[Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Was war denn an Thanus tragisch? Der war normal größenwahnsinnig.
heino
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von heino »

Tragisch ist, dass er ein richtig erkannter Problem auf die falschest mögliche Weise lösen will. Aber im Kern ist er wahnsinnig, das ist natürlich richtig
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Thanos hat das typische Grundproblem, er sieht sich als der Einzige, der weiß, wie man den (Welt)(kosmischen)frieden herstellen kann. Mit dem die Mittel heiligenden Zweck und den notwendigen Opfern, ob nun einer oder Milliarden, ist dabei irrelevant. Vor allem wissen solche Leute, was gut für die anderen ist, und treffen die Entscheidung.
So wie bei den Watchmen mit dem Alien.
Letztendlich macht es aber alles nur noch schlimmer, weil natürlich die Konsequenzen, in diesem Fall die Trauer und die Bewältigung des Schmerzes, nicht bedacht werden - und dass sich letztendlich natürlich gar nichts ändert, nur weil es weniger sind.
Für verrückt halte ich ihn nicht, er ist sogar sehr rational, und weil er eh schon so mächtig ist, eben auch, wie Lapis sagt, größenwahnsinnig, weil er sich als Heilsbringer sieht. Er hat ein hehres Ziel und das muss er erreichen.
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Doop
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von Doop »

Und für dieses Ziel opfert er dann auch seine Lieblingstochter. Das tut er nicht aus Sadismus, wie ein 08/15-Bösewicht, sondern er trauert ja tatsächlich um sie. Er tötet sie für ein aus seiner Sicht unendlich höheres Ziel: die dauerhafte Existenz des Lebens an sich. Er umgibt sich zwar mit sadistischen Helfern, ist aber selbst kein Sadist in dem Sinne, dass ihm sein Tun Freude bereiten würde. Und um sein Werk zu schützen, gibt er sogar die unendliche Macht auf, die ihm die Infinity-Steine gaben und vernichtet diese.

Thanos ist komplex, nicht umsonst gibt es ja in einer Folge „What if…“ einen ziemlich „guten“ Thanos. Thanos hätte ohne seine verdrehte Sicht auf das Universum und mit einem guten Einfluss auch ein Held werden können.
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lapismont
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Seine Tochter für ein Ziel zu opfern, dass man für richtig hält, ist in meinen Augen keine Tragödie, sondern dämlich. Und es weichspült die Tatsache, dass er kaltblütig ein halbes Universum killt. Tragisch ist das Schicksal seiner Opfer, er ist keine tragische Figur, sondern strunzdumm. Also in meinen Augen, kenne weder die Comics noch weitere Thanusauftritte. Von daher hab ich nur seine Aktionen in den Endgame-Filmen und das fand ich einfach nur hirnrissig. So wie der Krieg um Eieraufschlageriten bei Gulliver.
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ich bin ganz bei Doop.
Und eine tragische Figur ist er nicht, das hat auch keiner behauptet. Sein Verhalten ist nicht dämlich, da es auf seiner verdrehten Weltsicht begründet und in sich schlüssig ist. Es ist erklärbar und nachvollziehbar. Pathologisch und irrwitzig, keine Frage, aber jederzeit begründet und motiviert.
Und ich kenne ihn auch nur aus den Filmen.
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Das Verhalten ist schon dämlich weil: was soll die halbierung bringen? Wir alle kennen ja dieses blöde Seerosen Teich Rechenbeispiel wo sich die Seerosen jeden Tag verdoppeln.

Eine Hlabirung bringt da nciht soviel wie man glaubt.
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ja, das hat man ihm ja auch gesagt, und jeder hat gewusst, dass es ein Trugschluss ist (vor allem wie du sagst, verdoppelt es sich ja wieder schnell). Aber nach seiner Berechnung funktioniert es halt. Ich will darauf raus, es ist in sich schlüssig, was er tut - deswegen kann es trotzdem falsch sein.
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von heino »

