Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Leigh Kennedy
Das Tagebuch von Nikolaj dem Amerikaner (The Journal of Nicholas the American)
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Torsten
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Korrekt. Kennedys erster Roman handelt gleichzeitig von der Schwierigkeit der Integration russischer Einwanderer der zweiten Generation in die US-amerikanische Gesellschaft und den Problemen eines Empathen, der die Gefühle seiner Mitmenschen durch eine besondere Gabe wahrnehmen kann.Jorge hat geschrieben:Leigh Kennedy
Das Tagebuch von Nikolaj dem Amerikaner (The Journal of Nicholas the American)
Leigh Kennedy ist seit 1988 mit dem Science Fiction-Autor Christopher Priest verheiratet (Quelle: wikipedia).
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
"Guten Tag, verehrte Zuschauer an den Bildschirmen", begann der Ansager mit voller Stimme. "Heute führen wir Sie an Bord des Sträflingsschiffes Jean Valjean, das vor wenigen Augenblicken auf dem New Yorker Raumhafen niedergegangen ist. Und hier treffen wir zwei Männer - zwei Männer, die aus freien Stücken einen Mord im voraus abgebüßt haben. Sie sind nunmehr gesetzlich dazu berechtigt, pro Person einen Mord zu begehen.
In ein paar Minuten werden sie entlassen, nachdem sie sieben Jahre auf den Sträflingsplaneten verbracht haben. Nach ihrer Entlassung können sie einen beliebigen Mann oder eine Frau aus dem Sonnensystem töten, ohne eine Bestrafung fürchten zu müssen. Sehen Sie sich die beiden genau an, verehrte Zuschauer - vielleicht werden Sie ihr Opfer sein!"
Auszug aus einer Kurzgeschichte, Titel (auch der Sammlung) und Autor?
In ein paar Minuten werden sie entlassen, nachdem sie sieben Jahre auf den Sträflingsplaneten verbracht haben. Nach ihrer Entlassung können sie einen beliebigen Mann oder eine Frau aus dem Sonnensystem töten, ohne eine Bestrafung fürchten zu müssen. Sehen Sie sich die beiden genau an, verehrte Zuschauer - vielleicht werden Sie ihr Opfer sein!"
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Torsten
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Dann tippe ich auf William Tenns "Mord nach Wahl" aus "Die Welt der Zukunft".
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh
Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Torsten hat geschrieben:William Tenn
"Mord nach Wahl"
aus
"Die Welt der Zukunft"
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Wow, beim lesen des Zitats dachte ich mir noch – was für eine coole Idee! Und jetzt stelle ich fest, daß ich diese Kurzgeschichte sogar zuhause habe und gleich lesen kann.Torsten hat geschrieben:Dann tippe ich auf William Tenns "Mord nach Wahl" aus "Die Welt der Zukunft".
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
""Und bisher haben wir noch nicht einmal den Aloysius-Effekt in Erwägung gezogen", warf Sam Fleissiger ein.
"Den was?", wollte der Admiral wissen.
"Den Aloysius-Effekt", wiederholte Fleissiger und sah Francis mit tadelndem Blick über den Brillenrand hinweg an. "So genannt nach Raphael Aloysius Lafferty, dem Erfinder der phänomenalen Ktistec-Maschine."
"Ein Science-Fiction-Autor der sechziger und siebziger Jahre", flüsterte Kafu erläuternd hinzu, als er den irritierten Blick des Admirals bemerkte, den dieser den beiden NASA-Wissenschaftlern zuwarf. "Lafferty hat sich unter anderem eingehend mit dem Phänomen der Zeitreise und den Konsequenzen von Zeitfrakturen befasst."
"Was soll der Unsinn?", fuhr Berger auf. "Ich habe allmählich den Eindruck, dass sie uns hier auf den Arm nehmen wollen, meine Herren."
"Keineswegs, Dr. Berger", entgegnete Fleissiger. "Das ist kein Unsinn. Lafferty behauptet nämlich – und seine Argumentation ist absolut logisch -, dass man mit der Vergangenheit angefangen kann, was immer man will. Die in der Gegenwart Lebenden, die jemanden oder etwas in die Vergangenheit senden, damit dort eine Veränderung vorgenommen wird, werden nie feststellen können, ob diese Veränderung durchgeführt worden ist oder nicht, weil im Moment der Veränderung die Alternative, die sich durch sie ergibt, zur geschichtlichen Realität wird. Das heißt aber nichts anderes, als dass jeder Zeitgenosse weiß, dass es so und nicht anders schon immer gewesen ist. Wenn sie jemanden ins Jahr 1775 zurückschickten, der George Washington über den Haufen schießt, bevor ihn der Kontinentalkongress zum Höchstkommandierenden der Streitkräfte ernennt, dann wird in allen Geschichtsbüchern stehen, dass George Washington, möglicherweise ein fabelhafter Feldherr, der möglicherweise gegen die Briten etwas hätte ausrichten können, 1775 erschossen worden sei. So ist das! Und Sie, meine Herren, wüssten es auch nicht anders, weil Sie es so und nicht anders in der Schule gelernt hätten.""
"Den was?", wollte der Admiral wissen.
"Den Aloysius-Effekt", wiederholte Fleissiger und sah Francis mit tadelndem Blick über den Brillenrand hinweg an. "So genannt nach Raphael Aloysius Lafferty, dem Erfinder der phänomenalen Ktistec-Maschine."
