Der "Liest zur Zeit" Thread

Science Fiction in Buchform
heino
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino »

Fertig mit "Todeskälte", dem letzten Thriller des von mir sehr geschätzten Paul Cleave. Nachdem seine letzten beiden Bücher etwas schwächelten (zu lang, zu viele Handlungsfäden, zu viel unnötiger Ballast), ist das hier wieder ein kurzer, knackiger und sehr fieser Pageturner. Und jetzt kann ich seinen nächsten Roman nicht abwarten.
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Tiberius
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Tiberius »

Ich lese zur Zeit "Die Fahrt des LEVIATHAN" von Oliver Henkel. Es spielt in den Jahren 1862/63 in South Carolina, das eine preussische Provinz ist (also ein Alternativweltroman) und unter den Folgen des Amerikanischen Bürgerkriegs leidet. Die damalige Gesellschaft wird geschildert (die gute alte Zeit war nicht gut) und ist teilweise eine Art Spionageroman.
Die Handlung gefällt mir gut und ich bin gespannt, wie der Plan des österreichischen Spions verhindert werden wird.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Tiberius »

Ich bin mit dem Leviathan fertig geworden. Hat mir gefallen. Schade nur, dass es anscheinend nichts mit dem Prequel wurde.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
heino
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino »

Fertiig mit "Die Strasse nach Roswell" von Connie Willis, einem eher humorig gemeinten Roman über eine Entführung durch Aliens in der Stadt der UFO-Spinner. Wie immer bei Willis, gibt es einen Reigen sehr skurriler Charaktere und auch Aliens, viel Tempo und wiitzige Situationen. Westernfans kommen auch auf ihre Kosten, denn diese spielen eine zentrale Rolle im Buch (dessen Struktur lose auf dem Film "Ringo" mit John Wayne basiert) und werden ausgiebig zitiert. Leider hat das Buch keinen wirklichen Tiefgang wie "Die Jahre des schwarzen Todes" zu bieten und das Ende ist etwas zu lang und auch Klischeehaft, aber insgesamt war das ein echtes, sehr spaßiges Lesevergnügen
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Oh, das könnte was für mich sein!
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino »

Uschi Zietsch hat geschrieben: 2. Februar 2026 09:02 Oh, das könnte was für mich sein!
Stimmt, dir könnte das gefallen. Das Ende ist auch positiv, der Roman ist purer Eskapismus
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Sehr gut! Hab's gestern bestellt.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Hahlebopp »

heino hat geschrieben: 2. Februar 2026 11:40
Uschi Zietsch hat geschrieben: 2. Februar 2026 09:02 Oh, das könnte was für mich sein!
Stimmt, dir könnte das gefallen. Das Ende ist auch positiv, der Roman ist purer Eskapismus
Hab es auch mal auf meine Liste gepackt.
Ihre Kurzgeschichten-Anthologie "Brandwache" hatte mir schon sehr gut gefallen.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino »

Für die Lesechallenge habe ich "Jagannath" von Karin Tidbeck gelesen , eine Sammlumng von Kurzgeschichten, die am ehesten in den Fantasy- und Weird Fiction-Bereich einsortiert werden können. Tidbeck arbeitet dabei viel mit nordischer Mythologie und Fabelwesen, von denen wir hier noch nie gehört haben, und sie verarbeitet das häufig in Geschichten, die den Einbruch des Übernatürlichen in kleine Gemeinden beschreiben. Das ist ungefähr vergleichbar mit der Vorgehensweise von Stephen King, nur ist Tidbeck nicht im Horror zuhause, sondern eher im märchenhaften Bereich. Das alles ist handwerklich gut, aber irgendwie hat mich ihr Stil nicht gepackt. Die Geschichten an sich sind okay, haben mich aber kalt gelassen.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von heino »

"Boom" vom Journalisten Markus Dichmann (er co-moderiert den hervorragenden Podcast "1 Stunde History" beim Deutschlandfunk) ist ein historischer Abriss der Geschichte der Superheldencomics, in dem Dichmann durch Sachkenntnis und echtes Fantum besticht, ohne dabei in Lobhudelei zu verfallen. Dabei geht es nie um das Abfeiern bestimmter Comics/Figuren oder Verlage, sondern darum, wie und durch wen sich das Genre entwickelt hat und wodurch sich die einzelnen geschichtlichen Abschnitte auszeichnen. Das ist hochgradig kompetent und unterhaltsam geschrieben und auenn man ihm vielleicht nicht bei allem zustimmen will, steckt seine Begeisterung für das Sujet an. Sehr gutes Buch, das für mein Empfinden auch etwas länger hätte sein können
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von deval »

Habe gestern mit Blindflug von Peter Watts angefangen.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Khaanara »

Ich lese zurzeit klassische Comickultur:
DC Finest Blue Beetle: Blue Beetle Challenges the Red Knight
48268580o.jpg
In den 60er Jahren gab es noch sehr viel Text zu den Bildern ;-)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

deval hat geschrieben: 11. Februar 2026 06:09 Habe gestern mit Blindflug von Peter Watts angefangen.
Ui, ich hoffe ich höre noch mehr davon.
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

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Habe ich gerade beendet. Ich hab seine Holmes-Fälle, die mir gut gefallen haben, also dachte ich mir wohl, probierst es mal damit.

