David Feintuch - Nick Seafort Reihe

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deval
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David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von deval »

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Nachdem ich mich jetzt nach und nach durch die Nick Seafort Reihe lese und mittlerweile bei Band 4 angekommen bin,
nehme ich mir den 4. ten Band mal als Anlass eine kurze Bilanz zu ziehen.

Von der Reihe an sich bin ich noch bei keinem einzigen Buch enttäuscht worden. Von den ersten vier Büchern hat mir
gerade Band 4 ausgesprochen gut gefallen. Für mich auch gleichzeitig der mit Abstand beste Roman.

Nick Seafort zum ersten Mal nicht mehr offiziell als Kapitän an Bord eines Flottenschiffes, sondern vielmehr als Kommandant
der Kadettenschule. Das Buch liefert zugleich auch eine hervorragende Charakterstudie des Helden.
Seafort ist ein eigenartiger Mensch: Vom Schicksal zutiefst gebeutelt, seine Freunde sind in der Regel verstorben, genau wie
seine erste Frau und sein Sohn, hat er sich zu einem in der Regel übellaunigen Charakter entwickelt. Seafort möchte man nicht
als Vorgesetzten haben. Er läßt seine Stimmungen an seinen Untergebenen aus, man weiß nie woran man bei ihm ist.

Das liegt aber auch daran, dass die Flottendisziplin streng und unnachgiebig ist. Schikanieren der Untergebenen wird ausdrücklich
geduldet, Züchtigungen mit dem Rohrstock sind die Regel, leichtere Verstöße werden mit Minuspunkten geahndet und sind nur durch
2 Stunden Sport abbaubar. Der Kapitän an Bord eines Flottenflagschiffes genießt fast göttliche Autorität. Wird er von Untergebenen
mutwillig berührt, kann das durchaus zur Degradierung oder, im schlimmsten Fall, zur standrechtlichen Erschießung führen. Möchte
man etwa von der Erde zur nächsten menschlichen Kolonie auf Hope Nation gelangen, so ist man geschlagene 18 Monate unterwegs.
Gehört man den niedrigsten Offiziersrängen an, den Fähnrichen, ist das in der Regel eine 18 monatige Leidenszeit gespickt mit
Schikanen, Züchtigungen mit dem Stock und Rangeleien untereinander.

Religion wird in der Flotte, und auch sonst, groß geschrieben, lästerliches Fluchen kann bestraft werden. Seafort ist ein religiöser
Mensch, von seinem Vater streng erzogen. Aber der Gott an den Seafort glaubt ist ein unnachgiebiger, strenger und strafender
Gott. Da Seafort glaubt das seine Seele verloren ist, er hat nämlich seinen Eid gebrochen, ist das mit ein Grund warum er langsam
aber sicher zu einem regelrechten Kotzbrocken wird. Nein, in diesem Universum möchte man eigentlich nicht leben.

Die ersten drei Bände handeln von den Kämpfen Seaforts gegen eine außerirdische Rasse, genannt -Fische-. Bei den Fischen handelt
es sich quasi um lebende Raumschiffe. Woher die Fische kommen oder warum sie so gnadenlos die Menschen angreifen weiß niemand.
Auch nicht der Leser. Fakt ist, dass sie von den Geräuschen, die entstehen wenn ein menschliches Raumschiff fusioniert (also in den
Hyperraum geht), angezogen werden. Im Kampf gegen die Fische gelangt Seafort zwar zu Ruhm und Ehren, lehnt diesen aber strikt ab.
Er fühlt sich nicht als Held und möchte einfach nur von den Medien und den Menschen in Ruhe gelassen werden. Er quittiert den Dienst
in der Flotte und wird Kommandant der Kadettenschule (Band 4).

In diesem Band erfährt man zum ersten Mal mehr von Seafort. Man bekommt Einblick in seine Kindheit, in der er den Tod seines besten
Freundes verkraften musste. Man erfährt etwas aus seiner Kadettenzeit und beginnt zu erahnen warum er so wurde wie er nun ist.
Ebenfalls bekommt man einen Einblick in die Ausbildung innerhalb der Flotte die Anhand einzelner Kadetten erzählt wird. Auch ist die
Schilderung der gesellschaftlichen Verhältnisse (Transpops) sehr gut gelungen. Aber auch im vierten Band tauchen die Fische wieder auf
und bedrohen nun erstmals das Sonnensystem. Es kommt zu verherenden Verwüstungen und hundertausenden von Toten.