"Ein Science-Fiction-Autor der sechziger und siebziger Jahre", flüsterte Kafu erläuternd hinzu, als er den irritierten Blick des Admirals bemerkte, den dieser den beiden NASA-Wissenschaftlern zuwarf. "Lafferty hat sich unter anderem eingehend mit dem Phänomen der Zeitreise und den Konsequenzen von Zeitfrakturen befasst."
"Was soll der Unsinn?", fuhr Berger auf. "Ich habe allmählich den Eindruck, dass sie uns hier auf den Arm nehmen wollen, meine Herren."
"Keineswegs, Dr. Berger", entgegnete Fleissiger. "Das ist kein Unsinn. Lafferty behauptet nämlich – und seine Argumentation ist absolut logisch -, dass man mit der Vergangenheit angefangen kann, was immer man will. Die in der Gegenwart Lebenden, die jemanden oder etwas in die Vergangenheit senden, damit dort eine Veränderung vorgenommen wird, werden nie feststellen können, ob diese Veränderung durchgeführt worden ist oder nicht, weil im Moment der Veränderung die Alternative, die sich durch sie ergibt, zur geschichtlichen Realität wird. Das heißt aber nichts anderes, als dass jeder Zeitgenosse weiß, dass es so und nicht anders schon immer gewesen ist. Wenn sie jemanden ins Jahr 1775 zurückschickten, der George Washington über den Haufen schießt, bevor ihn der Kontinentalkongress zum Höchstkommandierenden der Streitkräfte ernennt, dann wird in allen Geschichtsbüchern stehen, dass George Washington, möglicherweise ein fabelhafter Feldherr, der möglicherweise gegen die Briten etwas hätte ausrichten können, 1775 erschossen worden sei. So ist das! Und Sie, meine Herren, wüssten es auch nicht anders, weil Sie es so und nicht anders in der Schule gelernt hätten.""
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
So frustieren wir Karl den Großen?Torsten hat geschrieben:"
"Und bisher haben wir noch nicht einmal den Aloysius-Effekt in Erwägung gezogen", warf Sam Fleissiger ein.
..."
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Torsten
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Leider nein, gesucht wird ein Roman.Bully hat geschrieben:So frustieren wir Karl den Großen?
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Jetzt heißt's schnell sein: Das ist Wolfgang Jeschke, Der letzte Tag der Schöpfung
Das kam mir nämlich gleich bekannt vor und ich wußte auch, daß das von einem deutschen Autor stammt.
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Das geht ja heute abend ab wie Schmitz Katze. Stimmt!breitsameter hat geschrieben:Jetzt heißt's schnell sein: Das ist Wolfgang Jeschke, Der letzte Tag der Schöpfung
Das kam mir nämlich gleich bekannt vor und ich wußte auch, daß das von einem deutschen Autor stammt.
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Den fand ich damals voll schwach, vielleicht wegen des Riesen-Boheis, den Jeschke in Vorfeld veranstaltet hat.breitsameter hat geschrieben:Jetzt heißt's schnell sein: Das ist Wolfgang Jeschke, Der letzte Tag der Schöpfung
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Okay, ich habe »Der letzte Tag der Schöpfung« wohl erst so in den späten Achtzigern gelesen – also völlig unbeeindruckt von allen Boheis im Vorfeld. Und ich halte ihn heute eigentlich auch immer noch - zusammen mit »Midas« - für den besten Roman von Wolfgang Jeschke. Mich hat damals »Meamones Auge« sehr enttäuscht...achimh hat geschrieben:Den fand ich damals voll schwach, vielleicht wegen des Riesen-Boheis, den Jeschke in Vorfeld veranstaltet hat.breitsameter hat geschrieben:Jetzt heißt's schnell sein: Das ist Wolfgang Jeschke, Der letzte Tag der Schöpfung
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Gut, ich war vermutlich auch eher enttäuscht, nicht DIE hohen Erwartungen erfüllt zu sehen, die Wolfgang Jeschke vor der Veröffentlichung rausposaunt hatte. Mag sein, wenn ich mir den noch mal vornehmen würde, dass er dann besser wegkäme. (Schreibt man das jetzt zusammen oder auseinanderbreitsameter hat geschrieben:Okay, ich habe »Der letzte Tag der Schöpfung« wohl erst so in den späten Achtzigern gelesen – also völlig unbeeindruckt von allen Boheis im Vorfeld. Und ich halte ihn heute eigentlich auch immer noch - zusammen mit »Midas« - für den besten Roman von Wolfgang Jeschke. Mich hat damals »Meamones Auge« sehr enttäuscht...
Im übrigen bin ich ein grosser Fan von Jeschkes Kurzgeschichten.
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Re: Der fröhliche Buchzitate-Rätsel-Thread
Ich habe "Der letzte Tag der Schöfung" erst vor ein paar Jahren gelesen, als er nochmals als "Meisterwerk der Science Fiction" herauskam, kenne kein Bohei um den Roman und finde persönlich die Veröffentlichung in dieser Reihe gerechtfertigt.achimh hat geschrieben:Den fand ich damals voll schwach, vielleicht wegen des Riesen-Boheis, den Jeschke in Vorfeld veranstaltet hat.breitsameter hat geschrieben:Jetzt heißt's schnell sein: Das ist Wolfgang Jeschke, Der letzte Tag der Schöpfung
Deine Einschätzung zu seinen Erzählungen teile ich voll und ganz.
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