Der "Liest zur Zeit" Thread

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 10. März 2016 10:00

Gelesen:

The Red: First Light von Linda Nagata

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Linda Nagata is John Scalzi in gut.

Was das Buch ist: Millitary SF, die in relativ naher Zukunft spielt. Da Das Buch überraschend sanfte Klänge anschlägt (troz hohem Action Factors) fällt es mir schwer den Inhalt zu beschreiben ohne reiserrisch zu werden.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Bungle » 10. März 2016 20:47

Teddy hat geschrieben:
Bungle hat geschrieben:"Amalthea" von Neal Stephenson.
Sehr ambitionierter Roman. Episch erzählt, interessantes Thema: Wie kann die Menschheit fortexistieren, wenn der Mond zerstört wird und auf der Erde durch die Mondtrümmer alles Leben ausgelöscht wird. Für mich jedoch enthält der Roman bis jetzt zu viel Infodump. Den bringt Stephenson auch mal mitten ein einer spannenden Szene.
Da würde mich mal deine Meinung interessieren, wenn du mit dem Buch durch bist. Nach Lensmans vernichtender Kritik habe ich das Buch erstmal ganz nach hinten auf meiner Wunschliste verschoben. Da mir Cryptonomicon, der Barockzyklus und Anathem aber ausgesprochen gut gefallen haben, habe ich den Roman noch nicht ganz abgeschrieben...

So 1050 Seiten gelesen. Ein große Erzählung, eine außergewöhnlicher Zukunftsentwurf. Mit Schwächen. So hat sich Stephenson zur Gesellschaft von "Blau und Rot" nicht viel Neues einfallen lassen. Diese Blöcke hat mir arg an die Antogonisten im Kalten Krieg erinnert. Da war die Gesellschaft derWurzelmenshcen schon plausibler. Aber die die Habitate und die Wiege, das beweist Stephenson schon seine äußergewohnliche Phantasie. Das Ende ist aber eindeutig unbefriedigend. Das sieht nach einer Weiterführung aus. Die Pings kommen einfach zu kurz. Über die will ich mehr lesen.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Fjunch-Klick » 10. März 2016 20:55

Knochenmann hat geschrieben:Gelesen:

The Red: First Light von Linda Nagata

Linda Nagata is John Scalzi in gut.

Was das Buch ist: Millitary SF, die in relativ naher Zukunft spielt. Da Das Buch überraschend sanfte Klänge anschlägt (troz hohem Action Factors) fällt es mir schwer den Inhalt zu beschreiben ohne reiserrisch zu werden.
John Scalzi ist gut. Zumindest die zwei seiner Geschichten, die ich kenne: Eine Novelle in der Sammlung "Metatropolis" und der Roman "Der wilde Planet". Dann muss Linda ja grandios sein. :freude:

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Bungle » 11. März 2016 15:35

Lensman hat geschrieben:@Teddy:
"Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" sind in sich abgeschlossene Romane. Der dritte Band "Der Gefangene des Himmels" wartet noch auf mich im SUB. :D
Bei mir auch. :) Phantastik auf hohem literarischen Niveau.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Lensman » 14. März 2016 11:46

Heute Nacht zu Ende gebracht:

Peter Watts - "Echopraxia"

Bild

Ein sehr ambivalenter Roman. Viele tolle Ideen, viele Hard-SF-Elemente, ansprechende Ausflüge in Kosmologie, (Neuro-)Biologie, Philosophie und Theologie. Das alles kann man goutieren. :) Dem gegenüber steht eine eher verworrende Geschichte. Während der Hauptcharakter Daniel Brüks noch einigermaßen ausgearbeitet wird, bleiben die anderen Personen fragmentarisch. Dem Anfang der Geschichte kann man noch ganz gut folgen kann (auch ohne "Blindflug" gelesen zu haben - einige Infodumps helfen); dann wird der Storyverlauf nach dem ersten Viertel zunehmend sprunghaft. Manches kann man erraten, manches wird im Nachhinein erklärlich, aber vieles bleibt auch verworren. Darin liegt meines Erachtens der größte Mangel dieses ansonsten interessanten Romans. Die Erzählstruktur (d. h. wer wann was wo wieso macht) lädt wenig zum Weiterlesen ein. Der Autor schenkt dem Erzählfluss zu wenig Aufmerksamkeit, worunter das Handlungsverständnis sehr leidet. Dazu kommen eben z. T. wenig nachvollziehbare Verhaltensweisen wichtiger Personen (Valerie, der Soldat Jim); irgendwann wird der Roman mühselig und nicht allzu unterhaltend. Das ist schade, denn die Anlage zu einem großen SF-Werk ist durchaus vorhanden. So ist das leider schiefgegangen. :kopfschuettel:

