ich, als jemand dessen letztes batman comic wohl ein superband aus dem ehapa-verlag war, muss fragen:
was bitte ist bzw. war die
"Crisis" oder "Zero Hour"
?
nach den ausführungen der profis hier klingt das, als wenn alles irgendwie auf "anfang" gesetzt wurde.
haben batman und die anderen verkleideten superhelden seine ersten abenteuer nur unter der dusche geträumt?
@L.N. Muhr: Danke für diese Informationen - meine Comiczeit ist seit... puh... 20 Jahren vorbei, habe deshalb von "Crisis" nichts mitbekommen. Wenn ich das so lese, muß ich denken: "Au Weia! Und da wirft man den Perrykraten vor, sie würden z.Zt. den Degrader einsetzen und alles auf Null stellen..."
@L.N. Muhr: auch von mir danke für die ausführliche beschreibung.
klingt auch für mich als nicht-mehr-comic leser nach: wurde alles nur unter der dusche geträumt.
aber evt macht es ja die comicwelt interessanter und verständlicher wenn etwas aufgeräumt wurde..
Das Problem der Prä-Crisis-Welt waren die unzähligen Parallelwelten. Erde-1, Erde-2, Erde-0 etc. pp.
Dieses Problem war entstanden durch die lange Zeitspanne, in der die Helden aktiv waren. Daher gab es den Trick, dass ein Batman auf der einen Erde seit den 30er Jahren aktiv, war, ein anderer aber eben erst seit wenigen Jahren... Dann gab es Erden, da war nur Lex Luthor ein Held und und und....
Die "Crisis on Infinite Earths" (in der u.a. der (Silver Age) Flash Barry Allen starb und bis heute tot ist...) und die Zero Hour (in der Green Lantern Hal Jordan böse wurde und u.a. das Green Lantern Corps auslöschte... inzwischen ist er aber wieder gut...) waren in der Tat Katastrophen, die DC brauchte zur großen Flurbereinigung. Seither gilt das Ein-Universum-Prinzip (von Feinheiten wie Hypertime, was keiner bruacht außer Mark Waid will ich einmal still schweigen...)
So war die Vergangenheit kein Traum, sie wurde nur durch furchtbare Katastrophen vernichtet...
Und alle warten auf und fürchten irgendwann die große Marvel-Crisis...
Liest zur Zeit: Anders Bodelsen: Brunos tiefgekühlte Tage (Frysepunktet) Lucy Kissik: "Projekt Pluto" (Plutoshine) Perry Rhodan "Die Meister der Insel" (Zyklus-Paket 1)
Das ist wohl auch das, warum ich bei Marvel nie so ganz warm wurde. Das Universum war mir als Neueinsteiger zu unübersichtlich und konfus. Bei den X-Men zum Beispiel wollte ich dann auch nicht ein Stammbaum anlegen
Aber sind die Ultimativen Serien nicht so etwas wie ein Neuanfang ?
Khaanara hat geschrieben:
Aber sind die Ultimativen Serien nicht so etwas wie ein Neuanfang ?
Nee, eigentlich nicht. Das "ultimative Universum" existiert unabhängig vom eigentlichen Marvel-Universum und dient dazu, neue Leserschichten zu gewinnen, die nicht erst 600 Hefte nachkaufen wollen, um eine Figur wie z.B. Spider Man kennen zu lernen. Will heißen: das Ultimative Universum startet bei null, hat aber keinerlei Einfluß auf die alte Continuity
Crisis war zwar ein typisches Gigantomanen-mega-Cross-Over mit den damit einhergehenden Problemen (eigentlich war es das erste oder eines der ersten dieser Art....) in Handlung und Logik. Aber auch nach all den Jahren lohnt es sich noch immer zu lesen, da die Zeichnungen vom großen George Perez stammen, dem Mann, der so viele Details und Charaktere in ein panel zeichnet wie kein zweiter....
Marvel's Ultimate-Line ist in der Tat nicht zu vergleichen... Aber es ist zu befürchten, dass es irgendwann ein Crossover gibt zwischen Ultimate und normalem Marvelkosmos... Allein wegen der Marketinggesichtspunkte ist diese Idee (leider) zwingend. Möglicherweise ergibt sich daraus dann auch die Notwendigkeit zur großen Ultimate Crisis.... Aber das sind Spekulationen eines Fanboy...
