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Eine Billion Dollar!
Verfasst: 21. Januar 2004 13:56
von Sternenkaiser
Hallo @all!
Ich habe gerade "Eine Billion Dollar" gelesen, es ist wirklich genial (incl. Ende). Ich möchte hier jedoch keine Rezension loslassen, sondern habe eine Frage - natürlich nicht ohne Hintergedanken (gewisse Forumsteilnehmer sollen ja sehr kompentent sein

):
So, dann noch mal direkt an Andreas:
Wie siehts aus, schaust du bei Deinen Lesungen in naher Zukunft vielleicht auch mal im Osten, d.h. Thüringen vorbei?
Beste Grüße
Sternenkaiser
+++++++++++++++
wartet auf:
A Game of Thrones, George R. R. Martin
Re: Eine Billion Dollar!
Verfasst: 21. Januar 2004 14:29
von Fjunch-Klick
Sternenkaiser hat geschrieben:an Andreas:
Wie siehts aus, schaust du bei Deinen Lesungen in naher Zukunft vielleicht auch mal im Osten, d.h. Thüringen vorbei?
was der liebe Aleksandr vergaß zu erwähnen: mit Thüringen meint er speziell Jena oder nähere Umgebung

Verfasst: 21. Januar 2004 15:00
von Frank Böhmert
ähem. welche spoilergefahr besteht denn bittschön bei einem buch, das seit über einem jahr auf dem markt ist? wer so viel wert auf jungfräuliche handlungen legt, sollte halt neuerscheinungen lesen ...
Verfasst: 21. Januar 2004 15:11
von Fjunch-Klick
ich finde diese art und weise höchst rücksichtsvoll jenen interessierten lesern gegenüber, die das buch eben noch nicht gelesen haben. das kann bei einem buch schonmal vorkommen, auch wenn es schon seit einem jahr auf dem markt ist. vor allem da es leser gibt, die nicht sofort in die läden rennen um die hc-ausgaben zu kaufen, sondern die (wenn auch voller ungeduld) auf taschenbücher warten - und eine billion dollar ist (offiziell) erst seit november als taschenbuch zu haben. also ist der spoiler durchaus gerechtfertigt.
wobei natürlich andererseits das thema des threads deutlich gekennzeichnet ist und die spoilergefahr ankündigt...
Verfasst: 21. Januar 2004 15:40
von Khaanara
frank einloggfaul böhmert hat geschrieben:ähem. welche spoilergefahr besteht denn bittschön bei einem buch, das seit über einem jahr auf dem markt ist? wer so viel wert auf jungfräuliche handlungen legt, sollte halt neuerscheinungen lesen ...
Ich habe noch Romane aus den 60ern hier, die ich noch nicht gelesen habe
Ich war mal so frei und habe den Spoiler-Tag eingefügt !
Verfasst: 23. Januar 2004 13:16
von Ulrich
Das Buch habe ich nicht gelesen. Verrät denn obige Frage so viel, dass es gleich ein Spoiler ist?
Verfasst: 23. Januar 2004 14:18
von Fjunch-Klick
ja. auf jeden fall. es handelt sich 1. um einen wendepunkt in der handlung und 2. um das ende. will man das verraten bekommen, wenn man das buch noch nicht kennt, aber vielleicht gern lesen will?
Verfasst: 23. Januar 2004 17:43
von saturn
Ulrich hat geschrieben:Verrät denn obige Frage so viel, dass es gleich ein Spoiler ist?
Definitiv! Es handelt sich um einen sehr wichtigen Punkt in der Handlung.
Ciao, Lars
Verfasst: 25. Januar 2004 17:13
von Fjunch-Klick
anscheinend ist unter den mitgliedern hier auch keiner, der obige stelle aus dem roman erklären kann oder einen erklärungsversuch hat?!
da bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als auf andreas' reaktion zu warten, komme sie, wann sie wolle oder er zeit hat

wahrscheinlich schreibt er grad an einer "überarbeiteten neuausgabe" von "eine billion dollar"

Verfasst: 25. Januar 2004 17:18
von breitsameter
Fjunch-Klick hat geschrieben:anscheinend ist unter den mitgliedern hier auch keiner, der obige stelle aus dem roman erklären kann oder einen erklärungsversuch hat?!
Es ist schon etwas her, daß ich den Roman gelesen habe (gleich als das Hardcover erschien), darum kann ich nur eine Mutmaßung abgeben - geschah das vielleicht deshalb, weil der Roman sonst viel früher geendet hätte?

