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US-Luftwaffe forscht an Science-Fiction-Waffen

Verfasst: 10. November 2004 20:35
von andy
unter diesem reisserischen titel berichtet der spiegel über angebliche forschungsprojekte der us army.

man weiss nicht ob es einen grausen soll...
:wink:

andy

Verfasst: 10. November 2004 20:56
von Knochenmann
Profaner Geisesblitz: Wenn wir Anitmaterie hätten hatten wir auch Anitmaterie Bomben.

Das Problem ist ja wohl das Zeug erstmal herzusellen, explodieren tuts schon von allein.

Es gibt doch viel inovatievere Formen des Morderns:
London/Wien - Eine neue Art von Atomwaffen, die weder auf Kernspaltung noch auf -fusion beruhen, könnten schon in wenigen Jahren Realität werden. Solche Waffen würden nicht nur die bisher gezogenen Grenzen zwischen konventionellen und Atom-Waffen verwischen, sondern auch politische Konsequenzen haben, berichtet die Wissenschaftszeitschrift "New Scientist".

Das Zauberwort - oder Schreckgespenst, je nach Sichtweise - heißt Kernisomerie. Physiker machen sich die Tatsache zu Nutze, dass manche Atomkerne in verschieden angeregten Zuständen - so genannten Isomeren - existieren können. Ein heißer Anwärter für die Verwendung als Bombe ist das Element Hafnium. Es gibt es als "Hafnium-178" und angeregtes "Hafnium-178m2", wobei beide Atomkerne die gleiche Zahl an Protonen und Neutronen besitzen, daher sind es Isomere.

Normalerweise zerfällt das angeregte Hafnium langsam - mit einer Halbwertszeit von 31 Jahren - zu Hafnium im Zustand der niedrigen Energie. Beim Zerfall entsteht ein Gamma-Blitz, ein energiereiches Photon wird abgegeben. Ende der neunziger Jahre entdeckten US-Forscher, dass man den Zerfall auch künstlich auslösen kann, indem man das Isomer mit Röntgenstrahlung beschießt. Im Experiment kam 60 Mal mehr Energie in Form von Gammastrahlung heraus, als die Physiker an Röntgenstrahlung investierten, theoretisch könnte es noch viel mehr sein. Damals entstand auch die Idee, das Material als Waffe einsetzen zu können.

Bevor eine mögliche Bombe gebaut werden kann, muss aber erst einmal genügend angeregtes Hafnium-178m2 produziert werden. Das geht bisher lediglich in kleinen Mengen: Es wird das Element Tantal mit Protonen beschossen und dieses zerfällt dann in das angeregte Hafnium. Hill Roberts von SRS Technologies in Huntsville (US-Bundesstaat Alabama), die heute Hafnium auf diese Weise herstellen, glaubt, dass es in Zukunft einfachere Möglichkeiten geben wird. Er prophezeit, dass es bereits in fünf Jahren angeregtes Hafnium in Gramm-Mengen geben werde.

Damit wären dann bereits Hafnium-Bomben möglich. Zum Vergleich: ein Gramm des angeregten Elements hat so viel Energie gespeichert wie 50 Kilogramm TNT. Die Zündung einer derartigen Isomer-Bombe würde hochenergetische Gamma-Strahlung freisetzen und alles Leben in der unmittelbaren Umgebung sofort töten. Der Fallout wäre vergleichsweise gering, allerdings würde nicht sofort zerfallenes, angeregtes Hafnium die Umgebung auf lange Zeit verseuchen.

Es sei zu befürchten, dass für Kernspaltungs- und Wasserstoffbomben getroffene internationale Vereinbarungen im Fall von Isomer-Waffen nicht eingehalten würden, hieß es. Jedenfalls brächten Besitz oder Einsatz derartiger neuer Bomben entscheidende Vorteile für kriegsführende Staaten. Ein neues Wettrüsten auf allen Ebenen sei jedenfalls möglich, so "New Scientist". (APA)
oder noch übler:
War Minenräumung bislang bereits ein gefährlicher Job, könnte sie nun zusätzlich zur Sisyphus-Aufgabe werden. Die US-amerikanische Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) entwickelt "selbstheilende Minenfelder". Dabei kommunizieren die Sprengkörper drahtlos miteinander und erkennen, wenn einzelne entfernt wurden, ausgefallen sind oder ihre Position geändert haben. Entsteht eine Lücke im Minenraster, reorganisieren sich die Minen binnen Sekunden selbstständig und schließen die Lücke.