Wie gesagt, bisher bin ich noch von keinem der vier Bücher enttäuscht worden. Sie sind in der Regel spannend und sehr gut geschrieben.
Jeder der die alten Hornblower oder Jack Aubrey Bücher mag wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Für mich ist die Reihe ein eindeutiger Lesetip.
Zuletzt geändert von deval am 25. Dezember 2009 20:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Marc

Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Marc »

hi,

ich habe die ganze nick seafort-reihe gelesen, die kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen.
diese ist halt eine schöne spaceopera der alten schule.

cu marc
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Christof

Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Christof »

Irgendwie war die Serie nicht mein Geschmack. Zu sehr Oldschool wenn ich es mal so nennen mag. Und vor allem kam ich mir immer vor wie wenn ich einen Roman von Forester über Kptn. Hornblower gelesen hätte. Irgendwie hab ich sogar noch eine Szene im Kopf wo ich dachte he da beschissen gerade die Franzosen die englische Fregatte. Wie zur Hölle komme die ins Weltall.
Dazu eine Beziehungsgeschichte die mir definitiv nicht zugesagt hat.
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lowcut
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Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von lowcut »

Die ersten 5 Bücher stehen seit Jahren ungelesen bei mir im Schrank. Irgendiwe fehlte mir bis jetzt der Drang zum lesen.
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Zur Zeit lese ich:
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bukaman
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Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von bukaman »

Christof hat geschrieben:Irgendwie hab ich sogar noch eine Szene im Kopf wo ich dachte he da beschissen gerade die Franzosen die englische Fregatte.
Ein für Franzosen gegen Engländer typisches Verhalten, ... wenn sie nicht gerade mit Kühen schmeißen :D
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Christof

Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Christof »

mea culpa. Lag sicher am fehlenden Kaffee :oops:
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Elin

Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Elin »

Also durch diesen Thread habe ich die Reihe doch mal näher ins Auge gefasst. Im Jahrbuch der Science-Fiction wurde der Autor mit seiner Reihe ja (2007?) dargestellt und hat mich da doch eher abgeschreckt wegen dem christlichen Bezug und der Selbstgeißelung Seaforts.
1. Band gekauft und genossen. Danach mussten die anderen natürlich auch her. Schön nacheinander immer im Weihnachtsstress der Post. Teils gekauft, teils geliehen. Das war ein Akt, bis alle Büchersendungen mal hier waren. ;-)

Mittlerweile bin ich bei Band 5, aber ich habe die anderen schon etwas quergelesen und glaube nicht, dass sie das Niveau der ersten Bände halten werden. Am 5. kaue ich bereits eine ganze Woche herum. Mir geht die Tranniesprache gewaltig auf den bei mir nicht vorhandenen...

Ich finde das Universum in sich durchaus konsistent und Sinn ergebend. Natürlich nicht, wenn man dem die Realität gegenüberstellt, aber das muss man bei einem Scifi-Buch ja auch nicht immer unbedingt tun. Seafort ist natürlich ein Idiot, aber naja... seine Selbstgeißelung ist zu ertragen. Zumindest aus meiner Warte. Ich fand die Bücher bislang immer sehr spannend und kurzweilig und werde die Reihe wohl behalten. Zumindest jene Bücher, die mir gehören. Natürlich nicht die beiden geliehenen Bände. Ironischerweise sind das ausgerechnet 5 und 6. Wenn die 7 auch im Ganzen so schwach ist, werde ich ihn wohl daneben stehen lassen, die Lücke aber höchstens füllen, wenn ich 5+6 für je 1-2 Euro wo sehen sollte.
Es ist aus meiner Sicht sehr schade, dass Feintuch sich soweit von dem Ursprünglichen entfernt hat. Wo ein C.S. Forester mit "Hornblower unter wehender Flagge" (oder sinngemäß so ähnlich) noch den Absprung von See zum Land geschafft hat, scheitert Feintuch aus meiner Sicht genau da, wo beinahe absolut keine Schiffe mehr im Spiel sind. "Kommandant Nick Seafort" alias Bd. 4 war schon ein diesbezüglicher Zwitter, hat den Absprung aber noch geschafft. Liegt womöglich auch an den anderen Charakteren. Ich mochte Edgar Tolliver recht gern. Ab Bd. 5 ist diesbezüglich aber wohl leider Sense. Oder wird das nochmal besser? Da war ja so ein Spruch über Hoffnung, die zuletzt sterben soll oder so. ;-)
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Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von deval »

Gerade Band 5 hat mir gut gefallen. Auch wenn es zu Anfang schwierig war den Überblick zu behalten, immerhin
wird die Geschichte aus der Sicht von (ich meine) 6 verschiedenen Personen in der Ich-Erzählweise erzählt.
Ich fand es jedoch sehr abwechslungsreich (wie auch in Band 4) über den Tellerrand hinauszuschauen und zu sehen,
was sonst noch in der Welt des Jahres 22... passiert.

