Mein Freund Dahmer
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Re: Mein Freund Dahmer
Auch das betrifft aber die Außenwahrnehmung nicht. (Gesetzt den Fall es ist so, was ich nicht weiß.) Es wäre genauso schlimm, sich auf die Denkweise des Killers einzulassen.
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Re: Mein Freund Dahmer
Zweifellos. Es gibt sogar diverse Foren bzw. virtuelle Communities, die sich ausschließlich mit solchen Personen und ihre Taten beschäftigen und sogar entsprechende Rankings führen. Fanboys gibt es eben in alle Schattierungen – und seien sie noch so pervers...L.N. Muhr hat geschrieben:Auch das betrifft aber die Außenwahrnehmung nicht.
„Weisen Sie Mittelmäßigkeit wie eine Seuche zurück, verbannen Sie sie aus ihrem Leben.“ – Buck Rogers
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Re: Mein Freund Dahmer
Habe ich nicht behauptet. Das Vorurteil, was gemeint war, hieß ja hoffentlich auch nicht: "Alle Leute aus schlimmen Gegenden sind Serienmörder." sondern: "Alle Serienmörder kommen aus schlimmen Gegenden."L.N. Muhr hat geschrieben:Hm, also ich hoffe doch, dass NIEMAND denkt "Oh, heimelige Fassade, hier muss ein Serienkiller hausen!"Bully hat geschrieben: ..."Bestimmt 'ne Menge Leute."
...
Die rhetorische Frage impliziert aber, dass "jeder" (oder zumindest fast jeder) dächte: "Oha, ein Serienmörder, der kommt bestimmt aus einer ganz schlimmen Gegend!" oder den Umkehrschluss*: "Heimelige Fassade, hier kommt bestimmt kein Serienmörder her."
Es ist also keine indirekte Aussage über Serienmörder und ihre "natürliche Umgebung", sondern eine über Vorurteile, die über Serienmörder existieren. Und dieses Vorurteil ist nicht so weit verbreitet, dass diese rhetorische Frage richtig funktioniert. Für mich jedenfalls.
*_Das_ ist ein Umkehrschluss. Was Du jetzt meinst, ist kein unzulässiger Umkehrschluss, sondern überhaupt kein Umkehrschluss. Angenommen, dass Vorurteil hieße: "Nur Männer haben Bärte." wäre der Umkehrschluss zulässig**: "Dies ist eine Frau, also hat sie keinen Bart." und nicht: "Dieser Mensch hat keinen Bart, also ist er kein Mann." Letzteres wäre zulässig, wenn das Vorurteil hieße: "_Alle_ Männer haben Bärte."
Dazu passt die rhetorische Frage: "Wer hätte gedacht, dass auch Frauen Bärte haben können?" Kommt gelegentlich zwar schon vor, aber damit rechnen nur die wenigsten.
**Gesetzt, das Vorurteil träfe zu.
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Re: Mein Freund Dahmer
Nein, hiess es nicht. Auch das ist ein unzulässiger Umkehrschluss.Bully hat geschrieben:Habe ich nicht behauptet. Das Vorurteil, was gemeint war, hieß ja hoffentlich auch nicht: "Alle Leute aus schlimmen Gegenden sind Serienmörder." sondern: "Alle Serienmörder kommen aus schlimmen Gegenden."L.N. Muhr hat geschrieben:Hm, also ich hoffe doch, dass NIEMAND denkt "Oh, heimelige Fassade, hier muss ein Serienkiller hausen!"Bully hat geschrieben: ..."Bestimmt 'ne Menge Leute."
...
Das Vorurteil hiess "Wer hätte gedacht, dass aus einer so heimeligen Gegend...". Was heisst, laut Vorurteil können Serienmörder überall herkommen, nur nicht aus der heimeligsten aller Gegenden. Es gibt aber nicht nur ganz schlimme und ganz heimelige Gegenden.
