Kollaps - John Scalzi

Science Fiction in Buchform
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Knochenmann
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Kollaps - John Scalzi

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Was ich nicht alles tute für die Lesechallange.

Das lese ich jetzt weils ein LOCUS Gwinner war. Und bei den Locus Gewinnern habe ich schon fast alle gelesen, zumindest alles was ich lesen will, und ich wollte keines davon noch einmla lesen. Tatsächlich hab ich erst letztes Jahr das Necronomnicon zum fünften mal gelesen... schlechtes Timing sag ich mal.

Deswegen also Scalzi.

Bild

Was wir haben: ein ziemlich schwülstiges Imperium das mit Raumschiffen durch die Gegend fliegt. Die bewegen sich in Strömen. Auf einmal: Ströme kaputt. Schlecht.

Fängt an mit einen Raumschiff das gerade druch so einen Strom fliegt als der kaputt geht. Auf dem Schiff ist gerade eine Meuterei im Gange, wobei hurmorvoll aufgezeigt wird das ich für jede Situation im Imperium eine Prozedur gibt.

Soll vermutlich aufgezeigt werden wie das Imperium beschaffen ist: schwülstig, überladen, formal. Musste an britische Kriegsschiffe um 1800 denken. So halt.

Naja.
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Naut
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Re: Kollaps - John Scalzi

Ungelesener Beitrag von Naut »

Wusste gar nicht, dass das Necronomicon einen LOCUS gewonnen hat ... Wenn das der alte Lovecraft noch erlebt hätte! :rofl:

heino
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Re: Kollaps - John Scalzi

Ungelesener Beitrag von heino »

"Kollaps" habe ich erst vor kurzem gelesen. Das ist ein für Scalzi sehr typisches Buch, sehr tempoerich und humorvoll und die Handlung wird hauptsächlich über die Dialoge voran getrieben. Etwas nervig fand ich eine der Hauptfiguren, die pausenlos in Fäkalsprche redet, das war mir zu übertrieben. Aber insgesamt war es gute Unterhaltung ohne sonderlichen Tiefgang. Mit hat es Spass bereitet.
Lese zur Zeit:

Haruki Murakami - Kafka am Strand

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Knochenmann
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Re: Kollaps - John Scalzi

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Typisch auch noch, mir bleibt nichts erspart.
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Knochenmann
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Re: Kollaps - John Scalzi

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ich bin zu 80% durch.

Bis jetzt ist es ein zielich einfach gestrickets Buch desen Plot man auf der Hinterseite finden kann: Ströme gehen kaputtig.

Auch die Figuren sind relativ übersichtlich: Wir haben die Imperiatöse, wir haben einen Typem am ende der Welt der um den Kollaps bescheit weiß, wir haben eine Raumschiffkapitöse die mit beiden verbunden ist, und wir haben noch eine Familie die die Gegenspieler macht, und dich auch Verbindungen zu allen drei Parteien hat.

Das ganze Imperum wirkt zudem nicht wie ein Imperium sondern wie eine Zahnartzpraxix. Im Buch fällt irgendwann einmal das Wort "Appartment" für die Behausung des Imperators, und da glaub ich fast nicht das Scalzi das absichtlich als witz reingeschrieben hat.

Überhaupt überwiegen die Märchenhafen Elemente: Die Kleine Prinzssin die am Schulhof von den anderen Kindern verarscht wurde und dann Imperiatorin wurde (Wird übrigens nirgends erklärt worauf sich der Herrschaftsanspruch der Imperatoren stützt, aber egal.)


Was hingegen ein Gewinn für das Buch ist ist, das ich es als Hörbuch höre, und der Sprecher hat das ganze wirklich gut umgesetzt: Der Herzog klingt genau so wie man sich einen Herzog aus dem Märchen vorstellt: Alter herzlicher, leicht blöder Typ der gerne herumpoltert. Der schmierige Antagonist spreicht auch wie ein schmieriger Antagonist.

Was die Flucherei angeht; die ist mir auch negativ aufgefallen, wirkt irgendwie deplaziert in dem Buch... andererseits wirkt in dem Buch alles deplaziert.
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Knochenmann
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Re: Kollaps - John Scalzi

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Fertig

Das Buch ist... flach.

Für so ein großes Setting kommt das Buch mit einer überschauraben Handvoll von Protagonisten aus. Kein böser Plan der nciht sofort entdeckt oder gar von von Antagonsiten selbst ausgesprochen oder erklärt wird. Kaum irgendeine unverhershebare Entwicklung. Praktisch kein Twist.

Das ganze entlockt mir einfach nur ein Schulterzucken.

Dann die Sinnlosigkeit des ganzen: Anstatt das man lieber autarke Stationen baut verschifft man Brot, Milch und Eier durch das halbe Universum. Ich meine: HAFERFRÜCHTE, im erst jetzt.

Ich kann wirklich nciht entscheiden wo das Buch witzig sein soll und wo Scalzi als Autor versagt.

Im großen und ganzen: troz allem das beste Buch das ich von Scalzi gelesen habe.
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