Ein Autor - ein Buch

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Hallo,

ich möchte mal eine Diskussion anstoßen. Ich habe in meinem Leben schon eine Menge Bücher gelesen, immer wieder von den gleichen Autoren, und ich behaupte einfach mal: Jeder Autor schreibt im Prinzip nur ein Buch. Und das immer wieder.

Wenn mir jemand ein Buch in die Hand drücken würde, von dem ich nicht wissen würde wer es geschrieben hat, ich aber schon drei andere Bücher vom selben Autor gelesen hätte, dann bin ich mir absolut sicher, das ich den Autor erraten könnte.

Oder wie seht ihr das? Oder besser: kennt ihr vielleicht einen Autor, der zwei total nterschiedliche Bücher geschrieben hat? Und wenn ja: welche?
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Frank Böhmert

Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von Frank Böhmert »

Locker aus dem Ärmel geschüttelt und nur mal aus dem Genre:

Pierre Boule. Zwischen PLANET DER AFFEN und BRÜCKE AM KWAI liegen Welten.
Brian Aldiss. HELLICONIA-Trilogie versus BARFUSS IM KOPF.
Michael Moorcock. DAS BORDELL IN DER ROSENSTRASSE und, sagen wir, ELRIC.
J.G. Ballard. Seine frühen Katastrophenromane gegen ATROCITY EXHIBITION.

Es sind die spannenderen Autoren, die Sachen ausprobieren, auch erzählerisch.

Selbst Eschbach hat da eine schöne Bandbreite -- siehe, sagen wir, HAARTEPPICHKNÜPFER gegen DER LETZTE SEINER ART gegen KELWITTS STERN.

Von so Virtuosen wie Robert Neumann ganz zu schweigen, aber damit verlasse ich das Genre schon ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Neumann
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L.N. Muhr
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr »

Alfred Döblin, Robert Silverberg, John Brunner, Michael Chabon, Neal Stephenson, John Sladek ...

Während es richtig ist, dass manche Autoren sich in ähnliche oder gleiche Themen oder Settings festbeissen (was, wie bei Dickens oder Pratchett durchaus zum Gewinn sein kann), gibt es viele andere Autoren, die immer neue Themen, Settings, Denkansätze verarbeiten und/ oder auch schriftstellerische Wandlungen durchlaufen.
heino
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von heino »

Ich nehme an, du beziehst dich dabei auf Autoren wie Palahniuk, Dick, Rex Stout usw., die immer ein Kernthema verfolgen und nur das Drumherum ändern. Es gibt aber auch eine Menge Gegenbeispiele, darunter Arthur Conan Doyle, Nancy Kress, George Orwell (zwischen 1984 und Das verschüttete Leben liegen ganze Galaxien).
Lese zur Zeit:

Larry Correia - Club der toten Monster
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Knochenmann
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Nicht nur Kernthema, mir geht es auch um Schreibweise, Atmosphäre, Stielelemente, Floskeln, Handlingsverläufe oder einfach nur typische Figuren. Ich frage mich wirklich ob ein guter Autor ein gutes Buch schreiben kann, und dann noch ein zweites (gutes) Buch, das aber total anders ist, und das man nicht mit diesens Autor in Verbindung bringen würde wenn man nicht wüsste das es von ihm ist.
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bukaman
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von bukaman »

Es ist glaub ich auch abhängig davon, in welchen Zeitraum die Bücher aufeinander folgen. Zwei völlig unterschiedliche Bücher in sehr kurzer Zeit hintereinander zu schreiben, ohne das man Stil usw. ändert, stelle ich mir schwierig vor.
Ansonsten, denke ich, Heinlein ist ein gutes Beispiel, der hatte ja auch unterschiedliche Phasen und die Bücher ähneln sich auch nicht alle. Beispiel: "Weltraumkadetten" und "Freitag". Ersteres ist ein Weltraumabenteuerroman/Space Opera, einfach zu lesen, kann ich auch meinem elfjährigen Sohn zu lesen geben, Letzteres (Agentenroman mit ein wenig Social Fiction) dagegen ist von der Sprache (und Handlung) deutlich herber (das halbe Buch ist eine einzige Orgie), aber beide haben mir sehr gut gefallen, und wenn ich es nicht wüßte, würde ich auch nicht vermuten, das beide Bücher vom selben Autor sind.

