Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

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Naut
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Naut »

Es gibt einfach keinen Grund, die Namen aufzuzählen. Ein simpler Hinweis, dass es Absagen gab, hätte völlig genügt.
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Ender
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Ender »

Sehe ich auch so.

Man könnte es so machen wie dieser Typ namens Ender damals, als er mal an einer Anthologie als Mit-Herausgeber beteiligt war.
Kurze Erklärung ja, aber wozu bitteschön Namen nennen?
Ender hat geschrieben: 16. September 2020 21:17 Noch ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte:
Es handelte sich hierbei nicht um eine öffentliche Ausschreibung, sondern wir haben gezielt bestimmte Leute angesprochen, ob sie nicht vielleicht Lust haben, eine Geschichte zum Thema "Erstkontakt" für uns zu schreiben. [...]

Tatsächlich haben fast alle Angesprochenen direkt mitgemacht und nach und nach ihre Geschichten geliefert. Insgesamt gab es überhaupt nur drei oder vier Absagen. (@Lapismont: Diese kamen übrigens zufällig ausschließlich von AutorINNEN, sonst wäre das Verhältnis etwas ausgeglichener gewesen.) Letzteres soll natürlich absolut kein Vorwurf an irgendwen sein, denn wenn jemand aus welchen Gründen auch immer gerade keine Zeit oder Lust hatte, ist das selbstverständlich völlig okay.[...]
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Uschi Zietsch
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ich kapier überhaupt nicht, worum es hier geht.
Also, wenn ich das richtig verstehe, verwaltet JMS den Nachlass Ellisons und bringt posthum eine Anthologie raus, die anscheinend noch nicht vorlag, sondern er erst zusammengestellt hat. Wenn, wie Florian sagt, viele unbekannte Namen dabei sind, und das war vorher auch schon der Fall gewesen, dann passt das ja.
Im Nachwort sagt er, dass er diesen oder jenen noch gern dabei gehabt hätte, aber Absagen erhalten hat, was er völlig okay findet, aber halt (so interpretiere ich das, weil er es erwähnt) schade findet.

Ja. Und?

Ich verstehe nicht, was daran "alter weißer Mann", "nicht-divers" oder "datenschutzrechtlich" (-> das überhaupt nicht, inwiefern denn bitte? "ich hätte gern den berühmten Autor XY dabei gehabt, aber leider konnte der grad nicht" - das verstößt gegen keinerlei Gesetz, denn wer veröffentlicht, ist eine öffentliche Person. Und mittlerweile haben wir im Fall Gruber gelernt, dass sogar Privatpersonen öffentlich negativ mit vollem Namen genannt und mit Fake-Infos behandelt werden dürfen) sein soll.

Ich hab alle eure Beiträge gelesen und kapier's nicht. Ich komm nicht dahinter.

JMS hat eine Anthologie im Geiste Ellisons herausgegeben und ein Nachwort geschrieben. Das alles darf er und wie er es macht, ist seine Sache als Herausgeber.

Bei Filmen regt sich keiner drüber auf, wenn öffentlich gemacht wird, welche Schauspieler ursprünglich für eine Rolle vorgesehen waren, aber abgesagt haben. Magnum, Indy, Herr der Ringe, die Liste ist sehr lang. Niemand regt sich darüber auf, wenn das öffentlich gemacht wird.
Wieso ist das hier der Fall und aus welchen Gründen?

Also ganz ehrlich: Mich würden allein die Geschichten einer Antho interessieren. Wenn man sich mehr darüber aufregt, wer NICHT dabei ist, ist das meiner Ansicht nach schon ein bisschen respektlos den Autoren gegenüber, die drin sind. In eine Antho können nicht alle rein, ist halt so.

