[Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

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Knochenmann
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Knochenmann »

Also das mit dem Finanzler und den Verhandlungen, das ist jetzt nicht ungewöhnlich, fast schon im Gegenteil. Und es ist unschwer zu erkennen das es da einen politischen Hintergrund geben muss, aber welchen genau?

Bringt mich zu

Ende Kapitel 36

Wir haben: Den Tod vom König von Yarrow, der Prinz ist betrübt, man trifft sich im neuen Königspalast, es gilt aufzuklären: wer hat den König wie vergiftet... und warum?

Das wer wissen wir ja schon: The Pale King, der ist nichts anders als Moriatti, das grösenwahnsinnige Künster/Verbrechergenie, der steckt (natürlich) hinter allem, aber wie hat ers gemacht... und was soll das alles?

Eine interresante Art und Weise um an ein Verbrechen heranzugehen!

Das Königreich von Yarrow: was für ein Haufen Hinterwälder, alle zusammen. Gut, du hast die Sumpfisten und Schmuggler, das sind auch Hinterwäldler, per Definition, aber der Adel ist genau um nichts besser. Und diese Leibeigenen... ok, es muss eine Art und Weise gegeben haben wie Menschen gelebt haben vor dem Imperium, aber dieser verarmete Landadel? Eine verdammte Schande, das sind die. Das Imperium steht da im Vergleich 100x besser da, ich finde: das macht die ganze Komposition glaubwürdiger.

Außerdem, ich musste schmunzeln:
“One more thing, sir . . .” I said.
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Uschi Zietsch
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Uschi Zietsch »

Dinios Kol...umbo :-D
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Knochenmann
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Knochenmann »

Ende von Abschnitt vier und Etappe 3, also bis Abschnitt 5: Pale King.

Im Palast von Yarrow passiert einiges an kiminalistischer Arbeit, aber auch der Pale King ist umtriebig: wie Phantomas überall wo es was zu holen gibt, mit elaborierten Plänen die fast unmöglich zu vereiteln sind.

Dann platzt die politischer Bombe:
Das Imperium hat über haupt nicht die Absicht Yarrow heim ins Reich zu holen, im Gegenteil. Yarrow ist ein Verlustgeschäft, vor allem wenn man das Marrow extrahiert. Der Status Quo ist vielleicht noch gut für 10 20 Jahre, aber danach? Das Imperium, oder zumindest: die BWLer von der Finanz wollen Yarrow nicht. Lohnt nicht. Das waren die geheimen Verhandlungen des toten Finanzlers aus dem ersten Kapitel

Für Malo bricht eine Welt zusammen: sie arbeitet als Warden für die Apoths, ist aber keine Bürgerin des Imeriums. Mehr noch, sie war eine ehemalige Leibeigene und hat das Unrechtsregime des Konigsreichs aus erster Hand erlebt. Und das Versprechen war: in ein paar Jahren hört das alles auf, keine Sklaven/Leibeigene mehr, keine Adeigen, stadtedden der Pax Romanum des Iperiums wo vernünfitge Menschen vernünftige Dinge tun. Und das alles soll... nicht stadtfinden? Sie hat ihre eigenen Visionen der Zukunft, und schön sind die nicht. Kann ich nachvollziehen.
Kol ist auf dem Weg unter das Shroud... und da bekomme ich "Blindsight" Vibes von Peter Watts. Noone just walks into the Shroud. Es sind umfangreiche bilogische Anpassungen nötig... und auch geistige! Wir bekommen erklärt: das Shroud ist eine "intelektuelle saubere Zone", es ist nicht einmal erlaubt zu pfeifen oder mit den Fingern zu trommeln weil das sie diensthabenden Apoths in den Wahnsinn treiben würde.

Das ist fucking großes Kino! Im ersten Teil hatten wir die Stelle mit der Apoth Truppe und dem Labor im Wald, jetzt Kols Abstieg unter das Leichtentuch. Spannungsbogen: steht!
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Uschi Zietsch »

Ich hab jetzt auch endlich Teil 1 beendet.

Ab Kapitel 8 war ich dann auch endlich richtig drin, hat mir sehr gut gefallen.
Die Mordsache ist gelöst, selbst das Wie, nur das Warum noch nicht.
Wir haben es mit einem Hochstapler zu tun.
Teddy hat geschrieben: "Aber was ist mit dem Geruch von dem Hochstapler?"
Offenbar ist der Typ ein Apoth und auf eine Weise verbessert, die Malos Spürsinn außer Kraft setzt.

Und nicht nur das. Die Sache mit dem Bankraub - wir wissen noch nicht, was ursprünglich in der Kassette war, weil der Besitzer unter Schock steht. (Damit in Teil 1 nicht alles aufgelöst wird)
Es muss was Brisantes gewesen sein.
Aber nun ist ein präparierter Kopf drin, der NICHT zu dem Ermordeten gehört (dessen Schädel wir ja nie gefunden haben), sondern schon vor längerer Zeit zusammen mit einer Expedition verschwand. Warum tut einer das? Warum inszeniert er überhaupt noch Sujedos Ermordung, wenn den doch eh keiner vermisst hat, und wenn doch, erst später?

Das bedeutet: Man ist einem großen Geheimnis, einer großen Verschwörung und einem sehr unheimlichen Täter auf der Spur.
Klar, drunter geht's nicht, wäre sonst zu uninteressant zum Erzählen.

