Star Trek into Darkness

Benutzeravatar
Doop
SMOF
SMOF
Beiträge: 9629
Registriert: 20. August 2002 18:31
Land: Deutschland
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Doop »

Uschi Zietsch hat geschrieben:Man kann sich auch einfach über alles aufregen und alles totreden. Selbst wir, die den Film sehr mögen, haben Logikbugs eingeräumt. Aber diese gegenseitige Hochschaukelei, was genau bringt die? "Wut auf Abrams", bitte? Weil er die Frechheit besitzt, einen Film zu drehen, der einem nicht gefällt?`Dann gefällts einem halt nicht, und gut ist! Oder bin ich hier im Perry-Forum? :roll:
Naja, drüber reden wird man schon dürfen... :bier:

Ich sitze mit meiner Meinung wie so oft zwischen den Stühlen.

Ich gehöre zu den "alten" Star-Trek-Fans und ich finde Abrams ersten Film trotz seiner Fehler (Rote Materie, Nero) für sehr sehr schön, eine sehr gute Wiederbelebung der Serie. Dass Vulkan dabei vernichtet wird - prima, es zeigt, dass nichts sicher ist, und das brauche ich, wenn ich gute NEUE Geschichten erzählen will. Mir kann niemand vorhalten, ich sei ein Alt-Trekkie und die mögen Abrams Reboot nicht, weil sie sich auf nichts neues einlassen wollen.

Ich teile auch Kringels Meinung nicht, wonach das "Reboot" nichts mehr mit Star Trek zu tun habe und etwas irgendwie anderes sei. Es ist eine Fortsetzung, nicht nur ein Reboot. Für eine andere Zeit. Mit anderen Schauspielern, modernen Effekten, bunter, schneller und mehr Action.

Aber das alles entschuldigt es nicht, dass Abrams einfach einen schlechten Film gedreht hat. Ja, der Film ist schön bunt und actionreich und schnell geschnitten. Die Schauspieler sind alle jung und sexy, super! Aber die Geschichte taugt nichts. Auch ich habe ähnlich wie Henry das Gefühl, dass Abrams seine Zuschauer nicht für voll nimmt. Anders als Henry sehe ich keinen Grund wütend auf Abrams zu sein. Aber ärgerlich bin ich schon, denn es hätte nicht viel Mühe bereitet, aus den vorhandenen Zutaten einen guten Film zu machen.

Ich freue mich für alle, denen der Film gefallen hat. Mein Bruder, 14 Jahre älter als ich (mithin deutlich über der 50er-Grenze) und noch ein älter Star-Trek-Fan als ich, fand ihn ganz großartig. Ich leider nicht, obwohl ich es wollte. Ich bitte nur, diejenigen, denen der Film gefiel, denen, denen er nicht gefiel, nicht vorzuhalten, sie wären Spaßbremsen, die nur die gute alte Zeit zurückhaben wollen. Das sind sie nämlich nicht.
Benutzeravatar
Valerie J. Long
SMOF
SMOF
Beiträge: 2867
Registriert: 19. Januar 2013 13:11
Bundesland: Hessen
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: (Dauereintrag: Perry Rhodan)
Wohnort: Wiesbaden
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long »

Abweichungen vom Kanon: Nicht einmal Geschmackssache, natürlich dürfen die neuen Filme einen neuen Kanon definieren.
Logiklöcher innerhalb des eigenen Kanons darf man aber unabhängig von TOS kritisieren, ja? Und davon habe ich hier genug gelesen, um diesen Film in der Priorität weit nach hinten zu stellen.
Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort. | To err is human. To really foul things up you need a computer. (R.A.Heinlein)
Die deutsche Zoe-Lionheart-Serie
Benutzeravatar
Bully
SMOF
SMOF
Beiträge: 4790
Registriert: 8. Dezember 2007 17:24
Bundesland: NRW
Land: Deutschland
Wohnort: Münzenberg
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Bully »

