Wasteland - Judith C. Vogt

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 27. November 2019 17:13

Neues Buch neues Glück:

Bild

Soooo....

Hintergrund: Ich hab gerade "Tumor" von Watts beendet, und das ist ja wohl das Deprimirenste was man sich vorstellen kann. U.a. wird da der Terminus "Adould Dumb" aufgebracht, um die Bücher zu beschreiben die Erwachsene heute so lesen.

Auf der anderen Seite haben wir diese völlig sinnbefreite Vokabel "Hope Punk", über die ich hier gar nicht erst weiter reden will.

Zusammengefasst ist das der Grund warum ich diesen Roman lesen... muss?... werde. Ich will einen Kontrapunkt zu Peter Watts haben.
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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von lapismont » 27. November 2019 18:34

Da bin ich gespannt. Mir klang das alles zu bekannt.

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Knochenmann
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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 27. November 2019 18:42

Mir auch.

Aber der erste deutsche fantastische Roman in gendergerechter Sprache!
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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach » 27. November 2019 20:27

Knochenmann hat geschrieben:
27. November 2019 18:42
Mir auch.

Aber der erste deutsche fantastische Roman in gendergerechter Sprache!
Danke für die Warnung. :kopfschuettel:

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von lapismont » 27. November 2019 22:31

Andreas Eschbach hat geschrieben:
27. November 2019 20:27
Knochenmann hat geschrieben:
27. November 2019 18:42
Mir auch.

Aber der erste deutsche fantastische Roman in gendergerechter Sprache!
Danke für die Warnung. :kopfschuettel:
Man muss es nicht machen, aber auch nicht andere dafür bekopfschütteln. Es gibt wie beim Klima genügend wissenschaftliche Studien, die Handlungsbedarf feststellen.

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 28. November 2019 07:51

Zudem kann man's ja auch gut machen, siehe Eiswelt oder Killerbot.
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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Knochenmann » 28. November 2019 09:57

15%

Also, von dieser gegenderten Sprache merkt man erstmal nichts, aber vermutlich gab es noch keinen Grund zur Veranlassung.

Wie dem auch sei:

Wir schrieben das Jahr 2069, vor 40 Jahren gabs nen Krieg, die Welt ist ziemlich Kaputt. Es gibt "Ödlande", nur das die nicht öde sind sondern ziemlich bewaldet. Da sind Giftstoffe drinnen die Säugetiere töten, Insekten aber am Leben lassen... während wir in dem Nicht-Ödland das umgekehrte Phänomen haben.

Die Welt wird beherscht von Morotradgängs in bunten Monturen (scheinbar nicht die GANZE Welt, muss mir das nich anschauen). Zwei der Protagonisten ziehen auch auf Motorrädern druch das Land (Deutschland übrigens).

Man fährt auf einen Markt, wo Bekante herumhängen, von deinen einer die nahen Bunkeranlagen untersucht und dabei ein Baby findet das anscheinend gegen die Gifte in der Umwelt imun ist (soviel zurm Plot).

Weil das ja Hope Punk ist muss das explizit angesprochen werden: Die Bewohner des Marktes erklären sich selber zu "Hopern", während die Motoradgangs die um den Markt herum das Sagen haben sog. "Toxxer" sind. Da gibt es anscheineind so eine Art frieden zwischen die beiden, weil die Hoper mit Solarzellen umgehen können und Motorräder reparieren, die Toxxer tun das scheinbar nicht. (Ich musste da sopntan and die Schweiz und Nazidetuschland denken).

Der Roman ist bis jetzt relativ verwirrend geschrieben: Da gibt es das Ödland, das aber nicht-öde ist weil da Bäume wachsen, und dann gibt es das Nicht-Ödland (das so nicht bezeichnet wird), das aber öde ist weils kaum Insekten gibt die Blumen bestäuben. Naja.

Außerdem soll so eine Art Mischung aus deutsch und türkisch gesprochen werden, und das sieht im Roman so aus:
"Ok", sagte Laylay auf türkisch."
Finde ich gut. Nur den Leser nicht durch unnötige Vokabel verwirren, und schon gar nicht einfache Worte auf türkisch in den Roman reinschreiben. Zudem finde ich es nett das Laylay weder weiß in welchen Land oder in welcher Stadt sie ist, aber das es immer noch Sprachen gibt die sich auf Nationen beziehen die es gar nicht mehr gibt.
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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach » 28. November 2019 11:31

lapismont hat geschrieben:
27. November 2019 22:31
Andreas Eschbach hat geschrieben:
27. November 2019 20:27
Knochenmann hat geschrieben:
27. November 2019 18:42
Mir auch.

