quelleMit 18 hat man noch Träume und Ziele. Mit 18 leidet man allerdings auch schneller an einer Geschmacksverunreinigung: Mit 18 sah ich Independence Day und war der festen Überzeugung den weltbestesten Film der Welt aller Zeiten ever gesehen zu haben. Ich war so begeistert, dass ich mir schwor, von nun an jeden guten Film zu sehen, den man seit 1996 gedreht hatte. Der Schwur kostet mich seitdem viel zuviele Stunden, die ich eigentlich mit… lesen verbringen könnte.
Mit 18 las ich zum ersten Mal Aldous Huxleys “Schöne neue Welt”, die Geschichte um eine Gesellschaft, die nicht groß anders ist, als die worauf wir geradewegs zusteuern. Seitdem hat sich mein Pensum an Büchern von einem im Monat beinahe vervierfacht, da ich auch hier immer auf der Suche nach dem nächsten Huxley war. Allerdings liegt der Unterschied zwischen “Schöne neue Welt” und “Independence Day” auf der Hand: Das Buch ist zweifelsfrei immernoch einer der besten Bücher aller Zeiten ever, während es mir beinahe peinlich ist zuzugeben, dass Independence Day der einzige Film ist, den ich im Kino mehrmals sah.
Es ist also eine große Bürde, die sich Ridley Scott und Leonardo DiCaprio da aufgeladen haben, denn immerhin wollen sie mit zusammen mit Farhad Safinia (Screenwriter von Apocalypto), das Buch zum ersten Mal auf die große Leinwand bringen. Und wir, die große Huxley-Fangemeinde, sind da nicht so zimperlich, wie die Herr der Ringe Fraktion, wenn man ihre Bücher verstümmelt.
In diesem Sinne,
Gemeinschaftlichkeit, Einheitlichkeit, Beständigkeit.
andy