Ich habe mich gut unterhalten, aber für ein Supermeisterwerk halte ich den neuen Film trotzdem nicht.
Die Sachen, die mich besonders störten (weil sie anders hätten gelöst werden konnten):
Primitive Forschungsorganisationen wie die NASA benutzen vorprogrammierte und/oder fernsteuerbare Geräte, aber Abrams steckt einen Vulkan-ier in einen Vulkan, weil (Moment, das Wortspiel funktioniert auf Englisch ja gar nicht... :kopfkratz: ) keine Ahnung. Wobei es schon ok wäre, sowas per Hand zu versuchen - weil das Funkgerät natürlich streikt - um einen Planeten zu retten, ohne das dessen Bewohner davon was mitkriegen, weil: oberste Direktive oder so, aber auch Steinzeitmenschen wollen leben. Der Konflikt mit der o.D. ist hier aber etwas erzwungen; wird von SF-Personal in der neuen Zeitlinie wirklich erwartet, dass sie sich selbst bei Lebensgefahr nicht von Steinzeitmenschen sehen lassen (wir reden nicht von Feuerwaffen im "Sonderangebot" oder Siedlungsrechte für ein paar Perlen)? "Captain, das Schiff muss aufgegeben werden, da vorne ist ein Klasse M-Planet, den wir mit unseren Rettungskapseln..." - "Nix da, die Eingeborenen dürfen uns nicht sehen; wir landen auf dem Mond ohne Athmosphäre, und wenn man uns nicht rettet, bevor wir ersticken, sterben wir mit humanistischer Würde..." Ähmm, dark'n'gritty, okeee, aber sowohl Spock als auch Kirk sollten das vllt. etwas entspannter sehen.
Allerdings, Kirk kriegt den Ärger ja, weil er das Logbuch gefälscht hat. Möglicherweise sieht SF das generell auch tatsächlich entspannter.

