utopische Stadt

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Uwe Gunther

utopische Stadt

Ungelesener Beitrag von Uwe Gunther » 28. Juni 2004 16:43

Haben Science Fiction Autoren auch utopische Stadtansichten beschrieben? Ich kenne nur Utopia von Thomas Morus. Und sind die Science Fictiion Texte schwierig oder kann ich als Realschüler diese lesen?

deval
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stadt

Ungelesener Beitrag von deval » 28. Juni 2004 19:47

also ich kenne utopia nicht. und die frage nach -utopischen stadtansichten- kann für mich alles bedeuten. darum mag mein beispiel jetzt auch hinken.

der kurzzyklus -robotcity-, nach einem konzept von isaac asimov, spielt in einer sich andauernd verändernden stadt. über nacht entstehen ganze straßenzüge oder gebäude neu. die ganze stadt besteht aus einem stoff (oder zellen oder so) die untereinander in verbindung stehen und sich selbst neu gestalten können. aber, die hauptgeschichte handelt nicht von der stadt, sondern von einem jungen mann der dort aufwacht und nichts über seine vergangenheit weiß da er das gedächtnis verloren hat. die stadt selbst wird aber auch beschrieben.

vielleicht etwas wonach du suchst?

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Gast

Ungelesener Beitrag von Gast » 28. Juni 2004 23:02

Ich suche nach langen Texten über Zukunftsstadt, utopische Stadt. Am besten sind Texte die eine halbe oder ganze Seite lang sind, "aussagekräftig".

Hallo Vallenton. Das klingt sehr gut. Bestimmt steht das Buch in meiner Bibliothek dann kann ich mir dort Robotcity ausleihen.

Uwe

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Ronni
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Re: utopische Stadt

Ungelesener Beitrag von Ronni » 29. Juni 2004 09:29

Uwe Gunther hat geschrieben:Haben Science Fiction Autoren auch utopische Stadtansichten beschrieben? Ich kenne nur Utopia von Thomas Morus. Und sind die Science Fictiion Texte schwierig oder kann ich als Realschüler diese lesen?
Ri Tokko, Das Automatenzeitalter. Der Roman von 1930 spielt größtenteils in der »Automatenstadt« im Jahre 2500 und schildert recht detailliert die technischen und logistischen Einrichtungen der Stadt.
Gestern ist das Buch in einer Neuauflage erschienen.

Gruß Ronni

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Oliver
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Ungelesener Beitrag von Oliver » 29. Juni 2004 09:31

Empfehlenswert ist auch noch das hier, allerdings etwas abstrakter und schwieriger zu lesen (wahrlich keine herkömmliche Stadt):

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3 ... 32-3646913

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upanishad
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Ungelesener Beitrag von upanishad » 29. Juni 2004 09:44

Hi,
der gute Asimov hat in seinem Foundation-Zyklus recht eindrucksvolle Beschreibungen abgeliefert, ich weiss aber nicht, ob Du so etwas suchst..
Sein Schreibstil ist ja recht "dröge" :-).
Ist aber zugegebnermassen schon etwas her, dass ich da lesetechnisch involviert war..vielleicht können andere Nutzer meine Erinnerung bestätigen und auch den Buchtitel nennen (war glaubich das erste Buch des Foundation-Zyklus)?
Gruß
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HectorSamuel
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Ungelesener Beitrag von HectorSamuel » 29. Juni 2004 09:56

upanishad hat geschrieben:Ist aber zugegebnermassen schon etwas her, dass ich da lesetechnisch involviert war..vielleicht können andere Nutzer meine Erinnerung bestätigen und auch den Buchtitel nennen (war glaubich das erste Buch des Foundation-Zyklus)?
Also ich habe vom Foundation Zyklus bisher nur "Die Rettung des Imperiums" gelesen... aber auch da wird die "Stadt" Trantor recht ausführlich beschrieben... allerdings muss man sich dann die Stadtbeschreibung aus dem ganzen Buch zusammensuchen...

Wenn ich Uwe richtig verstanden habe, sucht er eine reine Beschreibung einer utopischen Stadt... sozusagen ohne Story drum herum...

Gruß Markus
habe gerade fertig gelesen: KJA - Saga d. sieben Sonnen Bd.4
lese gerade: A.Bradhorst - Diamant (Kantaki 1)
habe unterbrochen: F.Schätzing - Nachrichten aus einem unbekannten Universum

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Ungelesener Beitrag von Nessuno » 29. Juni 2004 11:13

Wahrscheinlich gibt es Hunderte von einschlägigen Titeln zu diesem Thema. Vor kurzem ist eine Diss. allein zu Städteutopien des deutschen Kaiserreiches erschienen.
Hier ein paar Klassiker, die ich besonders mag:
Platon: Staat; Atlantis; Kritias
Verne: Die 500 Millionen der Begum
Kellermann: Der Tunnel
Harbou (Lang): Metropolis
Illing: Utopolis
Jünger: Heliopolis
Blish: Die flliegenden Städte
Disch: 334
Omnis clocha clochabilis, in clocherio clochando, clochans clochativo clochare facit clochabiliter clochantes. Parisius habet clochas. Ergo gluc (Rabelais).

