Fantasy Filmfest White Nights 2019

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Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von heino » 5. Januar 2019 17:58

Es ist wieder soweit, der zweite kleine Ableger des Fantasy Filmfests steht an und bietet ein in meinen Augen sehr interessantes Programm, auch wenn mal wieder keine SF dabei ist und die Filme hauptsächlich aus den USA und Korea kommen:

http://fantasyfilmfest.com/dt/FFFWN_Koeln.html

Ich werde 8 der 10 Filme sehen. Und wie immer werde ich euch danach mit meinen Eindrücken belästigen :wink:
Lese zur Zeit:

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 5. Januar 2019 18:45

Danke für den Hinweis, Heino!
"Destroyer" und "Jonathan" sind Top-Kandidaten, "The Field Guide To Evil" könnte eine interessante Kurzfilm-Anthologie werden, und "Burning" zeigt interessante Ansätze.

Vielleicht werde ich nach langer Zeit mal wieder ins Kino gehen.

Gruß
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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von heino » 6. Januar 2019 18:54

"Lords of chaos" und "The field gide to evil" werde ich leider nicht sehen können, aber man kann halt nicht alles haben.
Lese zur Zeit:

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 7. Januar 2019 08:00

Moin. Habe gestern Karten für "Burning", "Destroyer" und "Jonathan" besorgt. Berichte über die ersten beiden Filme folgen am Freitag oder Samstag in diesem Thread.
Den "Field Guide" habe ich erst einmal offen gehalten. "Jonathan" läuft am Sonntag um 12:00, der "Field Guide" erst um 20:30. Da werde ich am Sonntag entscheiden, ob ich so lange warten will.

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Pogopuschel » 7. Januar 2019 11:15

Ich werde nicht hingehen. Aber von den Trailern ausgehend, finde ich jene Filme am interessantesten, die gar keine phantastischen Elemente enthalten: "Destroyer", "Keepers" und "The Favourite".

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 7. Januar 2019 12:08

Bei "The Favourite" ist bestenfalls der allerdings hochkarätig besetzte Cast interssant. Historische Themen, insbesondere Intrigen unter Adligen, interessieren mich wenig.
Außerdem fand ich die Trailer sowohl von "Keepers" als auch von "The Favourite" wenig "teasing".

Aber das von dir geschilderte Symptom (am interessantesten erscheinen die Filme ohne phantastische Elemente) kann ich von früheren Fantasy Filmfesten her bestätigen. Das ist einer der Gründe, weshalb ich die Veranstaltungen in den letzten Jahren nur noch sehr sporadisch wahrnehme, wenn überhaupt.

Gruß
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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 12. Januar 2019 00:19

Frisch aus dem Kino zurück! Hier kommen meine Eindrücke:

Burning

Jongsu trifft auf den Straßen Seouls seine Schulkameradin Haemi wieder. Sie will eine Afrikareise unternehmen und bittet ihn, in der Zeit ihre Katze zu füttern. Aus Afrika bringt sie den Ben mit, reich, attraktiv, Porschefahrer, Hobbykoch. Als Ben und Haemi Jongsu in seinem Dorf nahe der Grenze zu Nordkorea aufsuchen, gesteht Ben, dass er gerne leerstehende, heruntergekommene Gewächshäuser anzündet. Als Haemi einige Tage nach dem Besuch für Jongsu nicht mehr erreichbar ist, observiert er Ben.
Der koreanische Film "Burning" hat in Cannes nur knapp die Goldene Palme verpasst, obwohl er als Favorit gehandelt wurde. Nun tritt er beim Oscar in der Kategorie "Bester ausländischer Film" an. An diesem Film stimmt einfach alles: die drei unterschiedlichen, klar charakterisierten Protagonisten Jongsu, Haemi und Ben und ihr nicht ganz einfaches Beziehungsgeflecht, der Kontrast zwischen den verschiedenen Lebenswelten der drei, ein Reichtum an Details, die kunstvoll zu einem Ganzen verwoben werden, eine untergründige, sich langsam aufbauende Spannung, die sich vor allem auf der zunehmenden Unsicherheit, was wirklich und was eingebildet ist, gründet, und wunderschön fotografierte Bilder.
Bis zum Schluss bleibt dabei, welche Rolle Ben spielt. Hat er Gewächshäuser angezündet? Hat er Haemi umgebracht und vielleicht noch einige andere Damen? Es gibt Indizien, aber keine Klarheit. Was wir am Ende allerdings sicher wissen:
dass Jongsu Ben abgestochen und Ben Porsche 911 Carrera angezündet hat.
Dem Film wird eine besondere Ehre zuteil. Ich ziehe

