Lunatico, oder: Die nächste Welt
Lunatico, oder: Die nächste Welt
Das Thema ist ein Spin Off des "Liest zu Zeit" Thread:
Es gibt viele vergesse Schätzchen, die nicht jedem bekannt sind. Ich selber bin ständig auf der Suche nach nach solchen Perlen, die nicht selten als "Kopiervorlage" zu neueren Büchern gedient haben (Das wäre allerdings ein neues Thema: "Schamlos geklaut")
Ich möchte gerne die Etikette definieren, dass nicht darüber gelästert wird, wenn eine Buchempfehlung denn doch mal gar nicht sooo unbekannt war. Auch einem Viel-Leser kann das ein oder andere Buch schon mal durchgegangen sein.
So möchte ich denn die Beirtagsreihe mit einem klassischen Autoren starten, von dem das ein oder andere Werk in Vergessenheit geraten ist:
Isaac Asimov - Die nächste Welt
Dieses Buch wurde Anfang der 70er geschrieben und besteht eigentlich aus 3 unabhängig voneinander lesbaren Geschichten. Trotzdem wird der gleiche Sachverhalt - eine Bedrohung der Erde und weiterer Planteten - aus 3 völlig unterschiedlichen Perspektiven geschildert: Von 3 unterschiedlichen Planeten, aus der Sicht von 3 unterschiedlichen Wesen. Es ist sehr sehr spannend, gleichzeitig auch komisch und lehrreich, zu welchen Fehlschlüssen dies führen kann. Das Buch hat mich durch sein Konzept schwer beeindruckt. So muss intelligenter SF aussehen, der von der 1. Seite an unterhält.
Auch die Ausführung ist sehr trickig: Der erste Teil beginnt mit Kapitel 6 und bewegt sich rückwärts!
Wem das Buch gefallen hat, der liest als Sahnehäubchen noch die Kurzgeschichte "Gold" und wird mit dem 4. View belohnt!
Es gibt viele vergesse Schätzchen, die nicht jedem bekannt sind. Ich selber bin ständig auf der Suche nach nach solchen Perlen, die nicht selten als "Kopiervorlage" zu neueren Büchern gedient haben (Das wäre allerdings ein neues Thema: "Schamlos geklaut")
Ich möchte gerne die Etikette definieren, dass nicht darüber gelästert wird, wenn eine Buchempfehlung denn doch mal gar nicht sooo unbekannt war. Auch einem Viel-Leser kann das ein oder andere Buch schon mal durchgegangen sein.
So möchte ich denn die Beirtagsreihe mit einem klassischen Autoren starten, von dem das ein oder andere Werk in Vergessenheit geraten ist:
Isaac Asimov - Die nächste Welt
Dieses Buch wurde Anfang der 70er geschrieben und besteht eigentlich aus 3 unabhängig voneinander lesbaren Geschichten. Trotzdem wird der gleiche Sachverhalt - eine Bedrohung der Erde und weiterer Planteten - aus 3 völlig unterschiedlichen Perspektiven geschildert: Von 3 unterschiedlichen Planeten, aus der Sicht von 3 unterschiedlichen Wesen. Es ist sehr sehr spannend, gleichzeitig auch komisch und lehrreich, zu welchen Fehlschlüssen dies führen kann. Das Buch hat mich durch sein Konzept schwer beeindruckt. So muss intelligenter SF aussehen, der von der 1. Seite an unterhält.
Auch die Ausführung ist sehr trickig: Der erste Teil beginnt mit Kapitel 6 und bewegt sich rückwärts!
Wem das Buch gefallen hat, der liest als Sahnehäubchen noch die Kurzgeschichte "Gold" und wird mit dem 4. View belohnt!
Perlen
Wo wir schon mal bei Asimov sind.
Viele kennen zwar seine Foundation Reihe, aber dann hört es auch schon auf. Ein anderes, für mich unheimlich gutes, Buch von ihm ist:
Das Ende der Ewigkeit.