Aber für diesen Band (den ersten von 3 mit der Susan) habe ich glaube ich drei Anläufe gebraucht und jetzt hab ich mich durchgebissen. Nicht, dass es sich zäh liest, nein, es ist schon flüssig und man kommt gut voran.
Aber: So wirklich unterhaltsam ist es nicht.
Der Versuch, einen Roman im Roman unterzubringen, der über 300 Seiten von 600 ausmacht, ist einfach für mich gescheitert, deswegen auch die drei Anläufe. Diese ganze Intention dahinter verstehe ich nicht.
Denn: Der Roman im Roman ist natürlich der Kriminalfall eines Hercule-Poirot-Verschnitts, Morde von Pye Hall, und dass der so unglaublich lang sein muss - gähn. Es ist ein vollständiger Roman, man bekommt also praktisch zwei Romane zum Preis von einem, aber das langweilt mich. Dieser Atticus Pünd (Pünd soll ein deutscher Nachname sein, harhar) als Poirot-Verschnitt ist langweilig. Der Fall ist langweilig. Unglaublich konstruiert, und da er ja lediglich als Grundlage für die eigentliche Erzählung dient, weiß ich nicht, warum ich einen kompletten Roman mit detailreichen Beschreibungen brauche, um daraus die zwei Informationen zu gewinnen, die die Lektorin und selbsternannte Detektivin braucht, um den Fall zu lösen.
Na eigentlich ist es nur eine Information: Das Schlusskapitel fehlt nämlich.
Als sie den Autor deswegen aufsuchen will, ist der tot. Von seinem Turm gefallen.
Sieht nach Selbstmord aus, ist natürlich keiner, und sie will herausfinden, wer es war.
Aber genauso wie im letzten "Pünd"-Roman weiß man doch sofort, wer es war, und alle weiteren Verdächtigen sind konstruiert und unwichtig. So unwichtig, dass einer davon am Schluss sogar komplett vergessen wird, der war also nichts weiter als Mittel zum Zweck für eine einzige Szene. (Wundersamerweise war das sogar die einzig interessante, handlungsfortschreitende und informative Szene in der Rahmenhandlung.)
Ganz ehrlich, nicht mal der schlechteste TV-Barnaby ist so banal wie diese beiden Geschichten. Und die Erklärung des Mordfalls im "Pünd"-Roman ist ebenso absurd wie das Mordmotiv an dem Autor. Und die Art, wie am Ende eine Täter-Opfer-Umkehr stattfindet.
Hinzu kommt, dass ich keinerlei Beziehung zu Susan aufbauen konnte. Weder ist sie mir sympathisch noch unsympathisch, sondern einfach wurscht. Niemand, mit dem ich im Café ein Schwätzchen halten würde. Niemand von irgendeinem Interesse für mich.
Durchgebissen hab ich mich jetzt trotzdem, weil ich versehentlich Band 2 (2023) vor Band 1 (2024) gekauft habe, und die Einführung der Susan-Figur zuerst lesen wollte. Tja, mal sehen, wie sich Band 2 anlässt. Wenn der auch so ist, werfe ich das Handtuch.

Nee, dafür gibt's keine Empfehlung. NIcht mal ein "kann man lesen, muss man aber nicht". Das Buch an sich ist nicht schlecht, aber komplett überflüssig und die beiden Krimis nicht der Rede wert. Vielleicht wäre was zu retten gewesen, wenn es auf die Hälfte reduziert worden wäre, aber ich denke nicht.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Scotty »

Also ich kenne zwar nicht das Buch, dafür aber den Autor.
Ich habe vor einiger Zeit den ersten Band seines Daniel Hawthorne Zyklus gelesen: "Ein perfider Plan". Dieser hat mir richtig , richtig gut gefallen.

Daniel Hawthorne ist ein fiktiver richtig eingebildeter und berühmter Ermittler der Anthony Horowitz (Ja, der Autor kommt selbst vor) bittet, seine Fälle zu schreiben. Ähnlich wie Watson über Holmes. Hawthorne gibt sich ziemlich herablassend gegenüber dem Autor und Horowitz versucht sein bestes, den berühmten Ermittler irgendwie zu beeindrucken. (Was meistens schief geht)

Das ist richtig lustige und kurzweilige Krimi Lektüre. Kann ich nur empfehlen.

Auf deutsch gibt es bis jetzt die ersten 4 Bände.
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Erik Harlandt - DOHA Galaktische Geschäfte
Antti Tuomainnen - Palm Beach, Finland
Pierce Brown - Red Rising

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