Fantasy Filmfest 2010
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Mein dritter Film dieses Jahr:
The Wild Hunt
http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/filme/Wild.html
Was als relativ lustiger Film über den Zusammenprall der Welt von Liverollenspielern und der "realen" Welt beginnt, endet als ziemlich brutaler Schocker, als die Regeln des Spiels aufgehoben werden und aus dem Spiel blutiger Ernst wird.
Der Regisseur hat sicher ziemlich genau hin gesehen, als er diese Szene der Rollenspieler beobachtet hat. Diese trifft er ziemlich gut. Womit ich etwas Probleme hatte, war der Moment als das Rollenspiel kippte, da hatte ich das Gefühl, daß man das noch besser hätte rausarbeiten können. Warum die Keltengruppe sich auf einmal entschloss gewalttätig zu werden, war mir nicht so ganz nachzuvollziehen.
Aber trotzdem war es ein guter, psychologisch interessanter Film, der einen nachdenklich werden lässt, aus welchen Gründen Menschen in diese Scheinwelten flüchten.
Und vielelicht ist es dabei dann auch egal, ob dies eine Fantasy-, eine Mittelalter- oder Widlwestwelt ist.
6 von 10 Gummiäxten
The Wild Hunt
http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/filme/Wild.html
Was als relativ lustiger Film über den Zusammenprall der Welt von Liverollenspielern und der "realen" Welt beginnt, endet als ziemlich brutaler Schocker, als die Regeln des Spiels aufgehoben werden und aus dem Spiel blutiger Ernst wird.
Der Regisseur hat sicher ziemlich genau hin gesehen, als er diese Szene der Rollenspieler beobachtet hat. Diese trifft er ziemlich gut. Womit ich etwas Probleme hatte, war der Moment als das Rollenspiel kippte, da hatte ich das Gefühl, daß man das noch besser hätte rausarbeiten können. Warum die Keltengruppe sich auf einmal entschloss gewalttätig zu werden, war mir nicht so ganz nachzuvollziehen.
Aber trotzdem war es ein guter, psychologisch interessanter Film, der einen nachdenklich werden lässt, aus welchen Gründen Menschen in diese Scheinwelten flüchten.
Und vielelicht ist es dabei dann auch egal, ob dies eine Fantasy-, eine Mittelalter- oder Widlwestwelt ist.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Gestern ging das FFF auch bei mir los. Und zwar mit
Rapt
Stan, Erbe und Hauptaktionär eines großen französischen Unternehmens und nebenbei Vorzeige-Unternehmer und Saubermann, wird entführt. Die Kidnapper fordern 50 Millionen Euro Lösegeld und verleihen ihrer Forderung Nachdruck, indem sie Stans amputierten Mittelfinger beilegen. Es beginnt eine zweimonatige Nervenschlacht zwischen Kidnappern, Polizei, Mitaktionären und Familie, wobei immer neue Details über Stans Doppelleben (Pokerleidenschaft mit hohen Spielschulden, ständig wechselnde Affären) ans Licht kommen. Schnell wird klar: die Entführung hinterlässt nicht nur bei Stan Spuren, sondern auch bei seiner Familie. Und manch anderem eröffnet seine Abwesenheit sogar Chancen, die er zu nutzen gedenkt.
Was hat der Streifen auf dem Fantasy-Filmfest zu suchen? Falls da ein phantastisches Element vorgekommen sein sollte, wäre es mir zumindest entgangen.
Aber das ist schon alles, was ich ihm vorwerfen kann. Es ist ein eindrucksvoller, sorgfältigst durchkomponierter Film über das Schicksal, das einen Menschen auf dem Höhepunkt seines Lebens treffen und ihm alles nehmen kann. Was als konventioneller Thriller beginnt (bei der Amputation wird NICHT abgeblendet), endet nach Stans Rückkehr in die vermeintliche Normalität als Drama. Alle Schauspieler liefern Höchstleistungen ab, keiner wird geschont. Jeder hat Dreck am Stecken, und Stan muss erkennen, dass ihm nur zwei Freunde verbleiben: sein Anwalt und sein Hund.
