Olaf hat geschrieben:Hmm, Arroganz gegenüber Fantasy-Filmen allgemein?
Sorry, Olaf, aber das ist echt daneben. Ich habe Kritik auf sachlicher Ebene geübt und Gründe für meine Kritik genannt, das hat wohl kaum was mit Arroganz zu tun. Und ja, ich kenne gute Fantasy-Filme. Den erste Conan würde ich dazu zählen (teil 2 und vor allem Red Sonja nicht), ebenso Willow. Und ich habe auch nichts gegen Klischees, wenn die gut umgesetzt werden, sonst würde ich wohl kaum Star Wars mögen. Aber hier ist das eben meiner Meinung nach nicht der Fall. Das könnt ihr ruhig anders sehen und den Film auch toll finden, aber dann mit solchen Unterstellungen zu kommen, ist einfach lächerlich. Damit lasse ich es auch gut sein, so wichtig ist der Streifen nicht. Friede auf Erden
Um das Ganze für dieses Jahr zu beenden, hier die letzten beiden Filme:
Outrage
Takeshi Kitano ist wieder im Yakuza-Film angekommen, kann aber icht an frühere Glanzleistungen anschliessen. Das fängt schon mit der Story an:der oberste Chef der Yakuza-Banden will sich nicht auf "neumodische" Dinge wie den Verkauf von Drogen einlassen und spielt deshalb die Bandenbosse, die ihn dazu drängen, gegeneinander aus. Am Ende sind nur noch er und sein Assistent übrig, der aber ganz eigene Ideen verfolgt.
Diese Story hat man schon in hundert verschiedenen Varianten gesehen und Kitano kann sie auch nicht auf interessante Weise variieren. Zwar bietet der Film alles, was Kitano-Filme halt ausmacht - lakonischen Humor, plötzliche Gewaltausbrüche, Genrationenkonflikte usw. -, aber es mangelt ihm an Esprit, Tempo und einem frischen Ansatz. Der Film ist zu lang, die vielen verschiedenen Gangster kann man bald nur noch schwer auseinander halten. Insgesamt reicht es nur zu einem durchschnittlichen Gesamturteil.
6 von 10 eigenwilligen Enthauptungen
Rubber
Dieser Film liess mich echt ratlos zurück. Es gibt aus voller Absicht keine nachvollziehbare Handlung, denn der Film soll, wie direkt am Anfang dem Publikum erklärt wird, eine Hommage an die Elemente in allen grossen Filmen sein, die ohne jeden Grund geschehen. Desgleichen gibt es keine zentrale Figur, denn "Hauptdarsteller" ist der Autoreifen Robert, der ohne jeden Grund zum Leben erwacht und sich in eine vorbeifahrende Frau verliebt und sie zu einem Motel verfolgt. Unterwegs entdeckt er, dass er psychokinetische Kräfte hat und Dinge und Lebewesen explodieren lassen kann, was er denn auch weidlich nutzt. Das Ganze wird von einem Haufen anonymer Zuschauer aus der Ferne beobachtet, die von ihrem "Reiseführer" ebenfalls grundlos vergiftet werden. So geht das 84 min lang und am Ende hat man nur ein "What the fuck?" im Gesicht stehen.
Der Film könnte - wie ja auch behauptet wird - eine Ode an die Sinnlosigkeit sein. Er könnte aber auch eine Verarsche von sinnlosen Filmen sein oder nur der Versuch, sich über das eigene Publikum lustig zu machen. Und nicht zuletzt könnte er auch nur das Ergebnis von heftigem Drogenmissbrauch darstellen. Er ist zwar kompetent gemacht und sogar auf bizarre Weise unterhaltsam, aber da ich absolut keine Ahnung habe, was das Ganze soll, kann ich den Film auch nicht bewerten.