das beste von dick
- Doop
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Ich fürchte, Du hast Dir da tatsächlich eine "kindgerecht" oder wie auch immer verfälschte Ausgabe des Originaltextes andrehen lassen... Wenn Du dem Link folgst, kommst Du zu den Amazon-Leser-Rezensionen.
http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASI ... /sfbuch-21
Mein Ratschlag: Buch zurückbringen. Original beschaffen. Der Titel ist nicht out of print, sollte also kein Problem sein.
http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASI ... /sfbuch-21
Mein Ratschlag: Buch zurückbringen. Original beschaffen. Der Titel ist nicht out of print, sollte also kein Problem sein.
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Sandigmann
Das bin ich.Sandigmann hat geschrieben:Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich habe auch gerade nochmal reingeschaut, die Version des Buches ist von 2000 mit dem Hinweis "Simplified Edition".
Gut, dann geht das heute zurück.
Ich habe mich nur vergessen einzuloggen und dann einen falschen Nick eingegeben.
- ChristianW
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Ich hab kürzlich "Ubik" gelesen. Es hat mir gut gefallen, aber wirklich begeistert hat es mich nicht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass man da noch etwas mehr draus hätte machen können. Etwas mehr Tempo, etwas mehr Spannung vielleicht ... ich weiß auch nicht, irgendwie hat mir da ein Quäntchen gefehlt.
Ähnlich erging es mir zuvor mit "Nach der Bombe".
Kann es schlicht daran liegen, dass die Romane 30 bis 40 Jahre alt sind?
Ähnlich erging es mir zuvor mit "Nach der Bombe".
Kann es schlicht daran liegen, dass die Romane 30 bis 40 Jahre alt sind?
Nein, es liegt möglicherweise auch daran, dass Du noch nicht genug Dick Romane gelesen hast. Je mehr ich von Dick gelesen habe, umso eher ließ ich mich auf die Geschichten ein und fing mehr und mehr an sie zu geniesen. So etwas habe ich bei keinen anderen Autor erlebt. Also dranbleiben und berichte uns, ob Du das bestätigen kannst, was ich gesagt habe oder ob ich falsch lag.
- ChristianW
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Dranbleiben werde ich auf jeden Fall, da ich das Lesen nicht bereut habe. Neben "Ubik" und "Nach der Bombe" hab ich bisher nur "Do Androids Dream .../Blade Runner" gelesen - aber da drängt sich mir immer der Vergleich zum Film auf, der einer meiner All-Time-Favourites ist und wo ich das Buch nicht ohne das Wissen um den Film und die Bilder/Musik aus dem Film lesen kann.Rusch hat geschrieben:Also dranbleiben und berichte uns, ob Du das bestätigen kannst, was ich gesagt habe oder ob ich falsch lag.
"Das Orakel vom Berge" und "Irrgarten des Todes" liegen noch auf meinem (dicken) Lesestapel, die werde ich mir auf alle Fälle irgendwann demnächst vornehmen. Daneben lese ich immer wieder mal die eine oder andere Short Story von Dick.
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heino
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Ich denke, die Ursache dafür ist eher darin zu sehen, daß Dick damals aus Geldmangel bis zu 5 Romane pro Jahr schrieb und sich diese Hetze auf die Bücher übertragen hat. Nicht zu vergessen sein Mißbrauch von Amphetaminen, um dieses Pensum durchzuhaltenChristianW hat geschrieben:Ich hab kürzlich "Ubik" gelesen. Es hat mir gut gefallen, aber wirklich begeistert hat es mich nicht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass man da noch etwas mehr draus hätte machen können. Etwas mehr Tempo, etwas mehr Spannung vielleicht ... ich weiß auch nicht, irgendwie hat mir da ein Quäntchen gefehlt.
Ähnlich erging es mir zuvor mit "Nach der Bombe".
Kann es schlicht daran liegen, dass die Romane 30 bis 40 Jahre alt sind?