Es existiert eine Art Zeitschacht durch die Jahrhunderte. Man kann sich in ihm in der Zeit frei bewegen, aber nur bis in ein bestimmtes Jahrtausend. Alles was danach kommt oder kommen sollte ist nicht einsehbar. Der Aufzug wird von irgendetwas oder irgendjemanden in der Zeit danach blockiert. Zeittechniker haben die Aufgabe die Entwicklungen passieren zu lassen, die für die vermeintlich positive Zukunft der Menschen von Bedeutung ist, während man die vermeintlich negativen Ereignisse auslöscht. Aber, wer kann schon sagen was wirklich gut und sinnvoll oder schlecht und unsinnig ist?
Gleichzeitig macht man sich in der Zukunft auf die Suche nach einem Mann der unbedingt in die Vergangenheit geschickt werden muß, damit die Zukunft erst möglich wird.
Für mich einer der besten Zeitreiseromane überhaupt.
Viele kennen zwar seine Foundation Reihe, aber dann hört es auch schon auf. Ein anderes, für mich unheimlich gutes, Buch von ihm ist:
Das Ende der Ewigkeit.
Es existiert eine Art Zeitschacht durch die Jahrhunderte. Man kann sich in ihm in der Zeit frei bewegen, aber nur bis in ein bestimmtes Jahrtausend. Alles was danach kommt oder kommen sollte ist nicht einsehbar. Der Aufzug wird von irgendetwas oder irgendjemanden in der Zeit danach blockiert. Zeittechniker haben die Aufgabe die Entwicklungen passieren zu lassen, die für die vermeintlich positive Zukunft der Menschen von Bedeutung ist, während man die vermeintlich negativen Ereignisse auslöscht. Aber, wer kann schon sagen was wirklich gut und sinnvoll oder schlecht und unsinnig ist?
Gleichzeitig macht man sich in der Zukunft auf die Suche nach einem Mann der unbedingt in die Vergangenheit geschickt werden muß, damit die Zukunft erst möglich wird.
Für mich einer der besten Zeitreiseromane überhaupt.
"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105
www.fantasybuch.de
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Der Roman ist mir wohl bekannt. Ich habe vor zwei Jahren ein Rezi dazu geschrieben: Lunatico oder die nächste Welt. Das Buch mit dem besseren Orginaltitel "The Gods Themself" wurde übrigens seinerzeit mit dem Hugo Award ausgezeichnet - verdient, wie ich anmerken möchte.
- Knochenmann
- Der Sailor-Mod

- Beiträge: 14836
- Registriert: 26. April 2004 19:03
- Land: Österreich!
Dito. Ich halte "Lunatico" für eins der besten Bücher von Assimov überhaupt. Die dreiteilige Ansicht des Probelems war einfach bahnbrechend, und die Lösung des Problemes (Der Mensch der dagegen ist scheitert, der schlauere Alien der dagegen ist scheitert, der Mensch der sich eine neue Lösung einfallen lösst hat Erfolg) ist für mich DER Geniestreich überhaupt!
Aufgrund dieses Buches hab ich meine persönliche Theorie der menschlichen Psyche entwickelt, und die funktioniert beis jetzt ganz gut.
Aufgrund dieses Buches hab ich meine persönliche Theorie der menschlichen Psyche entwickelt, und die funktioniert beis jetzt ganz gut.
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet
Re: Perlen
Ich kann mich anschliessen, dass auch "Das Ende der Ewigkeit" eine versteckte Perle ist! Allerdings ist es nicht 100% logisch durchkonstruiert, was zugegebenermassen bei Zeitreise-Romanen mehr als schwer ist. Trotzdem: Ein echter Treffer, den man bedingungslos empfehlen kann.vallenton hat geschrieben:Wo wir schon mal bei Asimov sind.
Viele kennen zwar seine Foundation Reihe, aber dann hört es auch schon auf. Ein anderes, für mich unheimlich gutes, Buch von ihm ist:
Das Ende der Ewigkeit.
Falls jemand an anderen guten Zeitreise-Romanen interesssiert ist, bitte melden.
Auch wenn es nicht ganz in die Rubrik "Versteckte Perlen" passt:
Bzgl. Foundation: Ich bin gar nicht so sehr davon überzeugt. Ist halt unglaublich kultig aber am Ende doch nur eine Ansammlung von Kurzgeschichten. Ich fand die 4 Bailey Romane immer schon besser. Spannend und philosophisch!
Perlen
@Rusch
Ich habe versucht in meinem ersten Posting etwas über den Inhalt zu schreiben.
Ich habe versucht in meinem ersten Posting etwas über den Inhalt zu schreiben.