Aber der erste deutsche fantastische Roman in gendergerechter Sprache!
Danke für die Warnung. :kopfschuettel:
Man muss es nicht machen, aber auch nicht andere dafür bekopfschütteln. Es gibt wie beim Klima genügend wissenschaftliche Studien, die Handlungsbedarf feststellen.
Ich will ernsthaft keine Romane in "gendergerechter" Sprache lesen. Und wenn man eines Tages nur noch so schreiben darf, höre ich auf zu schreiben.

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Mammut » 28. November 2019 13:10

Knochenmann hat geschrieben:
28. November 2019 09:57
15%

Die Welt wird beherscht von Morotradgängs in bunten Monturen (scheinbar nicht die GANZE Welt, muss mir das nich anschauen). Zwei der Protagonisten ziehen auch auf Motorrädern druch das Land (Deutschland übrigens).
Vorab ist wohl eine Geschichte in der Elvis Anthologie erschienen:
http://www.scifinet.org/scifinetboard/i ... t&p=385882

Anne Leckie hat doch auch so die Geschlechterrollen anders beschrieben:
https://amzn.to/2L1hY3n

Das hatte mich damals ehrlich gesagt nicht angesprochen.
Aber knochenmann berichtet bestimmt noch ob es gendergerecht wird. Ich denke aber, wenn du irgendwas in Richtung "Sprache gendergerecht" entwickeln willst, ist das ein größerer Prozess, der schon einiges an der Sprache ändert und das wird nicht jetzt auf gleich passieren können.

Ob der Mond im deutschen männlicher ist und im spanischen weiblicher (La Luna)? Ich weiß nicht...

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch » 28. November 2019 14:18

Andreas Eschbach hat geschrieben:
28. November 2019 11:31
lapismont hat geschrieben:
27. November 2019 22:31
Andreas Eschbach hat geschrieben:
27. November 2019 20:27
Knochenmann hat geschrieben:
27. November 2019 18:42
Mir auch.

Aber der erste deutsche fantastische Roman in gendergerechter Sprache!
Danke für die Warnung. :kopfschuettel:
Man muss es nicht machen, aber auch nicht andere dafür bekopfschütteln. Es gibt wie beim Klima genügend wissenschaftliche Studien, die Handlungsbedarf feststellen.
Ich will ernsthaft keine Romane in "gendergerechter" Sprache lesen. Und wenn man eines Tages nur noch so schreiben darf, höre ich auf zu schreiben.
So ist es. Entweder ich darf so schreiben, wie ich es seit 50 Jahren tu, oder ich geh in Rente. Nur weil "man" das verlangt und weil irgendwelche Wissenschaft irgendwas dazu meint, sagen zu müssen. Manirierter Gender schafft keinerlei Gleichberechtigung, im Gegenteil. Ich werde auch mein Geschlecht nicht aufgeben, nur weil mit einem Sächlichen alle inbegriffen sind. Außerdem muss man immer noch beachten, was Grammatik ist.

Sprache muss und soll sich auf natürliche Weise weiterentwickeln. Wir schreiben heute anders als vor 30,40 und so weiter Jahren, und genauso wird es in 20, 30 und so weiter Jahren in der Zukunft sein. Dem Zeitgeist angepasst.

Gendergerecht ist nicht dem Zeitgeist angepasst, das ist einfach nur noch P.C.-Hysterie, die letztendlich niemandem gerecht wird und nur noch größere Unterschiede schafft.
Ich will nicht wie im Kommunismus nur eine einheitliche Klamotte tragen müssen, nur damit es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern mehr gibt. Damit ist jegliche Freiheit und Selbstgestaltung dahin.