Zuerst hat mir das Setting ja nicht so gefallen, erschien zu "normal", deshalb hatte ich Probleme reinzukommen, aber nun wirft ein spannender Thriller seinen Schatten voraus. :prima:

Din hat sich auch entwickelt, er war ja schon cool, aber unerfahren. Nun ist er schon ziemlich gefestigt und verfügt über eine gesunde Libido, die er auch auslebt, raucht gern Pfeife und all sowas, und ist doch noch ein junger Mann. :prima: :prima:

Ana ist Ana. Momentan nicht ganz so nervensägig, oder ich hab mich an sie gewöhnt.
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Knochenmann »

Uschi Zietsch hat geschrieben: Gestern 12:42
Ana ist Ana. Momentan nicht ganz so nervensägig, oder ich hab mich an sie gewöhnt.
Ich finde Ana ist so wie Jude Dee: die perfekte Verkörperung des Imperiums. Das Imperium ist rechtschaffend, also ist sie es auch, und andersrum. Vertraut auf das Imperium, vertraut der Ana. Das Imperium ist überlegen, also ist es auch Ana.

Und wie Jude Dee ist sie nicht nur irgendein Hoschi mit dedektivischer Neigung, sie ist eine Beamtin die regelt.
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Uschi Zietsch »

Und dabei wird sie sehr schräg dargestellt. Beamte sehe ich schon anders. Na, ich weiß nicht, ob ich das mit dem rechtschaffen unterschreibe ;-) Ana hat ja schon das eine oder andere eher krumme Ding gedreht, und von ihrer Vergangenheit wissen wir ja nicht viel. Dass sie Dinge regelt, ja. Als Beamtin seh ich sie wie gesagt nicht. Dafür ist sie zu sehr Sherlock. Und zu unordentlich und ungewaschen.
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Teddy »

Bin diese Woche kaum zum Lesen gekommen und habe das am Wochenende nachgeholt, bin also mit Abschnitt 4 durch.

Alles was mit den Eidmünzen zu tun hat, ist etwas seltsam. Einerseits sind sie sehr selten, kommen aber ständig vor. Warum gibt Darhi Kol solch eine Münze? Woher kennt er ihn überhaupt? Und dann gibt es im Versteck des bleichen Königs ein Stele ohne Ranken und da ist dann schon wieder eine Eidmünze versteckt (da kamen bei mir eher ???-Vibes auf).
Und später erfahren wir, dass auch Malo mit Hilfe einer solchen Münze ihre Freiheit aus der Leibeigenschaft erlangt hat. Mal sehen, ob da noch was kommt.

Zum bleichen König: Es ist immer gut, einen würdigen Gegenspieler zu haben. Je genialer der Bösewicht, desto mehr können die Helden glänzen. Besonders schön: hier gibt es eine gute Erklärung, warum der Gegner genial ist. (Hoffentlich ist die Erklärung warum er zum Schurken wurde, ebenfalls gut. Das wird der letzte Abschnitt zeigen.) Was mir dann generell nicht gefällt ist, wenn solch geniale Schurken mit ihren Taten davonkommen, weil sie schlicht weg Glück haben. Der bleiche König vergiftet Gorthaus und dosiert das Gift so, dass sie genau im Moment, wo sie ihren Kontaktmann verraten will, zusammenbricht? Da hat er aber Glück gehabt, dass Gorthaus nicht 30 Sekunden früher ausgepackt hat.

Und noch eine befremdliche Sache: Was hat es mit Anas Fressattacken auf sich? Wurde das im ersten Band schon angedeutet? Sie isst so viele Austern, dass die ganze Terrasse mit Austernschalen bedeckt ist? Und später stopft sie alle ihr unbekannten Pflanzern, Tiere und Eier in sich hinein, die zumindest in Kols Augen mehr als widerlich aussehen? Ich mag Anas skurrilen Eigenheiten, aber das fand ich eher verstörend.
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Re: [Lesezirkel] A Drop of Corruption von Robert Jackson Bennett

Beitrag von Uschi Zietsch »

Teddy hat geschrieben: Gestern 23:54 Und noch eine befremdliche Sache: Was hat es mit Anas Fressattacken auf sich? Wurde das im ersten Band schon angedeutet? Sie isst so viele Austern, dass die ganze Terrasse mit Austernschalen bedeckt ist? Und später stopft sie alle ihr unbekannten Pflanzern, Tiere und Eier in sich hinein, die zumindest in Kols Augen mehr als widerlich aussehen? Ich mag Anas skurrilen Eigenheiten, aber das fand ich eher verstörend.
Ja, sie vertilgt bereits in Band 1 Unmengen. Und hinterlässt grundsätzlich einen Saustall (aber sie ist hohe Beamtin, den sollen andere wegräumen, das finde ich noch akzeptabel), so wie sie sich auch nicht sonderlich um ihre eigene Körperhygiene schert (das ist eher, ähm, na ja). Das dient dazu, denke ich, dass sie nicht zu einem liebenswert-schrulligen Charakter wird, denn das ist sie nicht. Sie ist genial und brillant, aber niemand, mit dem man länger zu tun haben möchte. Ist mal was anderes.
In Band 1 hat sie Männer, die ihr gefielen, nicht mehr aus den Klauen gelassen und sie sozusagen gebannt.
Bis jetzt, nach Abschnitt 1, hat sie weniger ihrer nervtötenden Eigenschaften gezeigt, was ich sehr angenehm fand.

Den Rest hab ich nur ganz flüchtig überflogen, weil ich ja längst nicht so weit bin. :D
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