Verfasst: 25. Januar 2004 18:31
von Fjunch-Klick
das wäre denkbar, aber (nach allem, was ich bisher gehört habe) des größten, umfangreichsten und aufwändigsten Werks von Eschbach nciht würdig

Nachtrag
Verfasst: 26. Januar 2004 15:51
von Sternenkaiser
Okay, also erstmal vielen Dank für die Antworten (speziell auch @Khaanara für den Hinweis mit der Spoilerfunktion). Leider hat sich Andreas noch nicht gemeldet und somit ist meine Frage nicht geklärt.
Da ich das Buch ziemlich schnell durchge"peitscht" hatte, dachte ich, ich habe eventuell etwas übersehen, da mir dieser Teil der Handlung nicht ganz schlüssig erscheint.
Beste Grüße
Sternenkaiser
Re: Eine Billion Dollar!
Verfasst: 26. Januar 2004 19:14
von Andreas Eschbach
Hallo,
ich war die letzte Woche unterwegs, bin erst heute nachmittag vom alljährlichen Romanseminar aus Wolfenbüttel zurückgekommen, deshalb erst jetzt die Antwort.
Sternenkaiser hat geschrieben:
Es ist mitunter im Nachhinein schwer zu sagen, warum man sich beim Schreiben eines Romans für die eine oder andere Variante entschieden hat. Mir schien es so, glaube ich, daß diese Vorgehensweise besser zu McCaines "Stil" paßt. Ein Medienereignis daraus zu machen, abwarten zu können, wie die Reaktionen aussehen und sich dabei ja immer noch alle Optionen offen zu halten - er hätte ja jederzeit alles abblasen können -, so ähnlich hat er auch davor immer schon gehandelt.
So, dann noch mal direkt an Andreas:
Wie siehts aus, schaust du bei Deinen Lesungen in naher Zukunft vielleicht auch mal im Osten, d.h. Thüringen vorbei?
Kann sein, weil ich im April beim MDR-Fernsehen bin, was mich nach Erfurt führen wird; gut möglich, daß sich da Lesungen anschließen, damit sich's lohnt. Einfach auf meine
Homepage achten.
Verfasst: 27. Januar 2004 09:24
von Sternenkaiser
Okay, vielen Dank @Andreas!
Jooooaa, hört sich gut an mit McCaine's Stil von wegen alle Optionen offen halten.
Das mit Erfurt hört sich noch besser an, ist ja nur nen Katzensprung entfernt von uns.
Beste Grüße
Sternenkaiser
Verfasst: 8. April 2004 23:30
von Stefan Hoffmann
Habe die "Billionen Dollar" nun auch endlich gelesen und bin eigentlich recht angetan. Zwar tritt die Geschichte selbst an und ab etwas arg hinter all den Spekulationen und Gewißheiten über Geldwirtschaft, Kapitalismus etc. zurück, aber bezeichnenderweise trägt der Roman trotzdem locker über die lange Distanz bis zum Ende und macht Spaß.
Wobei sich mein Gehirn allerdings dann doch verknotet hat war bei den Aussagen zur Geldschöpfung aus dem Aufsatz von Lorenzo. Vielleicht erklärt mir das mal einer, weil ich's nämlich beim besten Willen nicht verstanden habe. Ist damit gemeint, daß die Netto-Geldmenge im Grunde genommen schrumpft, weil die Zentralbanken für die Refinanzierung anschließend mehr Geld einziehen als sie anfangs ausgegeben hat, sprich der vorhandenen Knete immer mehr Schulden gegenüber stehen? Öhm, und wo liegt hier der Denkfehler? Gelangen die Einnahmen aus diesem Refinanzierungsgeschäft nicht wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf (Gehälter der Zentralbank, Gewinnüberweisung an die Eigner der Bank, sprich den Staat)?
Bei allen Vorbehalten gegen die gegenwärtige und alle zukünftigen Ausprägungen des Kapitalismus fällts mir hier schon etwas schwer, an derlei simple Webfehler im System zu glauben.
Im übrigen ist das Buch eine interessante Mischung aus SF und Mainstream-Roman/Thriller. Sehr interessant zu sehen, daß sich SF in diesem Gewande (natürlich verbrämt mit einer spektakulären Grundidee) durchaus gut verkauft.
Stefan