Abgesehen davon: Knochenmann hat mich mit den ersten 15% schon ausreichend abgeschreckt, dass ich das wirklich nicht lesen will.
:bier:
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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von lapismont » 28. November 2019 14:25

Wie gesagt: Niemand wird gezwungen, gendergerecht zu schreiben. Aber bitte dann auch: Kein Lästern über die, die es tun.
Sprache lebt und ändert sich fortwährend. Gendergerechtigkeit in der Sprache ist ein längerer Prozess, dass Sprache diskriminierend sein kann, dürfte unbestritten sein. Studien hierzu gibt es viele.
Ich finde, es ist nicht schwer, Frauen auch sprachlich einzubeziehen, wenn ich sie meine.
Simples Beispiel: Die beiden Piloten der Rakete wurden mächtig durchgeschüttelt.
Fragt euch ehrlich, ob ihr dabei eine oder zwei Frauen visualisiert. Nur so als gedankliche Anregung.

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Mammut » 28. November 2019 14:31

lapismont hat geschrieben:
28. November 2019 14:25
Simples Beispiel: Die beiden Piloten der Rakete wurden mächtig durchgeschüttelt.
Fragt euch ehrlich, ob ihr dabei eine oder zwei Frauen visualisiert. Nur so als gedankliche Anregung.
Na, wenn du davon ausgehst, das ein Pilot männlich ist, keine Frau. Wie man das einteilt, das hängt am Erfahrungsschatz ab. Kennst du viele Pilotinnen, gehst du nicht unbedingt davon aus, das es sich um Männer handelt.

Anderes Beispiel: Wenn der ICH Erzähler in einem Roman nichts von sich preis gibt, gehst du doch normalerweise von einem weißen Mann aus. Du bist ja auch einer. Stellt sich dann irgendwann raus, das er schwarz ist, fragt man sich schon, ob das relevant ist wenn es bis dahin nicht aufgefallen ist.

Unsere ganze Sprache, gerade bei Prosa, lebt doch davon, das man Annahmen trifft. Solange sich die gesellschaftlichen Gegebenheiten nicht ändern, wird auch die Sprache daran nichts ändern bzw. beides muss ineinander greifen, sonst ist das doch ein reines Kunstprodukt.

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Mammut » 28. November 2019 14:33

Uschi Zietsch hat geschrieben:
28. November 2019 14:18

Abgesehen davon: Knochenmann hat mich mit den ersten 15% schon ausreichend abgeschreckt, dass ich das wirklich nicht lesen will.
Aber nicht wegen gendergerecht. Das kommt ja laut ihm gar nicht vor.

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von Andreas Eschbach » 28. November 2019 14:56

lapismont hat geschrieben:
28. November 2019 14:25
Wie gesagt: Niemand wird gezwungen, gendergerecht zu schreiben. Aber bitte dann auch: Kein Lästern über die, die es tun.
Sorry, aber wenn ich was für Blödsinn halte, werde ich das weiterhin sagen.

:evil:
Und da in der Beschreibung Türkisch erwähnt wurde, schönes Stichwort: Türkisch ist eine Sprache, die den Anforderungen nach "Gendergerechtigkeit" vollkommen entspricht, und ist es schon immer gewesen. Und jetzt erkläre man mir mal, was das bewirkt hat. Diese angeblichen "Studien" kann man IMHO in der Pfeife rauchen.

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Re: Wasteland - Judith C. Vogt

Ungelesener Beitrag von lapismont » 28. November 2019 15:31

Andreas Eschbach hat geschrieben:
28. November 2019 14:56
lapismont hat geschrieben:
28. November 2019 14:25
Wie gesagt: Niemand wird gezwungen, gendergerecht zu schreiben. Aber bitte dann auch: Kein Lästern über die, die es tun.
Sorry, aber wenn ich was für Blödsinn halte, werde ich das weiterhin sagen.

:evil:
Und da in der Beschreibung Türkisch erwähnt wurde, schönes Stichwort: Türkisch ist eine Sprache, die den Anforderungen nach "Gendergerechtigkeit" vollkommen entspricht, und ist es schon immer gewesen. Und jetzt erkläre man mir mal, was das bewirkt hat. Diese angeblichen "Studien" kann man IMHO in der Pfeife rauchen.
Ich bin schon vom Deutschen ausgegangen. Du kannst mit wissenschaftlichen Studien umgehen, wie Du es willst.
Das Problem ist, wenn Du Leuten, die sich bemühen, Diskriminierung aus ihrer Sprache zu verbannen mit Blödsinn kommst, machst Du Dich verdächtig, Diskriminierung zumindest zu dulden.
Ich will gar nicht streiten, hoffe nur, dass mein Eintreten für gendergerechte Sprache nicht pauschal abgewertet wird, nur weil man selbst anderer Meinung ist.

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