Der Report der Magd - Margaret Atwood

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 14. Januar 2019 07:44

Wegen der Lese Challange warats!

Bild

Ich finde das Cover stark.

Ich hab erst die ersten paar Seiten gelesen, kann also nciht soviel zur Handlung sagen. Was meine Beziehung zu dme Buch angeht: 1990 ist der Film erschienen, zu der Zeit war ich 12 Jahre alt und schon so ein mittlerer SF Fan. Und das war der Grund warum ich den Film niemals gesehen habe, für mich war das Alte-Leute-SF mit der ich ncihts zu tun haben wollte.

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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Naut » 14. Januar 2019 08:52

Naja. Man kann nicht das ganze Leben lang 12 bleiben.
Gute Entscheidung!
Meine Schwester hat das Buch gehasst, weil sie es damals (1990) in der Schule lesen musste. Ich habe es ihr dann "entwendet" und fand es da schon großartig.

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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Khaanara » 14. Januar 2019 10:42

Ich habe den Film damals im Kino geschaut. War zu der Zeit beim Bund und hatte nicht viel zu tun.
Und wurde nicht enttäuscht damals.

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Knochenmann
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 16. Januar 2019 07:51

40%

Ein Buch das zweifellos zum Nachdenken anregt. Stärkste Szene bisher: das mit den japanischen Toursiten. Da lebst du in einer grotesken Mittelaltermarkt-LLARP Hölle, und dann laufen Toursiten über den Weg die sich das Elend ansehen. Schönen Dank. Schönes Detail hier: die Beschreibung der Highheels eines der japanischen Mädchen.

Eine komische Vorstellung überhaupt das es einmal die Idee gab das es einmal _zuwenige_ Menschen geben kännte.

Man vergleiche das mal mit "The Walking Dead" oder ähnlichem: da ist 99.999% der Menschen tot, aber die Wiederbevölkerung der Welt wird nicht als dringliches Problem angesehen.
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Naut » 16. Januar 2019 08:54

Knochenmann hat geschrieben:
16. Januar 2019 07:51
[...]

Eine komische Vorstellung überhaupt, dass es einmal die Idee gab, dass es einmal _zuwenige_ Menschen geben könnte.

Man vergleiche das mal mit "The Walking Dead" oder ähnlichem: Da sind 99.999% der Menschen tot, aber die Wiederbevölkerung der Welt wird nicht als dringliches Problem angesehen.
Na ja, die Ideen sind für die Zeit der Entstehung des Romans eher typisch, vergleiche P.D. James "Children of Men". So absurd finde ich das gar nicht: Auf eine Überbevölkerung folgt ökologisch gesehen stets ein Massensterben, manchmal ein Massenaussterben. Insofern ist die Idee immer noch aktuell.

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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 16. Januar 2019 11:17

Von Margaret Atwood kenne ich bislang nur "Katzenauge", mW der Roman, der unmittelbar nach "Der Report der Magd" erschien.
Habe ich damals gelesen wegen der positiven Kritiken. Ich fand das Buch letztlich total langweilig.

Vielleicht war "Katzenauge" zu autobiographisch, um spannend zu sein.
"Der Report der Magd" hört sich wesentlich fiktionaler an.

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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Ender » 16. Januar 2019 11:24

Ich habe kürzlich eines ihrer neueren Bücher ("Das Herz kommt zuletzt") gelesen und fand es bestenfalls mittelmäßig (Klick).
Aber "Der Report der Magd" halte ich für einen Geniestreich.

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Knochenmann
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 16. Januar 2019 11:25

Ist fictional aber auch langweilig, was aber an der Grundstrucktur liegt: Der Magd wird praktisch alles vorgeschireben, und ihr ist die meiste Zeit über im Buch selber unfassbar langweilig.

Schön: die Frau des Kommandanten, eine der führenden Figuren der Revolution (?) die jetzt in dem von ihr selbst geschaffenen Höllenloch leben muss.

Musste an Eva Hermans denken, hab sogar deswegen auf Wikipedia nachgeschaut: Link

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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 16. Januar 2019 11:40

Ender hat geschrieben:
16. Januar 2019 11:24
Ich habe kürzlich eines ihrer neueren Bücher ("Das Herz kommt zuletzt") gelesen und fand es bestenfalls mittelmäßig (Klick).
Das deckt sich ziemlich genau mit meiner Erinnerung an "Katzenauge". Aus der latent konfliktionären Beziehung zwischen den beiden Mädels hätte man etwas machen können. Hat Frau Atwood aber nicht.
Knochenmann hat geschrieben:
16. Januar 2019 11:25
Ist fictional aber auch langweilig, [...]
Ohje! Dann überlege ich mir noch einmal, ob ich mir das antue.

Gruß
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Shock Wave Rider » 16. Januar 2019 14:04

Naut hat geschrieben:
14. Januar 2019 08:52
Naja. Man kann nicht das ganze Leben lang 12 bleiben.
Gute Entscheidung!
:dafuer:

Geschlechtsreife ist klasse! :prima:

meint
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Badabumm » 16. Januar 2019 15:02

Gab's da nicht eine neue Serie?
Ich will keine englische Rangbezeichnung! :faint:

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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Bully » 17. Januar 2019 00:35

Das mit der Langeweile ist mir auch aufgefallen, aber dann war mir klar, dass das genau SO sein würde, wenn man als "Magd" außer für Einkäufe nur für eine Sache da ist, und bei der darf niemand der drei Beteiligten mehr Spaß haben als unbedingt nötig.
Und das System kann effektiv nur eine Generation lang bestehen bleiben, weil dann die Mehrheit aller Menschen aus Oberschichtsfamilien kommen werden, weil Arbeitskraft dann so wertvoll sein wird, dass niemand "fast gar nichts" machen kann, und außerdem, weil die Unfruchtbarkeitskrise entweder überwunden sein wird oder sowieso alles den Bach runter geht.
Insofern ist das Ende dieses Systems quasi vorprogrammiert, was einem als Leser ein Trost ist.
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 17. Januar 2019 08:42

"Das System2 ist genau der Punkt... das ganze erinnert weniger an eine Gesellschaft als eine Art großes Liva Action Rollenspiel wo jeder nur eine dumme Rolle spielt.

bein bei 55%

Erinnerungs Flashback: Die Hauptprotagonistin war offenbar im früheren Leben die Geliebte eines Ehemans der deine Frau für sie verlassen hat. Eigendlich relativ trivial, aber ich könnte mich nicht erinnern das mir so etwas mal in einem anderen Buch untergekommen ist. Spricht irgendwie nicht für Frauenfiguren in Romanen im Allgemeinen.

Zur Story: Escalation! Die Magt trifft sich mit dem Kommandanten zu einer unerlaubten Aktivität:
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 21. Januar 2019 08:30

Fertig

In dem Buch wird, wie nicht anders zu vermuten, Frauen übel mitgespielt. Aber auch Männern. Was "wirklich" passiert ist, erfahren wir erst in den letzen 10% des Buches, in dem sich eine Delegation von Akademikern über die Zeit damals amüsiert.

Das Buch lebt ganz kalr von seiner Eingepfertchtheit und soll offenbar zum Nachdenken anregen - nur worüber?
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Re: Der Report der Magd - Margaret Atwood

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 10. März 2019 07:35

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