Wertung: 8 von 10 Liebesnestern im Penthouse mit Blick auf die Dächer von Paris
Gruß
Ralf,
freut sich heute auf "Hidden" und "Chatroom"
Rapt
Stan, Erbe und Hauptaktionär eines großen französischen Unternehmens und nebenbei Vorzeige-Unternehmer und Saubermann, wird entführt. Die Kidnapper fordern 50 Millionen Euro Lösegeld und verleihen ihrer Forderung Nachdruck, indem sie Stans amputierten Mittelfinger beilegen. Es beginnt eine zweimonatige Nervenschlacht zwischen Kidnappern, Polizei, Mitaktionären und Familie, wobei immer neue Details über Stans Doppelleben (Pokerleidenschaft mit hohen Spielschulden, ständig wechselnde Affären) ans Licht kommen. Schnell wird klar: die Entführung hinterlässt nicht nur bei Stan Spuren, sondern auch bei seiner Familie. Und manch anderem eröffnet seine Abwesenheit sogar Chancen, die er zu nutzen gedenkt.
Was hat der Streifen auf dem Fantasy-Filmfest zu suchen? Falls da ein phantastisches Element vorgekommen sein sollte, wäre es mir zumindest entgangen.
Aber das ist schon alles, was ich ihm vorwerfen kann. Es ist ein eindrucksvoller, sorgfältigst durchkomponierter Film über das Schicksal, das einen Menschen auf dem Höhepunkt seines Lebens treffen und ihm alles nehmen kann. Was als konventioneller Thriller beginnt (bei der Amputation wird NICHT abgeblendet), endet nach Stans Rückkehr in die vermeintliche Normalität als Drama. Alle Schauspieler liefern Höchstleistungen ab, keiner wird geschont. Jeder hat Dreck am Stecken, und Stan muss erkennen, dass ihm nur zwei Freunde verbleiben: sein Anwalt und sein Hund.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Das kann man sich schon lange bei sehr vielen Filmen fragen. Dieses Jahr fallen da z.B. auch 22 Bullets mit Jean Reno oder Harry Brown mit Michael Caine drunter, das sind handelsübliche Thriller. Aber ich sehe das nicht so tragisch, denn die meisten dieser Filme kann man sonst nie auf der grossen Leinwand sehen.Shock Wave Rider hat geschrieben: Was hat der Streifen auf dem Fantasy-Filmfest zu suchen? Falls da ein phantastisches Element vorgekommen sein sollte, wäre es mir zumindest entgangen.
Lese zur Zeit:
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Das sehe ich genauso. Ich stelle mir gerade vor, die Veranstalter würden die "Fantasy" im strengen Genre-Sinn auslegen!heino hat geschrieben:Aber ich sehe das nicht so tragisch, denn die meisten dieser Filme kann man sonst nie auf der grossen Leinwand sehen.
Lauter Harry-Potter- und HdR-Klone! Oh nein!!!
Weiter geht's:
Hidden
Als Kind wurde Kai von seiner sadistischen Mutter mißhandelt. Deshalb riss er schon mit zehn oder zwölf Jahren aus und wuchs in Waisenhäusern und Pflegefamilien auf. Neunzehn Jahre später stirbt seine Mutter, und Kai muss sein Erbe antreten. Im Haus seiner Kindheit suchen ihn nicht nur Flashbacks aus seiner Vergangenheit heim, sondern auch das Mißtrauen einiger Dorfbewohner. Da verschwindet ein junges Paar, das sich abends im Haus von Kais Mutter vergnügt.
Standard-Horror mit den üblichen Zutaten: lehmverschmierte Hände, die aus dem Boden sprießen, ein Mann im roten Kapuzenanzug, Holzpflöcke in Augen und Brüsten, jede Menge Blut, Schreie in Tonbandaufnahmen, altmodische Telefone mit Eigenleben, viel Infraschall, ein verfallenes Haus mit unheimlichen Gängen und Treppenhäusern ...
Okay, ich bin wach geblieben. Aber am Ende war es halt doch nichts als ein weiterer typischer Horror-Film ohne jegliche Originalität.