Unabhängig davon verweise ich auf das Stilmittel der rhetorischen Frage, auf das du verweist, das du aber in dem Fall offenbar nicht gewillt bist zu akzeptieren. Backderfs Formulierung soll nicht die Vorurteile der ganzen Welt implizieren, sondern das Erstaunen der Bürger jener Gegend, die 15 Jahre später mit Dahmers Taten sehr direkt konfrontiert wurden.
Ich denke, an dem Satz, der keine Meinungsäußerung darstellt, sondern einen Punkt verdeutlichen soll, wird sich nicht nur zu viel, sondern auch verkehrtrum aufgehangen. Ich glaube, hier wird die Fliege in der Suppe gesucht.
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Re: Mein Freund Dahmer
Ersetze meinethalben "schlimme Gegenden" mit "schlimmeren Gegenden als dieser hier", wenn das das gemeinte Vorurteil sein soll.L.N. Muhr hat geschrieben:Nein, hiess es nicht. Auch das ist ein unzulässiger Umkehrschluss.Bully hat geschrieben:Habe ich nicht behauptet. Das Vorurteil, was gemeint war, hieß ja hoffentlich auch nicht: "Alle Leute aus schlimmen Gegenden sind Serienmörder." sondern: "Alle Serienmörder kommen aus schlimmen Gegenden."L.N. Muhr hat geschrieben: ...Hm, also ich hoffe doch, dass NIEMAND denkt "Oh, heimelige Fassade, hier muss ein Serienkiller hausen!"
...
Ich bezweifele, dass das fragliche Vorurteil so kompliziert war. Leuten mit Vorurteilen sind solche Unterschiede egal, da solches Differenzieren ja eine geistige Auseinandersetzung mit dem vermuteten Zusammenhang "Heimatgegend-Tendenz zum Serienmörder" darstellen würde. Was dem Sinn von Vorurteilen (nicht weiter drüber nachdenken müssen) zuwiderliefe.Das Vorurteil hiess "Wer hätte gedacht, dass aus einer so heimeligen Gegend...". Was heisst, laut Vorurteil können Serienmörder überall herkommen, nur nicht aus der heimeligsten aller Gegenden. Es gibt aber nicht nur ganz schlimme und ganz heimelige Gegenden.
Abgesehen davon ändert das nichts an der Tatsache, dass ich nicht behauptete, jemand würde denken: "Heimelige Fassade=Serienmörder", ich habe nur behauptet, dass sich die Überraschung über Serienmörder hinter heimeliger Fassade sich heutigentags eher in Grenzen hält. Wegen fiktiver und wegen RL-Beispielen von Brutalität und Grausamkeit hinter heimeliger Fassade, also komm mir nicht damit, dass die Wirklichkeit keine Romanklischees wiederspiegelt. Es ist leider viel zu oft umgekehrt.
Soll ich lügen? Hier halte ich diese rhetorische Frage für fehl am Platze. Üblicherweise sind rhetorische Fragen Fragen an das Publikum (Zuhörer/Leser/Zuschauer) und sind so gedacht, dass sie aus Sicht _ebendieses Publikums_ auf die intendierte Weise beantwortet werden. Und wenn die intendierte Antwort lautet: "Keiner", aber "der Leser" an der Stelle innerlich antwortet: "Ich schon." oder "Kommt doch in jedem zweiten Krimi vor." oder "Letztens hat jemand in dem Haus die Straße runter sein Kind totgeschlagen, obwohl das hier so eine heimelige Gegend ist", funktioniert sie nicht wie geplant. Ist bestimmt meine mangelnde Empathie, ist aber ein Punkt, bei dem mein Lesefluss unterbrochen wurde. *schulterzuck*Unabhängig davon verweise ich auf das Stilmittel der rhetorischen Frage, auf das du verweist, das du aber in dem Fall offenbar nicht gewillt bist zu akzeptieren.