Im sechsten Band ist Seafort wieder GenSek der UN und muss sich einem Staatsstreich erwehren. Viele Bekannte
Charaktere aus den ersten Bänden spielen wieder mit und sterben (natürlich). Das ganze ist gegen Ende hin sehr
actionlastig und erinnert an ein "Stirb langsam - Im Weltraum hört dich niemand schreien". Dennoch fand ich es
wieder mal sehr gut.

Im siebten Band ist Seafort wieder Kapitän an Bord eines Raumschiffs und fliegt Hope Nation an. Dort wird ein
Attentat auf ihn verübt das er nur knapp überlebt. Anschließend kommt es zum großen Konflikt mit der Kirche
und Seafort muss (schon wieder) gegen einen Staatsstreich ankämpfen. Der Band ist zwar in sich abgeschlossen,
bietet aber Stoff für eine achte Geschichte, die der Leser vermutlich nicht bekommen wird. Obwohl, an anderer
Stelle wurde gemunkelt, dass Feintuch einen achten Band geschrieben haben könnte. Wie auch immer.
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Grisel
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Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Grisel »

Der 8. Band war eigentlich schon fertig, als Feintuch gestorben ist. Er selber hatte in einer Newsgroups kurz vorher noch stolz davon erzählt. Aber offenbar ist das Buch leider irgendwo im Nachlass verschollen. Sehr schade, ich habe die Hoffnung mehr oder weniger aufgegeben, daß es jemals erscheinen wird.
Wie irgendwo anders in diesem Forum sicher schon mal erzählt liebe ich die Romanreihe heiß und innig. Kann gar nicht so genau sagen, woran es liegt, aber die haben mich auf eine Weise mitgerissen, wie wenige andere davor und danach, besonders Seafort selber. Es hilft natürlich, wenn man ihn mag und ich mag ihn sehr als Romanfigur.
Das Trannie-Sprech in Band 5 ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber wenn man mal drin ist, klappt es eigentlich ganz gut. Ich fand es vor allem faszinierend, Seafort zum ersten Mal durch die Augen anderer zu sehen.
Ich liebe sie alle, aber der 7. Band ist für mich fast der beste. Den fand ich zeitweise buchstäblich atemberaubend spannend.
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Elin

Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Elin »

Ich habe gestern das gemacht, was ich eigentlich nicht wollte. Ich habe ab ca. S. 300 Bd. 5 übersprungen und Band 6 genauso. Direkt zur 7. Der hat mir wiederum auch so gefallen, dass ich die Nacht quasi durchgelesen habe. Genau wie bei den ersten 4 Bänden.

Allerdings finde ich es langsam beinahe witzig, wie oft Seafort die Frauen wechselt.
Tollivers Wiederauftauchen war ein Highlight und er war natürlich stellenweise wieder ganz der Alte. Ich liebe es einfach wenn er sich mit Seafort fetzt.

Das mit Band 8 habe ich auch schon gehört. Es wäre schön, wenn er doch noch veröffentlicht würde. Allerdings bestimmt nicht mehr bei Bastei Lübbe nach all der Zeit. Ich kann auch nicht beurteilen wie sich die Reihe damals verkauft hat, aber alle meine Exemplare sind Remittenden.
Ich habe mal überlegt, ob ich mir die Dinger noch auf Englisch holen soll, nicht zuletzt weil der Commander im Deutschen ja leicht gekürzt sein soll, aber ich schrecke doch noch davor zurück.

Ein Nichterscheinen von Band 8 hat halt auch irgendwie einen Abschluss. Mag sich jetzt komisch anhören, aber wenigstens stirbt keiner mehr. *g*
Bei den Seekriegsromanen habe ich Alexander Kent manchmal dafür gehasst, wie verschwenderisch er mit Fähnrichen und Lieutenants umging. Sicher ist es damals auch so gewesen, aber er brachte mit Vorliebe diejenigen um, die mir als Figuren gefallen haben. Das habe ich irgendwann persönlich genommen.
Bei Feintuch ist es ja eher so, dass er alle umbringt, die er vorher aufgebaut hat. Zumindest beinahe. Für den 8er wären ja dann Tolliver, Thorne, Mik, Randy und Anselm übrig. Neben Seafort neuer Frau und Tochter.
Ich möchte echt mal wissen, welcher Kerl es hinkriegt, 3 Frauen zu verlieren. ;)
deval
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Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von deval »

Naja, dass er seine Ehefrauen "verloren" hat ist ja nicht unbedingt seine Schuld gewesen.
Die erste hat sich aus Gram über den Tod ihres Sohnes selbst umgebracht, die zweite war
nach der Vergewaltigung geistig nicht mehr auf der Höhe und hat Seafort dafür die Schuld
gegeben. Nach der Entfremdung und der Neueinstellung hat man sich auseinandergelebt.
Und die dritte Frau ist im Kampf getötet worden.