6 von 10 außerirdische Gedichte in DNA

meint
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Hört:

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von andy » 15. März 2016 14:39

Ich bin wieder - nach ein paar Irrungen und Wirrungen bei der Buchauswahl - ganz auf dem SF-Trip:

Ich lese "Leviathan erwacht" von Corey und höre "Der Jesus-Deal" von Andreas.

Bei Leviathan bin ich ich ungefähr in der Hälfte. Das ist alles interessant und spannend, aber so ganz will der Funke nicht überspringen. Irgendwie verliert sich die Geschichte im Klein-klein. Ach, ich weiß auch nicht. Eigentlich wollte ich die Reihe durcharbeiten, bin mir jetzt aber nicht sicher, ob sich das lohnt.

Auch beim Jesus-Deal habe ich jetzt die Hälfte gehört. Ein Genuss. Mir macht das Buch bisher einfach großen Spaß. Ich meide den Thread hier im Forum bis ich durch bin, dann schreibe ich meine Eindrücke dort auf. Ich hoffe, Andreas hält das alles bis zum Ende durch.

Andy

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Lensman » 17. März 2016 09:24

In zwei Urlaubstagen flott weggelesen:

Lauren Beukes - "Broken Monsters"

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Solide konstruierte und handwerklich einwandfrei ausgeführte Mischung aus Thriller und Gruselroman mit kleinen phantastischen Elementen. Zunächst die klassischen Thrillerelemente: ein scheinbar irrer Serienkiller, eine geschiedene Polizistin mit naseweis-übermütig pupertierender Tochter und einige grausame Morde. Soweit, so typisch. Man könnte Lauren Beukes schon dafür loben, dass sie dieses Setting erfreulich gut praktisch umgesetzt (Da scheitern ja schon genug Autoren dran. *augenrollen*). Interessant wurde der Roman für mich dadurch, dass die Autorin eine Reihe gegenwartskritischer Episoden geschickt einbaut, so z. B. verschiedentlich die Auswirkungen von Internet/Social Media: auf ihre Tochter und deren beste Freundin, auf einen voyeuristischen Möchtegern-Journalisten, auf die Arbeit der Polizei und - wenn man so will - auf den irren Mörder. Desweiteren scheint die Autorin genau angeschaut zu haben, wie es in Detroit, dem Schauplatz der Handlung, mit dem sog. American Dream zu Ende gegangen ist. Deutliche und imho sehr realistische sozialkritische Töne. Diese Aspekte sind sehr gegenwartsbezogen und lesen sich auch so. Der Roman ist von 2014, deutsch von 2015. Wenn man den phantastisch angehauchten Plot am Schluss weglässt (der nur mäßig überzeugt), könnte fast alles so passiert sein, wie die Verfasserin es darstellt. Abschließend merke ich an, dass der Roman einen wirklich guten Spannungsbogen hat (Sonst hätte ich die 540 Seiten nicht in zwei Tagen geschafft).
Für Fans des Thriller-Genres definitiv eine Empfehlung. :prima:

8 von 10 zusammengeklebten Leichen :o

Es grüßt
Lensman

PS: Als Tip empfehle ich, zu Beginn ein Personenverzeichnis anzulegen. Die ersten 50 Seiten werden sonst schnell etwas unübersichtlich. Es lohnt sich aber, dran zu bleiben.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Khaanara » 18. März 2016 08:10

Science Fiction Hall of Fame 01 von Robert Silverberg (Hrsg.)