Wer hätte gedacht, dass Backderf mit dieser rhetorische Frage die Bürger seiner Heimatgegend meint, und nicht seine Leserschaft? Ich nicht.Backderfs Formulierung soll nicht die Vorurteile der ganzen Welt implizieren, sondern das Erstaunen der Bürger jener Gegend, die 15 Jahre später mit Dahmers Taten sehr direkt konfrontiert wurden.
Glaub, was Du willst. Es gibt keinen Zwang im Glauben. Es ist im Übrigen nicht meine Schuld, dass Dahmers Geschichte teilweise wie die einer Figur aus einem Steven-King-Roman verlief, also beschwere Dich nicht bei mir.Ich denke, an dem Satz, der keine Meinungsäußerung darstellt, sondern einen Punkt verdeutlichen soll, wird sich nicht nur zu viel, sondern auch verkehrtrum aufgehangen. Ich glaube, hier wird die Fliege in der Suppe gesucht.
Wenn ich _eine einzige_ Sache kritisiere, wertest Du das als Fliegensuche. Fliegen sind was anderes, außer, Du bist extrem perfektionistisch. Aber Du darfst mich gerne auf ig setzen, wenn Du alles, was ich schreibe, als Angriff siehst.
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Re: Mein Freund Dahmer
Nein, hiess es nicht. Auch das ist ein unzulässiger Umkehrschluss.[/quote] Ersetze meinethalben "schlimme Gegenden" mit "schlimmeren Gegenden als dieser hier", wenn das das gemeinte Vorurteil sein soll.
Abgesehen davon ändert das nichts an der Tatsache, dass ich nicht behauptete, jemand würde denken: "Heimelige Fassade=Serienmörder", ich habe nur behauptet, dass sich die Überraschung über Serienmörder hinter heimeliger Fassade sich heutigentags eher in Grenzen hält. Wegen fiktiver und wegen RL-Beispielen von Brutalität und Grausamkeit hinter heimeliger Fassade, also komm mir nicht damit, dass die Wirklichkeit keine Romanklischees wiederspiegelt. Es ist leider viel zu oft umgekehrt.
Wenn ich _eine einzige_ Sache kritisiere, wertest Du das als Fliegensuche. Fliegen sind was anderes, außer, Du bist extrem perfektionistisch. Aber Du darfst mich gerne auf ig setzen, wenn Du alles, was ich schreibe, als Angriff siehst.
[/quote]
+ + + + +
Weia. Setz bitte Absätze zw. Zitate, sonst ist das unausschachtelbar. (Ich bekomme es nicht mal für dieses Zitat halbwegs ordentlich entschachtelt.) Das geht gar nicht, Zitate im Fließtext.
Ich denke ja eh, dass ein Argument Stringenz braucht, nicht Häppchenform.
Nur am Rande: ich behaupte nicht, dass ich mit meiner Interpretation des Satzes Recht habe. Ich will nur auf die Ambivalenz der Aussage hinweisen. Literatur halt. Ich sehe den Satz als Aussage eines direkt (auch emotional) Betroffenen, nicht als objektive Aussage eines (auktorialen?) Erzählers. Backderf verlässt den ganzen Text über nur sehr selten die subjektive Perspektive, und wenn er es tut, kennzeichnet er es entsprechend. Infolgedessen ist der Satz für mich eine rhetorische Formel ("Wer hätte gedacht"), die sein eigenes Erstaunen zum Ausdruck bringt. So wie viele sagen "Man möchte heulen" wenn sie meinen "Ich möchte heulen". Das "man" ersetzt im deutschen für viele ja oft das "ich".
