Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
- Hexodus
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Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Mich würde es interessieren wer hier schon Ebooks liest und welche Erfahrungen Ihr damit gemacht habt. Oder provokanter ausgedrückt: sind SF-Fans wirklich so technologieaffin, um das geliebte gedruckte Buch zugunsten eines EBook-Readers aufzugeben?
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- Stormking
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Noch nicht, aber sobald ich einen Reader für unter 100,-Euro kriege, bin ich dabei.
- Olaf
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Nicht für Bücher, aber bei Zeitungen und Zeitschriften würde ich es mir überlegen.
-
Terrania
Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Oh, ich freu mich schon auf mein iPad. Mal sehen wie es sich drauf liest. Jedenfalls wird das sehr spannend werden, wenn man die Demos zugrundlegt, die man im Netz bewundern kann. Da ich ohnehin -beruflich bedingt - sehr viel auf dem Computermonitor lese, wird das mit einem Tablett sicher lässig werden. Dass der kindle und Konsorten nur zum Lesen geeignet ist und dabei daherkommt wie eine DOS-Maschine aus dem letzten Jahrhundert hat mich bislang davon abgehalten. Ist mir zu teuer. Das Zeugs ist mir zu altbacken. Aber das iPad als Multifunktionstablett geht so in Ordnung. Schon in der Steuerung liegen Welten.
Was ich aber voll unterschreibe: SF-Fans sind in der Tat - so auch mein Eindruck - relativ rückständig, wenns um den Einsatz von neuen Technologien geht. Da sind sie selten in vorderster Front …
Was ich aber voll unterschreibe: SF-Fans sind in der Tat - so auch mein Eindruck - relativ rückständig, wenns um den Einsatz von neuen Technologien geht. Da sind sie selten in vorderster Front …
Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Solange es keine anständige Lösung gibt um meinen aktuellen Buchbestand in so ein Gerät zu bekommen, Nein.
natura non facit saltus
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Terrania
Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Wozu würde ich meinen "derzeitigen" Buchbestand in ein Lesegerät kriegen wollen … ? Ernsthaft?
- molosovsky
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Schon vor längerem habe ich mal versucht, Comics auf einem Computer zu lesen. Nicht so doll.
Vor Kurzem allerdings habe ich meinen ersten Roman (»Little Brother«) per eReader auf meinem iTouch gelesen und fand das schon sehr fein.
Habe als Notversorgung für unterwegs gleich ein paar Klassiker und Kurzgeschichten auf das Berührmich-Dings geschoben.
Ansonsten: so ein kleiner Bildschirm, sogar ein größerer wie das kommende iPad, die Kindles und sonstige Geräte wären für auch kein Ersatz für das Buch oder Comic. Es ist eine andere Art zu lesen, für mich vor allem für Unterhaltungslektüre geeignet. Meine Sachbücher-, Lyrik- oder ›ärrrrnstä Lüteratür‹-Lesesessions könnte ich an einem kleinen iTouch nicht durchziehen.
Grüße
Alex / molo
Vor Kurzem allerdings habe ich meinen ersten Roman (»Little Brother«) per eReader auf meinem iTouch gelesen und fand das schon sehr fein.
Habe als Notversorgung für unterwegs gleich ein paar Klassiker und Kurzgeschichten auf das Berührmich-Dings geschoben.
Ansonsten: so ein kleiner Bildschirm, sogar ein größerer wie das kommende iPad, die Kindles und sonstige Geräte wären für auch kein Ersatz für das Buch oder Comic. Es ist eine andere Art zu lesen, für mich vor allem für Unterhaltungslektüre geeignet. Meine Sachbücher-, Lyrik- oder ›ärrrrnstä Lüteratür‹-Lesesessions könnte ich an einem kleinen iTouch nicht durchziehen.
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»Die Wirklichkeit ist überall gleich – nämlich unbekannt.« — Egon Friedell
(Ich weiß es im moment schlicht nicht besser.)