Bild

Urlaubslektüre :D

Inhalt laut Golkonda:
Inhalt:

Γ »Einleitung« von Robert Silverberg (1970)
Γ »Eine Mars-Odyssee« von Stanley G. Weinbaum (1934)
Γ »Abendämmerung« von John W. Campbell, Jr. (1934)
Γ »Helena« von Lester del Rey (1938)
Γ »Die Straßen müssen rollen« von Robert A. Heinlein (1940)
Γ »Der mikrokosmische Gott« von Theodore Sturgeon (1941)
Γ »Einbruch der Nacht« von Isaac Asimov (1941)
Γ »Der Waffenladen« von A. E. van Vogt (1942)
Γ »Gar elump war der Pluckerwank« von Lewis Padgett (1943)
Γ »Zuflucht« von Clifford D. Simak (1944)
Γ »Arena« von Fredric Brown (1944)
Γ »Erstkontakt« von Murray Leinster (1945)
Γ »Nur eine Mutter« von Judith Merril (1948)
http://golkonda-verlag.de/cms/front_con ... ?idart=608

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Catalpa » 18. März 2016 08:53

Khaanara hat geschrieben:Science Fiction Hall of Fame 01 von Robert Silverberg (Hrsg.)
Das wollte ich mir auch noch zulegen. Was spontan auffällt: Ausschließlich Amerikaner! Es sind nicht mal Briten dabei. War es das Ziel der Anthologie die besten amerikanischen Erzähler zusammenzubringen, oder gab es zu der Zeit nichts Vergleichbares im Rest der Welt? Bei diesen frühen Klassikern kenne ich mich noch nicht sonderlich gut aus.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ender » 18. März 2016 12:44

Catalpa hat geschrieben:Was spontan auffällt: Ausschließlich Amerikaner! Es sind nicht mal Briten dabei. War es das Ziel der Anthologie die besten amerikanischen Erzähler zusammenzubringen, oder gab es zu der Zeit nichts Vergleichbares im Rest der Welt?
Nun ja, diese Liste wurde damals von den "Science Fiction Writers of America" zusammengestellt. Und böse Zungen behaupten ja, dass Amerikaner nicht gerade dafür bekannt seien, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. :naughty:

Im zweiten Band wird mit Arthur C. Clarke dann immerhin ein Brite vertreten sein.
Ich darf mich mal selbst zitieren
.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Naut » 18. März 2016 13:37

Ender hat geschrieben:
Catalpa hat geschrieben:Was spontan auffällt: Ausschließlich Amerikaner! Es sind nicht mal Briten dabei. War es das Ziel der Anthologie die besten amerikanischen Erzähler zusammenzubringen, oder gab es zu der Zeit nichts Vergleichbares im Rest der Welt?
Nun ja, diese Liste wurde damals von den "Science Fiction Writers of America" zusammengestellt. Und böse Zungen behaupten ja, dass Amerikaner nicht gerade dafür bekannt seien, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. :naughty:

Im zweiten Band wird mit Arthur C. Clarke dann immerhin ein Brite vertreten sein.
Ich darf mich mal selbst zitieren
.
Das ist natürlich polemisch. :) In Wahrheit kann im Prinzip jeder Mitglied der SFWA werden, vielleicht damals noch nicht, weshalb in dem Band noch keine europäische oder sonstige SF vertreten war. Aber später war ja z.B. Lem mal Mitglied der SFWA, und auch viele andere.
Und natürlich gab und gibt es eine Menge Leute in den USA, die sich für internationale SF interessieren. Guckt mal, für welchen Markt die ganzen asiatischen und afrikanischen Autoren zuerst übersetzt wurden. Allein, der US-Markt ist riesig, groß genug, um sich selbst zu genügen. Und groß genug, um nur durch seine Übersetzungen auch Europa mit abzudecken.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ender » 18. März 2016 13:51

Naut hat geschrieben:
Ender hat geschrieben:Und böse Zungen behaupten ja, dass Amerikaner nicht gerade dafür bekannt seien, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. :naughty:
Das ist natürlich polemisch. :)
Absolut! Aber so sind sie nun mal, diese bösen Zungen. Echt schlimm :D

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Lensman » 20. März 2016 09:40

