andy hat geschrieben:das haus am see
die wm 2006 ist vorbei, und siehe da: die kinos gibt es noch.
gestern erschien die zeit reif für das haus am see, einen romantischen film über zwei menschen, die zufällig brieffreunde werden und feststellen, dass sie nicht nur die entfernung sondern auch zwei jahre in der zeit trennen. sie kommunizieren über eine art "magischer briefkasten".
ohne zuviel zu spoilern: es gibt keine erklärung für dieses phänomen. das muss man als zuschauer einfach akzeptieren.
ich mochte den film sehr, die hauptfiguren waren sympathisch, die story leicht abgedreht, natürlich wurde kräftig auf die tränendrüse gedrückt aber ich war wohl einfach in der ríchtigen stimmung dafür.
mein persönliches highlight bei dem film: ein "gemeinsamer" spaziergang durch chikago, den zwei jahre trennten. sehr schön umgesetzt.
aber, seit gewarnt: die mehrheit der zuschauer in dem kino fragte sich gestern wohl, was das alles solle. neben mir wurde regelmäßig auf die uhr geschaut! scheint also nicht allen zu gefallen.
So, fast vier Jahre nach seinem Kinostart habe ich den Film nun auch gesehen. Er ist wirklich sehr viel mehr ein »Liebesfilm« als ein »SF-Film«, denn das phantastische Element spielt zwar eine wichtige Rolle, aber die Figuren mühen sich ansonsten redlich das eigentlich unnötige Spiel aufrecht zu erhalten, denn sioe unterwerfen sich lange Zeit unnötigerweise dem Phänomen, nur um es dann schlußendlich dann doch mehrmals zu umgehen.
Da hapert es gewaltig an den Filmlogik, und hier kommt das Drehbuch etwas ins stolpern. Ansonsten: ein schöner Film, der aber auch ein eigenartiges Verhältnis der Amerikaner zu ihren Wohnorten offenbart: beide wohnten nur knapp über ein Jahr im Haus am See...