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Deutscher Fantasy-Preis 2004 für Rainer Erler

Verfasst: 2. Juli 2004 12:07
von Helmuth W. Mommers
Rainer Erler (*1933) hat als Autor, Regisseur und Produzent so berühmter Filme wie »Die Delegation«, »Das blaue Palais« und »Fleisch« SF-Kinogeschichte geschrieben und für sein Werk u.a. den »Grimme-Preis« und »Die Goldene Kamera« gewonnen. Nicht minder erfolgreich war er mit SF-Kurzgeschichten wie »Play Future», »Der Käse«, »Ein Plädoyer«, die mit dem Kurt Lasswitz-Preis, bzw. dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet wurden.

Nun darf er auch den Deutschen Fantasy-Preis entgegennehmen.

Ich bin stolz darauf, ihn für meine im Shayol-Verlag erscheinende neu Anthologie VISIONEN 2004 als Autor einer brandneuen Geschichte gewonnen zu haben.

Hier die gute Nachricht, die mich von Rainer Erler erreichte:

Deutscher Fantasy-Preis 2004 für Rainer Erler

Vom 2. bis zum 4. Juli 2004 findet in Passau der Sechste Kongress der Phantasie >Phantastische Filmwelten< statt.

Der Oberbürgermeister der Stadt Passau Albert Zankl schreibt in seinem Grußwort:

"In unserer heutigen Zeit, in der das Leben der Menschen von einer technisierten und leistungsorientierten Gesellschaft geprägt ist, bildet für viele das Eintauchen in das Reich der Phantasie ... ein wohltuendes Gegenstück zu den Zwängen der Realität."
Der Ehrengast des Kongresses ist der Filmemacher Rainer Erler.

Dazu der Oberbürgermeister:

"Fantasy-Literatur bietet jedoch auch ganz andere Facetten.
Dies wird in anschaulicher Weise durch das Werk des Autor und Filmemachers Rainer Erler verdeutlicht.
Viele kennen vor allem seine Science Thriller, in denen der engagierte Zivilisationskritiker aktuelle Themen aus der gesellschaftlichen und politischen Diskussion in einer packend inszenierten Action Geschichte präsentiert hat, um damit vor dem Kollaps unserer Wohlstands-gesellschaft zu warnen.
Es ist mir eine ganz besondere Freude, Rainer Erler mit dem von der Stadt Passau dotierten Deutschen Fantasy Preis auszeichnen zu dürfen und möchte ihm auch an dieser Stelle sehr herzlich dazu gratulieren."


München, im Juni2004

Verfasst: 2. Juli 2004 16:53
von Ulrich
Kann man die Grußworte, auch früherer Preisverleihungen, im Internet nachlesen?

Verfasst: 14. Juli 2004 11:05
von Ulrich
Ich bin mir nicht klar darüber, warum Erler einen Fantasy-Preis erhält. Erler ist doch mehr beim SF-Genre zu sehen. Zumindest haben seine Werke nichts bzw. wenig mit magischen Elementen zu tun. Wird bei der Preisvergabe Fantasy und Phantastik gleichgesetzt? Wie hat man das zu sehen?

In einem anderen Forum wurde bereits darüber diskutiert und meine Meinung ist, dass Erler nun überhaupt nichts mit Fantasy zu tun hat und Fantasy nicht gleich Sf oder Phantastik ist. Allenfalls ist Fantasy ein Untergenre der Phantastik.

Verfasst: 14. Juli 2004 11:27
von Frank Böhmert
Ulrich hat geschrieben:Ich bin mir nicht klar darüber, warum Erler einen Fantasy-Preis erhält.
Ja, das erstaunt mich auch. Und mich würde interessieren, inwieweit sich die Laudatio darauf bezieht.

Ansonsten freut's mich natürlich.

Erstens, weil ich Erler für seine Superfernsehspiele damals sehr geschätzt habe und "Die Delegation", glaube ich, neben Walter Ernstings "Ufo am Nachthimmel" der erste deutschsprachige SF-Roman war, der mich beeindruckt hat.

Und zweitens, weil ich es durchaus mag, wenn die Vergaberichtlinien etwas lockerer genommen werden.

Alles in allem: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! - falls Herr Erler je ins Internet kommen und das hier lesen sollte.

Frank B.

P. S. Und noch eine Frage an die alten Herren und Damen wie mich: Hat Erler eigentlich damals auch "Die Insel der Krebse" verfilmt? Oder war das jemand anders? Und von wem stammte die Vorlage nochmal? (Wisst ihr noch, die Szene mit dem Ehering, der nicht abgehen will? Brrrr ... hat mich damals schwer beeindruckt. Der Herr der Ringe, he he.)

Verfasst: 14. Juli 2004 11:55
von Ronni
Frank Böhmert hat geschrieben:P. S. Und noch eine Frage an die alten Herren und Damen wie mich: Hat Erler eigentlich damals auch "Die Insel der Krebse" verfilmt? Oder war das jemand anders? Und von wem stammte die Vorlage nochmal?
nein, Regie führte Gerhard Schmidt und die Vorlage ist von Anatolij Dnjeprow.

Gruß Ronni