Ansonsten stelle ich halt mal wieder fest, dass du scheinbar sehr agro auf alles aus meiner Richtung reagierst. Ich weiss bis heute nicht, was ich dir getan habe und kann es darum nicht abstellen. Ich bedaure es, weil ich sehr viel von dir halte, du von mir dagegen eher wenig. Aber da agro nicht deine Grundeinstellung ist, wird es wohl an mir liegen, weshalb es vermutlich besser ist, wenn du mich ignorierst. Ich versuche ansonsten immer möglichst sachlich zu bleiben, auch wenn ich kein Meister darin bin, du mir aber auch das Gefühl vermittelst es drauf anzulegen.
Wer ist Steven King?
Ich bezweifele, dass das fragliche Vorurteil so kompliziert war. Leuten mit Vorurteilen sind solche Unterschiede egal, da solches Differenzieren ja eine geistige Auseinandersetzung mit dem vermuteten Zusammenhang "Heimatgegend-Tendenz zum Serienmörder" darstellen würde. Was dem Sinn von Vorurteilen (nicht weiter drüber nachdenken müssen) zuwiderliefe.Das Vorurteil hiess "Wer hätte gedacht, dass aus einer so heimeligen Gegend...". Was heisst, laut Vorurteil können Serienmörder überall herkommen, nur nicht aus der heimeligsten aller Gegenden. Es gibt aber nicht nur ganz schlimme und ganz heimelige Gegenden.
Abgesehen davon ändert das nichts an der Tatsache, dass ich nicht behauptete, jemand würde denken: "Heimelige Fassade=Serienmörder", ich habe nur behauptet, dass sich die Überraschung über Serienmörder hinter heimeliger Fassade sich heutigentags eher in Grenzen hält. Wegen fiktiver und wegen RL-Beispielen von Brutalität und Grausamkeit hinter heimeliger Fassade, also komm mir nicht damit, dass die Wirklichkeit keine Romanklischees wiederspiegelt. Es ist leider viel zu oft umgekehrt.
Soll ich lügen? Hier halte ich diese rhetorische Frage für fehl am Platze. Üblicherweise sind rhetorische Fragen Fragen an das Publikum (Zuhörer/Leser/Zuschauer) und sind so gedacht, dass sie aus Sicht _ebendieses Publikums_ auf die intendierte Weise beantwortet werden. Und wenn die intendierte Antwort lautet: "Keiner", aber "der Leser" an der Stelle innerlich antwortet: "Ich schon." oder "Kommt doch in jedem zweiten Krimi vor." oder "Letztens hat jemand in dem Haus die Straße runter sein Kind totgeschlagen, obwohl das hier so eine heimelige Gegend ist", funktioniert sie nicht wie geplant. Ist bestimmt meine mangelnde Empathie, ist aber ein Punkt, bei dem mein Lesefluss unterbrochen wurde. *schulterzuck*Unabhängig davon verweise ich auf das Stilmittel der rhetorischen Frage, auf das du verweist, das du aber in dem Fall offenbar nicht gewillt bist zu akzeptieren.
Wer hätte gedacht, dass Backderf mit dieser rhetorische Frage die Bürger seiner Heimatgegend meint, und nicht seine Leserschaft? Ich nicht.Backderfs Formulierung soll nicht die Vorurteile der ganzen Welt implizieren, sondern das Erstaunen der Bürger jener Gegend, die 15 Jahre später mit Dahmers Taten sehr direkt konfrontiert wurden.
Glaub, was Du willst. Es gibt keinen Zwang im Glauben. Es ist im Übrigen nicht meine Schuld, dass Dahmers Geschichte teilweise wie die einer Figur aus einem Steven-King-Roman verlief, also beschwere Dich nicht bei mir.Ich denke, an dem Satz, der keine Meinungsäußerung darstellt, sondern einen Punkt verdeutlichen soll, wird sich nicht nur zu viel, sondern auch verkehrtrum aufgehangen. Ich glaube, hier wird die Fliege in der Suppe gesucht.
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Weia. Setz bitte Absätze zw. Zitate, sonst ist das unausschachtelbar. (Ich bekomme es nicht mal für dieses Zitat halbwegs ordentlich entschachtelt.) Das geht gar nicht, Zitate im Fließtext.