Wertung: 3 von 10 eigenständig rollenden roten Bällen
Chatroom
Im Chatroom "Chelsea Teens!" sammeln sich fünf Jugendliche. Was als lockerer Lokalchat beginnt, entwickelt sich schnell zu einem psychologischen Experimentierfeld. Die labileren Chatter erhalten Tips, wie sie durch vorgetäuschte Attacken von außen die Familie zusammenschweißen, oder sich mit Kotattacken auf ein Auto an einer Freundin rächt, von der man enttäuscht wurde. Jims Vater hat den Jungen im Alter von 7 Jahren bei einem Zoobesuch einfach verlassen und hat seither nichts mehr von sich hören lassen. Jim wird vom psychotischen William zum Selbstmord gedrängt - eine Unart, die William nicht zum ersten mal praktiziert.
Der Reiz liegt in der visuellen Umsetzung der Chatrooms: da gibt es mittelalterliche Kampfsäle, eine Jungmädchen-Party mit Bugs-Bunny-Luftballons oder das Zimmer einer weiblichen Intellektuellen mit Fotos von Condolleza Rice und Angela Merkel. Auch die Avatare, die vorgetäuschte Identität im Cyberspace, werden zeitweise sehr schön visualisiert. Die Story selbst ist ein gut gestrickter, aber wenig origineller Psycho-Thriller mit einigen Längen und vor allem am Ende viel vorhersehbarem Verlauf. Wie so oft, trifft die Schauspieler daran keine Schuld: alle britischen Jung-Schauspieler liefern sehr gute Leistungen ab. Aber gegen die Schwächen der Story kommen sie letzlich nicht an.
Wertung: 5 von 10 Antidepressiva in der Toilette
Gruß
Ralf
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Gestern war ein "Three-Strikes-Day".
Love Crime
Zwei Karrierefrauen in der Pariser Dépendance eines US-Weltkonzerns tauschen Stutenbisse aus. Als die Nachwuchsmanagerin von der Platzhirschin allzusehr gedemütigt wird, greift die junge zum Messer. Allerdings nicht ohne alle Umstände des Mordes genauso minutiös zu planen wie ihre geschäftlichen Aktivitäten.
Whoa! Ein gelungener Thriller. Die beiden Schauspielerinnen bieten Zickenkrieg auf höchstem Niveau. Auf solche Intrigen muss man erstmal kommen. Was aber absolut begeistert: Die Art, wie die junge Isabelle erst alle Verdachtsmomente auf sich lenkt (und dabei sogar eine Medikamentenabhängigkeit vortäuscht sowie einige Tage im Gefängnis in Kauf nimmt) und dann nicht nur eins nach dem anderen entkräftet, sondern am Ende gar den für die Polizei "wahren" Mörder ans Messer liefert - das habe ich in dieser Form noch nie gesehen!
Wertung: 9 von 10 abgebrochenen Klingen, Wunden am Unterarm, verräterischen Stofffetzen und, und, und...
The Disappearance of Alice Creed
Alice, verstoßene Tochter reicher Eltern, wird auf offener Straße von zwei maskierten Männern in einen Van gezerrt und in einem schalldicht ausgelegten Zimmer ans Bett gefesselt. So weit, so bekannt. In der Folge zeigt sich aber, dass zwischen Alice und den beiden Entführern Danny und Vic mehr Beziehungen bestehen als anfangs angenommen. Und das erschwert zwar die Durchführung der Entführung, beschert den Zuschauern aber eine Überraschung nach der anderen.
Es braucht so wenig für einen guten Film: drei glänzend aufgelegte Schauspieler (wirklich! außer Gemma Arterton, Martin Compston und dem herausragenden Eddy Marsan tritt niemand auf!), ein großartiges Script und einen einfallsreichen, konsequenten Regisseur. So muss ein guter Thriller sein: er startet mit einem Erdbeben und steigert sich dann langsam (frei nach Sam Goldwyn).