Alleine schon die Vorstellung wie der Bischof und der Schiffsgeistliche reagieren wenn sie
feststellen müssen das Seafort bereits seit einem Jahr im heimatlichen Sonnensystem weilt
während sie noch an Bord des Schiffes unterwegs gewesen sind, hätte einen achten Band
auf jeden Fall gerechtfertigt. :D

Es ist immer irgendwie "komisch" wenn eine liebgewonnene Serie beendet ist und man als
Leser weiß das es keine neuen Abenteuer mehr gibt. Ein für alle Mal.
Ich fand das bei der STEN Reihe von Bunch/Cole schon traurig. Aber die Serie war zumindest
offiziell beendet, während die GENELLAN Reihe von Scott Gier ohne Abschlußband auskommen
mußte. Das ist dann besonders ärgerlich.
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Elin

Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Elin »

Ja, die Vorstellung hätte viel für sich gehabt. Allerdings möchte ich wie gesagt nicht wissen, wen er da wieder alles ins Gras beißen ließ. ;)

Und zur den Frauen... ja es war vermutlich falsch ausgedrückt. *g*
Aber ich habe echt den Eindruck es machte Feintuch Spaß, sie umzubringen und Seafort dadurch leiden zu lassen.

Bei unvollendeten Serien ist es aber auch so, dass dem Leser der vorherigen Bände dadurch alle Varianten offen stehen.
Natürlich ist das tatsächliche Lesen besser, aber es ist eben nicht zu ändern. Es macht die Serie an sich dadurch jedoch nicht unbedingt schlechter.
Lesen inspiriert die eigene Fantasie. In dem Fall bleibt halt nichts anderes mehr. Ich wäre eher auf Tollivers sarkastischen Kommentar zu Frand gespannt gewesen. Etwa so in der Richtung: "Das hätten Sie sich ja auch sparen können. Er schafft es ja doch immer. Richten Sie sich schon einmal auf einige Jahre heimeligen Dienst auf Ganymed Station ein."
Die weiblichen Offiziere kamen jedenfalls im letzten Band nicht sehr gut weg, obwohl sie proportional überrepräsentiert waren (im Vergleich zu den anderen Büchern).
deval
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Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von deval »

Lt. Frand befand sich aber auch in einem ziemlichen Dilemma. Auf der einen Seite der Kapitän, auf der
anderen Seite die Kirche. Sie hat es sich bestimmt nicht leicht gemacht, allerdings ihr kurzer Abschieds-
dialog mit Seafort hat die Sache dann doch wieder relativiert.

Leben bedeutet für Seafort Leiden. Egal ob jemand stirbt oder alle glücklich sind. Er ist immer irgendwie
am Tiefpunkt seines Lebens angekommen habe ich das Gefühl. Wäre klasse gewesen wenn im achten Band
die Kirche ordentlich eines auf den Deckel bekommen hätte und die Pfaffen endlich dorthin geschickt worden
wären wo nie die Sonne scheint. Auf jeden Fall hat der siebte Band gut gezeigt, wer der eigentliche Herr im
Hause der UN ist - nämlich die Kirche.

@Elin
Hast du eigentlich auch die Honor Harrington Reihe von Weber gelesen?
Würde mich mal interessieren wie sie dir gefallen hat, falls du sie kennst. Ich selber habe sie noch nicht
gelesen.
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Elin

Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Elin »

Trotzdem hat Frand die falsche Seite gewählt. Was sie getan hat war Meuterei im weiteren Sinne. Für die Kirche. Da sie der Flotte primär die Treue geschworen hat, hätte sie sich in meinen Augen anders entscheiden müssen. Daran ändert auch der Abschiedsdialog nichts.

Seafort hatte aber im 6. bzw. insbesondere 7. Band Momente, in denen er glücklich war und sich dafür dann wiederum teils verabscheute. Glaube ich zumindest. Er wusste er ist verdammt und hat sich damit arrangiert. Er lebte halt für die Familie... die er ja durch Adoptionen im rechtlichen oder erweiterten Sinn immer größer machte.

Die Konfrontation mit der Kirche wäre toll gewesen, aber das sehe ich wie gesagt nicht besonders realistisch.