Ich denke ja eh, dass ein Argument Stringenz braucht, nicht Häppchenform.
Nur am Rande: ich behaupte nicht, dass ich mit meiner Interpretation des Satzes Recht habe. Ich will nur auf die Ambivalenz der Aussage hinweisen. Literatur halt. Ich sehe den Satz als Aussage eines direkt (auch emotional) Betroffenen, nicht als objektive Aussage eines (auktorialen?) Erzählers. Backderf verlässt den ganzen Text über nur sehr selten die subjektive Perspektive, und wenn er es tut, kennzeichnet er es entsprechend. Infolgedessen ist der Satz für mich eine rhetorische Formel ("Wer hätte gedacht"), die sein eigenes Erstaunen zum Ausdruck bringt. So wie viele sagen "Man möchte heulen" wenn sie meinen "Ich möchte heulen". Das "man" ersetzt im deutschen für viele ja oft das "ich".
Ansonsten stelle ich halt mal wieder fest, dass du scheinbar sehr agro auf alles aus meiner Richtung reagierst. Ich weiss bis heute nicht, was ich dir getan habe und kann es darum nicht abstellen. Ich bedaure es, weil ich sehr viel von dir halte, du von mir dagegen eher wenig. Aber da agro nicht deine Grundeinstellung ist, wird es wohl an mir liegen, weshalb es vermutlich besser ist, wenn du mich ignorierst. Ich versuche ansonsten immer möglichst sachlich zu bleiben, auch wenn ich kein Meister darin bin, du mir aber auch das Gefühl vermittelst es drauf anzulegen.
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Re: Mein Freund Dahmer
Einfach am Anfang einL.N. Muhr hat geschrieben:Ich bekomme es nicht mal für dieses Zitat halbwegs ordentlich entschachtelt.
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[quote="Bully"][quote="L.N. Muhr"]„Weisen Sie Mittelmäßigkeit wie eine Seuche zurück, verbannen Sie sie aus ihrem Leben.“ – Buck Rogers
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Re: Mein Freund Dahmer
Nein, das meine ich nicht. Sondern dass im HTML ein einziger Fließtext aus verschachtelten Quotes zu sehen ist, ohne Freizeichen, ohne Absatz...
Lass dir das originalposting mal im Zitat anzeigen, dann siehst du was ich meine. Da ist dann auch kein Reingehen mehr, weil alles eng an eng klebt. Unhöflich, das. Ich hab das jetzt nur so verstümmelt, weil man maximal drei Ebenen ineinander verschachteln kann und ich irgendwo irgendeine Ebene rausnehmen musste, aber da einfach kein Reinkommen war.
Davon abgesehen dass, wie gesagt, Zitatzerpflückung in meinen Augen für schlechte Argumentation spricht, weil ein gutes Argument stringent ist.
Lass dir das originalposting mal im Zitat anzeigen, dann siehst du was ich meine. Da ist dann auch kein Reingehen mehr, weil alles eng an eng klebt. Unhöflich, das. Ich hab das jetzt nur so verstümmelt, weil man maximal drei Ebenen ineinander verschachteln kann und ich irgendwo irgendeine Ebene rausnehmen musste, aber da einfach kein Reinkommen war.
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Re: Mein Freund Dahmer
Mit den Quoten und fehlenden Absätzen: Sorry.
Mit dem Häppchen - eigentlich sind es mehrere Argumente, mit denen ich mehrere Deiner Argumente erwidern will; mein Brot und meinen Aufschnitt kaufe ich nämlich auch in Scheiben, um einen Vergleich aus einem anderen Thread zu verwenden.
Wenn ich Dir agro vorkommen tut es mir leid, anscheinend nimmst Du mich aggressiver war, als ich mich fühle. Möglicherweise bist Du auch weniger aggressiv, als ich Dich wahrnehme.