"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105
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Re: Perlen
Ach ja.vallenton hat geschrieben:@Rusch
Ich habe versucht in meinem ersten Posting etwas über den Inhalt zu schreiben.
Ja, ist das nicht fantastisch? Noch vor wenigen Jahren hab ich die Verlage angebettelt, ob sie noch ein Exemplar hätten.
Heutzutage ist beinahe jedes Buch nur einen Mausklick entfernt!!!
Bin gespannt auf deinen Bericht!
Heutzutage ist beinahe jedes Buch nur einen Mausklick entfernt!!!
Bin gespannt auf deinen Bericht!
Lese zur Zeit:
Michael McDowell - Blackwater
Davor:
Erik Harlandt - DOHA Galaktische Geschäfte
Antti Tuomainnen - Palm Beach, Finland
Pierce Brown - Red Rising
Michael McDowell - Blackwater
Davor:
Erik Harlandt - DOHA Galaktische Geschäfte
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Pierce Brown - Red Rising
Es IST der beste Asimov. Zusammen mit "Aurora", "Das galaktische Imperium", "Die nackte Sonne" und "Die Stahlhöhlen". Diese Klassiker haben mir alle so ausnehmend gut gefallen, dass ich zwischen diesen gar nicht mehr ranken möchte!
Asimovs Bücher hatten alle so interessante Dialoge, eine logische und spannende Handlung und waren durch und durch optimistisch ohne verklärt zu sein. Ich habe seine Bücher jedesmal in einem Rutsch durchgelesen und mit einem gutem Gefühl zugemacht.
Eine Ausnahme bildet "Das Foundation Projekt". Hier hatte ich das Gefühl, dass es von einem alterndem kranken Mann geschrieben wurde. Ganz anders als in seinen anderen Büchern ist die ganze Stimmung so trübe. Hari Sheldon ist alt und gebeutelt....irgendwie passt es nicht zu den anderen Büchern.
"Nemesis" habe ich aufgrund der schlechten Kritiken nicht gelsesen!
Asimovs Bücher hatten alle so interessante Dialoge, eine logische und spannende Handlung und waren durch und durch optimistisch ohne verklärt zu sein. Ich habe seine Bücher jedesmal in einem Rutsch durchgelesen und mit einem gutem Gefühl zugemacht.
Eine Ausnahme bildet "Das Foundation Projekt". Hier hatte ich das Gefühl, dass es von einem alterndem kranken Mann geschrieben wurde. Ganz anders als in seinen anderen Büchern ist die ganze Stimmung so trübe. Hari Sheldon ist alt und gebeutelt....irgendwie passt es nicht zu den anderen Büchern.
"Nemesis" habe ich aufgrund der schlechten Kritiken nicht gelsesen!
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- Ghu

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- Registriert: 25. Dezember 2001 00:00
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- Liest zur Zeit: »Carl's Doomsday Scenario: Dungeon Crawler Carl 2« von Matt Dinniman
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Ich habe »Lunatico« im März 2001 rezensiert:
http://www.sf-fan.de/content/view/66/41/
Damals schrieb ich u.a.:
http://www.sf-fan.de/content/view/66/41/
Damals schrieb ich u.a.:
Alles in allem ist "Lunatico, oder: Die nächste Welt", wie der deutsche Titel des Romans lautet, ein Musterbeispiel für die klassische Ideen-SF. Im Fokus des Romans steht nicht eine einzelne Person und ihr Handeln, sondern vielmehr eine wissenschaftliche Idee und ihre Folgen. Das einem dabei die Figuren fremd bleiben, ist bedauerlich. Andererseits bricht Asimov mit dem Mittelteil des Buches aus diesem strengen Rahmen aus und zeigt sich mit seiner Schilderung der fremden Welt als deutlich erwachsenerer Autor, der auch schwierige Charakterschilderungen meistern kann (wie auch später bei "The Bicentennial Man").
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
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Ich habe damals »Nemesis« direkt nach seinem Erscheinen (1990) gekauft und gelesen und es kann durchaus sein, daß dies Asimovs schlechtester Roman ist. Ich hatte zumindest damals den Eindruck...Scotty hat geschrieben:"Nemesis" habe ich aufgrund der schlechten Kritiken nicht gelsesen!
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