Wertung: 9 von 10 unspülbaren Patronenhülsen
The Last Days Of Emma Blank
Emma Blank, vermögende, aber todkranke Niederländerin, terrorisiert in ihrem Haus nahe der Nordseedünen ihr Gesinde: Hausdiener Haneveld muss sich einen Schnurrbart ankleben, Köchin Bella muss Unmengen kochen, von denen Emma dann doch nur wenige Bissen verspeist, Theo muss sich gar wie ein Hund benehmen (inkl. Penisreiben an Menschenbeinen), der junge Meier arbeitet als Gärtner und Hausmeister, Gonnie mimt das Hausmädchen. Erst nach und nach erfährt man die ganze Wahrheit: Bella und Theo sind Emmas Geschwister, Haneveld ihr Mann, Gonnie ihre Tochter, und Meier ist Bellas Sohn. Die Familie lässt Emmas Schreckensherrschaft über sich ergehen, weil sie auf ein reichhaltiges Erbe hoffen. Gonnie bricht als erste aus dem Teufelskreis aus und bringt damit einiges durcheinander. Aber es kommt noch schlimmer...
Eine schwarze Komödie, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Eine Hommage auf die Gier, die Menschen Dinge tun und erleiden lässt, zu denen sie sich normalerweise nicht hergeben würden. Eine Warnung vor allzu einsam gelegenen Häusern in den Dünen, wo sich eigentümliche Herrschaftsformen etablieren können, die von demokratischen, rechtsstaatlichen oder humanistischen Überlegungen ungetrübt bleiben. Bleibt zu konstatieren, dass das Schauspieler-Sextett (Gonnies Lover Martin spielt nur eine stumme Nebenrolle) hervorragend aufgelegt ist und merklich Spaß an der absurden Geschichte hat.
Wertung: 9 von 10 toten Fasanen
Gruß
Ralf,
freut sich heute abend auf den letzten FFF-Film "Metropia"
Love Crime
Zwei Karrierefrauen in der Pariser Dépendance eines US-Weltkonzerns tauschen Stutenbisse aus. Als die Nachwuchsmanagerin von der Platzhirschin allzusehr gedemütigt wird, greift die junge zum Messer. Allerdings nicht ohne alle Umstände des Mordes genauso minutiös zu planen wie ihre geschäftlichen Aktivitäten.
Whoa! Ein gelungener Thriller. Die beiden Schauspielerinnen bieten Zickenkrieg auf höchstem Niveau. Auf solche Intrigen muss man erstmal kommen. Was aber absolut begeistert: Die Art, wie die junge Isabelle erst alle Verdachtsmomente auf sich lenkt (und dabei sogar eine Medikamentenabhängigkeit vortäuscht sowie einige Tage im Gefängnis in Kauf nimmt) und dann nicht nur eins nach dem anderen entkräftet, sondern am Ende gar den für die Polizei "wahren" Mörder ans Messer liefert - das habe ich in dieser Form noch nie gesehen!
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The Disappearance of Alice Creed
Alice, verstoßene Tochter reicher Eltern, wird auf offener Straße von zwei maskierten Männern in einen Van gezerrt und in einem schalldicht ausgelegten Zimmer ans Bett gefesselt. So weit, so bekannt. In der Folge zeigt sich aber, dass zwischen Alice und den beiden Entführern Danny und Vic mehr Beziehungen bestehen als anfangs angenommen. Und das erschwert zwar die Durchführung der Entführung, beschert den Zuschauern aber eine Überraschung nach der anderen.
Es braucht so wenig für einen guten Film: drei glänzend aufgelegte Schauspieler (wirklich! außer Gemma Arterton, Martin Compston und dem herausragenden Eddy Marsan tritt niemand auf!), ein großartiges Script und einen einfallsreichen, konsequenten Regisseur. So muss ein guter Thriller sein: er startet mit einem Erdbeben und steigert sich dann langsam (frei nach Sam Goldwyn).