10 von 10 unsichtbaren Katzen


Destroyer
filmstarts.de hat geschrieben:17 Jahre ist es her, seit Erin Bell (Nicole Kidman) als verdeckte Ermittlerin beim FBI zum ersten Mal auf Silas (Toby Kebbell) stieß. Damals endeten die Ermittlungen in einem reinsten Fiasko. Heute arbeitet sie als Polizistin in Los Angeles und ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Kein anderer als Silas ist der Grund dafür, dass aus der einst so selbstbewussten Erin eine gebrochene Frau geworden ist, die seither wie ein Zombie durchs Leben schreitet. Nun wird sie zu einem Tatort gerufen, an dem es einen Mord gegeben haben soll, mit dem sie es bei der Polizei in Los Angeles fast jeden Tag zu tun haben. Doch die Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass der verschollen geglaubte Silas wieder da ist. Für Erin ist nun die Gelegenheit gekommen, ihre Fehler von früher wieder gut zu machen und Silas endlich das Handwerk zu legen.
Die Kritiker überschlagen sich vor Begeisterung über die schauspielerische Leistung Nicole Kidmans. Sie wird als heiße Kandidatin auf den Oscar für die "Beste weibliche Hauptrolle" gehandelt. Und das nur zu recht. Denn "Destroyer" ist für Nicole Kidman, was "Monster" für Charlize Theron war: die Chance für eine wunderschöne Schauspielerin, eine äußerlich hässliche und innerlich gebrochene, verbitterte Frau zu spielen. Kompliment an die Maskenbildner, die aus der Beauty-Ikone Nicole Kidman eine ausgemergelte, abgearbeitete Alkoholikerin gemacht haben.
Einen besonderen Akzent legt der Film auf den Generationenkonflikt zwischen Erin Bell und ihrer 16jährigen Tochter Shelby (Jade Pettyjohn). Besonders in diesen Szenen zeigt Nicole Kidman das ganze Elend der in tiefster Depression verfangenen Polizistin, die auf ebenso verzweifelte wie hoffnungslose Weise um die Liebe ihrer Tochter kämpft. Nur um am Ende einzusehen, dass sie ihre Chancen verspielt hat.
Die eigentliche Thrillergeschichte ist solide und klassisch erzählt; der Film enthält viele ausgesprochen brutale Actionszenen. Für meinen Geschmack hätte man weniger Action, dafür aber vielleicht etwas mehr Raffinement in die Story stecken können. Dennoch bleibt auch die Hauptgeschichte, die auf zwei parallel geführten Zeitebenen heute und vor 17 Jahren spielt, ansprechend und verwickelt.

Nicole Kidman bekommt für ihre schauspielerische Leistung
10 von 10 Augenringen und Mundrunzeln

Dem Film insgesamt gebe ich
8 von 10 explodiereden Farbbomben in der Beute eines Banküberfalls

Verschiedenes:
1. Beide Filme enthalten genau gar keine phantastischen Elemente.
2. Das ungewöhnliche Zeitschema (Freitag + Sonntag) in München wurde mit einer seit langem gebuchten Live-Übertragung einer Opernaufführung am Samstag begründet. Die Veranstalter beteuerten, dass Pausentage keine Regel werden sollen.
3. Bei "Burning" waren geschätzt mehr als 80% der Plätze belegt, bei "Destroyer" gefühlt sogar 90+%.
4. Das Foyer im "Cinema" ist einfach zu klein. Es ist nervig, wenn sich die Zuschauer in dem Schlauch um die zentrale Kartenverkaufs-/Gastro-Insel wie Ölsardinen in der Büchse drängen und quetschen, abgesehen von den Schlangen vor der Damen- und der Herrentoilette. Das Foyer sollte schon darauf ausgelegt sein, auch bei ausverkauften Vorstellungen alle Zuschauer bequem(!) zu fassen.

Gruß
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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 13. Januar 2019 17:31

Zum Abschluss gab es heute noch:

Jonathan

Zwei Brüder teilen denselben Körper. Tagsüber herrscht Jonathan, angepasst, bürgerlich, fast spießig, auf dem Sprung zu einer vielversprechenden Architekten-Karriere. Nachts übernimmt John, spontan, lebenshungrig, in den Tag hinein lebend. Die beiden kommunizieren über Videobotschaften, in denen sie einander erzählen, was sich tagsüber ereignet hat. Die Aufteilung geschieht über ein Implantat, eine Art Zeitschaltuhr, die in John/Jonathans Gehirn jeweils um 7 Uhr morgens und abends eine der Persönlichkeiten an- bzw. ausschaltet. Doch Jonathan fühlt sich zunehmend erschöpft und ausgelaugt. Er engagiert einen Privat-Detektiv, der die seltsame Aufgabe, seinen eigenen Klienten zu observieren, annimmt. Jonathan entdeckt, dass John ihm einiges verschweigt. U.a. seine Freundin Elena, die in einer Bar kellnert...