Nebenbei:
Knochenmann hat geschrieben:Stielelemente, Floskeln, Handlingsverläufe
Stielelemente sind natürlich wichtig fürs Handling... :wink:
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bukaman
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von bukaman »

deval hat geschrieben:Kann es sein, dass du dich bei der Fragestellung vertan hast?
Treffer, da hab ich mich verschrieben.

Zwei völlig unterschiedliche Bücher in sehr kurzer Zeit hintereinander zu schreiben und dabei den Stil usw. zu ändern, stelle ich mir schwierig vor.

Jetzt müßte es passen.
Zuletzt geändert von bukaman am 29. Juni 2010 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
deval
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von deval »

bukaman hat geschrieben:Stielelemente sind natürlich wichtig fürs Handling... :wink:
Insbesondere bei Werkzeugen. :wink:
"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg."
Psalm 119, 105


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Rusch
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von Rusch »

Knochenmann hat geschrieben:Hallo,

ich möchte mal eine Diskussion anstoßen. Ich habe in meinem Leben schon eine Menge Bücher gelesen, immer wieder von den gleichen Autoren, und ich behaupte einfach mal: Jeder Autor schreibt im Prinzip nur ein Buch. Und das immer wieder.

Wenn mir jemand ein Buch in die Hand drücken würde, von dem ich nicht wissen würde wer es geschrieben hat, ich aber schon drei andere Bücher vom selben Autor gelesen hätte, dann bin ich mir absolut sicher, das ich den Autor erraten könnte.

Oder wie seht ihr das? Oder besser: kennt ihr vielleicht einen Autor, der zwei total nterschiedliche Bücher geschrieben hat? Und wenn ja: welche?
Es gibt sicherlich solche Autoren, aber genug andere, die eben ein Gegenbeispiel sind.

Weitere Beispiele: Heinlein - Starship Trooper - Stranger in a strange land - Farnhams Freehold
Drei vollkommen unterschiedliche Bücher

Oder Ursula K. LeGuin - Planet der Habenichts - Erdsee

Aber beim Blick durch mein Bücherregal sind mir auch einige Autoren aufgefallen, die ihren sehr eigenen Stil haben. Auf der anderen Seite stört mich das aber auch nicht. Man bekommt genau das, was man lesen möchte und die Geschichten sind dann doch originell genug, um zu begeistern, wie z. B. bei Dick.
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Pogopuschel
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel »

Es hängt sicher auch davon ab, wie sorgfältig und selbstreflektierend ein Autor arbeitet. Ich glaube, alle Menschen, also auch Autoren, haben bestimmte Verhaltensmuster, die sich regelmäßig wiederholen. Auch wenn sie uns nicht bewusst sind. Ich stelle selbst bei Texten, die ich mit einigen Jahren Unterschied geschrieben habe, fest, dass ich oft die gleichen Formulierungen benutze, ohnen mir dessen bewußt zu sein. Viele Autoren analysieren ihre eigenen Arbeit sicher nicht so kritisch. Vielleicht ist es auch Bequemlichkeit oder ein Erfolgsrezept :D , wie bei James Patterson z. B..
Meine Internetseite (mit Buchbesprechungen): http://lesenswelt.de/
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Helge
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von Helge »

Dass ein Autor seinen Stil beibehält, daran sehe ich absolut nichts Negatives. Warum sollte er ihn ändern, wenn er gut ist? Trotzdem kann er mit demselben Stil ganz unterschiedliche Bücher schreiben.
Ausreichend hochentwickelte Magie ist nicht von Technologie zu unterscheiden.
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L.N. Muhr
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr »

Knochenmann hat geschrieben:Nicht nur Kernthema, mir geht es auch um Schreibweise, Atmosphäre, Stielelemente,
Wenn man keinen ganzen Stiel zusammen kriegt, soll man's lassen. :wink:

Ansonsten hatte Frank deine Frage schon sehr eindeutig beantwortet.
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TT

Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von TT »

L.N. Muhr hat geschrieben:Wenn man keinen ganzen Stiel zusammen kriegt, soll man's lassen. :wink:
Whow, der Witz ist auch beim zwanzigsten Mal immer noch gut ...
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L.N. Muhr
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Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr »

Sag doch gleich, er hat Stiel.
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TT

Re: Ein Autor - ein Buch

Ungelesener Beitrag von TT »

Stiel und Niwo. :D
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