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- Kringel
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Ich habe zwar schon einige E-Books gelesen, bevorzuge aber immer noch das Gefühl von Papier in der Hand. Merkwürdigerweise ist es (für mich jedenfalls) ein ganz anderes Lesen - ich nehme Text via Bildschirm anscheinend anders auf, als wenn ich ein gedrucktes Buch lese. Das mag Gewohnheitssache sein, aber ich habe festgestellt, dass ich dazu neige, Texte am Bildschirm (vor allem, wenn sie lang sind) mehr zu überfliegen und mich nicht richtig in sie zu vertiefen. Das ist mit einem Buch/Heftroman anders. Ich kann's mir nicht erklären.
- Stormking
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Ich glaube nicht, daß es hier darum gehen soll, schlecht formatierte PDFs in Bürositzhaltung vor einem möglichst noch flimmernden Röhrenmonitor zu lesen, sondern darum,in seiner persönlichen Lieblingsleseposition das Taschenbuch gegen so ein eBook-Dingens zu tauschen.
Ich hatte letztens bei Media Markt einen Sony PRS-505 in der Hand und sage daher: Das kann man nicht vergleichen. Das Display hat mit Flimmerkiste, LCD, TFT oder sonstwas nicht das geringste gemein. Die Schrift war selbst in der zweitkleinsten Einstellung für mich noch bequem lesbar, die immer gerne bemängelte kurze Wartezeit beim Umblättern erschien mir kürzer als ich erwartet hätte und in seiner silbernen Ausführung wirkte das Teil richtig edel. Bei 99,- Euro statt 199,- hätte ich's sofort mitgenommen.
Ich hatte letztens bei Media Markt einen Sony PRS-505 in der Hand und sage daher: Das kann man nicht vergleichen. Das Display hat mit Flimmerkiste, LCD, TFT oder sonstwas nicht das geringste gemein. Die Schrift war selbst in der zweitkleinsten Einstellung für mich noch bequem lesbar, die immer gerne bemängelte kurze Wartezeit beim Umblättern erschien mir kürzer als ich erwartet hätte und in seiner silbernen Ausführung wirkte das Teil richtig edel. Bei 99,- Euro statt 199,- hätte ich's sofort mitgenommen.
- Uschi Zietsch
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Ich wollte mir einen Reader und ein paar Ebooks für den Urlaub und unterwegs zulegen, um Ballast zu sparen und die Bücher zu schonen. Aber
1. sind die Reader viel zu teuer
2. sehe ich nicht ein, wieso ich für ein ebook dasselbe wie für eine Printversion zahlen soll.
Damit hat sich das erledigt.
1. sind die Reader viel zu teuer
2. sehe ich nicht ein, wieso ich für ein ebook dasselbe wie für eine Printversion zahlen soll.
Damit hat sich das erledigt.
Uschi
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- Stormking
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Das wird schon noch. Wenn ich da an die ersten MP3-Player denke ...Uschi Zietsch hat geschrieben: 1. sind die Reader viel zu teuer
Ja, die deutschen Verlage machen Schritt für Schritt exakt dieselben Fehler wie vor Ihnen die Musikindustrie. Zum Glück bin ich nicht auf deutschen "Content" angewiesen.Uschi Zietsch hat geschrieben: 2. sehe ich nicht ein, wieso ich für ein ebook dasselbe wie für eine Printversion zahlen soll.
- andy
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
was mir fehlt - ich habe bisher ein paar kurzgeschichten auf dem iphone gelesen - ist das gefühl, mich durch ein buch durchzuarbeiten. mich motiviert es offensichtlich, die die seiten zu sehen, die ich schon durch habe und die, die noch vor mir liegen, zu fühlen. da kommt die jahrelange leseerfahrung durch.Kringel hat geschrieben:Ich habe zwar schon einige E-Books gelesen, bevorzuge aber immer noch das Gefühl von Papier in der Hand. Merkwürdigerweise ist es (für mich jedenfalls) ein ganz anderes Lesen - ich nehme Text via Bildschirm anscheinend anders auf, als wenn ich ein gedrucktes Buch lese. Das mag Gewohnheitssache sein, aber ich habe festgestellt, dass ich dazu neige, Texte am Bildschirm (vor allem, wenn sie lang sind) mehr zu überfliegen und mich nicht richtig in sie zu vertiefen. Das ist mit einem Buch/Heftroman anders. Ich kann's mir nicht erklären.