Die alleinige Frage, die sich mir stellen würde (wenn ich Anthos lesen würde), ist: Gefallen mir die Geschichten in der Antho? Der Rest ist mir total schnuppe. Übrigens auch der Herausgeber, und ob mir dessen Nase passt ist mir auch egal.
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von breitsameter »

Uschi Zietsch hat geschrieben: 5. Juli 2024 08:46 Die alleinige Frage, die sich mir stellen würde (wenn ich Anthos lesen würde), ist: Gefallen mir die Geschichten in der Antho? Der Rest ist mir total schnuppe. Übrigens auch der Herausgeber, und ob mir dessen Nase passt ist mir auch egal.
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Naut »

Es geht hierbei nicht um die Geschichten, die gut oder schlecht sein können. Es geht um die Frage, warum Absagen mit Namen genannt werden.

Es ist ein Unterschied, ob ein Schauspieler im Casting war (und dazu schon Vorverträge existieren) und dann später absagt, oder ob mich irgendein Verleger anschreibt, ohne dass ich das wollte, und ich dann absage, und trotzdem mein Name im Zusammenhang mit dem Projekt genannt wird.

Denk bitte genau darüber nach, was die Konsequenz wäre, wenn das einfach so immer gemacht werden würde.
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Mervin Pumpkinhead »

Meiner Meinung nach könnte Herr Straczynski versucht haben, mit dieser Aufzählung der Reputation der Anthologie Reihe Rechnung zu tragen. Wie bereits hervorgehoben wurde, saß Herr Ellison offenbar auf einem ganzen Haufen Geschichten, die dann nicht im Rahmen des dritten Bandes veröffentlicht wurden, sondern von den unzufriedenen Autoren in anderen Publikationen. Bisl verquer die Überlegung, ich weiß, und ich kenne Herrn Straczynski nicht persönlich sondern nur einige seiner Veröffentlichungen. Aber von den ursprünglichen Geschichten sind jetzt „nur“ 13 dabei. Und er versucht zu erklären, warum er die „Löcher“ nun ausgerechnet mit diesen neuen Geschichten füllt. Aber, nun ja, das klingt dann eher nach 2. oder sogar 3.Wahl, wenn man in dieser Anthologie die Lücken füllt. (Warum muss ich da jetzt an die Trainer-Suche eines großen dt. Fußballvereins dieses Jahr denken?) Könnte auch manchem nicht gefallen. Oh weh. Kompliziert. Wie hier schon gesagt wurde: eine Lose-Lose Situation.

Ich überlege noch, mir die englische Version zu holen, denn ich stell beim Erwerb solcher Werke immer wieder fest, dass mein Englisch nicht so fest ist. Vor allem in Hinblick darauf, dass mein Pile of shame erstmal reduziert werden sollte, bevor schon im Herbst Jerusalem über mich kommt und alles andere blockieren wird. :mad:
He whispered, "And a river lies
Between the dusk and dawning skies,
And hours are distance, measured wide
Along that transnocturnal tide--
Too doomed to fear, lost to all need,
These voyagers blackward fast recede
Where darkness shines like dazzling light
Throughout the Twelve Hours of the Night."
"The Twelve Hours of the Night"
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr »

Bei einer Antho wie dieser interessiert mich ein Making-of schon. Nicht jede Antho braucht das, aber hier ist es allein wegen des Zeitrahmens und der Beteiligten interessant. Vermutlich sehe ich sie eher als historisches Dokument denn als relevantes Buch. Relevante Anthologien der Gegenwart werden von Leuten wie Strahan herausgegeben.

Das hier erinnert mich eher an "The Someday Funnies", eine Comicanthologie von Superstars, die vierzig Jahre im Koffer des Herausgebers versauerte, ehe sie schließlich erschien:
https://www.spiegel.de/kultur/gesellsch ... 06269.html

Da ist die Entstehungsgeschichte fast interessanter als das enthaltene Material, entsprechend enthält die Ausgabe ein umfangreiches Begleitwort dazu.

