The Hammer - K J Parker

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

So, neues Buch von Parker, an dem ich Wohlgefallen finde, nämlich "The Hammer"

Bild

Da ist eine Muskete drauf und im ersten Kapitel werde "Guns" erwähnt, es spielt also zumindest später als Parkers übliche Bücher.

Und im ersten Kapitel bekommen wir schon die volle Ladung:

Der (vermutliche) Hauptprotagonist bekommt zu seinem siebenden Geburtstag drei Hühner geschenkt damit er Verantwortung lernt. Die werden aber nach und nach gefressen, vom vermutlich letzen wohl der Insel, wegen eines morgensc Zaufpfosten, den der ältere Bruder "austaschen wird sobald er eine Minute Zeit hat" (das wirderholt sich im ersten Kapitel oft). Hühner sterben, der Protagonist traut sich nciht zu sagen das er einen Wolf gesehen hat (wer würde das gleuben?, lol) baut eine Wolffalle und verbrennt den Wolf in einem Holzschuppen wo leider auch der Halbe Holzvorrat für den Winter lag und 120 brandneue Zaunpfosten. Niemand vergreift sich an Familieneinentum!

Da wird ein schönes Bild gezechnt, die Familie: offenstichlich Räuber im Wald die keiner geregelten Arbeit nachgehen und deren ganzer Besitz wegen Unfähigkeit verkommt, der Protagonist: Parkertypisch klug, moralsich flexibel and aktiv.
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Knochenmann
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

10%

Wir erfahren was über die Kolonie: die wurde vor 70 Jahren oder so gegründet um Silber abzubauen, gabs aber nicht und der ökonomische Faktor ist jetzt Rinderzucht. die Kolonisten stehen unter der Geisel der "alten Heimat", man hat zivilisation und zahlt Steuern.

Auf der anderern Seite die mer'Orc Familie, vertriebene Adelige die sich einen Tafelberg unter den Nagel gerissen haben und all das nicht tuen. Leben ihr leben als "Gentleman" die eigendlich über "Arbeit" stehen, sind vielleicht noch sowas die Raubritter aber schon auf dem Weg zur Räuberbande. Wenns denn auf der Insel was zu Rauben gebe. Das Arbeitskapital der mer'Orc Familie: 6 Pistolen. Die Familie wird gedultet weils auf der Insel noch Ureinwohner gibt, Nomaden, technisch hinten aber viele, und die Familie ist die einzige mit Waffen.

Schöne Chemie!

Hauptprotagonist Gio geniest einen freien Tag und schleicht sich in die "Stadt" (Ein Geschäft, 10 Häuser). Der ist Dort nur mittelmässig gern gesehen, an das Stadttor ist ein Mann genagelt, "CATLE THIEF", eine Arbeitskraft der Familie. Aber was solls.

Dort treffen wir Furio, wohl zweite Hauptperson des Buchses, Sohn des Gebrauchtwarenhändlers. Groß, stark... und schau, u. a. weil er gegen den Willen seiner Familie Bücher liest.

Eine schöne Diskepanz:

Die Familie, verarmte Adelige, zu Stolz (blöd) zum Arbeiten, auf ihrer verkommenen Festung/Farm, alter Adel, verbindungen zur Alten Heimat, schreiben Briefe auf Pergament (dsen Herstellung detaliert geschildert wird). Haben Bildung und eine Bibliothek, weil Adelige haben das halt. Leben von Hühnerdiebstahl.

Auf der anderer Seite: Die Kolonisten, müssen Steuern zahlen, hührne Kühe die nicht ihnen gehören, können weder lesen noch schreiben (grossteils), haben aber Papier, Drahlt und Nägel, haben Zivilisation, leben also im Wohlstand im Vergleich zur Familie.
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

15%

Viel schönes dabei.

Wir bekommen Einblick in die Familie und warum die machen was sie machen. Es ist nicht jeder ein Idiot.
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

25%

Das Buch liest sich - jetzt - wie ein YA Roman, was vor allem daran liegt das die Protagonsiten so 14-18 Jahre sein dürften. Wird wohl nicht so bleiben, aber ich würde schon gern einen reinen YA Roman von Parker lesen, der würde da einige Flöhe herausklopfen.