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Den bemerkt man vor allem noch bei "A Scanner Darkly" (Der dunkle Schirm).heino hat geschrieben:Nicht zu vergessen sein Mißbrauch von Amphetaminen, um dieses Pensum durchzuhalten
Gruß
Ralf,
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Das ist evtl. eine Erklärung. Die SF-Romane in den Sechzigern und Siebzigern waren im Durchschnitt wohl auch wesentlich kürzer als die Romane, die heutzutage neu rauskommen.heino hat geschrieben:Ich denke, die Ursache dafür ist eher darin zu sehen, daß Dick damals aus Geldmangel bis zu 5 Romane pro Jahr schrieb und sich diese Hetze auf die Bücher übertragen hat. Nicht zu vergessen sein Mißbrauch von Amphetaminen, um dieses Pensum durchzuhalten
"Eine andere Welt" werde ich mir auf jeden Fall mal vormerken. Danke für den Tipp, Rusch!
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hawaklar
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Ich habe gestern wieder mal in einer Bücherwühlkiste die Kurzgeschichtensammlung PAYCHECK für 2,50 € gefunden. Dort geht Sascha Mamczyk im Vorwort auf die Verfilmung von Blade Runner ein. Demnach sind einige der Szenen, die dem Film den eigentlichen Kultstatus verleihen, erst in der konkreten Arbeit des Filmteams unter Ridley Scott entstanden.Rusch hat geschrieben:Bei Blade Runner fand ich den Film deutlich besser. Das Buch war ein bißchen inkonsistent und nicht so dicht erzählt wie es im Film der Fall war.
Wahrscheinlich macht diese überaus gelungene Umsetzung und Ergänzung der Romanvorlage den Kultstatus des Filmes aus. Hier wurde in einem kreativen Prozeß von einem Team die excellente Romanvorlage einesSo gehört die Szene, in der der Android Roy Batty (Rutger Hauer) den Blade Runner Rick Deckard (Harrison Ford) vor dem Sturz in den Tod bewahrt, zu den großen filmischenMomenten des 20. Jahrhunderts - denn es ist jener Moment, in dem der Unterschied zwischen dem, was wir als menschlich definieren, und dem, was wir für künstlich halten, endgültig aufgehoben wird.
Diese Szene stammt nicht etwa aus der Romanvorlage, sondern entstand erst im langwierigen Prozeß der Drehbuchentwicklung (den berühmten Monolog Battys am Ende des Films - "Ich habe Dinge gesehen, die ihr nie glauben würdet ..." - hat sich Hauer sogar selbst ausgedacht, und zwar in letzter Minute, während der Dreharbeiten), und doch ist sie die perfekte Visualisierung des Dick'schen Kernthemas.
Einzelnen für das Filmgenre adaptiert und inhaltlich weiterentwickelt.
Dann fand ich in dem Vorwort noch eine interessante Stelle:
Ich werde mich auf jeden Fall erst mal an die Kurzgeschichten setzen, bevor ich mir die schwerere Kost einverleibeInsbesondere Matrix ist wohl, bevor die Sache im zweiten und dritten Teil etwas außer Kontrolle geriet, die erfolgreichste Adaption einer Dick-Geschichte, die Dick nie geschrieben hat - das heißt, eigentlich hat er sie schon geschrieben, mit seinem gnostischen Spätwerk Die Valis-Trilogie, doch an diese ontologische Achterbahnfahrt hat sich bisher noch kein Filmemacher herangetraut, was auf ein bedauerliches Defizit hinweist: Keiner dieser Filme - und auch keine der bisherigen tatsächlichen Dick-Adaptionen - schöpft die Möglichkeiten, die seine Texte bieten, wirklich ganz aus. Denn auch wenn er kein großer stilist war, entwickelt seine Prosa doch eine einzigartige Sogwirkung, erzeugt sie ein nagendes Gefühl, das uns den Wahrheitsgehalt der Worte ständig hinterfragen läßt, ohne daß, wie sonst im Genre eigentlich üblich, eine Fluchtmöglichkeit geboten wird.