Und ehe wir uns missverstehen: "historisches Dokument" ist keine inhaltliche Wertung, sondern eine formale.
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Pogopuschel
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel »

Uschi Zietsch hat geschrieben: 5. Juli 2024 08:46 Bei Filmen regt sich keiner drüber auf, wenn öffentlich gemacht wird, welche Schauspieler ursprünglich für eine Rolle vorgesehen waren, aber abgesagt haben. Magnum, Indy, Herr der Ringe, die Liste ist sehr lang. Niemand regt sich darüber auf, wenn das öffentlich gemacht wird.
Wieso ist das hier der Fall und aus welchen Gründen?
Es steht aber nicht im Abspann des Film, wer alles für eine Rolle abgesagt hat. Straczynski zählt hier 11 Autor*innen auf, größtenteils aus marginalisierten Gruppen. Da fehlt im die Sensibilität zu sehen, dass die sich ein wenig an den Pranger gestellt fühlen. Nach dem Tenor: "Ich wollte ja eine diversere Anthologie aufstellen, aber XX wollte nicht, YY auch nicht und ZZ ebenfalls nicht usw.
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Doop »

Pogopuschel hat geschrieben: 5. Juli 2024 11:39
Es steht aber nicht im Abspann des Film, wer alles für eine Rolle abgesagt hat.
Richtig. Das wird nämlich im Audiokommentar auf der blu-ray erzählt. Und keiner stört sich daran.
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Naut hat geschrieben: 5. Juli 2024 08:56 Es geht hierbei nicht um die Geschichten, die gut oder schlecht sein können. Es geht um die Frage, warum Absagen mit Namen genannt werden.
Ja, soweit hab ich das verstanden.
Es ist ein Unterschied, ob ein Schauspieler im Casting war (und dazu schon Vorverträge existieren) und dann später absagt, oder ob mich irgendein Verleger anschreibt, ohne dass ich das wollte, und ich dann absage, und trotzdem mein Name im Zusammenhang mit dem Projekt genannt wird.
Ich sehe da keinen Unterschied. Nicht den geringsten. Vorverträge gab es bei meinen genannten Beispielen übrigens nicht.

Und was heißt hier, "irgendein Verleger anschreibt, ohne dass ich das wollte"? Äh - es ist für jeden Autor schön, angeschrieben zu werden, ob man bei einem Projekt mitmachen möchte. Genau das WILL man doch als Autor! Anstatt klinkenputzen zu müssen und die 10.000te Absage zu kassieren.

Das hier ist das Problem der meisten Autoren:
"Hey Verleger, ich will gern ein Buch bei dir rausbringen!" - "Stell dich hinten an, Loser."

Hingegen:
"Hey Autor, ich hab da ein tolles Projekt, hättest du Zeit und Lust, mitzumachen?"
Ein Traum! Und dann kann ich zu- oder absagen, das hängt ja von vielen Faktoren ab.
Denk bitte genau darüber nach, was die Konsequenz wäre, wenn das einfach so immer gemacht werden würde.
Welche Konsequenzen denn? Genau das ist der Punkt, den ich nicht verstehe. Welche Konsequenzen hätte es genau für wen und warum? Ich hab danke genau darüber nachgedacht und festgestellt: Keine!

Die einzigen, die sich darüber aufregen, sind die - potentiellen - Leser! Und ich gehe davon aus, dass die meisten, die sich darüber aufregen, das Buch eh gar nicht kaufen.
Genau wie im gottseidank abgeschalteten Perry-Forum, wo die Foristen geschrieben haben, dass sie seit Jahren/Jahrzehnten die Serie überhaupt nicht mehr lesen geschweige denn kaufen, aber bei jeden Heft ihren Senf dazugeben, und zwar bis ins Detail.

Problematisch fände ich es, wenn der Herausgeber im Nachwort sagt "der Autor wollte bei mir mitmachen, ich habe seinen Beitrag aber abgelehnt."

Ich glaub, ihr habt da irgendwie einen Gedankenfehler drin. :-D
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr »

Nja, "Hey, machste für lau bei meinem Buch mit" ist was anderes als "Bock, dir Geld zu verdienen?".