Thanos im Comic ist tatsächlich eine wesentlich uninteressantere Figur, die hauptsächlich nur deshalb mit Hilfe des Infinity Gauntlets die Hälfte des Universums töten will, um seinen Schwarm Tod (im Comic "The Infinity Gauntlet" in Gestalt einer Frau unterwegs) von seiner Liebe zu überzeugen. Ansonsten ist er dort schlicht wahnsinnig und ein sadistischer Despot. Im Film ist er wirklich viel interessanter geschildert.
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von lapismont »

Ist mir komplett entgangen. Aber ich mochte Ant Man. Aber am coolsten sind Wanda in Wandavision und Deadpool.
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von Valerie J. Long »

Der Film-Thanos ist wirklich strunzdumm. Wenn die Infinity-Steine so mächtig ist, dann kann man auch die andere Seite der Waage (Thanos' Lieblingsgleichnis) verändern und den Platz verdoppeln.
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von Hahlebopp »

heino hat geschrieben: 6. Juni 2023 10:22 Thanos im Comic ist tatsächlich eine wesentlich uninteressantere Figur, die hauptsächlich nur deshalb mit Hilfe des Infinity Gauntlets die Hälfte des Universums töten will, um seinen Schwarm Tod (im Comic "The Infinity Gauntlet" in Gestalt einer Frau unterwegs) von seiner Liebe zu überzeugen. Ansonsten ist er dort schlicht wahnsinnig und ein sadistischer Despot. Im Film ist er wirklich viel interessanter geschildert.
Sowohl Comic als auch Film sind da nicht so ganz gelungen, wenn es darum geht Thanos Handeln auch wirklich sinnvoll und "logisch" zu erklären. Aber insgesamt gelungen fand ich's dann trotzdem, sowohl die Film- als auch Comic-Variante. Und ich empfand Thanos in den Comics auch ganz und gar nicht einfach nur als den üblichen 0815- "ich bin böse weil ich böse bin" Schurken.
Für mich muss ein guter Schurke auch immer eine tragische Figur sein, bei der man auch irgendwie nachvollziehen kann, warum er so geworden ist, wer er ist. Und das ist auch im Comic durchaus gegeben, finde ich zumindest.
Ich meine mich auch zu erinnern, dass es zudem im Comic längst nicht nur Lady Death ist, die sein Handeln bestimmt. Kann aber auch sein, dass dieses Thema erst in späteren Comics etwas vertieft wurde. (Also nach "The Infinity Gauntlet" - welcher ja die eigentliche Vorlage für die Infinity-Filme bildete.) Habe auch danach noch sehr viele andere Comics rund um Thanos gelesen und vielleicht bringe ich da etwas durcheinander.
Spätere Autoren, nach Jim Starlin, haben dann aber teils wirklich aus Thanos eine ziemlich platte Schurkenfigur gemacht. Leider!

Einige Sachen haben mir dann in der Comic-Vorlage sogar um einiges besser gefallen.
Z.B. gibt es da diese eine Stelle - ich glaube, das passierte dann auch erst nach "The Infinity Gauntlet" -, in welcher die Frage gestellt wird, wie denn die Avengers und die Guardians am Ende Thanos besiegen konnten, wo er doch durch den Besitz sämtlicher Infinity Steine eigentlich allmächtig war. Und die Antwort lautet dann:
Weil er eigentlich, tief in seinem Inneren, besiegt werden "wollte" ... :kopfkratz: :prima:
heino
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Re: [Marvel] Ant-Man and the Wasp: Quantumania

Ungelesener Beitrag von heino »

In Infinity Gauntlet wird meiner Erinnerung nach gar nichts dazu gesagt, wie Thanos so wurde. Da wird er einfach als liebeskranker Tyrann dargestellt, der Nebula foltert, weil er Freude am Sadismus hat. Die von dir erwähnte Antwort erfolgt am Ende, als Adam Warlock ihn in seinem Exil besucht und die beiden einfach nur miteinander reden.

Dass andere Autoren ihn aber gänzlich eindimensional schilderten, ist absolut richtig. Ich erinnere mich an ein Marvel/DC-Crossover, in dem Silver Surfer und Green Lantern gegen ihn antraten und er einfach nur alles zerstören wollte, ohne einen halbwegs plausiblen Grund dazu zu haben
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