Es gibt einen "Raid", einen Überfall, und der ist zugleich schrecklich und lächerlich.
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

35%

Ein Plot zeichnet sich ab:
Gio wurde von einer Familie enterbt, und zwar schrieftlich. Was er will: sich mit den Indigenen verbünden und eine Fabrik bauen um Werkzeug herzustellen. Endziel: Revolution und Unabhängigkeit. Weil mit der Insel ist nichts verkehrt, das einzige was die Kolonie in ein Drecklsloch verwandelt sind unfaire Gesetze und Ausbeutung aus der Heimat, und er hat Recht.
Zitat: die mer'Ocs tuen große Dine, und das ist das einzige grosse Ding das man hier tuen kann.

Anmerkung: das ganze spielt wieder in der gleichen Welt von Parker, es gibt wieder (irgendwo) eine Chruch of Invincible Sun, und auch ein "Oder of the headless Spear" wird erwähnt, der Orden der auch in "The Folding Knife" existiert hat. Auch wird gesagt das Gios Vater der "First Citicen" hätte sein können, und das war der Titel von Basso aus Folding Knife.

Vermute dahier: "Home" = die Stadtstaat aus Folding Knife, nur müsste das meiner Meinung nach Venidig gewesen sein.

Und es ist eine komishce Form des Kolonialismus, eine Kolonie für Rindfleisch? Wikipedia weiß: die spansiche Expansion nach Südamerika, da gabs woh sowas.
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

40%

Auftritt neuer Charakter: Der Mann ohne Namen
Der wurde als Kind von der Insel enführt und in der Heimat von Adeligen großgezogen. Versteht sich selber als, naja, Adeliger. Trinkt in seinem Tipi Tee aus alten Porzelantassen und redet sehr hochgestochen und ist umgeben von Leuten die kein Konzept von einer anderen Sprache haben.
Supi!

Parker versprüht genau die richtigen Vibes.
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

50% (im Flugzeug praktisch ncihts gelesen, ich werde alt)

Wie dem auch sei: noch zwei neue Charaktere:
Coains aus der alten Heimat, verarmte Adelige die mit dem verarmt sein jetzt noch nicht soweit sind und mit Privatyacht anreisen, Ruderern und einer Gadarobe für den Gentleman in den Tropen
Der Besuch von Aliens knnte nicht fremdartigersein.

Schön wie Parker hier die wirtschaltichen Zwänge, nicht schildert sondern: darstellt. Die Kolonieweohner leben unter der Knute von "the Company" (da gibts auch ein Buch von Parker, vielleicht ist es ja die selber Companie?), deren Leben wird definiert von Steuern und Regen und Bodenertrag und von Rindfleisch. Und dann haben wir die Adeligen die diesen ganzen Scheiß-Kapitalismus und Arbeit einfach ablehnen. Vielleicht haben die Räuebr im Wald doch polisch mehr zu bieten als ich gedacht habe, man müste sich "Ronja Räubertochter" nochmal anschaun.
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

55%

Die beschaulische Idylle wird unterbrochen von einem Mord.

Hat das Buch über weite Strecken YA Qualität, bei bem (brutalen) Mord hier hört das eindeutig auf. Gerechigkeit muss hergestellt werden, aber wie und von wem?
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Re: The Hammer - K J Parker

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

60%

Mehr Mord.

Ein Eifersuchtsdrama, wie man heute sagen würde, aber was das mit der Gesellschaft macht?! "Gerechitigkeit wird hergestellt", ich bekomme so ungarische Landgrafen / Mafia Vibes.

Mehr disruptive Engergie von Seiten Gios und eine einfürheung in Metallurgie. Sagt sich immer so leicht hin das da die Bronzezeit war und dann die Eisenzeit, aber Eisen ist eine Bitsch wenn mans bearteiten will, kein Wunder das Schmiede solange in der Geschichte eine deminante Kraft waren. Dreckseisen!

Aja zufällig den Pocast "Behind the Bastards" gehört, die beschäftigen sich gerade mit Diego Garcia, dem US Militärstützpunkt im indienschen Ozean.... DAS ist die Situation in der sich die Insel in Parkers Buch befindet, oder es gibt große Paralellen. Erstaunlich wie wenig sich Imperialismus, seine Folgen und Probleme seit dem römischen Reich nicht geändert hat.
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