Erstere Anfragen kriegt man beinahe nachgeworfen. Die haben in 99% der Fälle keinen Wert.
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Naut
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Naut »

Uschi Zietsch hat geschrieben: 5. Juli 2024 13:21
Denk bitte genau darüber nach, was die Konsequenz wäre, wenn das einfach so immer gemacht werden würde.
Welche Konsequenzen denn? Genau das ist der Punkt, den ich nicht verstehe. Welche Konsequenzen hätte es genau für wen und warum? Ich hab danke genau darüber nachgedacht und festgestellt: Keine!

Die einzigen, die sich darüber aufregen, sind die - potentiellen - Leser! Und ich gehe davon aus, dass die meisten, die sich darüber aufregen, das Buch eh gar nicht kaufen.
Genau wie im gottseidank abgeschalteten Perry-Forum, wo die Foristen geschrieben haben, dass sie seit Jahren/Jahrzehnten die Serie überhaupt nicht mehr lesen geschweige denn kaufen, aber bei jeden Heft ihren Senf dazugeben, und zwar bis ins Detail.

Problematisch fände ich es, wenn der Herausgeber im Nachwort sagt "der Autor wollte bei mir mitmachen, ich habe seinen Beitrag aber abgelehnt."

Ich glaub, ihr habt da irgendwie einen Gedankenfehler drin. :-D
Nein, keinen Fehler. Es ist eher eine Sache der Perspektive: Du siehst die Geschichte zunächst mal als Herausgeberin, und das ist völlig nachvollziehbar.
Aber stell Dir mal Folgendes vor:
Du wirst als Autorin gefragt, ob du bei einem Projekt mitmachen willst. Du lehnst ab, weil Dir z.B. der Herausgeber nicht gefällt (er macht immer hässliche Bücher), oder Du weißt, dass Mitautoren, die gesetzt sind, politisch eigenartige Ansichten haben.
(Ich sage nicht, dass das hier so ist! Es geht mir ja ums Prinzip.)
Dann kommt das Buch raus, und dein Name steht im Nachwort.
Jetzt ist genau das passiert, was du vermeiden wolltest: Dein Name wird im Zusammenhang mit dem Buch genannt. Sei es nur, weil du jetzt in dem hässlichen Buch stehst, aber schlimmstenfalls werden Anhänger des zweifelhaften Mitautors darauf aufmerksam und sagen: "Schau mal an! War sich wohl zu fein, mit unserem Guru in einem Buch zu sein."

Wie gesagt, im vorliegenden Fall ist das Ganze sicher nicht so extrem. Aber genau aus diesem Grund gibt es bei uns die DSGVO (die ihre eigenen Probleme hat), die so etwas eigentlich verhindern soll. Wenn ich ein Projekt, um das ich mich nicht aktiv beworben habe, ablehne, dann ist das meine Privatsache. Es ist ein privates Datum, das niemand ohne mein Einverständnis abspeichern und verbreiten darf.
(Wenn ich mich bewerbe, unterschreibe ich meist eine Klausel, dass die Daten gespeichert und evtl. verwendet werden dürfen. Daher ist es im Filmbeispiel, wenn ein gecasteter Darsteller später rausfliegt, rechtlich abgesichert.)
Und ja, in den USA mag das alles ganz anders aussehen.
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Flossensauger
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Re: Last Dangerous Visions von Harlan Ellison

Ungelesener Beitrag von Flossensauger »

Meine Interpretation des Nachwortes (des Teils, den man im link lesen kann) und der darauf folgenden Diskussion auf blue sky:

blame-the-victim.

Straczynski gibt all den Minderheiten, den Frauen, den Ethnien, den Hautfarben, den Behinderungen, denen, die nicht schreiben können, die, die nicht lesen können, die, die kein Amerikanisch sprechen, die, die nicht wissen was ein Buch ist die Schuld, das sie nicht im Buch vertreten sind, weil sie nicht wollen.

Warum auch immer. Ob Straczynski das wirklich tut (intentional oder versehentlich) weiss ich gar nicht, und habe auch gar keine eigene Meinung dazu. Es wird aber auf blue sky so dargestellt.
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