Das ändert aber nichts daran, dass ich Deine Interpretation dieses Satzes nicht teile, aber aus Gründen, die absolut nichts damit zu tun haben, dass ich Dir einen reinwürgen will oder so. Evt. bin ich einfach nicht ganz das anvisierte Publikum, welches tatsächlich genau das Erstaunen/Erschrecken empfindet, welches zu der Frage passt.
Zu "Steven King": ich bin mir ziemlich sicher, Deine Mustererkennung ist in der Lage, damit klarzukommen. Wer ohne Steine ist, der ziehe den ersten Balken aus dem Auge, oder so. *Ein Auge zudrück
Mit dem Häppchen - eigentlich sind es mehrere Argumente, mit denen ich mehrere Deiner Argumente erwidern will; mein Brot und meinen Aufschnitt kaufe ich nämlich auch in Scheiben, um einen Vergleich aus einem anderen Thread zu verwenden.
Wenn ich Dir agro vorkommen tut es mir leid, anscheinend nimmst Du mich aggressiver war, als ich mich fühle. Möglicherweise bist Du auch weniger aggressiv, als ich Dich wahrnehme.
Das ändert aber nichts daran, dass ich Deine Interpretation dieses Satzes nicht teile, aber aus Gründen, die absolut nichts damit zu tun haben, dass ich Dir einen reinwürgen will oder so. Evt. bin ich einfach nicht ganz das anvisierte Publikum, welches tatsächlich genau das Erstaunen/Erschrecken empfindet, welches zu der Frage passt.
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Re: Mein Freund Dahmer
Habe ich getan und exakt deswegen weiß ich ja, dass du einfach nur zu viel gekürzt hast. Sollte wohl so aussehen, oder?L.N. Muhr hat geschrieben:Lass dir das originalposting mal im Zitat anzeigen
Und wenn du erstmal das hast, ist der Rest eigentlich recht einfach. Z.B. so:Bully hat geschrieben:Ersetze meinethalben "schlimme Gegenden" mit "schlimmeren Gegenden als dieser hier", wenn das das gemeinte Vorurteil sein soll.L.N. Muhr hat geschrieben:Nein, hiess es nicht. Auch das ist ein unzulässiger Umkehrschluss.Ich bezweifele, dass das fragliche Vorurteil so kompliziert war. Leuten mit Vorurteilen sind solche Unterschiede egal, da solches Differenzieren ja eine geistige Auseinandersetzung mit dem vermuteten Zusammenhang "Heimatgegend-Tendenz zum Serienmörder" darstellen würde. Was dem Sinn von Vorurteilen (nicht weiter drüber nachdenken müssen) zuwiderliefe.Das Vorurteil hiess "Wer hätte gedacht, dass aus einer so heimeligen Gegend...". Was heisst, laut Vorurteil können Serienmörder überall herkommen, nur nicht aus der heimeligsten aller Gegenden. Es gibt aber nicht nur ganz schlimme und ganz heimelige Gegenden.
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Wenn ich _eine einzige_ Sache kritisiere, wertest Du das als Fliegensuche. Fliegen sind was anderes, außer, Du bist extrem perfektionistisch. Aber Du darfst mich gerne auf ig setzen, wenn Du alles, was ich schreibe, als Angriff siehst.
Oder, wenn man das Quoting gleich BTW repariert, so:Bully hat geschrieben:Wer hätte gedacht, dass Backderf mit dieser rhetorische Frage die Bürger seiner Heimatgegend meint, und nicht seine Leserschaft? Ich nicht.Backderfs Formulierung soll nicht die Vorurteile der ganzen Welt implizieren, sondern das Erstaunen der Bürger jener Gegend, die 15 Jahre später mit Dahmers Taten sehr direkt konfrontiert wurden.