Liest zur Zeit: Anders Bodelsen: Brunos tiefgekühlte Tage (Frysepunktet) Lucy Kissik: "Projekt Pluto" (Plutoshine) Perry Rhodan "Die Meister der Insel" (Zyklus-Paket 1)
Aber Byrnes Runderneuerung (hierzulande zum Beispiel nachzulesen in Action Comics #2-#4 von Panini) von Superman war doch meines Wissens auch vor der Crisis. Also irgendwie ähnlich dem Ultimativen
Kringel hat geschrieben:@L.N. Muhr: Danke für diese Informationen - meine Comiczeit ist seit... puh... 20 Jahren vorbei, habe deshalb von "Crisis" nichts mitbekommen. Wenn ich das so lese, muß ich denken: "Au Weia! Und da wirft man den Perrykraten vor, sie würden z.Zt. den Degrader einsetzen und alles auf Null stellen..."
ich denke, dass irgendwann auch bei perry mal ein radikaler einschnitt kommen muss. fast 2.500 hefte sind im grunde für neueinsteiger nicht mehr zu bewältigen.
der derzeit durchgeführte degrader allerdings ist ja nur eine halbherzige sache - ausnahmen allerorten und technik, die nur durch feinjustierung gleich wieder besser läuft - letztlich hat man damit die sache verkompliziert und nicht vereinfacht.
Anonymous hat geschrieben:Crisis war zwar ein typisches Gigantomanen-mega-Cross-Over mit den damit einhergehenden Problemen (eigentlich war es das erste oder eines der ersten dieser Art....) in Handlung und Logik. Aber auch nach all den Jahren lohnt es sich noch immer zu lesen, da die Zeichnungen vom großen George Perez stammen, dem Mann, der so viele Details und Charaktere in ein panel zeichnet wie kein zweiter....
das ist aber kein qualitätsmerkmal. es ist nicht aufgabe von kunst, die realität so realistsich wie möglich abzubilden - dafür kann ich auch aus dem fenster sehen.
perez ist gut in mimik und gestik, aber sein detailwahn fällt für mich eher unter "verschroben". gute zeichner können auch mit wenigen strichen sehr viel aussagen.
Khaanara hat geschrieben:Aber Byrnes Runderneuerung (hierzulande zum Beispiel nachzulesen in Action Comics #2-#4 von Panini) von Superman war doch meines Wissens auch vor der Crisis. Also irgendwie ähnlich dem Ultimativen
nö.
der byrne-superman war ab 1986, lief also prallel zur crisis bzw. fügte sich im endeffekt da ein als neue, nunmehr gültige origin.
L.N. Muhr hat geschrieben:es ist nicht aufgabe von kunst, die realität so realistsich wie möglich abzubilden - dafür kann ich auch aus dem fenster sehen.
perez ist gut in mimik und gestik, aber sein detailwahn fällt für mich eher unter "verschroben". gute zeichner können auch mit wenigen strichen sehr viel aussagen.
Nun, ich glaube, die Beurteilung von George Perez fällt in die Kategorie des persönlichen Geschmacks.
Für mich ist er einer der großen, für Dich nicht. Sollte kein Problem darstellen, oder? Außerdem - auch wenige Striche sind kein Qualitätskriterium für Kunst.
L.N. Muhr hat geschrieben:ich denke, dass irgendwann auch bei perry mal ein radikaler einschnitt kommen muss. fast 2.500 hefte sind im grunde für neueinsteiger nicht mehr zu bewältigen.
Ist zwar o.T., aber: So schwer ist der Einstieg gar nicht, selbst für totale Neulinge. Es gibt gar nicht so viel, was man wissen muß, um der Handlung folgen zu können. Wenn auf länger zurückliegende Ereignisse Bezug genommen wird, dann wird i.d.R. auch innerhalb der Handlung gleich ein bißchen was dazu erklärt. Der meiste Rest ergibt sich sowieso aus dem Kontext. Bei Comics stelle ich mir das schwerer vor - man kann ja nicht vor jedem Frame eine ellenlange Text-Erklärung einbauen