Seite 1 von 1

STARSEEK – vom illustrierten Science-Fiction-Buch zur filmischen Serie

Verfasst: 6. September 2026 10:46
von RolandsFarblood
Ich möchte hier einmal mein eigenes Science-Fiction-Projekt vorstellen, an dem ich inzwischen schon eine ganze Weile arbeite.

Es heißt FARBLOOD.

Die Grundidee beginnt mit sechs baugleichen Expeditionsschiffen (Mission: STARSEEK), die die Erde verlassen und auf unterschiedlichen Routen ins Unbekannte aufbrechen.

Alle sechs starten mit derselben Aufgabe. Danach entwickeln sich ihre Geschichten aber völlig unabhängig voneinander.

Andere Welten, andere Entdeckungen, andere Formen von Leben – und irgendwann auch sehr unterschiedliche Fragen danach, wie weit Beobachtung gehen darf und wann eine Crew selbst Teil dessen wird, was sie eigentlich nur untersuchen wollte.

Die erste dieser Geschichten ist STARSEEK 01 und folgt dem Expeditionsschiff ASCENT.

Die komplette Geschichte existiert bereits als drei vollständig illustrierte Science-Fiction-Bücher.

Für mich war dabei von Anfang an wichtig, dass die Illustrationen nicht nur schmückendes Beiwerk sind. Die Bücher erzählen sehr stark über Atmosphäre, Orte, Technik und visuelle Momente. Gleichzeitig bleibt es eine fortlaufende Geschichte mit Figuren, Entscheidungen und einem größeren Rätsel.

Irgendwann kam deshalb die ziemlich naheliegende – und rückblickend etwas gefährliche :o – Frage:

Kann daraus eigentlich auch eine wirkliche filmische Adaption werden?

Nicht indem man einfach die vorhandenen Buchillustrationen animiert, sondern indem man die Geschichte neu in Filmszenen übersetzt.

Ich habe dafür zunächst einen knapp fünfminütigen technischen Proof of Concept produziert.


Link: https://www.youtube.com/watch?v=8qH5XXaZDic

Der Film zeigt bewusst nicht den Anfang der Geschichte und ist auch nicht Transmission 01.

Er zeigt einen späteren Moment aus dem ersten Buch: die letzte Phase einer Shuttlelandung, den vollständigen Bodenkontakt, das Öffnen der Rampe und den ersten menschlichen Schritt auf einer fremden Welt.

Generative Bild- und Videowerkzeuge gehören zum Produktionsprozess. Der Test hat mir aber ziemlich deutlich gezeigt, dass ein gutes Einzelbild oder ein guter Videoclip noch lange keinen Film ergibt.

Kameraansichten, Bewegung, Kontinuität, Schnitt, Sprechertext, Musik und Sound müssen am Ende zusammenpassen. Einige visuell sehr gute Einstellungen sind deshalb sogar komplett aus dem Film geflogen, weil sie im Schnitt einfach nicht funktioniert haben.

Der Proof of Concept hat mich jedenfalls genug überzeugt, um den nächsten Schritt zu versuchen.

Seit dem 1. September läuft eine Kickstarter-Kampagne, mit der ich herausfinden möchte, ob daraus eine fortlaufende filmische Adaption entstehen kann.

Die Geschichte der drei STARSEEK-01-Bücher ist dafür in bis zu 18 zusammenhängende filmische Kapitel aufgeteilt, die ich „Transmissions“ nenne.

Das erste Ziel liegt bei 4.500 Euro und finanziert die vollständige Produktion von Transmission 01.

Jede weiteren 4.500 Euro schalten die nächste Transmission in der festgelegten Reihenfolge frei.

Es müssen dabei nicht alle 18 Transmissions finanziert werden. Jede erreichte Stufe steht für einen klar definierten Produktionsumfang, und jede freigeschaltete Transmission wird vollständig produziert.

Die fertigen Transmissions sollen anschließend kostenlos auf YouTube veröffentlicht werden. Unterstützer erhalten jede finanzierte Transmission eine Woche vor der öffentlichen Veröffentlichung.

Wer sich das Projekt, die Bücher, den Proof of Concept und das Produktionsmodell genauer ansehen möchte, findet die Kampagne hier:

https://www.kickstarter.com/projects/fa ... ansmission

Mich würde bei den SF-Lesern hier aber auch interessieren, wie ihr grundsätzlich zu so einer Verbindung aus illustriertem Buch und Film steht.

Wenn eine Geschichte bereits eine sehr konkrete Bildwelt besitzt – wäre es für euch wichtig, diese in einer Verfilmung möglichst wiederzuerkennen?

Oder ist gerade der Wechsel des Mediums der Punkt, an dem man sich bewusst davon lösen sollte, solange Welt, Figuren und Atmosphäre erhalten bleiben?

Ich merke bei der Arbeit immer wieder, dass ein Bild, das auf einer Buchseite wunderbar funktioniert, als Filmeinstellung überhaupt nicht zwingend funktioniert.

Und umgekehrt entstehen beim Film Möglichkeiten, die das Buch so gar nicht hatte.