen Kiosk herumliegen sehen, und da sind mir noch ein paar mehr Lichter aufgegagen.

Was mich überrascht hat: die schiere Masse des Buches! Das war so schwer, das einige kleinere Bücher als Monde um es herum gekreist sind. Ich hab den Verdacht das in Deutschland Bücher zum Kilopreis verkauft werden... und das der Konsument, wenn er denn mal ein Buch kauft, auch verdanmt noch mal was für sein Geld bekommen will. Mindestens einen toten Baum. Einen ganzen bitte.

Ich kann mir den Schinken richtig vorstellen, wie er auf einem Sofatisch liegt: "Oh, sie haben das Buch bemerkt? Oh ja, ich kann lesen!"

Kein wunder das eBooks so einen schweren Stand haben: zuviel Understatement.
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Valerie J. Long
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Re: Bye, Bye, deutscher E-Book-Markt!

Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long »

Recht hast du! :lol: Für Bildungsprotzer ist ein Kant in der Hand wertvoller als ein Kindle - oder wenigstens der Schutzumschlag.
Umgekehrt kann man mit dem eReader auch in der vollen U-Bahn ungeniert "Feuchtgebiete" lesen.
:kaffee:
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