Die Urlaubswoche ist vorbei, aber einen habe ich noch geschafft:

Nancy Kress - "Moskito" (1998)

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Handwerklich solider und spannend erzählter Thriller. In Maryland, USA, sterben plötzlich auffällig viele Menschen an Schlaganfällen. Als Ursache wird eine Seuche festgestellt, die durch Mücken übertragen wird. Und die Seuche befällt nur Menschen mit Sichelzellenanlage - also solche Menschen, die natürlicherweise gegen Malaria geschützt. Und das sind praktisch ausschließlich farbige Menschen afrikanischer (und z. T. asiatischer) Abstammung. Die ideale biologische Waffe, um "die Nigger zu bekämpfen", denkt zumindestens eine der Protagonisten, selbst farbig und promovierte Medizinerin bei der amerikanischen Seuchenschutzbehörde. Sie glaubt an eine rassistisch begründete Verschwörung in den USA, da der Nachweis gelingt, dass die Seuche gentechnisch hervorgerufen wurde. Der zweite Protagonist ist ein junger FBI-Agent, der an der Aufklärung der Hintergründe arbeitet. Auch er erkennt eine Verschörung, glaubt aber nicht an rassistische Beweggründe.
Aus dieser Ausgangssituation schafft Nancy Kress einen gelungenen Thriller, der sowohl unterhaltsam und spannend ist, als auch den Bezug zur Realität nicht aus den Augen verliert. Die biologischen Grundlagen, die Arbeit von Seuchenbekämpfern und des FBI scheinen mir gut recherchiert. Auch der Plot, die Auflösung am Schluss ist gelungen und für den Leser nicht erratbar, aber trotzdem durchaus plausibel (Über Glaubwürdigkeit kann man immer streiten).
Was habe ich zu bemängeln? Na ja, wirklich originell ist die Geschichte nicht. :mad: Einige Personen agieren doch sehr klischeehaft bzw. wirken sehr nach Schablone gezeichnet. Die Love-not-love-story des FBI-Agenten ist mir deutlich auf die Nerven gegangen (imho ziemlich überflüssig). Also überschaubare Mängel.
Für Fans realitätsnaher Thriller eine Leseempfehlung, für SF-Fans immerhin leichte und unterhaltsame Lesekost. :prima:

7 von 10 Anopheles readii

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Bungle » 20. März 2016 16:17

Kurz mal Kurzgeschichten dazwischen geschoben. Zwielicht 4.

Interessante und gute Geschichten, wenn gleich im Durchschnitt zu drastisch. Aber ich bin nocht nicht fertig. Der Sekundärteil widmet sich "Klassikern" wie Blackwood und Storm, die mehr auf eine unheimliche Atmosphäre setzen.

Daneben mit "Cibola brennt" von James Corey angefagen.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Lensman » 21. März 2016 08:59

Ein tiefer Griff in's Klo ... :cry:

Stephen R. Donaldson - "Die wahre Geschichte" (Amnion-Zyklus Bd. 1)

Bild

Nachdem mein Besuch gestern Abend kurzfristig abgesagt hat, habe ich mir doch noch ein Buch aus dem SUB gegriffen. Hätte ich es bloß nur gelassen. :kopfschuettel: :oops:
Dieser erste Band des (ansonsten hochgelobten) Amnion-Zyklus ist eine einzige Katastrophe. Unsympathische, schablonenhafte Charaktere, eine Handlung, der man zwar folgen kann, die aber mehr oder weniger sinnfrei bleibt und die nirgends auch nur Ansätze von großartiger Science Fiction zeigt. Vielleicht kommt da ja in den Folgebänden noch etwas, aber dieser erste Band wirkt wie ein lustlos dahingeschriebenes Prequel, um irgendeine Lücke in der Gesamtstory zu füllen. Darüberhinaus scheint das Buch auch außerordentlich schlampig übersetzt zu sein. Das passt eigentlich nicht zu Horst Pukallus, der als Übersetzer angegeben ist. Und mir fehlt auch die Originalausgabe zur Überprüfung, aber der Eindruck bleibt.
Fazit: Das war gar nichts. Finger weg!

1 von 10 neurale Zonen-Implantate :nein:

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