Gerade im Kino gesehen...

heino
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

Khaanara hat geschrieben:
9. Januar 2020 08:25
Aber auch nur der erste!
Der zweite ist auch okay, nur das Ende ist etwas zu sehr übertrieben.
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Uschi Zietsch
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ach da gab's noch mehr? Na ja, nicht mein Thema. Geralds auch nicht.
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Doop
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Doop »

Ich mochte die Drew-Lucy-Cameron-Filme. Die waren locker-flockige Action-Unterhaltung.
„Ich habe [...] nichts gegen Filme ohne viel Handlung (z.B. Laberfilme von Rohmer), aber das Verhältnis zwischen Landschaftsmalerei, Dialog und Kawumm muss stimmen.“ (Badabumm, hier im Forum)

heino
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

Doop hat geschrieben:
9. Januar 2020 18:02
Ich mochte die Drew-Lucy-Cameron-Filme. Die waren locker-flockige Action-Unterhaltung.
Eben, die haben einfach Spass bereitet. Ich habe den neuen Film nicht gesehen, aber die Kritiken sagen alle einhellig, dass der sich deutlich zu ernst nimmt.
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Knochenmann
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Knochenmann »

Ich hab nur den Trailer gesehen, und der hat mir schon gereicht.
Als ich jung war, war der Pluto noch ein Planet / Mod-Hammer fieg und sieg!

Alle Bücher müssen gelesen werden

Gast09
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

Es ist eine gewisse Evolution eingetreten. Die TV-Serie mit Fawcett-Majors (zeitweise mit Lee Majors verheiratet, später dann nur noch Fawcett) als Ancor-Woman war einfach nur eine Fernsehserie, vergleichbar mit Kojack, Mannix, FBI.
Die drei späteren Kinofilme zeigten zwar mit rasanter Action, schnellen Schnitten und beachtlicher CGI, dass Charlie und seine Engel im 21. Jahrh. angekommen sind; an der Grundstruktur der Idee hat sich aber nichts verändert: eine anonyme Männerstimme quäkt aus einem Lautsprecher und sagt den Frauen, was sie zu tun haben.
Das ist jetzt nicht mehr so. Männer spielen in diesem Film keine bedeutende Rolle. Es gibt sie zwar (wie das von mir oben erwähnte Terminator-Double oder auch Patrick Steward) aber sie agieren kaum, sie reagieren nur.
Insbesondere ist die aus dem Lautsprecher quäkende Männerstimme nicht mehr die Stimme eines Mannes, sondern die entsprechend modulierte Stimme einer Frau (Sandra Bullock, wenn ich ihr Cameo im Abspann richtig interpretiere).
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Khaanara »

Die Serie, sowie die beiden Vorgängerfilme, gibt es seit gestern auf Prime Video

Gast09
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
Gesehen und für 24.02.1933! befunden.
Wie lautete nochmal der Spruch von Gorbatschow seinerzeit? "Wer zu spät kommt, den straft das Leben." Hier wird gezeigt: "Wer die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennt, wird belohnt."
Der in Grunewald lebende, recht wohlhabende Buchautor und Journalist erkennt die Zeichen der Zeit bereits Anfang Februar 1933. Er fährt zunächst alleine in die Schweiz, um für seine Familie eine Unterkunft zu finden und holt sie dann nach: Grenzübertritt mit Sichtvermerk im Pass: 24.2.33.
Sie begehen allerdings den Fehler, anzunehmen dass sich ihr doch recht konsumfreudiger Lebenswandel in CH fortsetzen lässt, merken dann dass die Unterbringung in einem 5-Sterne-Hotel in ZH ihre Ersparnisse (es wird nicht erwähnt wie diese nach CH transferiert worden sind) rasant abschmelzen lässt und ziehen aufs Land.
Dort wird es eng. Die Familie lebt an der Armutsgrenze, schlägt sich allerdings irgendwie durch und ist, das ist essentiell, insgesamt immer harmonisch und glücklich.
Es folgt ein Umzug nach Paris und dort ein weiterer sozialer Abstieg. Irgendwann aber geht es wieder aufwärts und der erfahrene Journalist und Buchautor kann mit seinen Einkünften an die Zeit in Berlin anknüpfen.
Der Film endet auf der Fähre nach Dover hin zu einem weiteren Ortswechsel nach London.
Das Buch hat autobiographischen Charakter. Die Autorin (kürzlich im Alter von 95 Jahren in London verstorben) beschreibt ihr Leben. Das Buch war ein Bestseller, der Film hat ebenfalls potenzial für einen kommerziellen Erfolg. Nicht ganz unschuldig daran ist der Titel. Darauf muss man auch erst mal kommen zumal das rosa Kaninchen im Film keine Rolle spielt und nur als Synonym für die aufgegebene Heimat dient.
Der Film ist komplett aus der Perspektive der 10-jährigen Tochter gedreht. Wenn sie in Erscheinung tritt (was 95% des Films ausmacht), dann ist die Kamera in Höhe ihres Gesichts aufgehängt. Dies und einige andere regietechnische Kleinigkeiten sowie ein perfektes Kinder-Casting
machen diesen Film zu einem kleinen Kunstwerk. Auch die Wahl der Eltern-Schauspieler ist bemerkenswert, hat doch der Familienvater komplett die Seiten gewechselt (er spielte den "Er" in Er ist wieder da) und auch der Familienmutter ist es gelungen, sich aus Feuchtgebiete zu lösen.
Der Film ist langsam, hat etliche Längen und zeigt beachtliche Landschaftsaufnahmen aus CH. Aber er ist sehenswert; etwa 50 andere Besucher dachten das auch, für einem Montag durchaus beachtlich.
8/10 Eiffelturm-Daumenkinos
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PS: Das Buch hat 2 Fortsetzungen. Mal schauen.