Die Minen sind mit kleinen Tanks ausgestattet, die einen Kolben antreiben können. Dadurch können die Minen hochspringen und auch mehrere 100 Meter entfernt wieder landen. Dieser Vorgang kann bis zu 100 Mal wiederholt werden, bevor eine Nachfüllung erforderlich wird. Besonders effektiv könnte die neue Minengeneration werden, wenn sie mit einer italienischen Entwicklung kombiniert wird. Von dem NATO-Partner entwickelte Minen explodieren erst, wenn der auslösende Faktor (Druck, Magnetismus, etc.) eine bestimmte Zeitspanne vorliegt. Dies ermöglicht es, aus Hubschraubern Minen abzuwerfen, ohne dass diese sofort explodieren.

Angeblich wird die Selbstheilungs-Technik entwickelt, um Zahlen menschlicher Opfer zu reduzieren. Anti-Personen-Minen würden hauptsächlich zum Schutz von Anti-Panzer-Minen eingesetzt. Eine dynamische, selbstreorganisierende Gruppe von Anti-Panzer-Minen würde den Einsatz der Anti-Personen-Minen obsolet machen, so die DARPA. Eine Logik, die offenbar erst nach ausführlicher militärischer Schulung überzeugen kann. (pte)
Und wieder ist unsere Welt wieder ein Stück sicherer geworden :)

Verfasst: 11. November 2004 01:05
von Bungle
War Minenräumung bislang bereits ein gefährlicher Job, könnte sie nun zusätzlich zur Sisyphus-Aufgabe werden. Die US-amerikanische Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) entwickelt "selbstheilende Minenfelder". Dabei kommunizieren die Sprengkörper drahtlos miteinander und erkennen, wenn einzelne entfernt wurden, ausgefallen sind oder ihre Position geändert haben. Entsteht eine Lücke im Minenraster, reorganisieren sich die Minen binnen Sekunden selbstständig und schließen die Lücke.

Die Minen sind mit kleinen Tanks ausgestattet, die einen Kolben antreiben können. Dadurch können die Minen hochspringen und auch mehrere 100 Meter entfernt wieder landen. Dieser Vorgang kann bis zu 100 Mal wiederholt werden, bevor eine Nachfüllung erforderlich wird. Besonders effektiv könnte die neue Minengeneration werden, wenn sie mit einer italienischen Entwicklung kombiniert wird. Von dem NATO-Partner entwickelte Minen explodieren erst, wenn der auslösende Faktor (Druck, Magnetismus, etc.) eine bestimmte Zeitspanne vorliegt. Dies ermöglicht es, aus Hubschraubern Minen abzuwerfen, ohne dass diese sofort explodieren.

Angeblich wird die Selbstheilungs-Technik entwickelt, um Zahlen menschlicher Opfer zu reduzieren. Anti-Personen-Minen würden hauptsächlich zum Schutz von Anti-Panzer-Minen eingesetzt. Eine dynamische, selbstreorganisierende Gruppe von Anti-Panzer-Minen würde den Einsatz der Anti-Personen-Minen obsolet machen, so die DARPA. Eine Logik, die offenbar erst nach ausführlicher militärischer Schulung überzeugen kann. (pte)
Und wieder ist unsere Welt wieder ein Stück sicherer geworden :)
Warum nicht gleich intelligente Minen, die zwischen Freund und Feind unterscheiden können, oder gar ermitteln können, wann sie die größten Schaden anrichten können.
Ich sehe sie schon, tausende intelligenter und mobiler Minen machen sich auf um sich in einer belebten Stadt neu zu verteilen. Das wäre eine Idee für eine Science Fiction Geschichte.

