Der "Liest zur Zeit" Thread

Science Fiction in Buchform
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Shock Wave Rider
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 2. November 2018 16:09

Da hast du dir was vorgenommen, Ming!
Meine besten Wünsche zur Lektüre. Für mich ist das Buch ein Meisterwerk.
Aber kein einfaches.

Gruß
Ralf
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Ming der Grausame
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ming der Grausame » 2. November 2018 16:33

Schauen wir mal. Die letzten 2 Bücher von John Brunner wurden von mir unter Kann man lesen, muss man aber nicht eingestuft – ebenso wie Schafe blicken auf... Bild
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 2. November 2018 16:42

Okay. "Schafe blicken auf" ist sehr ähnlich wie "Morgenwelt". Tatsächlich fand ich die Schafe sogar noch eine Spur stärker.

Gruß
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ming der Grausame » 2. November 2018 17:21

John Brunner wiederholt sich gerne. Faktisch sind Schafe blicken auf, Die Gezeiten der Zeit und Kinder des Donners identisch mit Ein irrer Orbit, Chaos Erde und Am falschen Ende der Zeit. Ein Autor darf gerne monothematisch werden, aber er sollte mir nicht 6 Mal exakt dieselbe Geschichte als unterschiedliche Geschichten verklickern wollen. Darauf reagiere ich allergisch und vergebe schnell Strafpunkte. :nein:

Erschwerend kommt hinzu: Schafe blicken auf spielt von uns gesehen in der Vergangenheit, wo wir demnach längst unseren letzten Atemzug gemacht haben müssten, was aber nachweislich inkorrekt ist und auch schon 1972 inkorrekt war, als er die Geschichte geschrieben hat. John Brunner ist ein ideologischer Alarmist – und ich mag weder seine Ideologie noch sein Alarmismus.
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Ender » 3. November 2018 11:28

China Miéville - Das Gleismeer

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Ein bisschen "Schatzinsel", ein bisschen "Robinson Crusoe" und ganz viel "Moby Dick". Ein bisschen Endzeitstimmung, uralte Artefakte, Außerirdische, Piraten, Engel, mutiertes Riesenungeziefer, harpunierende Maulwurfjäger und Eisenbahnschienen, die bis ans Ende der Welt führen.
Der Roman bietet eine sprachlich schön erzählte Geschichte voller origineller Einfälle in einem - siehe oben - ziemlich abgefahrenen Setting.
Ort, Zeit, Entstehungsgeschichte sowie viele weitere Eigenheiten der hier beschriebenen Welt werden nur angedeutet und nicht näher erläutert - aber das stört keinesfalls, sondern macht sie nur umso interessanter. Die Handlung ist größtenteils rasant und temporeich erzählt, lediglich die Figuren blieben etwas blass.
Insgesamt ein sehr unterhaltsames Abenteuer, in dem vor allem der Weltenbau der Star ist.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Teddy » 8. November 2018 19:38

N. K. Jemisin - Zerrissene Erde

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Erster Teil der Broken Earth-Trilogie, mit der Jemisin dreimal in Folge den Hugo gewonnen hat. Der Roman spielt auf einer Welt mit einer ausgesprochen aktiven Tektonik, die immer wieder zu Katastrophen führt (den Fünftzeiten), die den Entwicklungsstand der Zivilisation deutlich zurückwerfen. Die gesamte Gesellschaft wird hierdurch geprägt. Einige Menschen, sogenannte Orogene, können geologische Prozesse spüren und vereiteln, aber auch beispielsweise Erdbeben auslösen, weshalb sie in der Bevölkerung gefürchtet sind und oft verfolgt werden.
Der Roman erzählt in drei Zeitebenen vom Schicksal dreier Orogener: einmal ein Kind, dass ins Fulcrum, einer Ausbildungsstätte für Orogene, gebracht wird; einmal eine fertig ausgebildete Orogene, die ihren ersten Auftrag für das Fulcrum ausführen soll; und zum dritten eine Orogene, die ihre Fähigkeit geheim hält und als Lehrerin arbeitet. In diesem Zeitstrahl bricht eine Fünftzeit an.
Jemisin versteht es hervorragend, die Welt in diesen drei Strängen zu entfalten: Den Rassismus gegen die Orogenen, die Machtstrukturen des Fulcrum, die Geschichte eines Landes, das immer wieder gewaltige Zerstörungen erleiden muss. Auch die Zusammenführung der drei Stränge ist sehr gelungen.
Unklar blieb mir, warum Jamisin den dritten Strang in der zweiten Person schreibt. Mich hat das gestört und ich habe auch keinen Sinn darin entdecken können. Wirkte eher so wie "guckt mal, ich bin so gut, ich kann sogar in der Du-Form schreiben". Davon abgesehen, ein düsterer, aber sehr gelungener Roman mit einem sehr überzeugenden Weltenbau.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Nina » 11. November 2018 19:49

Ich habe mir die SF-Anthologie "Wasserstoffbrennen" geholt.

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Geschichten von deutschen Autoren, ein eher dünner Band, aber bei dem Preis (ich hab ca. 7 Euro und das noch mit Porto gezahlt) kann man nicht meckern. Ganz im Gegenteil ist es mir sogar lieber so, da muss man nicht ein Jahr überlegen, ob man das "braucht". Ich habe jetzt einen Teil gelesen, sind lauter Autoren, die man an und für sich kennt. Die Geschichten waren eher düster, was bei dem Thema ja nicht ganz unerwartet kommt.

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