Über zwei Drittel ist der Film großartig inszeniert. Er verzichtet auf tiefschürfende Psychologisierungen (d.h. keine Rückblenden in die Kindheit, die Eltern sind verstorben), offenbart die Details erst nach und nach, spielt aber hervorragend die Probleme durch, die sich bei einer solchen 2-Seelen-in-1-Körper-Situation ergeben können. So kann Jonathan z.B. keine beruflichen Abendtermine wahrnehmen, während John nicht nur unter dem Mangel an Tageslicht leidet, sondern auch unter dem beschränkten Angebot von Berufen, die ausschließlich nachts ausgeübt werden. Besondere Spannung erwächst aus der Tatsache, dass der Zuschauer die Geschichte ausschließlich aus Jonathans Perspektive erlebt. Eines morgens wacht er z.B. mit einem blauen Auge auf.

Ansel Elgort brilliert in der Doppelrolle Jonathan/John. Dramaturgisch geschickt eingefädelt wird die Annäherung von Jonathan an Johns Ex-Freundin Elena, zunächst nur aus dem Wunsch, wieder an John heranzukommen, als dieser sich einige Wochen lang nicht per Videobotschaft meldet. Jonathan offenbart Elena die ungewöhnliche Symbiose mit John. Es kommt zu einer Annäherung der beiden, die nun Jonathan John verheimlicht.

Im letzten Drittel quartiert die behandelnde Psychiaterin Dr. Mira Nariman (Patricia Clarkson) Jonathan/John bei sich daheim ein, um die beiden mit der nötigen Aufmerksamkeit behandeln zu können. Doch die Zeitspannen verschieben sich. Offenbar sind zwei Seelen auf Dauer doch zu viel für einen Körper. Einer von beiden muss weichen. Dies hätte ein spannender dritter Akt werden können. Doch leider versagt der Film gerade hier. Es wird zu viel erklärt und zu wenig erfahrbar gemacht. Da reißt auch der Abschied/Tod des einen Zwillings in Gegenwart eines (viel zu wenig) überforderten Taxifahrers nichts mehr raus.

Schade. Der Film hat vieles richtig gemacht. Hätte Regisseur Bill Oliver, der auch am Drehbuch mitgewirkt hat, das Niveau bis zum Ende durchgehalten, hätte das ein kleines Meisterwerk werden können. So aber bleiben leider nur

6 von 10 ungegessenen Mahlzeiten im mustergültig geordneten Kühlschrank

Der Film lief am Sonntag um 12 Uhr. Anscheinend keine gute Zeit für Filmfestivals. Diesmal waren nur etwa 20-30% der Sitze belegt.
Allerdings enthielt "Jonathan" mindestens ein phantastisches Element (die Gehirn-Zeitschaltuhr).

Aus einem Seitengespräch des Moderators entnahm ich folgende Informationen:

1. In den meisten Städten war "Burning" jeweils als erster Film ausverkauft. Nur in München verhielt es sich anders.
2. Die unorthodoxe Aufteilung der Münchner Festivaltage auf Freitag und Sonntag mit einem Pausentag dazwischen führte dazu, dass die Besucher, die aus dem Umland (auch aus der Schweiz) anreisen, dieses Jahr vor allem nach Nürnberg bzw. Stuttgart fahren. Nach München kamen nur Münchner. Eine Hotelübernachtung mehr oder weniger ist offensichtlich entscheidungsrelevant.

And this completes SWR's report on the Fantasy Filmfest White Nights 2019!

Gruß
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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von heino » 15. Januar 2019 10:23

Der Wortvogel hat da zum Teil sehr abweichende Meinungen:

https://wortvogel.de/2019/01/fantasy-fi ... hen-tag-1/
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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von lapismont » 15. Januar 2019 10:27

Shock Wave Rider hat geschrieben:
12. Januar 2019 00:19
2. Das ungewöhnliche Zeitschema (Freitag + Sonntag) in München wurde mit einer seit langem gebuchten Live-Übertragung einer Opernaufführung am Samstag begründet.
Da war meine Mutter und ganz begeistert. Sie geht regelmäßig mit einer Freundin zu diesen Veranstaltungen. Anna Netrebko hat gesungen.
Findet parallel in diversen Kinos weltweit statt.