Aber dann!
Stellt Euch vor, eine Großmacht, sagen wir die USA, wird Ziel eines Terroranschlages, dann trifft sich vllt. die Navy zu einem Meeting (vorallem, wenn die Terroristen mit Schiffen fliehen könnten), aber bestimmt nicht nur mit sich selber, sondern mit div. Geheimdiensten, Polizei und vor allem auch Politikern oder Staatssekretären. Entweder, in der Föderation sind alle diese Leute Abteilungen der Sternenflotte, oder es gibt sie gar nicht mehr. Letzteres wäre vllt. auch für Roddenberry zu utopisch, ersteres ist eigentlich eine Militärdiktatur. Aber richtige Militätdiktaturen treffen sich auch in militärischen Sperrgebieten, auf die man nicht einfach einen weiteren Anschlag verüben kann. (Womit ich die USA jetzt nicht als Militärdiktatur schmähen will, aber in der Hinsicht sind sie trotzdem recht kompetent...)
Dann finden die USA die neue Adresse des gefürchteten Terroristen bin Benedict. Die dieser dämlicherweise irgendwo hat rumliegen lassen. Sie liegt in einem Land, in das man nicht so einfach einmarschieren kann, weil es über ein starkes Militär und Atomraketen verfügt. Ach, und außerdem ist das unethisch.
Wir wissen alle, wie es RL-Terroristen in einer ähnlichen Konstellation erginge, aber im Film?
Niemand kommt auf die Idee, dass bin Benedict mit den Klingonen zusammenarbeitet (im Film jedenfalls, aber DAS war genau mein erster Gedanke). Niemand kommt auf die Idee, die Klingonen zu fragen, ob sie ihn ausliefern (später schon irgendwie). Niemand kommt auf die Idee, dass er inzwischen woanders ist (weil High-End-Mega-Transporter einen ja nicht überallhin beamen könnten, ist klar) oder einfach eine falsche Fährte legte.
Jetzt kommt der Admiral auf die glorreiche Idee, ihm einen experimentellen Torpedo aufs Haupt zu werfen, was erstmal sinnvoll klingt, weil man damit nicht so weit ins Klingonenimperium muss, aber sinnlos ist, weil man niemals wissen kann, ob man bin Benedict auch erledigt hat, aber trotzdem den Sinn hat, einen Krieg zu provozieren (vor dem "man", also der Admiral, zwar vorher warnte, aber er sieht die SF vllt. etwas besser aufgestellt, als er Kirk gegenüber tut), und was Kirk von Spock, Scotty und Pille hinterher wieder ausgeredet wird, danke dafür.
Also machen die ungefähr das, was auch im RL passierte: RL-Counterstrike. Nur tarnen sie sich als Waffenhändler, um die Klingonen nicht zu verärgern, aber drohen bin Benedict gleichzeitig mit Torpedos UND mit einem Trupp, der ihn verhaften soll. DA habe ich wirklich etwas Zahnschmerzen bekommen. W?T?F? Was hielt bin Benedict davon ab, sich spätestens jetzt aus dem Staub zu machen? Oder die Klingonen zu aktivieren, wenn die mit ihm zusammenarbeiten? Oder es einfach drauf ankommen lassen, ob die Enterprise wirklich ein Gebiet beschießt, wo sich gerade ihre Kameraden aufhalten?
Achja, und Waffenhändlerin Uhura kann auch nicht lügen, und erzählt, warum sie bin Benedict suchen. Wenn sie das gemacht hätten, bevor sie ohne Landeerlaubnis nach Qonos geflogen wären, wäre der Empfang (und die Beziehungen zur Föderation hinterher) vllt. etwas besser gewesen.
Wenn sie erzählt hätte, dass bin Benedict ihnen noch Geld schuldet, wäre das eine Erklärung für ihr Verhalten gewesen, UND vor allem hätten die Klingonen nicht direkt an die Sternenflotte gedacht.
Stellt sich heraus, bin Benedict arbeitet doch nicht mit den Klingonen zusammen; und er interessiert sich für die Torpedos, weshalb er sich ergibt, weshalb die Drohung jetz doch wieder einen Sinn ergibt..
Wobei ich da spekulierte, bin Benedict und der Admiral arbeiteten zusammen, um einen Krieg anzuzetteln, und die Torpedofrage wäre ein Alibi.
Aber nein, Sherlock Cumberbatch hat messerscharf geschlossen, dass die 72 Torpedos genau _seine_ Topedos sind. Was mich im Nachhinein zu der Frage führt, ob der Admiral vorher wusste, dass die anderen Übermenschen da drin waren. Wenn ja, warum hat er sie nicht rausgeholt? Wenn nein, warum hat er genau 72 Torpedos mitgeschickt, und nicht 70 oder 100 oder 3? Und was hätte Sherlock Supersoldat gemacht, wenn Kirk gesagt hätte: "Natürlich nur ein Torpedo!"? "Ok, ich bin Euch kämpferisch und waffentechnisch überlegen und habe Euch als Geisel - ich ergebe mich trotzdem!"???
Da er die Enterprise im Klingonenraum hat stranden lassen wollen, wäre es natürlich logisch, sie mit etwas mehr Wumms auszustatten, damit sie noch viele verärgerte Warbirds mitnimmt, wenn das Gefecht erst ausbricht. Und der ganze Plan basiert darauf, dass Kirk nicht den angeordneten Angriff abbläst und sich den Klingonen ergibt, falls sein Warpkern zufällig ein Leck haben sollte oder so. Weshalb Kirks Berufung zumindest völlig logisch ist, ein anderer hätte das nämlich vermutlich gemacht. Oder, falls ihr RL-Vorgänge mit Hubschraubern im Sinn habt, dann hat man mehr als einen Hubschrauber, damit die anderen die Mannschaft evakuieren kann, falls einer wegen Motorschaden liegen bleibt, und aus Geheimhaltungsgründen gesprengt werden muss.

Ansonsten: Luftschleusen sollten zwei Luken haben.