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andy
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von andy »

heino hat geschrieben:
8. Januar 2020 10:15
Kringel hat geschrieben:
8. Januar 2020 08:20
Der hat mir auch gefallen, allerdings habe ich bis zuletzt auf einen weiteren Plottwist gewartet, nämlich
dass alles nur ein perfider Trick Martas war, mit dem sie sogar Benoit Blanc in die Irre geführt hat.

Stimmt, da hatte ich auch drauf gewartet. Dafür war die Schlußszene schön gemein :ganz_evil:
Ein großartiger Film. Was für ein Ensemble, was für ein Spaß.

Und meine Vermutung deckte sich mit euren Spoilern hier. Ich war mir so sicher ich wusste, wie alles endet. Aber Pustekuchen!

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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Gast09 »

Jo Jo Rabbit
Gesehen und für Bescheuert! befunden.
Positiv beginnend: der Film ist für 6 Oscars nominiert, was ich durchaus nachvollziehen kann; Scarlet Johansson als beste Nebendarstellerin
wäre okay, irgendwelche Technik-Preise wie 'bestes adaptiertes Drehbuch' sagen mir nicht viel und selbst: 'Bester Film' wäre aufgrund des eher schwachen Umfeldes irgendwie auch noch in Ordnung.
All dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieser Film einfach nur bescheuert ist. Es beginnt schon mit dem Trailer. Er suggeriert eine Komödie oder vllt sogar einen NS-Schenkelklopfer - der Film ist nichts weniger als das. Der Trailer hat (wieder mal, muss man ja schon sagen) nichts mit dem Geist des Films zu tun sondern dient nur dazu vom eigentlichen schwermütigen Inhalt abzulenken und die Leute so ins Kino zu locken.
Nun gut, dumm ist das nicht. Hätten sie den Trailer auf der Kernaussage des Films aufgebaut, kaum jemand wäre ins Kino gegangen; ich ganz sicher auch nicht.
Der Film ist nicht witzig sondern teilweise extrem schwermütig, nicht besonders unterhaltsam und wohl eher nur selten eine halbwegs zutreffende Beschreibung des damaligen Zeitgeistes.
Haben die 'Macher' dieses Films geahnt, dass das kaum jemanden interessiert und deshalb diesen Film in der Werbung als 'Witzfilm' deklariert?
Wer einen eher schwermütigen Film erwartet und keine Probleme damit hat, immer mal wieder ungläubig den Kopf zu schütteln möge sich diesen Film anschauen.
Wer eine Komödie erwartet vergleichbar mit den Filmen von Charlie Chaplin oder Helge Schneider sollte besser zuhause bleiben.
Auch Russen und Briten werden kopfschüttelnd das Kino verlassen.
Sie fressen Babies und haben Sex mit Hunden.
Muss sowas sein?
5/10 gut gemachten Film-Intros mit Bildern aus Wochenschauen und Beatles-Musik: 'Komm gib mir deine Hand' als Parodie auf den Hitler-Gruß; eigentlich bereits das Beste am Film.
Gast09

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andy
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von andy »

1917
Sam Mendes WK1-Drama ist ein zwiespältiger Film. Einerseits ist das ein visuelles Großereignis. Der Film, der fast ohne sichtbare Schnitte auskommt und annähernd in Echtzeit spielt, vermittelt Zuschauern den Eindruck, mitten im Geschehen zu sein. Und zwar auf eine Art und Weise, die ich vorher so noch nie erlebte. Alleine die endlosen Schützengräben mit ihrem menschlichen Elend waren unglaublich. Andererseits ist die Story ziemlich Flach und kommt völlig ohne Überraschungen daher. Und einige Einstellungen sehen mir zu sehr nach "Schaut mal wie cool ich Krieg aussehen lassen kann" aus. Damit wurde ich nicht ganz glücklich.