fröhlich apokalyptische Grüße von
MB[/quote]

Waffen

Verfasst: 11. November 2004 08:41
von deval
Bungle hat geschrieben: Warum nicht gleich intelligente Minen, die zwischen Freund und Feind unterscheiden können, oder gar ermitteln können, wann sie die größten Schaden anrichten können.
Ich sehe sie schon, tausende intelligenter und mobiler Minen machen sich auf um sich in einer belebten Stadt neu zu verteilen. Das wäre eine Idee für eine Science Fiction Geschichte.

fröhlich apokalyptische Grüße von
MB

So etwas ähnliches gabs ja schon in dem Film -Screamers-. Mobile Tötungsmaschinen die zuerst noch zwischen Freund und Feind unterschieden hatten, sich in Menschengestalt in einen Bunker schleusten um dort dann Amok zu laufen. So wie die Terminatoren in -Terminator 1-3-. Grausige Vorstellung so etwas könnte tatsächlich mal eingesetzt werden.

Verfasst: 11. November 2004 10:41
von andy
schon unglaublich wie viel fantasie in die entwicklung von dingen gesteckt wird, die dann möglichst effektiv explodieren, treffen, töten oder was auch immer sollen.

was könnte man nicht alles mit soviel fantasie anstellen...
:-?

andy

Verfasst: 11. November 2004 19:36
von Knochenmann
Tja, ich glaub die Waffenforschung hat die SF schon längst hinter sich gelassen. Man muss sich nur mal solches Zeug ansehen wie das OICW... mir fällt kein SF Film ein wo eine Feuerwaffe zu sehen war die das OICW schlagen würde.

Oder: Die amarikanische Marine forscht an Torpedos die sich mit über 2.000 km/h durchs Wasser bewegen können. Es gild als wahrscheinlich das Russland solche Torpedos schon seit 10 Jahren im Einsatz hat.... das war ungefür die Zeit als "SeaQuest DSV" im Fernsehn lief, und die hatte keine solche Spielerein. Fass das irgendein russische Ingenieur gesehen hat, dann hat sich der wohl totgelacht.

Verfasst: 17. März 2005 07:56
von Knochenmann
Washington - Das US-Verteidigungsministerium arbeitet nach Angaben der "Washington Post" an einer unbemannten Raumkapsel, die in kürzester Zeit konventionelle Waffen in alle Winkel der Erde bringen können soll. Bereits in diesem Jahr soll demnach eine Startvorrichtung für das suborbitale Raumfahrzeug mit dem Namen CAV (Common Aero Vehicle) getestet werden, zitierte die Zeitung am Mittwoch Pentagon-Beamte.

Die Kapsel werde mit fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen können und damit in der Lage sein, innerhalb von nur zwei Stunden nach dem Start jedes Ziel auf der Erde zu treffen, hieß es. Nach den Plänen des Verteidigungsministeriums könnte das CAV mit fast 500 Kilo an Bomben beladen werden oder aber auch mit Instrumenten zur Aufklärung. Die erste Generation des Raumfahrzeugs soll bis 2010 einsatzbereit sein.

Innerhalb der kommenden drei Jahre will das Pentagon dem Blatt zufolge auch zwei Versionen eines wiederverwendbaren Gleitfahrzeugs testen, das die Kapsel mit Überschallgeschwindigkeit an jeden beliebigen Ort transportieren könnte. Danach würde dieses - anders als eine Rakete - zu seinem Startort zurückkehren können.(APA/dpa)

Verfasst: 17. März 2005 10:18
von Martin
Nicht zu vergessen die Fortschritte bei der Entwicklung einer Infanterie-Version einer Coilgun/Railgun. Totalen Schwachsinn wie "Eraser" einmal außen vor gelassen, steht uns da auch noch etliche Schweinereien ins Haus ...

Dagegen sind reaktive Textilien, die eine freie Bewegung ermöglichen, sich aber bei Geschoßeinschlag verhärten und die Wucht in verschiedenen Trefferzonen nach bestimmten Mustern verteilen, schon fast eine gute Nachricht. Das ist ja immerhin etwas Defensives.