Gegen Ende hatte Dschingis Holmes übrigens nicht nur drei Geiseln, sondern viel viel mehr, da seine Waffen noch funktionierten UND er um die Erde kreiste (ist ihm dann wohl auch selber eingefallen).
Vulkanier können übrigens lügen, aber selbst dann, wenn sie es nicht tun, sind ihre Aussagen rein wörtlich zu nehmen. Offenbar bin ich schlauer als ein genetisch verbesserter Supersoldat. Oder jedenfalls als die, die die ganzen anderen Dämlichkeiten verursacht hatten.
Und er hätte wirklich schnell herausbekommen, ob er das bekommen hat, was er wollte, und dann seine Geiseln wegschicken.
Und nur, weil man keine Regeln brechen kann, heißt das nicht, dass man keine Arme brechen kann. Es gibt Regeln, die einem das erlauben, also ist das nur eine Frage der Kraft...
Achja, und wenn das jetzt den Krieg gegen den Terror darstellen sollte, lieber Mr. Abrams, dann bitte richtig.
Gehighjackte Fluggeräte mit einem Antrieb, der unter Umständen explosiv ist, und auf eine Stadt voller Hochhäuser stürzen lassen, ok, aber dann soll das Ding bitte explodieren und einen ensprechenden Krater im ehemaligen Bereich der früheren Bucht von San Franzisko verursachen. Dschingis Holmes hätte sich sogar noch in Sicherheit beamen können. Oder auch nicht, und Pille hätte einfach einen anderen der 72 Supersoldaten anzapfen können. Ist zwar Körperverletzung, aber trotzdem...
Aber - um fair zu sein - solche Klöpse gibt es anderswo auch. :bier: Und schlimmere.
Dieser Film war wirklich besser als sein Vorgänger, und auch trekkiger, wegen mehr Wortwitz, mehr Charakter-Bau und yepp, die Klingonen gefielen mir gut. :wink: Ist es euch aufgefallen? "Das unentdeckte Land" hat schon stattgefunden! Der kaputte Mond.
Anderswo known as Yart Fulgen
Benutzeravatar
upanishad
SMOF
SMOF
Beiträge: 1538
Registriert: 24. Februar 2004 19:43
Land: Deutschland
Wohnort: Westfalen

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von upanishad »

Ja, es gibt Logik-bugs. Die mir aber erst im Nachhinein aufgefallen sind - der Film war einfach gut gemacht und spannend und hatte einen guten soundtrack.
Und 3D-mäßig habe ich mal keine Kopfschmerzen bekommen.
Meiner Freundin als nicht-SF´lerin hat er auch gefallen, er spricht also definitiv ein neues Publikum an.

Der Film hat mich gut unterhalten, mehr habe ich nicht erwartet und ich war nie ein hardcore-trekkie ... und kann deswegen 9,5 von 10 Unterwasserlandungen vergeben.
so everything is meaningless and so we carry on
until we face the consequence of everything we've done

:headbanger:
Montag
SMOF
SMOF
Beiträge: 1273
Registriert: 3. November 2003 23:43
Land: Deutschland
Wohnort: Berlin

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Montag »

Ich seh das so ähnlich wie Kringel. Für mich ist das keine Fortsetzung sondern eine Interpretation. Da wird Muttis und Vatis Gewürzregal durchstöbert und was neues zusammengebraut. Thema und Variation. Ganz ähnlich wie Moores neuer Kampfstern.
Was ich mittlerweile nicht mehr verstehe ist, warum man sich aufregt, dass das neue das alte zerstören würde. Die alten Serien und Filme sind doch immer noch da. Wenn ich Bock darauf habe, guck ich halt die. Wo ist das Problem? Ich kann da trennen.