Jorge
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Re: utopische Stadt

Ungelesener Beitrag von Jorge » 30. Juni 2004 22:51

Uwe Gunther hat geschrieben:Haben Science Fiction Autoren auch utopische Stadtansichten beschrieben?
Tommaso Campanella
"Der Sonnenstaat"
Beschrieben wird das Leben einer utopischen kommunistischen Gesellschaft in einer perfekten Stadt, regiert von Liebe und Harmonie.

R.A. Lafferty
"Astrobe, der goldene Planet"
Die Mächtigen des Planeten Astrobe stehen vor einem Rätsel. Immer mehr Menschen kehren den goldenen Städten den Rücken, um in den Slums dahinzuvegetieren. Thomas Morus, per Zeitmaschine aus der Vergangenheit geholt, soll helfen.

John Shirley
"Rebellion der Stadt"(Neuausgabe "Stadt geht los")
Das San Franzisco der Zukunft wird von korrupten Syndikaten beherrscht. Ein Clubbesitzer und eine Rocksängerin stehen scheinbar allein da, bis die Stadt selbst ihnen zu Hilfe kommt.

Alastair Reynolds
"Chasm City"
Eine High Tech Stadt auf einem anderen Planeten ist durch eine Nanoseuche zum Alptraum geworden.

Arthur C. Clarke
"Die sieben Sonnen"
Auf der Erde einer fernen Zukunft existiert nur noch eine Stadt. Den Bewohnern stehen alle nur erdenklichen techischen Hilfsmittel und ein ewiges Leben zur Verfügung. Trotzdem möchte ein junger Mann die Stadt verlassen...

Brian Stableford
"Die Erde über uns"
"Die vergessene Hölle unter uns"
"Zurück ins Licht"
Hoch über der Erde wurde eine schwebende Stadt errichtet, erleuchtet vom ewigen Sonnenlicht. Trotz des Luxus steigt eines Tages einer der Bewohner in die "Unterwelt", Tartarus genannt, hinab...

Simon R. Green
"Schattenfall"
ist eine merkwürdige Stadt, deren Bewohner tote Rockstars, vergessene Comichelden, Gestalten aus der Literatur u.a. sind.

Thomas F. Monteleone
"Die heimgesuchte Stadt"
Im Chicago der Zukunft soll ein Computer mit Bewußtsein den Bewohnern das Leben so angenehm wie möglich machen. Nach und nach empfindet er sich als "Die Stadt" und wendet sich schließlich gegen die Menschen.

Charles Platt
"Dämmerung über der Stadt"
Das Amerika der Zukunft: Die Regierung wird vom Pentagon kontrolliert, nur wer Geld hat, zählt in der Gesellschaft. Die Armen vegetieren in Slums, die Reichen in festungsartig abgesicherten Luxusvierteln.
Ein Roman über den Niedergang der bewohnbaren Stadt.

Ken MacLeod
"Die Mars-Stadt"
Das Sonnensystem wird von K.I.`s regiert, letzte Zuflucht für Menschen soll die Mars-Stadt sein.

Greg Bear
"Die Macht der Steine"
Auf einem fernen Planeten wurden gigantische selbsterhaltende mobile Städte errichtet, die inzwischen ihre Bewohner vertrieben haben und zu einer Gefahr geworden sind.

Ian McDonald
"Necroville"
Per Nanotechnik ist es möglich geworden, Tote wieder ins Leben zurückzurufen. Diese bewohnen eigene Städte.

Larry Niven/Jerry Pournelle
"Todos Santos"
soll der erste Stadtteil von L.A. mit einem eigenen Ökosystem werden, bevölkert von einer Viertelmillion Menschen.

Terry Carr
"Cirque"
Auf der Erde der Zukunft existieren nur noch wenige Städte, Cirque ist eine davon. Kreisförmig um einen tiefen Abgrund erbaut(von dem ein Fluß ins Erdinnere stürzt), ist die Stadt Ziel religiöser Pilger aus allen Teilen der Galaxis, die hier ihre Sünden rituell abwaschen. Eines Tages beginnt jedoch ein monströses Wesen aus dem Abgrund emporzusteigen...

Adam Wisniewski-Snerg
"Roboter"
Ein Mann erwacht in einem unterirdischen Bunkersystem, wie die anderen Bewohner ist er ohne Erinnerung. Als es ihm gelingt, sich Zugang zur darüberliegenden Stadt zu verschaffen, stellt er fest, das dort andere Naturgesetze zu herrschen scheinen(z.b. scheint die Zeit stillzustehen)...

James Graham Ballard
"Die Betoninsel"
Ein Mann erleidet einen Verkehrsunfall und strandet wie weiland Robinson Crusoe auf einer Verkehrsinsel inmitten eines Autobahndreiecks.

