'Mensch, Dave' ist ein sensibel gezeichneter und anspruchsvoll konstruierter 'kleiner' SF-Film. Ich erlebte Eddy Murphy einmal nicht als schrillen Chaos-Komiker, sondern als unwissende, lernende Mensch-Maschine. Der deutsche Titel ist (selten kommts vor) treffender als das US-Original: Meet Dave.
'Mensch, Dave' verwendet das Wort Mensch nicht als emphatisches Partikel oder als Anrede im Sinne von Mensch, Typ, ehy, sondern als Zustand. Eigentlich müsste es heißen: Dave, der Mensch, oder besser noch: Dave wird zu einem Menschen.
Um genau diesen Prozess handelt es sich: Dave wird zu einem Menschen, und zwar in einer Doppelrolle.
Der Film verfügt über eine anrührend-sensible innere Geschichte, einer Vater-Sohn-Nummer, der inneren Geschichte zwischen Edward Furlong und Arnold Schwarzenegger in T2 nicht unähnlich.
Ich war sehr überrascht über das Niveau der Handlung, der Qualität der Tricktechnik und dem erkennbaren Spielwitz aller Beteiligten.
Ich gebe 9 von 10 möglichen Salzwasser-Absorptions-Kugeln.
Warum nur 9 und nicht 10?
Ganz einfach: Der Film läuft zu einem falschen Zeitpunkt. Es ist ein Weihnachtsfilm. Als solcher wäre er mit 'Love Actually' durchaus vergleichbar.
Für mich wars ein schöner Kinoabend.
Gast09