ich bin auch für jede technische spielerei zu haben, aber solange die formate- und rechtefrage nicht geklärt ist, und solange die dinger so unverschämt teuer sind, ist das für mich kein thema. im privaten bereich erschließt sich mir der sinn nicht, ich hatte bisher im urlaub nie das gefühl, ich müsste meine ganze buchsammlung dabei haben. und mein problem ist weniger, dass ich samstagnacht noch schnell innerhalb von 40 sekunden ein buch brauche, sondern dass ich zu viele ungelesene bücher im regal habe.
ich glaube, in dem punkt bleibe ich mal altmodisch.
andy
- Kringel
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Ähm, meine Röhre habe ich schon vor geraumer Zeit durch einen 22-Zöller ersetzt... Habe auch schon den Reader von Sony ausprobiert. Hat mir aber auch nicht gefallen. Außerdem bin ich einer von denen, die gerne einen Regalmeter nach dem anderen mit Büchern füllen!Stormking hat geschrieben:Ich glaube nicht, daß es hier darum gehen soll, schlecht formatierte PDFs in Bürositzhaltung vor einem möglichst noch flimmernden Röhrenmonitor zu lesen, sondern darum,in seiner persönlichen Lieblingsleseposition das Taschenbuch gegen so ein eBook-Dingens zu tauschen.
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Danke Euch für Eure Offenheit. Mich interessiert es nun mal brennend wie es um die Zukunft des Lesens bestellt ist. Aus den Reaktionen würde ich die folgenden Punkte destilieren, die Uschi schon treffend vorgelegt hat:
1. Ebook-Reader sind (noch) zu teuer.
2. Warum sollte ein Ebook genausoviel wie ein gedrucktes Buch kosten?
Da der Markt geradezu mit Ebookreadern unterschiedlichster Herstellen überschwemmt wird, müsste der Preis der Geräte demnächst deutlich fallen. Momentan muss ich Euch Recht geben, noch sind alle Reader zu teuer.
Die Preispolitik der deutschen Verlage oder das fehlen einer solchen wird schwerwiegende Folgen haben a la MP3 vs. Musikindustrie, wie das Stormking angesprochen hat. Pure Buchdaten können einfach nicht genausoviel wert sein wie ein gedrucktes Buch das Kosten für Druck, Papier und Logistik beinhaltet. Das wissen wir als Leser, doch die Verlage scheinen das nicht zu kappieren oder lassen sich von ihrer Gier blenden. Persönlich glaube ich, dass die Buchbranche in Deutschland noch kein Bewußtsein für dieses Problem entwickelt hat. Nach meiner Schätzung sind derzeit ca. 50 GB deutschprachige Romane als Raubkopien unterweges. Das sind ca. 250 000 Bücher! Wenn das kein Problem ist, dann weiss ich auch nicht.
3. Es gibt derzeit kaum deutschsprachige Titel auf dem Markt
4. Der Kampf um das EBook-Format ist noch nicht entschieden
Wenn nichts Angeboten wird, kann auch nichts gekauft werden, nicht wahr? Bei Science Fiction und Fantasy sieht es in Deutschland mau aus, besonders bei den großen Verlagen. Außer dem Piper-Verlag, der nur ein paar Rosinen feilbietet, fällt mir kein anderer ein.
Bei den Formaten hat sich eigentlich abgezeichnet, dass der EPub-Format mit Adobe-DRM als Sicherheitsmechanismus das Rennen machen würde. Durch Apple zweifelhaftes Tun ist wieder alles offen, die setzen auf ein eigenes Format, das mit zu allen anderen inkompatibel ist. So gucken iPad-Besitzer in die Röhre, denn man hat außer Apple keine anderen Bezugsquellen für Bücher und die anderen Formate, sollte man sie sich selber vom PC aus als Email schicken (nur so bekommt man andere Daten aufs iPad! ), werden nicht abgespielt. Bei Amazon sieht es so ähnlich aus. Dort setzt man auf ein eigenes Format, will man andere Formate lesen, kann man sich das jedoch von Amazon konvertieren lassen. Beide Firmen versuchen auf Ihre Weise ein Monopol zu errichten. Wie das geht, hat Apple mit dem Appstore vorgemacht. Irgendwie will mir das jedoch ganz und garnicht gefallen, zumal ein solcher Grabenkampf auf dem Rücken der Leser ausgetragen wird und das sind wir, nicht wahr?
