Der "Liest zur Zeit" Thread

Science Fiction in Buchform
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Badabumm
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 3. Dezember 2019 19:23

So krass würde ich das nicht sehen. Ich bin zwar ein Freund des Erzählens, nicht des Zeigens, aber es hängt vor allem vom schriftstellerischen Können ab. Und das kippelt eben, denn man kann sich der Bilderflut kaum erwehren. Also ist die Einsiedelei, um seinen Roman in 6 Monaten fernab von Internet und Playboy zu schreiben, tatsächlich nicht die schlechteste Idee. Dahinter steht immer: "was will ich eigentlich mitteilen und habe ich was zu sagen?". Geht dieser Anspruch verloren, ist es egal, ob schlecht gezeigt oder schlecht erzählt wird...
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Des_Orphan » 3. Dezember 2019 19:38

Badabumm hat geschrieben:
3. Dezember 2019 19:23
So krass würde ich das nicht sehen.(...)
Ich hatte es nicht ganz so ernst gemeint; deshalb der Smiley

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 3. Dezember 2019 21:03

Aber mir war klar, dass da war Wahres dran ist...

Und die neue Pisa-Studie zeigt: 'Schland ist schon wieder abgerutscht...
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Teddy » 3. Dezember 2019 22:00

Badabumm hat geschrieben:
3. Dezember 2019 21:03
Und die neue Pisa-Studie zeigt: 'Schland ist schon wieder abgerutscht...
Wieso schon wieder? Nach der ersten PISA-Studie ist die Lesekompetenz bei jeder weiteren Studie gestiegen und dieses Jahr zum ersten mal gesunken. (Mal davon abgesehen, dass Fünfzehnjährige wahrscheinlich noch nie die großen Dickens-Leser waren.)

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 4. Dezember 2019 11:31

Man sollte aber dabei nicht vergessen, dass diese Werke zwar in Periodika veröffentlicht wurden, aber von kaum jemandem gelesen. Wer hatte denn die Zeit und die Bildung dafür, und das Geld? Bücher waren nahezu unerschwinglich, für die meisten kamen nur Leihbüchereien und Bibliotheken in Frage. Nur eine eher elitäre Gruppe hat sich damit beschäftigt, genauso wie sie sich in den Künstlerkreisen der Salons aufhielten.
Dickens hat seine "Leser" hauptsächlich durch seine vielen, vielen Vorträge gehabt, da gab es volle Säle.
Die eher bezahlbaren "Groschenhefte", wie sie in den USA sehr beliebt waren (oft waren ja auch Pistoleros die Helden, man denke an die James-Brüder etc) beinhalteten genau die rasanten Geschichten wie heute - viel Action, wenig Hintergrund.
Heutzutage kann jeder alles lesen, wenn er will, und das ist durchaus ein Privileg (das leider viel zu wenige nutzen, seufz)
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Khaanara » 4. Dezember 2019 13:29

Ach, heute wartet man einfach ein halbes Jahr und so jedes bekannte FanFiction kommt dann ins Kino oder im Serienstream. Wozu lesen?

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von L.N. Muhr » 4. Dezember 2019 14:00

Uschi Zietsch hat geschrieben:
4. Dezember 2019 11:31
Man sollte aber dabei nicht vergessen, dass diese Werke zwar in Periodika veröffentlicht wurden, aber von kaum jemandem gelesen.
Naja. Dickens hatte Verkaufsauflagen von 30. - 40.000 pro Heft, das ist schon ordentlich.

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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 4. Dezember 2019 16:25

Khaanara hat geschrieben:
4. Dezember 2019 13:29
Ach, heute wartet man einfach ein halbes Jahr und so jedes bekannte FanFiction kommt dann ins Kino oder im Serienstream. Wozu lesen?
Das schon. Da deutsche Synchronisation aber ausstirbt, muss man fleißig Untertitel lesen. Das hasse ich, weil ich die Geschwindigkeit nicht selbst bestimmen kann und von den Filmbildern nichts habe... Wenn ich etwas ohne Bilder haben will, kann ich auch lesen... :xmas:
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Re: Der "Liest zur Zeit" Thread

Ungelesener Beitrag von Des_Orphan » 4. Dezember 2019 17:53

L.N. Muhr hat geschrieben:
4. Dezember 2019 14:00
Uschi Zietsch hat geschrieben:
4. Dezember 2019 11:31
Man sollte aber dabei nicht vergessen, dass diese Werke zwar in Periodika veröffentlicht wurden, aber von kaum jemandem gelesen.
Naja. Dickens hatte Verkaufsauflagen von 30. - 40.000 pro Heft, das ist schon ordentlich.
Eben...
Dickens war keineswegs ein Nischenschreiber und zu seinen Vorträgen kamen ja auch nur deshalb soviele Leute, weil seine Texte so populär und erfolgreich waren.
Auch sind seine Texte qualitativ und stilistisch nicht mit den amerikanischen und englischen Penny Dreadfuls oder Dime Novels vergleichbar.

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