Zum Thema oberste Direktive: Der Konflikt war mitnichten erzwungen! Und der ist auch keine Neuschöpfung von Abrams, sondern hier hat sich die Crew schon sehr entspannt gezeigt. Ich erinnere gern an die TNG Folge Pen Pals (müsste Brieffreunde auf deutsch heißen). Hier wollte die Enterprise lieber einen ganzen Planeten verrecken lassen, als sich einzumischen. Und auch bei Voyager wurde die oberste Direktive gerne so angewandt, dass man lieber keinem geholfen hat. Lasst sie sterben! Und Gott siebt sie dann aus. Das hat mich schon immer gestört. Wenn neben mir jemand ein Fahrradunfall hat soll, helf ich dem ja trotzdem. Auch auf die Gefahr hin, dass das der nächste Superdiktator wird.
Das ganze fand ich daher schön abgehandelt im Film.
Benutzeravatar
Uschi Zietsch
TBGDOFE
TBGDOFE
Beiträge: 20952
Registriert: 13. März 2004 18:09
Land: Deutschland
Wohnort: Das romantische (Unter-)Allgäu
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Doop hat geschrieben:Naja, drüber reden wird man schon dürfen... :bier:
Logisch, mich stört nur dieses sich hineinsteigernde Ereifern. Alle Postings nach meiner Bemerkung tragen ja gut zur Diskussion bei und zeigen verschiedene Standpunkte. Ich mag halt nur nicht dieses "es ist heilig und Abrams ein Ketzer"-Getue und das immer noch tiefer Hinabtauchen, jede einzelne Sekunde des Films durchleuchtend und auf die Suppenhaare hinweisend, egal wo sie hergezerrt werden. Das grenzt dann schon an Super-Fanboy-Gehabe. So wie jetzt finde ich es hingegen richtig gut.

Ah so, was ich noch sagen wollte (und hier auch geschrieben habe):

Für mich ist das ST NEO. Ein Neustart, keine Fortsetzung, sich eng an die Vorgabe anlehnend, aber doch "interpretierend" und nach Freiräumen suchend. Also kein Remake, sondern mehr ein Reboot, wie es eben bei den Superheldenfilmen nun auch schon mehrmals gemacht wurde.

Vom Niveau her wie Transformers? Nein. Das kann ich mir nicht anschauen. ST hat aber genau meinen Nerv getroffen, was ich an ST mag, bei aller Hanebüchenei. Die Figuren, der Witz, die unverschämte Chuzpe. Die Bugs gehören nun mal auch dazu, das hat mich bei ST noch nie gestört (sonst hätte ich schon nach Folge 1 der TOS aufgehört). ST verzeihe ich das, insofern sie so im Rahmen bleiben, dass mich der Rest zu begeistern mag: Abenteuer pur, Männerfreundschaften, gestandene Frauen, und ein tolles Tempo. :xmas:

Und genau deswegen ist SW für mich ein Brechmittel seit der unsäglichen Episode VI und dem anschließenden I-III Schwachsinn: Das ist noch weit unteres Transformers-Niveau, nur für 6jährige Jungs, und da verzeihe ich die Bugs nicht, sondern kriege Schreikrämpfe.
:bier:
Uschi
Alles, was ich im Forum schreibe, ist meine private Meinung.
Mein Blog
Uschi Facebook
Fabylon YouTube
Fabylon Shop
Insta: uschizietsch
Stefanie
True-Fan
True-Fan
Beiträge: 192
Registriert: 13. August 2012 17:35
Land: Deutschland

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Stefanie »

Henry de la Fick hat geschrieben: PS: Ich weiß nicht, wie Chris Pine auf euch wirkt, aber ich finde die Besetzung mit diesem Milchgesicht als Captain einfach nur als unglücklich, das wird auch im Film nicht vorenthalten...na JUNGE, sprechen sie doch klares Wort, nur zu oder vielleicht eine Windel gefällig?!
Ich finde Chris Pine äußerst dekorativ :D
Die sind da halt jung , alle. Gewöhnungsbedürftig fand ich erstmal nur den neuen Chekov, was den Milchgesichts-Faktor angeht. Im vorletzten Film war er 17, also soll der im aktuellen wohl 18 sein ... ja, das passt schon, aber es hat mich verunsichert, weil mir "von früher" nicht bewusst war, dass Chekov so viel jünger sein sollte als der Rest der Crew.
Stefanie
True-Fan
True-Fan
Beiträge: 192
Registriert: 13. August 2012 17:35
Land: Deutschland

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Stefanie »

Ich hab mir jetzt die links zu den Logikbugs durchgelesen.