1. Ebook-Reader sind (noch) zu teuer.
2. Warum sollte ein Ebook genausoviel wie ein gedrucktes Buch kosten?
Da der Markt geradezu mit Ebookreadern unterschiedlichster Herstellen überschwemmt wird, müsste der Preis der Geräte demnächst deutlich fallen. Momentan muss ich Euch Recht geben, noch sind alle Reader zu teuer.
Die Preispolitik der deutschen Verlage oder das fehlen einer solchen wird schwerwiegende Folgen haben a la MP3 vs. Musikindustrie, wie das Stormking angesprochen hat. Pure Buchdaten können einfach nicht genausoviel wert sein wie ein gedrucktes Buch das Kosten für Druck, Papier und Logistik beinhaltet. Das wissen wir als Leser, doch die Verlage scheinen das nicht zu kappieren oder lassen sich von ihrer Gier blenden. Persönlich glaube ich, dass die Buchbranche in Deutschland noch kein Bewußtsein für dieses Problem entwickelt hat. Nach meiner Schätzung sind derzeit ca. 50 GB deutschprachige Romane als Raubkopien unterweges. Das sind ca. 250 000 Bücher! Wenn das kein Problem ist, dann weiss ich auch nicht.
3. Es gibt derzeit kaum deutschsprachige Titel auf dem Markt
4. Der Kampf um das EBook-Format ist noch nicht entschieden
Wenn nichts Angeboten wird, kann auch nichts gekauft werden, nicht wahr? Bei Science Fiction und Fantasy sieht es in Deutschland mau aus, besonders bei den großen Verlagen. Außer dem Piper-Verlag, der nur ein paar Rosinen feilbietet, fällt mir kein anderer ein.
Bei den Formaten hat sich eigentlich abgezeichnet, dass der EPub-Format mit Adobe-DRM als Sicherheitsmechanismus das Rennen machen würde. Durch Apple zweifelhaftes Tun ist wieder alles offen, die setzen auf ein eigenes Format, das mit zu allen anderen inkompatibel ist. So gucken iPad-Besitzer in die Röhre, denn man hat außer Apple keine anderen Bezugsquellen für Bücher und die anderen Formate, sollte man sie sich selber vom PC aus als Email schicken (nur so bekommt man andere Daten aufs iPad! ), werden nicht abgespielt. Bei Amazon sieht es so ähnlich aus. Dort setzt man auf ein eigenes Format, will man andere Formate lesen, kann man sich das jedoch von Amazon konvertieren lassen. Beide Firmen versuchen auf Ihre Weise ein Monopol zu errichten. Wie das geht, hat Apple mit dem Appstore vorgemacht. Irgendwie will mir das jedoch ganz und garnicht gefallen, zumal ein solcher Grabenkampf auf dem Rücken der Leser ausgetragen wird und das sind wir, nicht wahr?
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Re: Elektronisches Lesen - wer macht das schon ?
Ich als Konsument sehe das nicht als Problem. Wenn das deutsche Verlagswesen mir nichts verkaufen will: Pech gehabt. Ich würde es zwar jederzeit vorziehen, meinen Lesestoff schnell und bequem in einem Online-Shop zu kaufen als erst die PDFs der eBook-Szene händisch ins EPUB-Format zu konvertieren, aber ich habe damit auch kein prinzipielles Problem.Hexodus hat geschrieben:Nach meiner Schätzung sind derzeit ca. 50 GB deutschprachige Romane als Raubkopien unterweges. Das sind ca. 250 000 Bücher! Wenn das kein Problem ist, dann weiss ich auch nicht.
Ich sehe das genauso wie bei Fernsehserien: Wenn die Deutschen Programmchefs meinen, mir das neueste "Material" jahrelang vorenthalten zu müssen, dann versorge ich mich eben anderweitig. Zur Gewissensberuhigung wird bei den besseren Werken irgendwann später das "Original" noch nachgekauft.