Aber gut, ich kann eben nicht nur HTML, sondern habe auch mit BB Code ziemlich große Erfahrungen.Bully hat geschrieben:Wer hätte gedacht, dass Backderf mit dieser rhetorische Frage die Bürger seiner Heimatgegend meint, und nicht seine Leserschaft? Ich nicht.L.N. Muhr hat geschrieben:Backderfs Formulierung soll nicht die Vorurteile der ganzen Welt implizieren, sondern das Erstaunen der Bürger jener Gegend, die 15 Jahre später mit Dahmers Taten sehr direkt konfrontiert wurden.
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Re: Mein Freund Dahmer
Nein, Ming.
Bully hat's kapiert.
Wie gesagt: mir ging es exakt um die mögliche mehrfache Bedeutung des Satzes, nicht darum, irgendwie rauszufinden, welche der möglichen Bedeutungen wahrer ist. Ich nehme den Text eben als hochgradig subjektiv gefärbt wahr, nicht zuletzt durch die Schlußseiten geprägt. Backderf verarbeitet ganz massiv sein eigenes Entsetzen. Es ist eben keine objektive Dokumentation, der Titel deutet's ja schon an. Darum hat mich der Satz (der mir auch beim Übersetzen auffiel) auch nicht gestört, als ich ihn mal in diesen Kontext gesetzt habe. Das Buch hat nicht eine Hauptfigur, sondern zwei; eine davon ist der Erzähler selbst. Alles, was er berichtet, ist gefärbt durch seine subjektive Wahrnehmung.
Bully hat's kapiert.
Wie gesagt: mir ging es exakt um die mögliche mehrfache Bedeutung des Satzes, nicht darum, irgendwie rauszufinden, welche der möglichen Bedeutungen wahrer ist. Ich nehme den Text eben als hochgradig subjektiv gefärbt wahr, nicht zuletzt durch die Schlußseiten geprägt. Backderf verarbeitet ganz massiv sein eigenes Entsetzen. Es ist eben keine objektive Dokumentation, der Titel deutet's ja schon an. Darum hat mich der Satz (der mir auch beim Übersetzen auffiel) auch nicht gestört, als ich ihn mal in diesen Kontext gesetzt habe. Das Buch hat nicht eine Hauptfigur, sondern zwei; eine davon ist der Erzähler selbst. Alles, was er berichtet, ist gefärbt durch seine subjektive Wahrnehmung.
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Re: Mein Freund Dahmer
Hier gibt es ein siebenminütiges Mini-Feature mit szenischer Lesung und Autoreninterview vom Deutschlandradio:
http://wissen.dradio.de/graphic-novel-m ... _id=250052
Und auf der NTV-Website eine lange, hymnische Rezension (mir ist immer noch kein Verriß untergekommen):
http://www.n-tv.de/leute/buecher/Mein-S ... 37241.html
http://fm4.orf.at/stories/1719758/
http://wissen.dradio.de/graphic-novel-m ... _id=250052
Und auf der NTV-Website eine lange, hymnische Rezension (mir ist immer noch kein Verriß untergekommen):
http://www.n-tv.de/leute/buecher/Mein-S ... 37241.html
FM4 zitiert ganz viele Panels aus dem Comic:Die Stärke des Buches ist jedoch vor allem, dass Backderf Zwischentöne zulässt. Zwar schwebt bei der Lektüre das Wissen um Dahmers Taten immer im Hinterkopf mit. Doch der Autor verzichtet auf eine Vorverurteilung und stellt Dahmer nicht als perverses Monster dar, wie es viele Medien nach dessen Verhaftung taten. So nimmt etwa die Darstellung von Dahmers Einsamkeit und persönlichen Problemen viel Raum ein: die Selbstverleugnung aufgrund seiner Homosexualität, die gesundheitlichen Probleme der Mutter, die Scheidung der Eltern, der Alkoholismus, schließlich auch das Fehlen echter Freunde. Zudem wird gezeigt, dass Dahmer immer wieder versuchte, seinen Fantasien zu entkommen, gegen sie anzukämpfen. Backderf will die späteren Taten aber keinesfalls mit dem persönlichen Schicksal des Jugendlichen entschuldigen, auch wenn dessen Darstellung in gewisser Weise Verständnis für den späteren Serienmörder weckt und zu einer gruseligen Zwiespältigkeit der Figur führt. Unmissverständlich macht der Autor klar, dass sein Mitgefühl an dem Punkt ende, an dem Dahmer zum Mörder wurde.