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The Last Days Of Emma Blank
Emma Blank, vermögende, aber todkranke Niederländerin, terrorisiert in ihrem Haus nahe der Nordseedünen ihr Gesinde: Hausdiener Haneveld muss sich einen Schnurrbart ankleben, Köchin Bella muss Unmengen kochen, von denen Emma dann doch nur wenige Bissen verspeist, Theo muss sich gar wie ein Hund benehmen (inkl. Penisreiben an Menschenbeinen), der junge Meier arbeitet als Gärtner und Hausmeister, Gonnie mimt das Hausmädchen. Erst nach und nach erfährt man die ganze Wahrheit: Bella und Theo sind Emmas Geschwister, Haneveld ihr Mann, Gonnie ihre Tochter, und Meier ist Bellas Sohn. Die Familie lässt Emmas Schreckensherrschaft über sich ergehen, weil sie auf ein reichhaltiges Erbe hoffen. Gonnie bricht als erste aus dem Teufelskreis aus und bringt damit einiges durcheinander. Aber es kommt noch schlimmer...
Eine schwarze Komödie, bei der einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Eine Hommage auf die Gier, die Menschen Dinge tun und erleiden lässt, zu denen sie sich normalerweise nicht hergeben würden. Eine Warnung vor allzu einsam gelegenen Häusern in den Dünen, wo sich eigentümliche Herrschaftsformen etablieren können, die von demokratischen, rechtsstaatlichen oder humanistischen Überlegungen ungetrübt bleiben. Bleibt zu konstatieren, dass das Schauspieler-Sextett (Gonnies Lover Martin spielt nur eine stumme Nebenrolle) hervorragend aufgelegt ist und merklich Spaß an der absurden Geschichte hat.
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Zuletzt geändert von Shock Wave Rider am 7. September 2010 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Der Regisseur der Films ist leider kürzlich verstorben.Shock Wave Rider hat geschrieben:Gestern war ein "Three-Strikes-Day".
Love Crime
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Pogopuschel hat geschrieben:Der Regisseur der Films ist leider kürzlich verstorben.
Es trifft immer die Besten.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Leider wurde die Vorfreude nicht ganz erfüllt.Shock Wave Rider hat geschrieben:freut sich heute abend auf den letzten FFF-Film "Metropia"
Das Beste war noch, dass ich unseren verdienten Mod Olaf vor dem Kino kurz sprechen konnte.
Metropia
www.fantasy-filmfest.de hat geschrieben:Europa im Jahr 2024: Die Ölvorräte sind aufgebraucht und der Autoverkehr ist zum Erliegen gekommen. Die Städte des Kontinents sind nun durch ein gigantisches U-Bahn-Netz verbunden. Roger aber fährt lieber mit dem Fahrrad durch den strömenden Regen zur monotonen Arbeit im Callcenter. Denn er hat das unbestimmte Gefühl, dass mit dem unterirdischen Massenverkehrsmittel etwas nicht stimmt. Als er eines Tages gezwungen ist, die Metro zu nehmen, kann er es kaum fassen: Nur um Armesbreite entfernt steht dieses hinreißende Shampoo-Model aus der allgegenwärtigen Reklame auf dem Bahnsteig. Nichts wie hinterher! Fasziniert folgt Roger der kühlen Schönheit durch die Menschenmassen und wird immer tiefer in einen tödlichen Strudel aus Orwell’schen Geheimnissen und Intrigen hineingezogen.
Auf den ersten Blick hatte die graubraune, muffige Untergangsästhetik ihren Reiz. Aber im Laufe der Zeit wirkten die photoshop-verfremdeten Menschen wie schlecht animierte Hampelmann-Puppen. Der Film legte ein ruhiges Grundtempo vor. Normalerweise schätze ich Filme, die sich Zeit lassen und sogar zu Mediationen einladen. Hier jedoch wirkte das wie schlecht gemacht. Denn das Script enthielt Thriller-Elemente mit einigen Action-Szenen. Aber derartige Dystopien hat man schon besser gesehen. Die Grundidee würde ich irgendwo zwischen lahm und hanebüchen ansiedeln.