07 von 10 Minuten, in denen Benedict Cumberbatch zu sehen ist (Im Film sind es eher fünf Minuten).

Andy

heino
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

JoJo Rabbitt

Hier muss ich mal wieder Gast09 widersprechen, irgendwie scheinen wir immer komplett gegenteilige Wahrnehmungen bei denselben Filmen zu haben. Ich finde diesen Film großartig und auch der Trailer betreibt in meinen Augen keinen Etikettenschwindel, sondern verkauft den Film als Groteske, was er eindeutig ist und auch sein soll. Ähnlich wie in "Wo die wilden Kerle jagen" (was für ein dämlicher deutscher Titel) nimmt sich Waititi hier wieder einer hierzulande völlig unbekannten Romanvorlage an und macht daraus eine seinem Sinn für Humor und Drama entsprechende filmische Wundertüte daraus. Ganz großes Lob muss man dabei dem Casting aussprechen, denn Thomasin McKenzie verkörpert die für die Figur nötige Mischung aus kindlicher Naivität, Verblendung und Zorn perfekt. Alle anderen Darsteller stehen dem in nichts nach, Waititi selbst als imaginärer Adolf Hitler ist eine absolute Schau und Sam Rockwell ist ebenfalls großartig wie immer.
Was Waititi wirklich herausragend beherrscht, sist der ansatzlose Wechsel von unfassbar witzigen zu ebenso traurigen oder schockierenden Szenen, ohne dass der Film dadurch zerbrechen würde. Der Film hält mindestens 3 solcher Wechsel parat und absolut jedesmal ging das komplette Publikum in der besuchten Vorstellung mit (leider war das Kino nicht gut besucht, es war halt Samstag mittag). Die eindrücklichste Szene war für mich ein Dialog zwischen ScarJo als Mutter und McKenzie als JoJo, der das ganze üble Dilemma des Lebens in einer solchen Diktatur inw enigen Worten eindrücklicher beschrieb als sämtliche Dokus von Guido Knopp & co. es jemals konnten. Und die Äußerung über die Russen und auch Chinesen sollte einfach nur die damals vorherrschenden Vorurteile und die verrohte Sprache des Regimes verdeutlichen und war daher in meinen Augen absolut gerechtfertigt.

Fazit:großes Tennis. Schaut ihn an, solange er noch läuft.

10 von 10 Fahrtenmessern


The shape of water

Der lief gestern im Rahmen einer Retrospektive nochmals im hiesigen Filmforum des Museums Ludwig. Ich muss wohl hier nicht viele Worte verlieren, der Film dürfte den meisten hier bekannt sein. Wer die Filme von DelToro nicht mag, wird hiermit nicht glücklich. wer das anders sieht (so wie ich), kann sich an den tollen Bildern, dem fantastischen Soundtrack, dem großartigen Production Design und den famosen Darstellern erfreuen und hier ein romantisches Fantasy-Märchen genießen.

9 von 10 gekochten Eiern
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Heino, ich stelle fest, wir sind immer öfter beieinander ;-) Shape of Water hab ich noch auf dem SUD, und die Trailer, Ausschnitte und Besprechungen zu Jojo haben mir das vermittelt, was du beschreibst. Der Film ist auf meiner Liste.
:bier:
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von heino »

Uschi Zietsch hat geschrieben:
17. Februar 2020 14:27
Heino, ich stelle fest, wir sind immer öfter beieinander ;-)
Ich werde wohl mit jedem weiteren Lebensjahr immer harmoniesüchtiger :wink:
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Re: Gerade im Kino gesehen...

Ungelesener Beitrag von Uschi Zietsch »

Ach, das kenne ich - ich lasse beim schreiben immer mehr überleben. Bin entsetzt von mir.

Wie dem auch sei, wir haben uns gestern Harley Quinn angeschaut, und das war einfach lustig. Margot Robbie ist schlichtweg sensationell mit all ihrer Mimik, ihren Bewegungen und ihrem Kampfstil. Es ist Deadpool auf weiblich, nur nicht so tödlich. Ich hab mir nix außer anspruchsloser Unterhaltung erwartet und genau das bekommen - plus toller Optik.
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