http://fm4.orf.at/stories/1719758/
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Re: Mein Freund Dahmer
Ich habe es auch verstanden, so ist es nicht. Und da ich nun einmal im FidoNet sozialisiert wurde, kenne ich diese Art der Diskussion zur Genüge und finde sie natürlich auch recht brauchbar. Man kann eben so sehr gezielt auf Teilaspekte eingehen. Und man kann bekanntlich Stringenz auch in kleinen Häppchen sehr gut transportieren, so ist das nicht. Aber ich weiß auch, dass dir diese Art der Diskussion grundsätzlich nicht liegt. Obwohl man so eigentlich recht gut auf einem Homonym oder sonstige Äquivokationen aufmerksam machen kann. Auf der anderen Seite hat aber Bully mit seiner Frage nach der Zielperson der Frage so unrecht nicht, schließlich handelt es sich hierbei um ein ausgewachsenes Oxymoron. Allerdings hatte ich mit Oxymora noch nie Probleme, schließlich ist das Leben oft eine einzige Doppeldeutigkeit, daher kann ich deinen Standpunkt sehr gut nachvollziehen. Aber nicht alle Menschen kommen mit Formulierung, die aus sich scheinbar widersprechenden oder gar gegenseitig ausschließenden Begrifflichkeiten gebildet werden, ohne weiteres klar.L.N. Muhr hat geschrieben:Nein, Ming. Bully hat's kapiert.
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Re: Mein Freund Dahmer
Neee. Still not.Ming der Grausame hat geschrieben:Ich habe es auch verstanden,L.N. Muhr hat geschrieben:Nein, Ming. Bully hat's kapiert.
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Re: Mein Freund Dahmer
Du bist der Meinung, dass das gezielte Eingehen auf einzelne Argumente, die durch ein entsprechendes Qouting ausgezeichnet werden, ein schlechter Argumentationsstil ist. Diese deine Meinung teile ich eben grundsätzlich nicht. Ferner bist du der Ansicht, dass diese Form der Argumentation nicht stringent sei. Bei allem Respekt, aber das ist eher ein Ausdruck eines sehr rotzigen und ausgesprochen dreisten Argumentationsstiles. Die Eigenschaft eines Arguments wird nämlich nicht an seiner literarischen Form festgemacht, sondern an seine formale Korrektheit und an der Gültigkeit der Prämissen gemäß der Logik. Und genau diese Eigenschaften lassen sich durch das entsprechende gezielte Eingehen auf ein Quoting sehr gut verifizieren. Da wird eben auf ein Argument mit einem anderen Argument direkt gekontert und das ist nicht nur extrem stringent, sondern auch im Sinne der Argumentationstheorie geradezu formvollendet.
Es setzt allerdings den Willen voraus, sich auf solch einen Argumentaustausch einzulassen. Und exakt dieser Wille fehlt dir schlicht und einfach, denn das setzt fundamental voraus, dass man die Argumente des Antagonisten ernst nimmt.
C'est la vie!
Es setzt allerdings den Willen voraus, sich auf solch einen Argumentaustausch einzulassen. Und exakt dieser Wille fehlt dir schlicht und einfach, denn das setzt fundamental voraus, dass man die Argumente des Antagonisten ernst nimmt.
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„Weisen Sie Mittelmäßigkeit wie eine Seuche zurück, verbannen Sie sie aus ihrem Leben.“ – Buck Rogers
#The World from the nefarious Ming the Merciless
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