Bewertung: 3 von 10 Fischen mit Schnappatmung
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Gesamtfazit zum FFF:
Dieses Jahr habe ich mir sieben Filme angesehen - genauso viel wie letztes Jahr. Die Ausbeute fand ich insgesamt besser, allerdings gab es entweder himmelhoch-jauchzende Erlebnisse (Rapt, Love Crime, Alice Creed, Emma Blank) oder zu Tode betrübende Reinfälle (Hidden, Metropia). Auffällig ist der hohe Anteil an klassischen Thrillern. Gerade bei den vier Filmen, die mir gut gefielen, hielten sich die phantastischen Elemente stark in Grenzen. Eigentlich waren sie gar nicht vorhanden.
Mir kamen die Kinos etwa gleich voll vor wie letztes Jahr. Vor allem das Cinema war stets gut ausgelastet. Falls ich mir das FFF nächstes Jahr wieder antue, werde ich in dem Kino weiter vorne sitzen. Wenn in der Reihe vor einem jemand mit aufrechter Sitzhaltung und Afro-Frisur Platz nimmt, ist vom eigentlichen Film nicht mehr viel zu sehen. Außerdem sitzt man hier schon sehr eng. Zwei Männer mit breitem Kreuz führen stets einen Ellenbogenkampf um die gemeinsame Lehne.
In der Schlange beim Eingang ins Kino fing ich die Bemerkung eines anderen Zuschauers auf: Nach seinem Empfinden werden die Besucher immer älter. 17- oder 18-jährige Erstkonsumenten werden vom FFF praktisch gar nicht angezogen. Recht hat er! Wie will man die "Generation Youtube" ins Kino locken? 9 Euro Eintritt müssen gerade von jungen Leuten erstmal bezahlt werden.
Nochmal: Das FFF 2010 war für mich ein Thriller-Filmfest. Die Thriller waren allesamt intelligent gemacht und mit Tiefgang versehen. Leider konnten die Filme mit genuin phantastischen Elementen nicht auf dem Niveau mithalten.
Gruß
Ralf
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Was Metropia angeht, muss ich Ralf zustimmen.
Sehr mitreißend war der Film nicht. Auch dieses Verfremdungen haben mich mehr gestört, als das sie der Geschichte geholfen hätten. Da wäre es besser gewesen, entweder ganz auf Realfilm zu setzen oder gleich einen richtigen Animationsfilm zu machen. So blieb es nix halbes und nichts ganzes.
Sehr mitreißend war der Film nicht. Auch dieses Verfremdungen haben mich mehr gestört, als das sie der Geschichte geholfen hätten. Da wäre es besser gewesen, entweder ganz auf Realfilm zu setzen oder gleich einen richtigen Animationsfilm zu machen. So blieb es nix halbes und nichts ganzes.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Zu Solomon Kane noch mal.
Routiniert runtergedreht, vorhersehbarer, aber trotzdem unterhaltsamer Fantasy-Film.
Was mich wundert, niemand von Euch hat sich bisher über die Schnitte aufgeregt, die den Film ganz übel zerstückelt haben. Das hat mich am meisten geärgert.
Routiniert runtergedreht, vorhersehbarer, aber trotzdem unterhaltsamer Fantasy-Film.
Was mich wundert, niemand von Euch hat sich bisher über die Schnitte aufgeregt, die den Film ganz übel zerstückelt haben. Das hat mich am meisten geärgert.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Four Lions
Den habe ich jetzt nachträglich auf DVD gesehen. Ich nehme mal an, dass er in einem vollbesetzten Kino noch witziger wirkt. Ich musste zwar einige Male über die strunzdoofen Attentäter lachen, aber es fehlte die FFF-Atmosphäre.
Deswegen bekommt er von mir nur 7 von Angriffen auf die britische Nahrungskette.
Den habe ich jetzt nachträglich auf DVD gesehen. Ich nehme mal an, dass er in einem vollbesetzten Kino noch witziger wirkt. Ich musste zwar einige Male über die strunzdoofen Attentäter lachen, aber es fehlte die FFF-Atmosphäre.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Ganz ehrlich? Ich fand den insgesamt so ärgerlich, dass mir das gar nicht mehr auffiel.Olaf hat geschrieben:Zu Solomon Kane noch mal.
Routiniert runtergedreht, vorhersehbarer, aber trotzdem unterhaltsamer Fantasy-Film.