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 15. Januar 2019 11:24

heino hat geschrieben:
15. Januar 2019 10:23
Der Wortvogel hat da zum Teil sehr abweichende Meinungen:

https://wortvogel.de/2019/01/fantasy-fi ... hen-tag-1/
Darf er!

Für mich ist ein Film gut, mittelprächtig, oder nicht ganz so gut.
Aber ich gebe ihm nicht in Cannes 10 von 10, dafür auf dem FFF nur 4 von 10.

Wobei ich Dewis Kritikpunkte an "Destroyer" größtenteils nachvollziehen kann. Ich teile sie halt nicht.

Hätte ich mir am Freitag alle 5 Filme hintereinander weg reingezogen, wäre ich wohl auch etwas genervt gewesen.

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von heino » 16. Januar 2019 08:20

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 16. Januar 2019 09:08

Nachtrag zu "Jonathan":

Zwei Dinge hat der Film richtig gemacht, die ich bislang nicht explizit erwähnt habe:

1. Er enthält sich einer Gut/Böse-Zeichnung der beiden "Brüder". Beide sind eigenständige, ordentlich charakterisierte Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, unterschiedlichen Wünschen und unterschiedlichen Vorstellungen, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen. Aber beide Lebensentwürfe sind legitim, wenngleich inkompatibel.

2. Er hat kein "happy ending". Zumindest ist das Ende abseits der üblichen Hollywood-Konventionen.

Trotzdem: Das letzte Drittel fällt bezüglich Intensität und Unmittelbarkeit gegenüber den ersten beiden Dritteln deutlich ab. Leider zu deutlich.

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Re: Fantasy Filmfest White Nights 2019

Ungelesener Beitrag von heino » 21. Januar 2019 10:38

So, ich mach es mal kurz, das Wochenende war anstrengend genug:

Keepers

Langweiliges Drama um 3 Leuchtturmwärter, die sich mit Verbrechern um Goldbarren streiten. Gut gespielt und schicke Bilder, aber nix dahinter und (das werdet ihr noch oft lesen) hat nix beim FFF verloren

Office Uprising

Hat die gleiche Ausgangsidee wie "The Belko Experiment" und "Mayhem", verhebt sich aber nicht an einer dummen Message, ist dafür allerdings reichlich platt und teilweise auch sehr billig gemacht, aber als Fun-Splatter durchaus willkommen.

Burning

Als nach 45 von 148 min noch absolut gar nichts passiert und auch keine Richtung der Geschichte erkennbar war, bin ich lieber was essen gegangen. Bis dahin hatte der Streifen nix auf dem FFF verloren. Ob sich das noch geändert hat, kann ich nicht sagen.

The Favourite

Klarer Sieger des Wochenendes. Eine bitterböse Komödie über Intrigen am Hofe von Queen Anne mit großartig aufgelegten Darstellern und sehr witzigen Dialogen. Hat nix auf dem FFF verloren, aber ich bin froh, dass er dabei war.

Blood Fest

Da hielten sich Autoren und Regisseur für besonders schlau und wollten eine Meta-Komödíe über das Horror-Genre und das Fandom drehen. Leider haben sie von beidem absolut null Ahnung und deshalb einen grottenschlechten Hirnzwerg abgeliefert.

Jonathan

Gute Idee und gut gespielt, aber mir war der zu langatmig. Trotzdem schön, dass es noch wirklich phantastische Filme ins Programm schaffen

Monstrum

Koreanische Version von "Pakt der Wölfe", die mir aber deutlich besser als das Original gefallen hat. Und es gab auch ein wirkliches Monstrum:-)

Destroyer

Langweilige Krimi-Kost mit einer auf hässlich geschminkten Nicole Kidman. Zu viele Rückblenden und eine viel zu lange Laufzeit haben mir den Spaß verdorben. Hat nix auf dem FFF verloren.

Insgesamt setzt sich der Trend fort, dass die Macher die Ausrichtung des Festivals kaum noch berücksichtigen und stattdessen lieber nach Preisträgern anderer Festivals - bevorzugt Cannes und die Golden Globes - Ausschau halten. Ob sich das zukünftig mal rächen wird, bleibt abzuwarten, aber ich werde zukünftig bei der Auswahl wesentlich vorsichtiger sein.
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