Huhn oder Ei - Frage: was kommt zuerst, der Unmut über Logiklöcher oder das Nicht-Gefallen eines Films (aus anderen, womöglich unbewussten Gründen)?

Ich habe etliche Bugs während des Films zur Kenntnis genommen, andere fielen mir im Nachhinein auf und viele hab ich nicht bemerkt - war mir wurscht. Bei anderen Filmen hänge ich mich gern mal an irgendeinem Detail auf, hier hatte ich dazu gar keine Lust. Vermutlich, weil ich den Film aus irgendwelchen anderen Gründen mochte.
Und was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann - dazu fehlt mir die Bindung an das alte Trek-Universum - ist der Groll gegenüber Abweichungen vom Kanon. Wo ist das Problem, dass
Khan sich nach Quo'nos beamen kann? Das ist doch kein Bug. Das ist in dieser Zeitlinie eben so, man beamt sich auf andere Planeten. Ich schluck das. Als Logikbug empfinde ich es aber, dass seine Verfolger es offenbar nicht können ... und es ergeben sich noch andere "interne Logikprobleme" dadurch, dass die Transportertechnologie jetzt so weit fortgeschritten ist und dann auch wieder nicht (weil es ein Spannungskiller wäre, wenn Beamen immer und überall funktionierte). Ähm, das Problem hatte man in TOS doch auch schon? Da durfte der Transporter auch nicht konsequent funktionieren. Ich seh da nicht, was der neue Film schlechter macht als die alten Sachen.
Die einzige Sache, die mich echt gestört hat, weil ich es out-of-character fand auch innerhalb des neuen Universums:
Spocks "Khaaaaaaaaaan!!!"-Geschrei
Uschi Zietsch hat geschrieben:Und genau deswegen ist SW für mich ein Brechmittel seit der unsäglichen Episode VI und dem anschließenden I-III Schwachsinn: Das ist noch weit unteres Transformers-Niveau, nur für 6jährige Jungs, und da verzeihe ich die Bugs nicht, sondern kriege Schreikrämpfe.
Meh, ich krieg Kopfschmerzen davon, wenn ihr mir einreden wollt, IRGENDEIN SW- oder ST-Film wär unterhalb von Transformers angesiedelt. :rotfl:
Benutzeravatar
Bully
SMOF
SMOF
Beiträge: 4790
Registriert: 8. Dezember 2007 17:24
Bundesland: NRW
Land: Deutschland
Wohnort: Münzenberg
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Bully »

Montag hat geschrieben:...Zum Thema oberste Direktive: Der Konflikt war mitnichten erzwungen! Und der ist auch keine Neuschöpfung von Abrams, sondern hier hat sich die Crew schon sehr entspannt gezeigt. Ich erinnere gern an die TNG Folge Pen Pals (müsste Brieffreunde auf deutsch heißen). Hier wollte die Enterprise lieber einen ganzen Planeten verrecken lassen, als sich einzumischen. Und auch bei Voyager wurde die oberste Direktive gerne so angewandt, dass man lieber keinem geholfen hat. Lasst sie sterben! Und Gott siebt sie dann aus. Das hat mich schon immer gestört. Wenn neben mir jemand ein Fahrradunfall hat soll, helf ich dem ja trotzdem. Auch auf die Gefahr hin, dass das der nächste Superdiktator wird.
Das ganze fand ich daher schön abgehandelt im Film. ...
Häh?
Erstens ist mir schon klar, dass die oD bei ST-Klassik auch eher kreativ eingesetzt wurde, um Konflikte zu erzeugen, die keine sind. Die oD soll einfach Kulturen vor dem Kulturschock schützen, der entsteht, wenn jemandens Weltbild zusammenbricht, und die Leute springen aus dem Fenster, wie bei PR-Neo, oder bilden Cargo-Kulte oder opfern ihre Mitaliens nicht mehr Vulkanen, sondern Vulkaniern, oder wasauchimmer, so dass sie sich ungestört entwickeln können. Insofern kann man ggfs. damit argumentieren, dass ein Verstoß gegen die oD das kleinere Übel wäre, was deren Entwicklung betrifft.
Zwotens wäre jede Aktion, die die fragliche Kultur gar nicht bemerkt, dass nämlich ihre Sonne z.B. nicht zu Nova wird, sondern aufgeht wie sonst auch, kein Verstoß gegen die oD in dem Sinne.