Was mich wundert, niemand von Euch hat sich bisher über die Schnitte aufgeregt, die den Film ganz übel zerstückelt haben. Das hat mich am meisten geärgert.
Mein Fazit sieht etwas anders aus als das von Ralf. Hier in Köln sind wir mit dem Cinedom ja inzwischen ziemlich verwöhnt (kaum zu glauben, dass das Festival früher in der Filmpalette - die ungefähr so gross ist wie mein Wohnzimmer - stattfand. Bei insgesamt 13 gesehenen Filmen hatten die Komödien klar die beste Wertung (ich hab mir aber auch bis auf Chatroom keinen Thriller angesehen), die ernsten Filme waren entweder zu bemüht oder in der Auflösung zu dämlich.
Was das Publikum angeht, so war das ungefähr so zahlreich wie immer. Es stimmt wohl, dass nur wenige Jugendliche nachkommen, aber dafür sieht man inzwischen sehr viele andere, vor allem weibliche, Erstbesucher und das finde ich sehr positiv.
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Lass mich raten: Du bist hetero?heino hat geschrieben:[...] aber dafür sieht man inzwischen sehr viele andere, vor allem weibliche, Erstbesucher und das finde ich sehr positiv.
Ansonsten: Um Komödien habe ich dieses Jahr einen Bogen gemacht. Mir war nicht danach, und die Themen von "Tucker and Dale" bzw. "Four Lions" sprachen mich einfach nicht an. Im weitesten Sinne könnte man "The Last Days Of Emma Blank" noch in dieses Genre einordnen. Aber dafür fand ich den Film einfach zu bitter.
Langer Rede gar kein Sinn: Über die FFF-Komödien kann ich nichts sagen, weil ich praktisch keine gesehen habe.
Gruß
Ralf
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Re: Fantasy Filmfest 2010
Die SZ schreibt heute folgendes zum abgelaufenen Fantasy Filmfest:
Der Artikel ist derzeit noch nicht frei online zu finden.Kino der Nacht, Kino der Besessenheit, das sind die Genre- und auch Kunstfilme des Fantasy Filmfests, das gerade seine jährliche Tour durch deutsche Großstädte beendet hat. Den Begriff Fantasy legt das frei finanzierte und mit Herzblut gemachte Festival sehr weit aus - ausgehend vom französisch-cinephilen Verständnis des cinéma fantastique, das wiederum vom Surrealismus beeinflusst ist, verstehen die Festivalmacher darunter Horror und Science-Fiction, Filme über die Zukunft oder eine ferne, mythologische Vergangenheit, aber auch verstärkt harte, konsequente Kriminalfilme, Filme über die Realität urbaner Albträume. Und weil das phantastische Genre, seinen Produktionsbedingungen gemäß, unheimlich schnell auf gesellschaftliche Veränderungen und Exzesse reagiert, hat man mit dem Filmfest-Programm immer eine aktuelle Seismografie unserer Realität.
Ein starker Hang zu schonungslosem, beinahe übertriebenem Realismus ist nun im Kino zu spüren, weg von 'Avatar'-Lyrik und 'Twilight'-Romantik. In grimmigen, oft apokalyptischen Bildern wird ein globales Unterbewusstsein erforscht mit all seinen unterdrückten Angstzuständen. Afghanistan, die Ausbeutung der Dritten Welt, Drogenwahnsinn und Jugendkriminalität wurden mehr oder weniger direkt angesprochen.
Täglich geht die Sonne auf,
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
täglich weicht die Nacht Dem Licht.
Alles siehst du irgendwann wieder,
nur verliehene Bücher nicht.
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heino
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Re: Fantasy Filmfest 2010
aber sowas vonShock Wave Rider hat geschrieben: Lass mich raten: Du bist hetero?![]()
Ich finde es einfach gut, dass es unter den ganzen ewigen männlichen Nerds inzwischen auch immer mehr Frauen gibt, die sich für Filme abseits des Mainstreams interessieren und auch keine Scheu vor Fremsprachen und Untertiteln haben.
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