Der 6. Band hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. Muss mal sehen wo ich den wiederum herkriege. Nur die 5 gefällt mir immer noch nicht. ;)

Honor Harrington habe ich glaube ich mal irgendwo angelesen. Ich meine aber, dass sie mir zu actionlastig gewesen ist. *kopfkratz*
Vielleicht mochte ich aber auch keine Frau als Kapitänin. Ich mag lieber männliche Helden. KA wieso. Und bevor jetzt jemand laut schreit... ich bin eine Frau. Ich darf das. *g*
Es hängt bei mir immer viel am Schreibstil. Tiefe der Story und eine gute Beeschreibung sind mir wichtig. Feintuch schafft es halt in meinen Augen, obwohl er in der Ich-Perspektive schreibt und ich das normalerweise gar nicht mag. Bei Weber hat es irgendwo gehapert. Allerdings habe ich auch Perry Rhodan früher nicht gemocht und doch die ersten 13 Bände mittlerweile gelesen und nicht für allzu schlecht befunden. Kann daher sein, dass ich Weber heute auch beurteilen würde als vor ein paar Jahren. Leider kann ich dir da also nicht antworten. Werde aber mal nach der Sache schauen.... sprich einem Buch davon. Von Feintuch kommt ja definitiv nix mehr bzw. wenn überhaupt, dann noch ein einziger Band.
Grisel
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Re: David Feintuch - Nick Seafort Reihe

Ungelesener Beitrag von Grisel »

Elin hat geschrieben:Ich habe gestern das gemacht, was ich eigentlich nicht wollte. Ich habe ab ca. S. 300 Bd. 5 übersprungen und Band 6 genauso. Direkt zur 7. Der hat mir wiederum auch so gefallen, dass ich die Nacht quasi durchgelesen habe. Genau wie bei den ersten 4 Bänden.
Vielleicht reizt es Dich ja doch mal, den ungeliebten beiden noch eine Chance zu geben. Für mich ist eine der größten Stärken der Reihe der interne Zusammenhang der Handlungsstränge. Daß vieles, was vorher irgendwann geschehen ist, später eine wichtige Rolle spielt. In Band 7 eben zB Randys anfänglicher Haß auf Nick, weil er Schuld am Tod seines Vaters trägt. Und eben doch nicht, weil es so einfach nicht ist.

Und Band 5, als ich mich mal damit angefreundet hatte, mochte ich ganz besonders gern, weil das Buch für mich durch die unterschiedlichen Perspektiven ein unfassbares Tempo hat. Da ist es ja nicht so, wie sonst bei der Art, daß man von POV zu POV und Handlungsstrang hüpft, sondern es eigentlich direkt weiterläuft. Ich weiß nicht, woran es genau liegt, aber das Buch konnte ich nie langsam lesen.
Allerdings finde ich es langsam beinahe witzig, wie oft Seafort die Frauen wechselt.
Das hat eine gewisse (zufällige, vermute ich mal) Symbolik. Amanda, Annie und Arlene hatten kein Glück. Vielleicht aber C-orinne. :D
Ich habe mal überlegt, ob ich mir die Dinger noch auf Englisch holen soll, nicht zuletzt weil der Commander im Deutschen ja leicht gekürzt sein soll, aber ich schrecke doch noch davor zurück.
Nicht nur der. Band 2 zB, "Challenger's hope", ist mein Lieblingsband, den ich zeitweise fast schon auswendig kannte. Konnte daher die englische mit der deutschen Fassung fast 1:1 vergleichen und da fehlt im deutschen eine Menge. Bei einer Szene zB auch der letzte Satz, der Schlüsselsatz. Als ich das gemerkt habe, habe ich meine deutschen Bücher alle verschenkt und ausgetauscht.
Auch und gerade Band 5, "Voices", liest sich auf Englisch glatter, wenn man das Trannie-Sprech mal intus hat.
Außerdem, Bücher, Filme, egal, Original ist immer um Eckhäuser besser.
Ein Nichterscheinen von Band 8 hat halt auch irgendwie einen Abschluss. Mag sich jetzt komisch anhören, aber wenigstens stirbt keiner mehr. *g*
Das gehört zu den vielen Dingen, die ich an der Romanserie so liebe, daß sie massiv wehtut. Klingt blöd, aber hier kann man sich einfach nie sicher fühlen. Und sogar wenn man es tut, weil zB jemand schon tot ist, kann er einen noch eiskalt erwischen, wie in Band 7 mit der Stimme aus dem Grab von Philip Tyre.
Oh my, das hat massiv wehgetan. Aber, das müssen gute Bücher meiner Ansicht nach auch.
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