Der Punkt, den ich kritisiere (und den ich auch in der Klassik-Serie kritisiere, wobei ich nicht weiß, ob der SO vorkam), ist der, dass offenbar im Raume steht, SF-Personal müsse eher sterben, als zuzulassen, dass ein Steinzeitalien sie auch nur sieht. Oder ein Raumschiff. Nä, so selbstlos sind die allermeisten von denen nicht. Und was passiert, wenn sie die oD _deshalb_ verletzen, werden sie an die Wand gestellt?
Und vor dem Hintergrund hätte Kirk sich am Anfang nicht so anstellen sollen. Die Schriftrollenaktion war vllt. grenzwertig, aber die Hauptaktion wäre mit der oD vereinbar gewesen, und die Notfallaktion Teil seiner Verantwortung der Mannschaft gegenüber. wäre er damit offen umgegangen, wäre vllt. rein gar nichts passiert.

Aber wie gesagt, sowas gibt es überall, und die einzige Stelle mit Zahnschmerzen, die ich hatte, war die genannte.
Aber echt jetzt...
Anderswo known as Yart Fulgen
Amtranik
BNF
BNF
Beiträge: 821
Registriert: 14. Juli 2009 22:06
Bundesland: NRW
Land: Deutschland

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Amtranik »

Stefanie hat geschrieben:Ich hab mir jetzt die links zu den Logikbugs durchgelesen.

Khan sich nach Quo'nos beamen kann? Das ist doch kein Bug. Das ist in dieser Zeitlinie eben so, man beamt sich auf andere Planeten. Ich schluck das. Als Logikbug empfinde ich es aber, dass seine Verfolger es offenbar nicht können ... und es ergeben sich noch andere "interne Logikprobleme" dadurch, dass die Transportertechnologie jetzt so weit fortgeschritten ist und dann auch wieder nicht (weil es ein Spannungskiller wäre, wenn Beamen immer und überall funktionierte). Ähm, das Problem hatte man in TOS doch auch schon? Da durfte der Transporter auch nicht konsequent funktionieren. Ich seh da nicht, was der neue Film schlechter macht als die alten Sachen.
Ganz ehrlich.

Hier setzt es bei mir aus. Wen das nicht stört, der wird doch vermutlich alles schlucken. Es sei denn es hätte sich herausgestellt das unser Bösewicht in Wirklichkeit ein Q. ist. Dann wäre das noch nachvollziehbar. Denn das ist einfach so dermaßen übertrieben das es die Grenzen des guten Geschmacks sprengt in meinen Augen und für mich ein deutliches Zeichen das diejenigen die sich das ausgedacht haben, das ganze nicht wirklich ernst nehmen und vor allem Ihre Zuschauer nicht. Im Grunde ist es eine Zuschauerverarsche. Man nimmt seine eigene Zeitlinie sein eigenes neu erschaffenes Trek-Universum damit nicht für voll. Alles scheint irgendwie möglich zu sein und dann doch wieder nicht. Konsequent inkonsequent. :abgelehnt:
Benutzeravatar
Uschi Zietsch
TBGDOFE
TBGDOFE
Beiträge: 20952
Registriert: 13. März 2004 18:09
Land: Deutschland
Wohnort: Das romantische (Unter-)Allgäu
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Bei RTL sagen sie dazu "das ist künstlerische Freiheit" :lol:
:bier:
Uschi
Alles, was ich im Forum schreibe, ist meine private Meinung.
Mein Blog
Uschi Facebook
Fabylon YouTube
Fabylon Shop
Insta: uschizietsch
heino
SMOF
SMOF
Beiträge: 7884
Registriert: 2. Mai 2003 20:29
Bundesland: NRW
Land: Deutschland
Wohnort: Köln