Verfasst: 17. März 2005 13:49
von Knochenmann
Hmm, ich bin mir nicht sicher ob eine Railgun innerhalb der Atmosphäre überhaupt funktioniert.

Was es aber schon gibt: Mehrere hüllsenlose Kugel in einem Lauf. Also immer Projektil/Ladung/Projektil gesteffalt... dadurch lassen sich höhrere Kadenzen erzielen, und der Lauf wird dann einfach weggeworfen wenn er leer ist.

Verfasst: 17. März 2005 18:01
von Martin
Knochenmann hat geschrieben:Hmm, ich bin mir nicht sicher ob eine Railgun innerhalb der Atmosphäre überhaupt funktioniert.
Wieso das? :nixwiss:
Nach allem, was ich von Railguns weiß, ist für das Verfahren eine Atmosphäre kein relevanter Faktor.

Ferner hat US-Marine schon vor Jahren mit auf Schiffen montierten Railguns Feldversuche angestellt. Und das Vakuum ist nicht der übliche Platz für Schiffe der Marine.

Verfasst: 18. März 2005 08:06
von Knochenmann
Kommt vermutlich daruf an wie man Railgun definiert. Wenns "nur" um die elektromagnetische Beschleunigung geht dann gibs die Dinger vermutlich schon... aber für meinen Geschmack sollte das Projektil wenigstens eine Geschwindigkeit von Mach 10 erreichen, damit man von einer Railgunn sprechen kann.

Verfasst: 18. März 2005 10:09
von Martin
Eine Railgun heißt so aufgrund ihrer Funktionsweise. Eine Feuerwaffe heißt ja auch nicht erst Feuerwaffe, wenn sie eine bestimmte Mündungsgeschwindigkeit aufweist. :wink:

Schon der Abschuß eines 20 Gramm schweren Projektils mit Mach 1,5 toppt alles, was man aus einer herkömmlichen Waffe herausholen kann und hat eine verheerende Wirkung. Zum Vergleich: Bei Mach 3 durchschlägt sogar ein handelsüblicher Bleistift 25 cm Stahlbeton.

Verfasst: 18. März 2005 13:37
von Knochenmann
Dazu braucht's keine Railgun, das gibs als konventionelle Waffe auch schon:

Das (Styer AMR)

Bild

verschiest das hier (15,2 mm im Vergleich zu 7,62 NATO Standard)

Bild

Verfasst: 18. März 2005 14:51
von Martin
Das Steyr AMR ist allerdings nicht gerade flexibel. Man braucht ein Stativ, um jeweils einen Schuß Spezialmunition abzufeuern und hat als Maximalwert das, was eine Railgun als Minimum aufweist. Außerdem wiegt das Ding rund 20 Kilogramm.
Das Ziel bei der Entwicklung einer Railgun für Infanterie ist es ja letztendlich, eine leichte und leicht handhabbare Waffe zu erhalten, die Projektile verschiedensten Typs aus dem selben Lauf in schneller Folge bei hoher Geschwindigkeit/Durchschlagskraft und sehr zielgenau abfeuern kann. Und davon ist man gar nicht mehr so weit entfernt.

Klar, tödlich ist das Eine wie das Andere. Daß trotzdem an noch effizienteren Möglichkeiten geforscht wird, ist ja gerade das Besorgniserregende.

(Der neue NATO-Standard sind übrigens 5.56 mm, Umrüstung läuft ...)

Verfasst: 18. März 2005 14:57
von Knochenmann
Also, die Entwürfe die ich gesehen habe gehen eher in die Richtung: Eine Waffe mit vielen Läufen (6 oder mehr), und die Läufe sind vollgepackt mit Muni, die dann elekromagnetisch beschleunigt wird. Zielgenauigkeit ist da eher sekundär, das Gewicht lag eher auf hohe Kadenz + wenig Gewicht für die Muni.

Das ganze dürfte aber mit einer guten, tragbaren Energieversorgung stehen und fallen... und da hab ich berechtigte Zweifel.

Da hab ich doch noch glatt was gefunden:

http://www.railgun.org/