und
weiter in diversen Bücherwühlkisten nach Exemplaren der Phillip K. Dick-Edition von Heyne suchen
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heino
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Soweit ich weiß, war er aber da schon wieder clean und verarbeitete seine Erlebnisse in der EntzugsklinikShock Wave Rider hat geschrieben:Den bemerkt man vor allem noch bei "A Scanner Darkly" (Der dunkle Schirm).heino hat geschrieben:Nicht zu vergessen sein Mißbrauch von Amphetaminen, um dieses Pensum durchzuhalten
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heino
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Das liegt IMHO daran, daß der Film sich ausschließlich auf den Jagdaspekt der Vorlage konzentriert und alle Subthemen der Vorlage (Religion, Intrigen, Umweltschäden etc.) weitestgehend ausklammert. Außerdem natürlich an Scotts Sinn für die Komposition von BildernRusch hat geschrieben:Bei Blade Runner fand ich den Film deutlich besser. Das Buch war ein bißchen inkonsistent und nicht so dicht erzählt wie es im Film der Fall war.
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Das hatte ich mir auch schon gedacht: Matrix ist die beste Verfilmung einer Dick Geschichte, die es nie gegeben hat. 
Zu Blade Runner: Die Gesellschaftslage ist Film eine ganz andere: Die Welt im Film ist ein wuchernder Schmeltztiegel der Zivilisationen, der auf den Zuschauer schon ein wenig verstörend wirkt. Im Buch sind die Städte leer, weil Umweltverschmutzung, Seuchen und Krankheiten die Menschheit dezimiert hatten. Deckard lebt mit seiner Frau und seinem künstlichen Schaf in einem fast leeren Wohnblock.
Grundsätzlich hat Scott recht daran getan, sich auf die Jagdgeschichte zu konzentrieren. Die ganze Mercer Geschichte und das mit den Einstellen der Gefühle hatte irgendwie den Roman überfrachtet. Überdies ist Mercer bestimmt keine von Dicks besten Kreationen. Dann noch lieber der Astronaut Dangerfield, der um die verwüstete Erde fliegt und als Mentor der Menschheit Mut macht.
Zu Blade Runner: Die Gesellschaftslage ist Film eine ganz andere: Die Welt im Film ist ein wuchernder Schmeltztiegel der Zivilisationen, der auf den Zuschauer schon ein wenig verstörend wirkt. Im Buch sind die Städte leer, weil Umweltverschmutzung, Seuchen und Krankheiten die Menschheit dezimiert hatten. Deckard lebt mit seiner Frau und seinem künstlichen Schaf in einem fast leeren Wohnblock.
Grundsätzlich hat Scott recht daran getan, sich auf die Jagdgeschichte zu konzentrieren. Die ganze Mercer Geschichte und das mit den Einstellen der Gefühle hatte irgendwie den Roman überfrachtet. Überdies ist Mercer bestimmt keine von Dicks besten Kreationen. Dann noch lieber der Astronaut Dangerfield, der um die verwüstete Erde fliegt und als Mentor der Menschheit Mut macht.
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heino
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Hat ja auch keiner bestritten. Ich wollte nur den Versuch einer Erklärrung wagen, warum so viele Leute Probleme mit dem Buch haben, nachdem sie den Film gesehen habenRusch hat geschrieben: Zu Blade Runner: Die Gesellschaftslage ist Film eine ganz andere: Die Welt im Film ist ein wuchernder Schmeltztiegel der Zivilisationen, der auf den Zuschauer schon ein wenig verstörend wirkt. Im Buch sind die Städte leer, weil Umweltverschmutzung, Seuchen und Krankheiten die Menschheit dezimiert hatten. Deckard lebt mit seiner Frau und seinem künstlichen Schaf in einem fast leeren Wohnblock.
Grundsätzlich hat Scott recht daran getan, sich auf die Jagdgeschichte zu konzentrieren. Die ganze Mercer Geschichte und das mit den Einstellen der Gefühle hatte irgendwie den Roman überfrachtet. Überdies ist Mercer bestimmt keine von Dicks besten Kreationen. Dann noch lieber der Astronaut Dangerfield, der um die verwüstete Erde fliegt und als Mentor der Menschheit Mut macht.
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