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von heino »

Ich finde da den Vergleich zu "The dark knight rises" interessant, weil beide Filme in Sachen Logiklöcher und Ungereimtheiten ungefähr gleichauf liegen. TDKR habe ich das nicht verziehen, weil die Vorgänger so brillant waren und der Film mich schlicht langweilte. Bei STID hatte ich nicht so hohe Erwartungen (ich fand den Vorgänger sehr unterhaltsam, aber nicht besonders originell) und der Film hatte trotz aller Mängel einen so hohen Unterhaltunsgwert, dass die Bugs erstmal verschmerzbar waren. Wenn man aber hinterher anfängt, über die Handlung nachzudenken, wird einem schmerzlich bewusst, wie groß diese Mängel doch waren und wie leicht sie hätten vermieden werden können :(
Lese zur Zeit:

Larry Correia - Club der toten Monster
Benutzeravatar
Uschi Zietsch
TBGDOFE
TBGDOFE
Beiträge: 20952
Registriert: 13. März 2004 18:09
Land: Deutschland
Wohnort: Das romantische (Unter-)Allgäu
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Deswegen denk ich nicht drüber nach. Und lese diese Texte dazu auch nicht. Ich will mir nicht im Nachhinein den Spaß verderben, den ich hatte, und den ich auf DVD wieder haben werde.
:bier:
Uschi
Alles, was ich im Forum schreibe, ist meine private Meinung.
Mein Blog
Uschi Facebook
Fabylon YouTube
Fabylon Shop
Insta: uschizietsch
Henry de la Fick
BNF
BNF
Beiträge: 470
Registriert: 13. Juni 2008 16:57

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von Henry de la Fick »

Stefanie hat geschrieben:
Henry de la Fick hat geschrieben: PS: Ich weiß nicht, wie Chris Pine auf euch wirkt, aber ich finde die Besetzung mit diesem Milchgesicht als Captain einfach nur als unglücklich, das wird auch im Film nicht vorenthalten...na JUNGE, sprechen sie doch klares Wort, nur zu oder vielleicht eine Windel gefällig?!
Ich finde Chris Pine äußerst dekorativ :D
Die sind da halt jung , alle. Gewöhnungsbedürftig fand ich erstmal nur den neuen Chekov, was den Milchgesichts-Faktor angeht. Im vorletzten Film war er 17, also soll der im aktuellen wohl 18 sein ... ja, das passt schon, aber es hat mich verunsichert, weil mir "von früher" nicht bewusst war, dass Chekov so viel jünger sein sollte als der Rest der Crew.
Liebe Stefanie,

für dich mag Pine ein richtig hübscher blonder Schnuckel sein, ich finde ihn für die Rolle eines Captains um 10 Jahre zu jung. Aber das bleibt wohl --wie immer--Geschmacksache. Auf sein Alter spielt man auch im Film an. Da sitzt er als de facto Captain in einer Runde vor den anderen Captains der Föderationsflotte, wird in dieser Runde vom Chef zum "A********" gemacht, na reden sie schon JUNGE, nur raus damit JUNGE " (!), der wird dort behandelt wie ein Schuljunge oder doch eine Windel gefällig"? Denk mal nach, ihr währet an seiner Stelle und da kommt ein abgekocht-großkotzig-arroganter Großadmiral und macht euch vor der versammelten Mannschaft zur Sau.
Benutzeravatar
breitsameter
Ghu
Ghu
Beiträge: 12509
Registriert: 25. Dezember 2001 00:00
Bundesland: Bayern
Land: Deutschland
Liest zur Zeit: »Carl's Doomsday Scenario: Dungeon Crawler Carl 2« von Matt Dinniman
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Star Trek into Darkness

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Henry de la Fick hat geschrieben:(...) für dich mag Pine ein richtig hübscher blonder Schnuckel sein, ich finde ihn für die Rolle eines Captains um 10 Jahre zu jung.
William Shatner war 35 als Raumschiff Enterprise begann, Chris Pine ist jetzt 33 Jahre alt.
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
Antworten