Mir war ein Subgenre "Bizarro Fiction" bis ich auf diesen Artikel des Standards stieß nicht bekannt.
Carlton Mellick III: "Sunset With A Beard"
Broschiert, 200 Seiten, Swallowdown Press 2010.
Die Bizarro Fiction ist mittlerweile also auch alt genug geworden, ihr erstes rundes Jubiläum zu feiern: Der richtige Zeitpunkt, sich mit dem Frühwerk eines ihrer erfolgreichsten Autoren zu befassen. Carlton Mellick III präsentiert zum Zehnjährigen eine um fünf Bonus-Stories ergänzte Neuauflage der Sammlung, in der die ersten Erzählungen enthalten sind, für die er einst einen Verlag fand. Das hat fast schon eine historische Komponente, denn bevor der Begriff Bizarro zum Selbstläufer wurde, musste man als Autor noch versuchen, seine seltsamen Geschichten in etablierten Genre-Medien unterzubringen. Und wenn es um den Preis war, einer Geschichte einen späten SF-Twist zu geben, der sie zwar nicht besser machte, aber vielleicht ihre Chance auf Akzeptanz erhöhte.
Ich kannte den Begriff bis dato auch nicht. Aber die Wikipedia hat etwas dazu zu sagen:
Bizarro fiction is a contemporary literary genre which features weirdness as its central trait. The term was adopted in 2005 by the independent publishing companies Eraserhead Press, Raw Dog Screaming Press, and Afterbirth Books. In the introduction to The Bizarro Starter Kit, Bizarro is described as "literature's equivalent to the cult section at the video store" and a genre that "strives not only to be strange, but fascinating, thought-provoking, and, above all, fun to read."[1] According to Rose O'Keefe of Eraserhead Press: "Basically, if an audience enjoys a book or film primarily because of its weirdness, then it is Bizarro. Weirdness might not be the work's only appealing quality, but it is the major one."
While works of Bizarro may have literary merit, the primary focus of the genre is to entertain. In this respect, Bizarro has more in common with speculative fiction genres (such as science-fiction, fantasy, and horror) than with avant-garde movements (such as Dadaism and surrealism) that readers and critics often associate it with
Torsten hat geschrieben:Mir war ein Subgenre "Bizarro Fiction" bis ich auf diesen Artikel des Standards stieß nicht bekannt.
Welche Werke oder Autoren sind der Bizarro Fiction zuzuordnen?
Wurde auch erst duch die Rezensionen auf standard.at auf diese Spielart der Phantastik aufmerksam. "Josephson" hat bereits einige Werke rezensiert. Schau dich dort mal um.
Carlton Mellick III: Kannibalen im Candyland ist mittlerweile bei Festa erschienen. Laut Josephson soll es intensiv nach Erdbeeren riechen, wenn wann das Cover rubbelt. Sehr seltsam.
Bungle hat geschrieben:Carlton Mellick III: Kannibalen im Candyland ist mittlerweile bei Festa erschienen. Laut Josephson soll es intensiv nach Erdbeeren riechen, wenn wann das Cover rubbelt. Sehr seltsam. MB
Laut FESTA-Seite ist "Die Kannibalen von Candyland" auf rosa Papier gedruckt, bunt gebunden, mit einem Duftcover versehen und besitzt auch ein Lesebändchen (vermutlich aus Speck).
Neben einer Leseprobe sind dort auch weitere geplante Titel des Autors zu finden, die ich hier aber nicht wiedergebe.
Wenn der Sinn der Bizarro Fiction nur darin besteht, "radikal abgedreht" zu sein, gehöre ich sicher nicht zur angesprochenen Leserschicht.
Würde gerne lesen: Einen neuen Roman von Caroline Janice Cherryh