Roberto Vacca
"Der Tod der Megalopolis"
Das New York der Zukunft ist ein Koloß auf tönernen Füßen, ein Bagatellunfall stürzt schließlich alles ins Chaos.

Drew Mendelson
"Die vergessenen Zonen der Stadt"
Die Stadt in diesem Roman ist eine turmartige Masse, die von ihren Bewohnern hinten abgerissen und vorne aufgebaut wird und sich so über einen leeren Kontinent bewegt.

Edmund Cooper
"Die neue Zivilisation"
Michael Faraday lebt in London, in dem Königin Victoria jeden Tag mit dem Hovercraft zum Palast fährt und ein Energieschirm die Angriffe feindlicher Raketen, Zeppeline und Doppeldecker abwehrt. Merkwürdig auch, das die meisten seiner Mitmenschen nicht bluten, wenn sie sich verletzen...

Christopher Priest
"Der steile Horizont"
Die Stadt in diesem Roman wird von ihren Bewohnern auf Schienen durch eine merkwürdige Landschaft bewegt.

Harry Harrison
"New York 1999"
ist hoffnungslos übervölkert und ökologisch ruiniert(wurde als "Jahr 2022 - Die überleben wollen" verfilmt).

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Robert Kerber

Ungelesener Beitrag von Robert Kerber » 1. Juli 2004 14:47

Ich werd's nicht müde, seinen Namen hochzuhalten:

Alfred Kubin: Die andere Seite (1909)

sowie

Jewgenij Samjatin: Wir (1920)
(den George Orwell für "1984" so dreist geplündert hat, dass man sein Buch dafür aus den Ruhmeshallen der Weltliteratur verbannen sollte.)

Ballards "Betoninsel" halte ich in diesem Zusammenhang für unpassend, hier fielen mir eher "Tausend Träume von Stellavista", "Der Block", "Running Wild" und "Super-Cannes" ein, die Miniatur-Städten ähnelnde Wohnareale beschreiben.

Robert Kerber

"Trau keinem Buch über 300 Seiten."

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Re: stadt

Ungelesener Beitrag von Siegfried Langer » 1. Juli 2004 18:16

vallenton hat geschrieben:der kurzzyklus -robotcity-, nach einem konzept von isaac asimov, spielt in einer sich andauernd verändernden stadt. über nacht entstehen ganze straßenzüge oder gebäude neu. die ganze stadt besteht aus einem stoff (oder zellen oder so) die untereinander in verbindung stehen und sich selbst neu gestalten können. aber, die hauptgeschichte handelt nicht von der stadt, sondern von einem jungen mann der dort aufwacht und nichts über seine vergangenheit weiß da er das gedächtnis verloren hat. die stadt selbst wird aber auch beschrieben.
Ist danach der Film 'Dark City' (etwa 1998) entstanden?
Die Ähnlichkeiten, wie du sie beschreibst, können wohl kaum Zufall sein...
Ich wusste gar nicht, dass der Film auf Asimov zurück geht...
Sehr interessant.

S.
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asimov

Ungelesener Beitrag von deval » 1. Juli 2004 18:44

ich denke nicht das der film auf dem buch beruht. die geschichte drumherum ist einfach zu unterschiedlich.

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Kringel
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Ungelesener Beitrag von Kringel » 2. Juli 2004 10:01

Noch nicht erwähnt wurde der Roman "Das Experiment" von Arkadi und Boris Strugatzki. Als "utopisch" würde ich die dort beschriebene Stadt zwar nicht bezeichnen, eher als "alptraumhaft", aber eindrucksvoll ist sie schon.

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HectorSamuel
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Re: stadt

Ungelesener Beitrag von HectorSamuel » 2. Juli 2004 17:39

siegfried.langer hat geschrieben:Ist danach der Film 'Dark City' (etwa 1998) entstanden?
Die Ähnlichkeiten, wie du sie beschreibst, können wohl kaum Zufall sein...
Den Film Dark City gibt es bei uns bei Media Markt für fabelhafte 3 Euro... werde wohl morgen mal hin und den mitnehmen...

Wenn noch jemand möchte, kann ich gerne einen mitbringen...

Gruß Markus
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Ungelesener Beitrag von Bungle » 2. Juli 2004 21:35

Hallo!

Einen (Tipp) habe ich noch.

John Brunner "Die Plätze der Stadt". Aus dem Gedächtnis heraus würde ich sagen, es geht um einen Stadtplaner, der in einen despotischen Staat gerufen wird um dort eine moderne Stadt zu entwerfen. Letztendlich dient das Projekt doch nur zur subtilen Unterdrückung. Der Roman ist insofern was besonderes, da er auf einem Schachspiel beruht.
Der Roman ist einer der wenigen heruasragenden Romane von Brunner, den ich noch nicht gelesen habe.

HectorSamuel: Danke für den Tipp mit Dark City. Wenn du diese Mail noch rechtzeitig liest kannst du gerne ein Ex. für mich mitbesorgen. Billig da steh ich drauf :D Außerdem hat mir der Film auch gefallen.

Grüße
MB

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