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✝ Pierre Bordage (29.01.1955 - 26.12.2025)
Verfasst: 30. Dezember 2025 19:01
von Ender
Der französische Fantasy- und Science-Fiction - Autor
Pierre Bordage ist gestorben.
Er darf wohl als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Phantastikautoren Frankreichs bezeichnet werden. Nicht alle seine Bücher sind ins Deutsche übersetzt worden, aber doch so einige (Arkane, Terra Mater, Die Sternenzitadelle).
Ich habe von ihm den (leicht schrägen) SF-Roman "Die Sphären" gelesen, den ich nicht überragend, aber zumindest originell fand
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R.I.P.
Re: ✝ Pierre Bordage (29.01.1955 - 26.12.2025)
Verfasst: 31. Dezember 2025 09:27
von Uschi Zietsch
Ich muss gestehen, kannte ich nicht.
Re: ✝ Pierre Bordage (29.01.1955 - 26.12.2025)
Verfasst: 31. Dezember 2025 09:33
von Fjunch-Klick
Einst hatte Andreas Eschbachs Ausspruch auf dem Buchrücken mich zur Lektüre der Trilogie um die Sternenzitadelle gebracht. Ich fand den ersten Band nicht schlecht, den zweiten Teil enttäuschend und den Dritten ganz gut. Hat mich dann nicht angeregt, mehr von ihm zu lesen…
Ad Astra
Re: ✝ Pierre Bordage (29.01.1955 - 26.12.2025)
Verfasst: 31. Dezember 2025 11:32
von lowcut
Ich habe von Pierre Bordage die Trilogie "Krieger der Stille" (Die Krieger der Stille, Terra Mater, Die Sternenzitadelle) positiv in Erinnerung.
Re: ✝ Pierre Bordage (29.01.1955 - 26.12.2025)
Verfasst: 31. Dezember 2025 13:21
von deval
Ich kenne ihn vom Namen her, aber gelesen habe ich nichts von ihm.
Re: ✝ Pierre Bordage (29.01.1955 - 26.12.2025)
Verfasst: 1. Januar 2026 16:22
von Andreas Eschbach
Das erste Mal getroffen habe ich Pierre Bordage auf dem ersten Utopia-Festival 1998 in Poitiers. Schon damals war er einer der ganz großen Namen der französischen Science-Fiction (und in Nantes geboren, genau wie Jules Verne!). Da er gut Englisch sprach, konnten wir uns damals schon unterhalten und haben uns auch ganz gut verstanden. Später, als es auch französische Übersetzungen von meinen Romanen gab, saßen wir ab und zu bei Literaturfestivals nebeneinander am Signiertisch, und wenn bei mir drei bis fünf Personen anstanden, um sich ein Buch signieren zu lassen, war die Schlange bei Pierre fünfzig Meter lang und länger.
Er war enorm produktiv, hat bei mehreren Verlagen veröffentlicht, weil einer alleine seinen Output nicht gestemmt hätte. Es waren nicht nur viele, es waren auch dicke Bücher, oft Mehrbänder – ein Tisch mit seinen Werken war immer eine Art Gebirge. Dabei hielt er nichts davon, Romane vorauszuplanen; seine Methode sei, anzufangen und sich überraschen zu lassen, wohin ihn die Geschichte führt, hat er mir mal erzählt.
"Die Krieger der Stille", sein erster Roman, der ihn auch schlagartig bekannt gemacht hat, blieb immer auch sein populärstes Werk; es ist später auch als Comic erschienen, und es gab immer wieder Anläufe, es zu verfilmen (bis jetzt wurde nichts draus, aber wer weiß …?).
In den letzten Jahren stand es um Pierres Gesundheit zusehends schlechter; zuletzt litt er an Parkinson, bis dahin, dass er zeitweise nicht mehr schreiben konnte – das kann einem Schriftsteller natürlich jeden Lebensmut nehmen. In der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag ist er einem Herzinfarkt erlegen.